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<GmsArticle>
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    <Identifier>mbi000127</Identifier>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die Hochschulbibliografie als Instrument der Mittelvergabe</Title>
      <TitleTranslated language="en">The University Bibliography &#8211; a tool for &#39;performance-related bonuses&#39;</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Schmiel</Lastname>
          <LastnameHeading>Schmiel</LastnameHeading>
          <Firstname>Markus</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Medizinische Hochschule Hannover, Bibliothek - OE 8900, Carl-Neuberg-Str. 1, D-30625 Hannover, Tel.: &#43;49 (511) 532-5835, Fax: &#43;49 (511) 532-3346<Affiliation>Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Schmiel.markus&#64;mh-hannover.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Hochschulbibliografie</Keyword>
      <Keyword language="de">leistungsorientierte Mittelvergabe</Keyword>
      <Keyword language="de">RefWorks</Keyword>
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      <DatePublished>20081218</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>8</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Magdeburg 2008: "AGMB: weiter bilden - Netze  kn&#252;pfen - Zukunft sichern"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>30</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Im M&#228;rz 2008 erfolgte die Implementierung eines neuen Verfahrens zur Erfassung der Publikationsdaten von Angeh&#246;rigen der Medizinischen Hochschule Hannover. Ziel der Umstellung auf zentrale Datensammlung in der MHH-Bibliothek war, die Abteilungen von der dezentralen Erstellung j&#228;hrlicher Listen zu entlasten, die Berechnung leistungsorientierter Mittel seitens des Pr&#228;sidialamtes zu erleichtern sowie eine aktuelle, transparente Hochschulbibliografie zu erzeugen.</Pgraph>
      <Pgraph>Durch die Verbindung von Bibliografie und leistungsorientierter Mittelvergabe (LOM) anhand von Publikationsdaten wird zum einen eine hohe Vollst&#228;ndigkeit der Daten gew&#228;hrleistet, zum anderen pr&#228;sentiert sich die Bibliothek als wichtiger Partner der Wissenschaftsadministration und erh&#246;ht so ihre Au&#223;enwahrnehmung. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Entwicklung und Durchsetzung eines geeigneten Systems erfolgte unter Einbeziehung verschiedener Hochschulbereiche und stellte auch einen Versuch dar, die Bibliothek im Netz von Forschung, Lehre und Verwaltung neu zu verorten. Dabei offenbarte sich, dass die professionellste L&#246;sung nicht immer die beste sein muss. </Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>In March 2008 the Hannover Medical School installed a new procedure for the collection of the publication data of its members. Aim of this reorganisation to a central database by the library was to disburden the institutes from the creation of annual lists, to convenience the calculation of the &#8220;performance-related bonuses&#8221; and to generate an actual, transparent University Bibliography.</Pgraph>
      <Pgraph>By linking bibliography and &#8220;performance-related bonuses&#8221; through the publication data we gain on the one hand a high completeness of data, on the other hand the library presents itself as an important partner in scholarship-administration witch increases its external perception. </Pgraph>
      <Pgraph>Development and assertion of a capable system took place with involvement of diverse departments of university and was also meant as an attempt to locate the library in the network of research, lesson and administration on a new place. In this process it occurred that the most professional solution does not have to be the best. </Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Hochschulbibliografie als Instrument der Mittelvergabe">
      <MainHeadline>Die Hochschulbibliografie als Instrument der Mittelvergabe</MainHeadline>
      <SubHeadline>Einleitung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die bibliografische Verzeichnung des Schrifttums von Hochschulangeh&#246;rigen im Rahmen einer Universit&#228;ts- oder Hochschulbibliografie erlebte in den vergangenen Jahren zunehmende Beachtung. Die Erstellung und Publikation solcher Listen dient nicht nur der allgemeinen Au&#223;endarstellung der Einrichtung sondern gleichzeitig Rechtfertigungszwecken den Tr&#228;gern gegen&#252;ber. Leistungsmessung anhand von Publikationst&#228;tigkeit stellt somit ein &#8211; wenn auch nicht unumstrittenes &#8211; Instrument der Mittelvergabe dar <TextLink reference="1"></TextLink>. Damit aus einer Literaturliste eine berechenbare Datenbasis wird, m&#252;ssen Daten erhoben werden, die &#252;ber die rein bibliografische Beschreibung hinausgehen.</Pgraph>
