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<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.32/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle>
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    <Identifier>mbi000188</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000188</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0001889</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Der Webauftritt &#8211; eine Dauerbaustelle</Title>
      <TitleTranslated language="en">The website &#8211; constantly under construction</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Boeckh</Lastname>
          <LastnameHeading>Boeckh</LastnameHeading>
          <Firstname>Dorothee</Firstname>
          <Initials>D</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;tsmedizin Mannheim, Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Bibliothek, Klinikum Mannheim GmbH &#8211; Universit&#228;tsklinikum, Haus 42, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3,  68167 Mannheim, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Mannheim, Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Bibliothek, Mannheim, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>dorothee.boeckh&#64;medma.uni-heidelberg.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
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    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical library</Keyword>
      <Keyword language="en">Mannheim</Keyword>
      <Keyword language="en">internet presence</Keyword>
      <Keyword language="en">webdesign</Keyword>
      <Keyword language="en">usability</Keyword>
      <Keyword language="en">site-relaunch</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinbibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Mannheim</Keyword>
      <Keyword language="de">Webauftritt</Keyword>
      <Keyword language="de">Webdesign</Keyword>
      <Keyword language="de">Benutzerfreundlichkeit</Keyword>
      <Keyword language="de">Relaunch</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20100512</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>10</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Hamburg 2009: "Medizinbibliotheken: Leuchtt&#252;rme im Meer elektronischer Informationen"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>05</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Drei Web-Projekte f&#252;r die Seite <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ma.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;">http:&#47;&#47;www.ma.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;</Hyperlink> der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim werden aus der Sicht des Webteams im gesamten Entstehungsprozess vom ersten Brainstorming bis zur Umsetzung vorgestellt: Relaunch, &#220;bersetzung, Usability-Studie. Ein roter Faden f&#252;r Webprojekte wird f&#252;r alle drei Projekte aufgezeigt und durch Empfehlungen aus den Erfahrungen des Webteams komplettiert.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Three web projects for the site <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ma.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;">http:&#47;&#47;www.ma.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;</Hyperlink> of the Library of the Medical Faculty of Mannheim are shown from the webteam&#8217;s perspective &#8211; from the first brainstorming sessions to the final design: relaunch, translation, usability-study. A thread through the projects is shown and completed by recommendations based on the webteam&#39;s experiences.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung: Der rote Faden">
      <MainHeadline>Einleitung: Der rote Faden</MainHeadline><Pgraph>Die Website ist sicher das am st&#228;rksten wahrgenommene virtuelle Angebot einer Bibliothek. Sie bietet den  &#220;berblick &#252;ber alles, was mit der Bibliothek zu tun hat, fungiert als Wegweiser durch die Angebote und  bringt so im Idealfall Licht ins Dunkel &#8211; eine Leuchtturm-Funktion eben. Dies ist der Bezug zum Tagungsthema 2009 &#8222;Medizinbibliotheken &#8211; Leuchtt&#252;rme im Meer elektronischer Informationen&#8220;.</Pgraph><Pgraph>Der Webauftritt ist au&#223;erdem die Visitenkarte der Bibliothek und damit eine Imagefrage &#8211; f&#252;r die Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Webteam oder der Webredaktion eine dauerhafte Herausforderung.</Pgraph><Pgraph>Die personelle Ausstattung in (Medizin-)Bibliotheken entspricht &#252;blicherweise nicht diesen Anforderungen, dennoch wird der Webauftritt oft mit &#8222;Bordmitteln&#8220; geleistet, wenn er nicht zentral aufgesetzt wird.</Pgraph><Pgraph>Exemplarisch sollen hier drei Jahre Web-Arbeit in der Mannheimer Medizinbibliothek n&#228;her betrachtet werden. 2007 bis 2009 wurden bzw. werden drei gro&#223;e Webprojekte realisiert: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">2007: <Mark1>Relaunch</Mark1><LineBreak></LineBreak>Inhaltliche und gestalterische General&#252;berholung der Site </ListItem><ListItem level="1">2008: <Mark1>Englischsprachiger Webauftritt</Mark1><LineBreak></LineBreak><Mark2>&#8222;Do you speak English&#63;&#8220;</Mark2> ist mittlerweile eine h&#228;ufige Frage an der Auskunft.</ListItem><ListItem level="1">2009: <Mark1>Evaluation des Webangebotes</Mark1><LineBreak></LineBreak>Kommen die Nutzer klar mit unseren Webseiten&#63;</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Projekte werden aus der Sicht des Webteams vorgestellt, indem der Entstehungsprozess vom ersten Brainstorming bis zur Umsetzung skizziert wird.</Pgraph><Pgraph>Bei der Zusammenstellung der Inhalte zun&#228;chst des Vortrages f&#252;r Hamburg, jetzt f&#252;r diesen Artikel wird offenkundig, dass sich die Herangehensweise an die Projekte &#228;hnelt und wiederholt. Es ergibt sich ein Roter Faden, der auch k&#252;nftig als eine Art Checkliste f&#252;r wiederkehrende Fragen taugen kann:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Projekt und Ziel &#8211; <Mark2>Was soll passieren&#63;</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Anlass &#8211; <Mark2>Warum ist das Projekt notwendig&#63;</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Ressourcen &#8211; <Mark2>Wer macht&#8217;s, wer zahlt&#63;</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Planung &#8211; <Mark2>Wie gehen wir&#8217;s an&#63;</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Umsetzung &#8211; <Mark2>Wie sieht die Theorie aus, wie geht das in der Praxis&#63;</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Das Ergebnis &#8211; <Mark2>Wie bringen wir das Projekt zu Ende&#63;</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="7" numString="7.">Erfahrungen und Empfehlungen &#8211; <Mark2>Was haben wir gelernt&#63;</Mark2></ListItem></OrderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Relaunch 2007">
      <MainHeadline>Relaunch 2007</MainHeadline><SubHeadline>1. Projekt und Ziel </SubHeadline><Pgraph>Geplant ist ein Komplett-Relaunch der bestehenden Bibliothekswebsite (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) sowohl in Bezug auf das Layout als auch der Umbau des bisherigen Angebotes im Sinne der Nutzerfreundlichkeit, das hei&#223;t: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Einf&#252;hrung von zielgruppenspezifischen Einstiegen</ListItem><ListItem level="1">Verschlankung der Navigation </ListItem><ListItem level="1">Verschlankung der Inhalte (aufr&#228;umen, k&#252;rzen, &#8230;)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>2. Anlass</SubHeadline><Pgraph>Der Relaunch war zun&#228;chst geplant als Anpassung an das im Herbst 2006 ge&#228;nderte Layout der Fakult&#228;tswebseiten (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Gleichzeitig wollten wir &#8222;aufr&#228;umen&#8220; (wenn schon Relaunch &#8230;). Er wurde schlie&#223;lich durchgef&#252;hrt als kompletter Relaunch mit Wechsel zum neuen Layout der Universit&#228;t Heidelberg, das im Mai 2007 &#8211; f&#252;r uns v&#246;llig &#252;berraschend &#8211; online ging (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>).</Pgraph><SubHeadline>3. Ressourcen</SubHeadline><Pgraph>Unter Ressourcen verstehen wir hier Manpower, Knowhow und Finanzen.</Pgraph><Pgraph>Die <Mark2>bibliothekseigenen Personal-Ressourcen</Mark2> bestehen in Mannheim aus den drei KollegInnen des Webteams mit unterschiedlichen Qualifikationen und Erfahrungen im Webdesign. Die Arbeit an den Webseiten ist jeweils nicht die Hauptaufgabe der Beteiligten. F&#252;r die Planungsphase des Relaunches waren wir zu f&#252;nft.</Pgraph><Pgraph>Die <Mark2>externen Ressourcen</Mark2> in Falle des Relaunches bestanden in der Unterst&#252;tzung der EDV-Abteilung der Fakult&#228;t in Detail-Fragen (Ausnahmef&#228;lle).</Pgraph><Pgraph>Zur Bearbeitung der Seiten setzen wir den HTML Editor Phase 5 in der jeweils neuesten Version ein (F&#252;nf-Platz-Lizenz).</Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzliche <Mark2>Kosten</Mark2> entstehen bei Erarbeitung eines Relaunches durch Bibliothekspersonal nicht.</Pgraph><SubHeadline>4. Planung </SubHeadline><Pgraph>Bei der Suche nach Standards, also einem theoretischem Unterbau, stie&#223;en wir auf das DFG-Projekt: <Mark2>Web-Usability des Informations- und Interaktionsangebots von Hochschulbibliotheken</Mark2> <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Grundlage f&#252;r unseren Relaunch wurde das Teilprojekt <Mark2>Gestaltung von benutzerfreundlichen Online-Angeboten wissenschaftlicher Bibliotheken: Empfehlungskatalog</Mark2> <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Au&#223;erdem suchten wir nach &#8222;Best Practice&#8220;-Ergebnissen, d.h. wir verglichen Websites anderer (Medizin-)Bibliotheken mit unseren Anforderungen.</Pgraph><Pgraph>Bei der Planung ist stets auf lokale Gegebenheiten R&#252;cksicht zu nehmen. In unserem Falle waren dies z.B. die Bindung an das Corporate Design der Universit&#228;t und die Abstimmung mit der Fakult&#228;t, die ihr Layout seit 2007 beibehalten hat.</Pgraph><Pgraph>Bei der Zeitplanung entschieden wir uns f&#252;r einen w&#246;chentlichen Jour fixe in gr&#246;&#223;erer Runde f&#252;r Vor&#252;berlegungen und Materialsammlung bis zur Entwicklung des Seiten-Ger&#252;stes. Die anschlie&#223;ende Umsetzung der neu zu erstellenden Seiten oblag dem Webteam.</Pgraph><SubHeadline>5. Umsetzung</SubHeadline><Pgraph>Beginnend mit einem <Mark2>Brainstorming</Mark2> &#8222;all over&#8220;, einer Sammlung aller Fakten, Ideen, etc. aller am Projekt Beteiligten &#8211; unsortiert, ungewertet &#8211; kamen wir schlie&#223;lich zu einem Aufgabenkatalog, einer Sammlung der tats&#228;chlich anstehenden Aufgaben mit Sortierung und Gewichtung.</Pgraph><Pgraph>Die Entwicklung der <Mark2>Navigation</Mark2> und des <Mark2>Layouts</Mark2> umfasste unter anderem die Diskussion um Benutzerbed&#252;rfnisse contra Bibliotheksanforderungen. Layoutwechsel, Zielgruppenorientierung und Verschlankung waren quasi vorgegeben. Aus der Faktensammlung ergaben sich Einzelheiten wie:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Aus Nutzersicht dauernd ben&#246;tigte Inhalte werden in der rechten Spalte fixiert, besonders wichtige Links <TextGroup><PlainText>(&#61; die</PlainText></TextGroup> Fragen, die an der Auskunft st&#228;ndig auflaufen) in einer Toolbox abgelegt.</ListItem><ListItem level="1">Eine &#8222;Schnellsuche&#8220; &#252;ber die Webseiten (linke Spalte) und &#8222;Schnelleinstiege&#8220; f&#252;r Kataloge und Datenbanken (rechte Spalte) werden entwickelt.</ListItem><ListItem level="1">Einbindung des Newsblogs in die Startseite durch Anzeigen der f&#252;nf neuesten Meldungen.</ListItem><ListItem level="1">&#8222;A&#8211;Z&#8220; aus der alten Version sollte eigentlich gestrichen werden, hat sich aber im Laufe der Relaunch-Diskussion als unverzichtbar herausgestellt, da viele Inhalte nicht in die vorgesehenen Seiten eingepasst werden k&#246;nnen. </ListItem><ListItem level="1">Entwicklung einer Sitemap.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Als Zwischenergebnis nach mehreren Arbeits- und Diskussionstreffen entstand das Seiten-Ger&#252;st in Form einer <Mark2>Mindmap</Mark2>, die die sp&#228;tere Aufteilung der Site erkennen l&#228;sst. Die Abbildungen 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> und 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/> zeigen Ausschnitte. </Pgraph><Pgraph>Die Anwendung des <Mark2>Corporate Design</Mark2> der Universit&#228;t Heidelberg umfasste die Anpassung der Seiten- und CSS-Vorlagen auf lokale Gegebenheiten und die Konstruktion der Seitenarchitektur in Abstimmung mit dem Webmaster der Fakult&#228;t. Hierbei stellten wir fest, dass die verf&#252;gbaren  Musterseiten f&#252;r unsere Zwecke nur bedingt nutzbar waren: z.B. hat die Fakult&#228;t noch kein Logo, das eingebunden werden kann &#8211; wir brauchten einen Platzhalter;  die Einbindung von SISIS ist bibliotheksspezifisch und f&#252;r die Universit&#228;t nicht relevant, usw. </Pgraph><Pgraph>Das Webteam entwickelte also lokale Seitenvorlagen, Stylesheets und php-Skripte und kreierte aus dem Seitenger&#252;st einen Dateibaum. Die Zuweisung der vorgesehenen Inhalte auf verschiedene Site-Ebenen und die Entwicklung von lokalen Standards zum Bau der neuen Seiten folgten.</Pgraph><Pgraph>Als Diskussionsgrundlage und zur Vorstellung des Gesamtkonzeptes f&#252;r den Relaunch wurden die Startseite und einige Folgeseiten als Beispielseiten &#8222;gebaut&#8220; und abgestimmt. Anhand der Mindmap und der Rohbauseiten erfolgte die Abstimmung mit der Bibliotheksleitung, bevor die Echtseiten im Webteam aufgeteilt wurden. Wir haben uns w&#228;hrend der Gesamtzeit des Relaunches im Webteam sehr engmaschig abgestimmt, vor allem auch gegenseitig Korrektur gelesen und darauf geachtet, dass wir unsere eigenen Standards einhalten. Abschlie&#223;end wurden die fertigen Seiten zur neuen Site zusammengesetzt.</Pgraph><SubHeadline>6. Das Ergebnis</SubHeadline><Pgraph>Das Ergebnis ist die neue Site (Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>) und gleichzeitig Projektende &#8211; was ist zu tun&#63;</Pgraph><Pgraph>Zun&#228;chst steht die interne Pr&#228;sentation der neuen Site im Vordergrund. Bibliotheksleitung, Webmaster und Bibliothekspersonal &#228;u&#223;ern sich zum neuen Erscheinungsbild. Daraus ergeben sich eventuell formale und inhaltliche Korrekturen, bevor die &#246;ffentliche Freischaltung erfolgen kann.</Pgraph><Pgraph>Die unverzichtbare &#214;ffentlichkeitsarbeit besteht in der Bekanntmachung des neuen Webauftrittes bei den Bibliotheksnutzern durch Aushang, Newsletter, Dauerpr&#228;sentationen, &#8230;  &#8211; auf den Kommunikationswegen, die die Bibliothek &#252;blicherweise beschreitet. Mit &#252;berraschten bis indignierten R&#252;ckmeldungen ist zu rechnen.</Pgraph><SubHeadline>7. Erfahrungen und Empfehlungen</SubHeadline><Pgraph><Mark2>Don&#8217;t</Mark2></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">zu fr&#252;h pr&#228;sentieren: der Betrachter sieht nur, was er sieht, nicht, was dazu im Hintergrund gedacht wurde, also warum er das sieht, was er sieht.</ListItem><ListItem level="1">zu viel diskutieren: eine Website ist keine basisdemokratische Angelegenheit &#9786; &#8211; konstruktive Kritik ja, Seiten zerpfl&#252;cken nein. In der Regel hat nur das Webteam den genauen &#220;berblick &#252;ber den gesamten Webauftritt und seine Struktur.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph><Mark2>Immer</Mark2></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">abstimmen mit der Bibliotheksleitung, dem Webmaster und ggf. anderen relevanten Bereichen</ListItem><ListItem level="1">mit allem rechnen: Verz&#246;gerungen, &#220;berraschungen, T&#252;cken:</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Es gibt Zeitfresser: Die Anpassung des Corporate Design: Personal wechselt, dito das Know How</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Eine wichtige Erfahrung:<LineBreak></LineBreak>Die freigeschaltete (alte) Website und die im Hintergrund neu aufgebaute Site kommen sich irgendwann ins Gehege. Solange feststehende Inhalte bearbeitet werden, kann man beide Seiten parallel f&#252;hren. Werden jedoch gr&#246;&#223;ere &#196;nderungen fl&#252;chtiger oder veralteter Inhalte auf der alten Seite n&#246;tig (z.B. durch eine neue Dienstleistung), fallen sie nochmals f&#252;r die neuen Seiten an. Wird diese Doppelarbeit nicht akribisch erledigt, droht der neuen Seite die Unbenutzbarkeit. Nimmt die Doppelpflege &#252;berhand, w&#228;chst der Druck sehr schnell, die neue Site fertig und online zu stellen.<LineBreak></LineBreak>Aus dieser Zeitnot heraus haben wir unsere neue Site damals sehr schnell online gestellt und konnten vorher nicht mehr die Usability testen. Dies erfordete 2009 das (langwierige) Folgeprojekt Usability-Studie (siehe unten).</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Manchmal gibt es &#252;berraschende Entwicklungen:<LineBreak></LineBreak>Ihre nagelneue Site soll ins Netz. Da erfahren Sie, dass Klinikum und Fakult&#228;t an einer neuen &#8222;Marke&#8220; arbeiten und einen gemeinsamen Webauftritt planen. Nach der ersten Schrecksekunde entschieden wir uns, Ruhe zu bewahren und frei zu schalten. Der n&#228;chste Relaunch kommt bestimmt &#8230;</ListItem></UnorderedList><ListItem level="1">Hilfreich war die Dokumentation aller Arbeitsschritte<LineBreak></LineBreak>Heute haben wir daf&#252;r ein Wiki; damals haben wir uns ein Verzeichnis mit komplexer Dateistruktur auf einem f&#252;r alle Beteiligten zug&#228;nglichen Server angelegt, in dem sowohl die gesamte Doku als auch die Seitenvorlagen als auch die fertigen neuen Seiten abgelegt wurden. Diese Dokumentation kann nicht nur zur internen Kommunikation, sondern auch zum &#8222;Nachschlagen&#8220;, zum Nachweis f&#252;r den Zeitaufwand, usw. dienen.</ListItem><ListItem level="1">Wenn Sie Entwicklungen von &#8211; eigenen oder fremden &#8211; Webseiten nachvollziehen wollen, nutzen Sie eine &#8222;Wayback Machine&#8220; z.B. <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.archive.org&#47;web&#47;web.php">http:&#47;&#47;www.archive.org&#47;web&#47;web.php</Hyperlink>. </ListItem><ListItem level="1">Wenn Sie gerade in der Planung oder direkt in einem Relaunch stecken: verzweifeln Sie nicht:<LineBreak></LineBreak>Wir hatten 2007 den f&#252;nften Relaunch in zehn Jahren <TextLink reference="3"></TextLink>. Das ist normal.</ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Englische &#220;bersetzung 2008">
      <MainHeadline>Englische &#220;bersetzung 2008</MainHeadline><SubHeadline>1. Projekt und Ziel</SubHeadline><Pgraph>Der deutsche Webauftritt wird ins Englische &#252;bersetzt.</Pgraph><SubHeadline>2. Anlass</SubHeadline><Pgraph>Die Bibliothek hat eine st&#228;ndig zunehmende Zahl fremdsprachiger Nutzer. Gemeinsame Basis ist jeweils die englische Sprache. Dies gilt insbesondere f&#252;r die Masterstudieng&#228;nge, die komplett auf Englisch abgehalten werden. </Pgraph><SubHeadline>3. Ressourcen </SubHeadline><Pgraph>Die Manpower besteht wie gehabt aus dem Webteam. In diesem Fall ist jedoch die professionelle Unterst&#252;tzung eines &#220;bersetzungsb&#252;ros unverzichtbar. Damit wird das Projekt kostenintensiv und bedarf der Finanzierung au&#223;erhalb des Bibliotheksetats. Als Geldquelle bieten sich &#8211; zumindest in Baden-W&#252;rttemberg &#8211; die Studiengeb&#252;hren an. Hierf&#252;r ist ein Mehrwert f&#252;r die Lehre nachzuweisen, den wir wie folgt begr&#252;ndet haben (Auszug):</Pgraph><Pgraph><Indentation><Mark2>&#8222;Die Fakult&#228;t hat viele Studierende, Wissenschaftler und G&#228;ste, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Fast alle Fakult&#228;tsangeh&#246;rigen nutzen die Bibliothek virtuell oder real. Viele Dienstleistungen sind ausschlie&#223;lich &#252;ber die Website zug&#228;nglich (e-journals, ebooks, Literaturlieferdienst, &#8230;). Der englischsprachige Webauftritt wird die Nutzung der virtuellen Bibliotheksangebote seitens fremdsprachiger Nutzer sehr erleichtern und als Grundlage f&#252;r die englischsprachige Kommunikation in der Bibliothek dienen.&#8220;</Mark2></Indentation></Pgraph><Pgraph>Die Fakult&#228;t stimmte dem zu und &#252;bernahm die Kosten der &#220;bersetzung in H&#246;he von knapp 15.000,- &#8364;.</Pgraph><SubHeadline>4. Planung </SubHeadline><Pgraph>Bei der Planung fanden wir keinen theoretischen Unterbau und keine &#8222;Best Practice&#8220;-Ergebnisse bei relevanten Bibliotheken.</Pgraph><Pgraph>Die Universit&#228;t hat englischsprachige Seiten, ebenso die UB, nicht aber die Fakult&#228;t. Interessanterweise hat auch das Universit&#228;tsrechenzentrum, eine der wichtigsten Einrichtungen der Universit&#228;t, keine englischen Seiten.</Pgraph><Pgraph>Bereits vor Beantragung der Mittel haben wir Angebote zweier &#220;bersetzungsb&#252;ros eingeholt. Dabei haben wir die Inhalte herausgefiltert, deren &#220;bersetzung nicht sinnvoll scheint &#8211; z.B. der Newsblog.</Pgraph><Pgraph>Zun&#228;chst hatten wir &#252;berlegt, studentische Hilfskr&#228;fte zur Nachbearbeitung der &#252;bersetzten Seiten einzusetzen. Wegen des hohen Einarbeitungsaufwandes in die komplexe Seitenarchitektur haben wir letztlich darauf verzichtet.  </Pgraph><SubHeadline>5. Umsetzung </SubHeadline><Pgraph>In diesem Fall ist der Aufgabenkatalog klar:</Pgraph><Pgraph>Die &#220;bersetzung der bestehenden deutschen Website <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ma.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;">http:&#47;&#47;www.ma.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;</Hyperlink> ins Englische soll durch ein qualifiziertes &#220;bersetzungsb&#252;ro vorgenommen werden. Die Einbindung der &#220;bersetzungen in den Webauftritt und die Pflege der englischen Seiten erfolgt durch das Webteam der Bibliothek.</Pgraph><Pgraph>Das vorbereitende Brainstorming kann sich bei derart klarer Auftragslage gleich mit Details besch&#228;ftigen, z.B.:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Einbinden der englischen Seiten in den deutschen Dateibaum mittels gleicher Dateinamen, die jeweils um &#95;en erweitert werden (index.html wird zu <TextGroup><PlainText>index&#95;en.html).</PlainText></TextGroup></ListItem><ListItem level="1">Die Verlinkung von der deutschen zur englischen Seite und umgekehrt erfolgt nur auf der Startseite. Eine Verlinkung auf allen Seiten kann sp&#228;ter realisiert werden, wenn die Site mittels CMS erstellt wird.</ListItem><ListItem level="1">Die Zusammenarbeit mit dem &#220;bersetzungsb&#252;ro nach Angebot und Auftrag bedingt die Verst&#228;ndigung &#252;ber die zu liefernden Dateien und die Dateistruktur &#8211; bei uns z.B.:</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">1:1-&#220;bersetzung mit Erhaltung der Baumstruktur und Dateinamen</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">keine &#220;bersetzung der Links </ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">HTML-Dateien bleiben HTML &#8211; es wird nicht nur der Textblock, sondern der ganze Quellcode &#252;bersetzt, soweit erforderlich, d.h. Inhaltsverzeichnisse zu Beginn l&#228;ngerer Seiten bleiben erhalten</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">PDF-Dateien werden in der &#220;bersetzung als Word-Dateien zur&#252;ckgeliefert, damit sie sp&#228;ter wieder bearbeitet werden k&#246;nnen</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Tabellen werden aus dem gleichen Grund zu Excel-Dateien</ListItem></UnorderedList></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Auch in diesem Fall waren die Seitenvorlagen anzupassen &#8211; z.B. Titel, Navigationselemente, Impressum, Links, Breadcrumb. Wir besitzen nun deutsche und englische Vorlagen der Rohseiten auf den verschiedenen Ebenen. Die Standards f&#252;r die englische Parallel-Site umfassen neben der Verst&#228;ndigung &#252;ber die Verwendung (wiederkehrender) Begrifflichkeiten &#8211;  es hei&#223;t &#8222;fulltext&#8220; und nicht &#8222;full text&#8220; oder &#8222;full-text&#8220;, nehmen wir &#8222;laptops&#8220; oder <TextGroup><PlainText>&#8222;not</PlainText></TextGroup>ebooks&#8220;, usw. &#8211; auch andere Regelungen, z.B. dass Links auf fremde Seiten k&#252;nftig auf die englische Version leiten, wenn vorhanden. </Pgraph><Pgraph>Sehr wichtig nach dem Zusammensetzen der neuen Site ist die Endkontrolle &#8211; insbesondere Tags und Verlinkungen. </Pgraph><Pgraph>Die Dokumentation aller Arbeitsschritte &#8211; in unserem Fall in einem Wiki &#8211; erleichtert die webteaminterne Kommunikation (wichtig vor allem, wenn nicht alle Teammitglieder gleiche Arbeitszeiten haben). Man spart damit auch Zeit in den Jour fixe-Treffen. Falls n&#246;tig, sind via Wiki auch Diskussionen m&#246;glich, die per Mail deutlich komplizierter sind. Und auch f&#252;r alle unbeteiligten KollegInnen und die Bibliotheksleitung ist der jeweilige Stand sichtbar. Bereits erledigte Arbeiten werden ebenso erkennbar wie fehlende Inhalte.</Pgraph><SubHeadline>6. Das Ergebnis </SubHeadline><Pgraph>... ist das Projektende &#8230; (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>) &#8211; vergleiche Punkt 6. bei &#8222;Relaunch&#8220;.</Pgraph><SubHeadline>7. Erfahrungen und Empfehlungen</SubHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">T&#252;cken beim Vergleich der Angebote:</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">die &#220;bersetzungsb&#252;ros setzen Programme zur Ausz&#228;hlung der W&#246;rter ein. Manche Dateiformate (&#42;.csv aus Excel) werden jedoch nicht immer erkannt, d.h. das Angebot umfasst nicht die komplette geforderte Leistung. </ListItem></UnorderedList><ListItem level="1">Parallele Seiten sind nicht gleich:</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Die deutsche und die englische Website werden nie zu 100&#37; identisch sein, auch wenn das angestrebt wird. Es wird immer Inhalte geben, deren &#220;bersetzung keinen Sinn macht.</ListItem></UnorderedList><ListItem level="1">Hausgemachte Stolpersteine</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Ein &#8222;A&#8211;Z&#8220;, das man 1:1 &#252;bersetzen l&#228;sst, bleibt in der deutschen Sortierung &#8211; das haben wir erst beim dritten Hinschauen gemerkt.</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Auch (Lage-)Pl&#228;ne sind zu &#252;bersetzen und damit neu anzufertigen.</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Der Katalog sollte auch &#8222;englisch k&#246;nnen&#8220;. Dass das ein Problem werden k&#246;nnte, fiel uns erst nach geraumer Zeit auf (lange nach der Auftragsvergabe). Zum Gl&#252;ck war unser Katalog darauf eingerichtet.</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Erg&#228;nzende Auftr&#228;ge k&#246;nnen n&#246;tig werden &#8211; bei uns war dies der Virtuelle Rundgang, der urspr&#252;nglich mit angefragt, dann aber wegen bevorstehender baulicher Ver&#228;nderungen nicht mit beauftragt wurde. Folgekosten entstehen.</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Die deutsche Website ver&#228;ndert sich in der Zeit zwischen dem ersten Angebot und der Beauftragung des &#220;bersetzungsb&#252;ros. Bei uns lag &#189; Jahr dazwischen. D.h. die Dateizusammenstellung muss vor Beauftragung nochmals sorgf&#228;ltig gepr&#252;ft werden. Wurden gro&#223;e Teile der deutschen Site ver&#228;ndert, ist ggf. ein neues Angebot n&#246;tig.</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Pflege &#8211; die englische Parallelseite wird im Alltag gerne vergessen, vor allem bei Inhalten, die dem Webteam zugeliefert werden.</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Dokumentation hilft immer (siehe Punkt 5.)</ListItem></UnorderedList></UnorderedList></Pgraph><Pgraph></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Evaluation&#47;Usability-Studie 2009">
      <MainHeadline>Evaluation&#47;Usability-Studie 2009</MainHeadline><SubHeadline>1. Projekt und Ziel</SubHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Evaluation des gesamten (deutschen) Webauftrittes der Bibliothek mittels verschiedener Methoden </ListItem><ListItem level="1">Ziel ist die Verbesserung der Usability</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>2. Anlass</SubHeadline><Pgraph>Aus Zeitgr&#252;nden ging die Website 2007 nach dem Relaunch online, ohne dass die Zielgruppen mittels eines Pretests einbezogen waren. Das hei&#223;t: Wir wissen nicht, wie unsere Nutzer bei der Nutzung des Webauftrittes konkret vorgehen, welche Vorkenntnisse sie haben, wo Probleme auftreten, die uns nie auffallen w&#252;rden. </Pgraph><Pgraph>Eine Usability-Untersuchung ist zeit- und personalaufw&#228;ndig, erm&#246;glicht aber den Perspektivwechsel vom Insider zum externen Nutzer und f&#252;hrt so zur Nutzerorientierung.</Pgraph><SubHeadline>3. Ressourcen</SubHeadline><Pgraph>Neben den bekannten Standardressourcen in Form des Webteams ist &#8211; f&#252;r den Teil der Online-Umfrage &#8211;  noch eine Kollegin mit Erfahrung im Umgang mit dem Umfragetool <Mark2>SurveyMonkey</Mark2> <TextLink reference="4"></TextLink> und der Konzeption sowie der Auswertung von Umfragen beteiligt.</Pgraph><Pgraph>Unterst&#252;tzung erhalten wir durch eine Masterstudentin der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart im Rahmen eines Studienprojektes und durch die externen KollegInnen, die sich bereit erkl&#228;rt haben, an der Expertenbefragung teilzunehmen.</Pgraph><Pgraph>Die Abstimmung mit dem Webmaster der Fakult&#228;t ist wie immer ein Muss &#8211; z.B. l&#228;uft ja die Online-Umfrage auf &#8222;seinem&#8220; Webserver.</Pgraph><Pgraph>Die Kosten halten sich im Rahmen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Fahrtkosten f&#252;r die Masterstudentin</ListItem><ListItem level="1">Lizenz f&#252;r <Mark2>SurveyMonkey</Mark2> (20 US&#36; pro Monat)</ListItem><ListItem level="1">Buchgutscheine als Anreiz zur Teilnahme</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>4. Planung</SubHeadline><Pgraph>In diesem Fall ist f&#252;r die Suche nach Standards ein ausf&#252;hrlicheres Literaturstudium erforderlich, das auch die Wahl der Evaluationsmethoden erleichtert.</Pgraph><Pgraph>Wir nutzen folgende Quellen: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">W<Mark2>eb-Usability-Index</Mark2> (WUI) (Uni Saarbr&#252;cken&#47;University of Missouri-Columbia) <TextLink reference="5"></TextLink>.<LineBreak></LineBreak>Der Index wird zwar nicht mehr gepflegt, ist aber n&#252;tzlich als Ideenpool zur Fragenentwicklung f&#252;r die Masterstudentin</ListItem><ListItem level="1"><Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.evaluationstechniken.de">http:&#47;&#47;www.evaluationstechniken.de</Hyperlink> (Hochschule der Medien) <TextLink reference="6"></TextLink>.<LineBreak></LineBreak>Bietet  u.a. ein gutes Glossar und eine &#220;bersicht &#252;ber die verschiedenen Methoden</ListItem><ListItem level="1">DFG-Projekt: <Mark2>Web-Usability des Informations- und Interaktionsangebots von Hochschulbibliotheken</Mark2> <TextLink reference="1"></TextLink> bestehend aus drei Teilprojekten <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink> </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Tipp: ein Mitglied des Evaluationsteams fasst die wichtigsten Punkte f&#252;r alle zusammen, damit nicht alle alles lesen m&#252;ssen.</Pgraph><SubHeadline2>Methodenwahl und Zeitplanung</SubHeadline2><Pgraph>Eine Aussage &#252;ber die verschiedenen Methoden h&#228;tte den Rahmen des Vortrages gesprengt und w&#252;rde auch an dieser Stelle zu weit f&#252;hren. Vor dem sogenannten Benutzertest als Kernst&#252;ck der Evaluation (Phase 2) haben wir uns in Phase 1 des Usability-Tests f&#252;r die explorativen Methoden Expertenbefragung (expert walkthrough) und Online-Umfrage (Fragenbogen f&#252;r alle Nutzer) entschieden.</Pgraph><Pgraph>Die Festlegung des Evaluationszeitraumes und fester Termine f&#252;r Expertenbefragung, Online-Umfrage und Benutzerbefragung ist ebenso wichtig wie die Entwicklung der Online-Umfrage mitsamt Auswertungsbogen, die Zusammenstellung der Aufgaben f&#252;r die Experten und die Konzeption der Benutzerbefragung. Jeder Teilbereich f&#252;r sich ist zeitaufw&#228;ndig, weil stets auch ein Pretest erforderlich ist, um Flops zu vermeiden.</Pgraph><SubHeadline>5. Umsetzung</SubHeadline><Pgraph>Nach dem Literaturstudium haben wir eine Definition der Usability f&#252;r uns formuliert:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Abstrakt: Gebrauchstauglichkeit ist das Ausma&#223;, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und mit Zufriedenheit zu erreichen. </ListItem><ListItem level="1">Konkreter: Der Benutzer soll sein Ziel erfolgreich erreichen k&#246;nnen, dies soll mit angemessenem Aufwand verbunden sein und es sollen ihm bei der Arbeit Frustrationserlebnisse erspart bleiben. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Usability-Probleme bei Online-Angeboten k&#246;nnen laut DFG-Projekt <TextLink reference="8"></TextLink> sein:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark2>Der Benutzer wei&#223; nicht, wie er anfangen soll (das Einstiegsproblem).</Mark2></ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Der Benutzer wei&#223; nicht, welche M&#246;glichkeiten ihm das Angebot er&#246;ffnet (das &#220;berblicksproblem).</Mark2></ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Der Benutzer sucht nach M&#246;glichkeiten, die das betreffende Angebot nicht bietet, von denen er aber annimmt, dass es sie gibt.</Mark2></ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Der Benutzer wei&#223; nicht, wie er an einer bestimmten Stelle in seinem Benutzerpfad weitermachen soll.</Mark2></ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Der Benutzer sieht wichtige Elemente auf einer bestimmten Seite nicht.</Mark2></ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Der Benutzer wei&#223; nicht, wo im Angebot er sich gerade befindet (das Orientierungsproblem).</Mark2></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Hiervon abgeleitet zielt unsere Usability-Studie auf die Beantwortung der Fragen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Wie finden unterschiedliche Zielgruppen Informationen in unserem Webangebot&#63; </ListItem><ListItem level="1">Welche Angebote werden genutzt, welche nicht und warum nicht&#63;</ListItem><ListItem level="1">Welche Erwartungen an Inhalt und Benutzbarkeit unseres Webangebots und von Webangeboten allgemein werden gestellt&#63;</ListItem><ListItem level="1">Welche konkurrierenden Angebote werden genutzt, die nicht von der Bibliothek angeboten werden&#63;</ListItem><ListItem level="1">Wo sto&#223;en die Nutzer auf Barrieren, die ihren Nutzungserfolg hemmen&#63;</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>F&#252;r Phase 1 teilen wir das Team auf in zwei Kollegen f&#252;r die Online-Umfrage, zwei f&#252;r die Expertenbefragung.</Pgraph><Pgraph>Die <Mark1>Online-Umfrage</Mark1> f&#252;r alle Bibliotheksnutzer wird mittels <Mark2>SurveyMonkey</Mark2> <TextLink reference="4"></TextLink> aufgesetzt und ins Bibliothekslayout eingebunden. Sie ist sechs Wochen online und wird w&#228;hrenddessen von &#214;ffentlichkeitsarbeit in Form eines Dauerhinweises auf der Homepage und verschiedener Meldungen im Newsblog begleitet.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Entwicklung des Fragebogens waren sechs Fragenentw&#252;rfe samt &#220;berarbeitungen n&#246;tig. Die Endfassung hatte 15 inhaltliche Fragen mit unterschiedlichen Antwortm&#246;glichkeiten (vorgegebene Antworten, quantitative Antworten (nie, selten, ab und zu, h&#228;ufig, sehr h&#228;ufig)), ggf. mit den entsprechenden Seiten des Webauftrittes verlinkt, um Missverst&#228;ndnisse zu vermeiden plus <TextGroup><PlainText>1 Frage</PlainText></TextGroup> nach der Nutzergruppe und 1 nach der Teilnahme am Gewinnspiel. 303 Teilnehmer beantworteten die Umfrage, davon waren 56 Abbrecher, d.h. wir erhielten 247 (81,5&#37;) komplette Antworten, die ausgewertet werden konnten. Die Auswertung erfolgte deskriptiv mittels <Mark2>SurveyMonkey</Mark2>-Tabellen und SPSS einmal gesamt und einmal getrennt nach den vier gro&#223;en Nutzergruppen (Studierende der Vorklinik, Studierende der Klinik und Doktoranden, &#196;rzte und wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Professoren, Pflege mit Medizinisch-Technischem Dienst und Verwaltung). </Pgraph><Pgraph>Die <Mark1>Expertenevaluation</Mark1> basiert auf Aufgaben, die repr&#228;sentativ f&#252;r die haupts&#228;chlich mit der Website zu erledigenden Aufgaben sein sollen. Nach vielen Anfragen konnten wir schlie&#223;lich vier externe Experten gewinnen. Sie erhielten einen Fragebogen, einen Protokollbogen f&#252;r Problembeschreibungen und eine Seite f&#252;r den Kurzbericht. Ein Anschreiben erl&#228;uterte das Projekt, gab einen Hinweis auf die parallel laufende Online-Umfrage (mit Link) und enthielt eine Liste mit Aspekten, die wir gerne bei allen Aufgaben ber&#252;cksichtigt sehen wollten (Navigation, Textverst&#228;ndlichkeit, Struktur, Icons, &#8230;).</Pgraph><Pgraph>Erwartungsgem&#228;&#223; konnten die KollegInnen die sieben gestellten Aufgaben l&#246;sen, wobei die Wahl der Wege zum Erfolg sehr aufschlussreich f&#252;r uns war und sich nicht immer mit den erwarteten deckte. </Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich war eine allgemeine Einsch&#228;tzung des Webangebotes gew&#252;nscht. Die Hinweise der Experten sind sehr wertvoll f&#252;r die Weiterentwicklung der Website, f&#252;r den Vergleich mit den Nutzerergebnissen und f&#252;r die Konzeption des Benutzertests. </Pgraph><Pgraph>Aktuell (November 2009) l&#228;uft die <Mark1>Benutzerbefragung</Mark1>, das Herzst&#252;ck der Usability-Studie.</Pgraph><Pgraph>Dieser Teil zieht sich wegen der schwierigen Terminkoordination etwas in die L&#228;nge, da pro Termin drei Personen ben&#246;tigt werden: Nutzer, Moderator, Beobachter.</Pgraph><Pgraph>Sinn der Benutzerbefragung ist der direkte Kontakt mit dem Nutzer. Dieser f&#252;hrt typische Benutzeraufgaben durch und &#228;u&#223;ert sich kommentierend; Beobachtungen &#252;ber die Kommentare hinaus werden schriftlich fixiert. </Pgraph><Pgraph>Vor dem Test gibt es ein Einf&#252;hrungsgespr&#228;ch mit dem wichtigen Hinweis, dass nat&#252;rlich nicht der Teilnehmer getestet wird, sondern unsere Webseiten&#33; W&#228;hrend des Tests gibt der Moderator Hilfestellungen und erinnert den Probanden ans Kommentieren. Moderator und Beobachter machen sich Notizen zu den &#196;u&#223;erungen und zum Suchverhalten des Teilnehmers. Am Ende f&#252;hrt der Moderator noch ein kurzes problemzentriertes Interview mit der Testperson. Die ganze Sitzung wird zus&#228;tzlich mit einem Audioger&#228;t aufgezeichnet. Auf eine Videoaufnahme und den Einsatz einer Screenrecording-Software zur Aufzeichnung der Bildschirmaktivit&#228;ten haben wir aus Kosten- und Zeitgr&#252;nden verzichtet.</Pgraph><Pgraph>Wir haben uns f&#252;r die Befragung von je zwei Personen aus den Zielgruppen</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Erstsemester</ListItem><ListItem level="1">Doktoranden</ListItem><ListItem level="1">&#196;rzte&#47;Wissenschaftler</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>entschieden und f&#252;r die Erstsemester einen anderen Fragebogen entworfen als f&#252;r die beiden anderen Zielgruppen. Vor der eigentlichen Benutzerbefragung haben wir einen Pretest pro Zielgruppe durchgef&#252;hrt, um die Tauglichkeit der Fragebogen zu erkunden. Jeder Teilnehmer erh&#228;lt als kleine Anerkennung einen Buchgutschein.</Pgraph><Pgraph>Zum Zeitpunkt dieser Ver&#246;ffentlichung stehen noch zwei Befragungstermine aus. Wir wissen jetzt schon, dass dieser Teil der Usability-Studie das Spannendste ist, das wir als Webteam je gemacht haben, da die Ergebnisse (neben den erf&#252;llten Erwartungen) eine Streuung von erstaunlich bis erschreckend aufweisen.</Pgraph><Pgraph>Die Bandbreite des Such- und Toleranzverhaltens ist enorm. Bereits Erstsemester k&#246;nnen sehr ungeduldig sein, wenn sie nicht gleich ans Ziel gelangen (&#8222;sp&#228;testens jetzt w&#252;rde ich zum Telefon greifen oder an die Theke kommen&#8220;), w&#228;hrend auch fortgeschrittene Bibliotheksnutzer nicht unbedingt auf die Idee kommen, die Bibliothek um Rat zu fragen, wenn sie mit deren Webangeboten nicht klar kommen (&#8222;wahrscheinlich w&#252;rde ich bei Gelegenheit einen Kollegen fragen&#8220;). Manche Muster wiederholen sich &#8211; zum Gl&#252;ck, denn so erkennen wir den Handlungsbedarf besser.</Pgraph><Pgraph>Frappierende Zwischenerkenntnis: auch auf der Bibliotheks-Startseite w&#252;rde den meisten ein einzelner  Suchschlitz v&#246;llig ausreichen. Alle anderen Informationen sind schm&#252;ckendes Beiwerk, dessen Informationsgehalt nur bedingt genutzt und gesch&#228;tzt wird.</Pgraph><Pgraph>Wir ahnen bereits, dass die Auswertung dieses Tests auch zu unangenehmen Erkenntnissen f&#252;hren wird &#8211; nicht nur, was den Webauftritt angeht &#8211; und dass der Handlungsbedarf sehr umfangreich werden k&#246;nnte. Das Ergebnis k&#246;nnte dann f&#252;r eine Bibliothekssite &#252;berraschend &#8211; oder erfrischend&#63; &#8211; sein.</Pgraph><SubHeadline>6. Das Ergebnis</SubHeadline><Pgraph>Phase 1 der Usability-Studie ist mit Online-Umfrage und Expertenbefragung abgeschlossen, der &#8222;unabweisbare&#8220; Handlungsbedarf ist offenkundig geworden und Sofortma&#223;nahmen konnten eingeleitet werden, d.h. die Startseite wurde schon vor dem Benutzertest ver&#228;ndert (Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>):</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Redundanzen in der linken und rechten Spalte beseitigt</ListItem><ListItem level="1">A&#8211;Z anders platziert</ListItem><ListItem level="1">Suchbegriff-Weiterleitung an die entsprechende Datenbank entwickelt</ListItem><ListItem level="1">Wechselnde Bilder als Blickfang eingebaut</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Es ist wie bei allen Projekten wichtig, den Stand der Dinge bibliotheksintern zu kommunizieren. Wir haben auch hier alle Schritte des Projektes in unserem Wiki dokumentiert, so dass das gesamte Bibliotheksteam sich jederzeit informieren kann. Hier sind z.B. die Ergebnisse gelistet, die der weiteren Aufarbeitung &#8211; im Webteam, aber auch in anderen Teams &#8211; bed&#252;rfen. Ebenso kann die weitere Projekt-Planung nachgelesen werden.</Pgraph><Pgraph>Da das Projekt in Phase 2 unter Beteiligung ausgew&#228;hlter Benutzer noch weiter l&#228;uft, haben wir au&#223;erdem im Weblog ein Feedback &#252;ber die Online-Umfrage als Zwischenstand formuliert.</Pgraph><Pgraph>Nach Abschluss der Benutzerbefragung und deren Auswertung werden wir zun&#228;chst ein bibliotheksinternes Feedback geben und eine Zusammenfassung aller Ergebnisse des Gesamtprojektes vorlegen. Es gilt, den Handlungsbedarf aufzuzeigen und die Umsetzungsm&#246;glichkeiten zu skizzieren, soweit sie das Webteam betreffen.</Pgraph><Pgraph>Wenn intern Einigung besteht, wie die Website weiter entwickelt werden soll, ist ein ausf&#252;hrliches externes Feedback mit nochmaligem Dank an alle Teilnehmer des Gesamtprojektes vorgesehen.</Pgraph><SubHeadline>Postscriptum M&#228;rz 2010</SubHeadline><Pgraph>Im Dezember 2009  haben wir die Face to Face-Befragung unserer Nutzer abgeschlossen und aus den Gespr&#228;chen direkt sowie nach Durchsicht der Gespr&#228;chsprotokolle folgendes herauskristallisiert:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Die Strukturierung der Startseite ist nicht klar genug: <LineBreak></LineBreak>Die Differenzierung der Navigation bzw. Men&#252;f&#252;hrung, die links die inhaltliche Seite mit Hilfen und Erl&#228;uterungen abbildet, rechts die Schnellzugriffe anbietet, wird oft nicht erfasst. <LineBreak></LineBreak>Die linke Spalte wird deutlich wahrgenommen, aber teilweise mit den  &#8222;falschen&#8220; Absichten genutzt (z.B. Literatursuche f&#252;r die dort vermutete Suche im Katalog). Der Begriff &#8222;Lernort&#8220; wird nicht mit den dahinter liegenden Inhalten assoziiert. Die Zielgruppeneinstiege werden gesehen und durchg&#228;ngig folgerichtig genutzt. <LineBreak></LineBreak>Die rechte Spalte wird weniger wahrgenommen als die linke. Der Suchschlitz wird meist erkannt und korrekt genutzt; die Suche &#252;ber die Webseiten bringt aber zu viele unspezifische Ergebnisse.</ListItem><ListItem level="1">Links werden oft nicht als solche erkannt &#8211; besonders bei schlechten Graphikkarten.</ListItem><ListItem level="1">Die Breadcrumb wird nicht als Navigationshilfe erkannt</ListItem><ListItem level="1">Die einzelnen Seiten auf den Ebenen 2 und 3 werden &#252;berwiegend als zu umfangreich empfunden. Die Nutzer nehmen sich keine Zeit zum Lesen, sondern wollen die Information intuitiv oder bei schnellem &#8222;Scannen&#8220; der Texte erfassen k&#246;nnen &#8211; auch wenn sie Detailinformationen suchen. <LineBreak></LineBreak>Die gesuchten Informationen werden oft &#252;bersehen, obwohl sie auf den Seiten enthalten sind. Das f&#252;hrt zu &#8222;trial and error&#8220;-Verhalten und damit ggf. zu Frustration.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Das Webteam f&#252;hrt ob unterschiedlicher Wahrnehmung der Nutzeraussagen heftige Diskussionen und einigt sich schlie&#223;lich auf folgende Ma&#223;nahmen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Neukonzeption der Startseite: <LineBreak></LineBreak>Tausch der Inhalte der rechten und der mittleren Spalte ohne Informationsverlust; Neugliederung der linken Spalte bei gleichzeitiger Umbenennung und inhaltlicher Umverteilung des Men&#252;punktes &#8222;Lernort&#8220;; Startseite dreispaltig, Folgeseiten durchg&#228;ngig zweispaltig</ListItem><ListItem level="1">Links deutlicher kennzeichnen, d.h. ab einer Schriftgr&#246;&#223;e von H3-&#220;berschriften und kleiner unterstreichen &#8211; diese Entscheidung fiel dem Webteam schwer, weil wir Links ohne Unterstreichung f&#252;r deutlich eleganter halten. Aber schon der Rechner, an dem wir die Benutzertests durchgef&#252;hrt haben, bewies uns die schlechte Sichtbarkeit von Links bei kleinerer Schrift &#8211; grau-wei&#223;-rot als zentrales Layout erweist sich damit als nicht besonders kontrastreich.</ListItem><ListItem level="1">Umarbeitung der Textseiten: <LineBreak></LineBreak>Zun&#228;chst formal: Erhaltung der Inhalte als &#252;bersichtliche  &#8222;&#220;berschriftenaufz&#228;hlung&#8220; zum Anklicken; Einbindung der zugeh&#246;rigen Texte mittels Javascript zum Aufklappen. Eine Alternative w&#228;re die Darstellung der Inhalte auf mehreren kurzen Seiten gewesen. <LineBreak></LineBreak>Sp&#228;ter inhaltlich: verschlanken, verdeutlichen &#8211; das ist ein dauernder Prozess und geh&#246;rt zu den regul&#228;ren Aufgaben des Webteams</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Kritische Aussagen, die wir zu unserem LinkSolver-Angebot und dem Online-Katalog erhielten, haben in letzter Konsequenz den Ausschlag f&#252;r einen Produktumstieg von OVID-LinkSolver auf ReDI-Links gef&#252;hrt (hier&#252;ber wird an anderer Stelle zu berichten sein). Hilfetexte zur Literaturrecherche, zum Benutzerkonto u.&#228;. sind jetzt direkt im Katalog eingebunden und nicht mehr auf den Webseiten selbst dargestellt.</Pgraph><Pgraph>Letztendlich haben wir die Ergebnisse so ernst genommen, dass wir die ganze Site umgearbeitet haben &#8211; und ad hoc von gerade anwesenden Nutzern testen lie&#223;en. Abbildung 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="figure"/> zeigt die neue Startseite. Entsprechende &#214;ffentlichkeitsarbeit folgte im Newsblog, durch Aush&#228;nge, in unserer Dauerpr&#228;sentation und mit einem kurzen Video.</Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich zur ausf&#252;hrlichen Dokumentation im internen Wiki habe ich als &#220;berblick ein kurzes Fazit des Benutzertests dort eingestellt. Darin hei&#223;t es:</Pgraph><Pgraph>&#8222;&#8230; Mediziner ben&#246;tigen schnell verf&#252;gbare, leicht zug&#228;ngliche Informationen. Hintergrundinformationen und Detailwissen zu m&#246;glichen Bibliotheksangeboten und Datenbankinhalten treten im &#8211; von Eile gepr&#228;gten &#8211; Alltag zugunsten ad hoc zu befriedigender dringend ben&#246;tigter Informationen f&#252;r Klinik oder Studium zur&#252;ck.</Pgraph><Pgraph>Dies sollte sich im Webauftritt der Bibliothek widerspiegeln. Statt durchg&#228;ngig umfassender bibliothekarisch-hochschuldidaktisch wertvoller Aufbereitung ist eine &#8222;medizinspezifische&#8220; Gewichtung erforderlich: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Wenige, an den Bedarf angepasste, m&#246;glichst intuitiv erfassbare Informationen auf den ersten Blick &#47; auf der ersten und der zweiten Ebene, d.h. schlanke Strukturen, schlanke Texte</ListItem><ListItem level="1">Weiterf&#252;hrende Informationen und Details erst bei Bedarf, d.h. auf weiteren Ebenen</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>F&#252;r Medizinbibliotheken gilt daher: <Mark1>Weniger ist mehr.</Mark1>&#8220;</Pgraph><SubHeadline>7. Erfahrungen und Empfehlungen</SubHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Insgesamt handelt es sich um ein Mammutprojekt, das in unserem Falle das Webteam ein volles Jahr besch&#228;ftigen wird. Die Frage nach Kosten und Nutzen ist sehr berechtigt, wird aber voraussichtlich nicht in letzter Konsequenz positiv oder negativ zu beantworten sein.</ListItem><ListItem level="1">Die Zusammenarbeit mit der Masterstudentin hat zwar interessante Diskussionen, nicht aber die erwartete Arbeitserleichterung gebracht. Wir hatten zu viele Vorkenntnisse erwartet. </ListItem><ListItem level="1">Die Zusammenarbeit mit den Experten war sehr unterschiedlich. Konstruktiv in jedem Fall. Interessant waren die verschiedenen Herangehensweisen unserer Experten, die zum Teil Medizin-Bibliothek-Experten waren, zum Teil Web-Design-Experten.</ListItem><ListItem level="1">Wir haben auch die Usability von Online-Services wie LinkSolver und OPAC abgefragt und dabei Antworten erhalten, die weniger mit der Einbindung des Service auf der Website und der entsprechenden Funktionalit&#228;t zu tun haben als mit inhaltlich-funktionalen Fragen des Angebotes selbst. Die Nachbearbeitung wird also nicht in den H&#228;nden des Webteams liegen.</ListItem><ListItem level="1">Au&#223;erdem haben wir wie immer auch Antworten auf Fragen bekommen, die wir so gar nicht gestellt hatten &#8230; (das Personal ist freundlich, es ist zu laut, die Dokumentlieferung dauert zu lange, &#8230;)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Niemals mehr w&#252;rden wir bei der Neukonzeption einer Website (ganz neu oder Relaunch) ohne ausf&#252;hrliche Pretests bei den Zielgruppen online gehen&#33;</Mark1></ListItem><ListItem level="1">Und klar ist uns auch schon: der  <Mark2>Leitfaden</Mark2> des DFG-Projektes <TextLink reference="8"></TextLink> hat leider Recht:<LineBreak></LineBreak><Mark2>&#8222;Web-Design und Usability-Pr&#252;fungen sind somit als ein kontinuierlich sich wiederholender Prozess zu betrachten, bestehend aus einer Folge von Entwicklung (Design), Usability-Test, &#220;berarbeitung des Angebots, neuem Test usw.&#8220;</Mark2>.<LineBreak></LineBreak>Die &#220;berschrift hierzu hei&#223;t: Qualit&#228;tsmanagement.</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Vorl&#228;ufiges Fazit aus dem Benutzertest: die Google-Generation kommt nicht irgendwann auf uns zu &#8211; sie studiert bereits&#33;</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Kontakt">
      <MainHeadline>Kontakt</MainHeadline><Pgraph>Kontakt f&#252;r Fragen zu den einzelnen Projekten:</Pgraph><Pgraph>Webteam der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim</Pgraph><Pgraph>bibl-webteam&#64;medma.uni-heidelberg.de </Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2006</RefYear>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Die Homepage der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim bis 2007</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Die Homepage der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim Sommer 2009</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Die Homepage der Universit&#228;t Heidelberg Sommer 2009</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Ausschnitt 1 aus der Mindmap mit der Struktur der Website der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Ausschnitt 2 aus der Mindmap mit der Struktur der Website der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Die Homepage der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim Herbst 2007</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Die englische Homepage der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim Herbst 2008</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Die Homepage der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim Herbst 2009</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 9: Die Homepage der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim M&#228;rz 2010</Mark1></Pgraph></Caption>
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