      <Pgraph>An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde ausgehend von vorhandenen Strukturen eine Methode erarbeitet, die die bibliografische Verzeichnung der Publikationen mit der Datenerhebung zur leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) verbindet. Dabei muss vorangestellt werden, dass nicht die bibliografische Verzeichnung die LOM garantiert, sondern dass die Bibliografie von der allseits akzeptierten Datenerhebung f&#252;r die LOM-Berechnung insofern profitiert, als dass eine ann&#228;hernde Vollst&#228;ndigkeit der Daten ohne diese Verkn&#252;pfung nur schwer zu bewerkstelligen w&#228;re.</Pgraph>
      <SubHeadline>Ausgangssituation</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Verzeichnung der Publikationen von MHH-Angeh&#246;rigen erfolgte in der Vergangenheit dezentral in den rund 80 Kliniken und Instituten der Hochschule. Dort wurden die Daten innerhalb eines Jahres gesammelt oder am Jahresende zusammengestellt. Diese Listen unterschiedlicher bibliografischer Qualit&#228;t mussten zu einem bestimmten Stichtag im Pr&#228;sidialamt vorliegen, um f&#252;r die Berechnung LOM herangezogen zu werden. Hintergrund dieser Regelung ist, dass ein bestimmter Prozentsatz der Geldmittel an die Kliniken und Institute leistungsbezogen verteilt wird. Diese Leistungsmessung erfolgt  unter anderen aufgrund der Publikationsdaten, wobei sich die MHH hier an den DFG-Empfehlungen <TextLink reference="1"></TextLink> orientiert. In der Regel nutzen die meldenden Abteilungen in Medline gelistete Eintr&#228;ge der Artikel, wobei die Autorinnen und Autoren der entsprechenden Abteilung durch Kursiv- bzw. Fettdruck hervorgehoben wurden. </Pgraph>
      <Pgraph>Die eingereichten Listen wurden zun&#228;chst vom Pr&#228;sidialamt an die Bibliothek weitergereicht, wo sie mit den LOM-relevanten Daten angereichert wurden. Im Einzelnen wurden f&#252;r jede Publikation folgende Daten erg&#228;nzt: der Impact Faktor der Zeitschrift <TextLink reference="2"></TextLink>, die Anzahl der Mittelautoren, davon Abteilungszugeh&#246;rige, davon Frauen. Die so zusammengestellten Daten wurden anschlie&#223;end im Pr&#228;sidialamt in entsprechende Exceltabellen h&#228;ndisch &#252;bertragen und zur Berechnung der entsprechenden Geldmittel ausgewertet. Parallel dazu wurden die Literaturlisten im Forschungsbericht <TextLink reference="3"></TextLink> der MHH publiziert. Das Erscheinen der Druckausgabe des Forschungsberichtes verz&#246;gerte sich meist bis in den September des Folgejahres.</Pgraph>
      <Pgraph>Eine gewisse Verbindung zwischen leistungsorientierter Mittelvergabe und Bibliografieerstellung hatte sich also bereits etabliert, da die Bibliothek in den vergangenen Jahren die Listen jeweils mit den &#8222;literaturnahen&#8220; Daten angereichert hatte.</Pgraph>
      <SubHeadline>Fehleranalyse</SubHeadline>
      <Pgraph>Das vorgestellte Verfahren wurde von allen beteiligten Parteien zunehmend als unbefriedigend empfunden. Die Abteilungen gerieten kurz vor Abgabeschluss oftmals unter Zeitdruck, wenn die Listenerstellung nicht kontinuierlich im laufenden Jahr erfolgt war. Die Qualit&#228;t, Vollst&#228;ndigkeit und Konsistenz der so erstellten Listen war mangelhaft. Doppeltmeldungen aufgrund &#252;bersetzter Titel oder &#220;bertr&#228;gen aus dem Vorjahr wurden zuf&#228;llig festgestellt. Von fehlenden Eintragungen musste ausgegangen werden. Sowohl beim bibliografischen Format gab es Vereinheitlichungsbedarf wie bei der Publikationstypenzuordnung nach &#220;bersichten oder Originalarbeiten. Weitere Inkonsistenzen betreffend der Abteilungszugeh&#246;rigkeit von einzelnen Autoren traten erst nach Einf&#252;hrung des neuen Verfahrens zutage; dies war insbesondere dann der Fall, wenn Autoren im Verlauf des Jahres die Abteilung gewechselt hatten. Die nichtautomatisierten Arbeiten im Pr&#228;sidialamt stellten eine hohe Arbeitsbelastung dar und f&#252;hrten nicht zuletzt zu einer starken zeitlichen Verz&#246;gerung bis zum Erscheinen des Forschungsberichtes des abgelaufenen Berichtszeitraumes.</Pgraph>
      <SubHeadline>Optimierungsans&#228;tze</SubHeadline>
      <Pgraph>Aufgrund dieser Unzul&#228;nglichkeiten des bibliografischen Aspektes des Forschungsberichtes und der nur partiellen Involvierung der Bibliothek bei Arbeiten ihres Kernkompetenzbereiches der Literaturverzeichnung, entstand der Wunsch seitens der Bibliothek hier ihre Unterst&#252;tzung anzubieten.</Pgraph>
      <Pgraph>Als wichtigstes Defizit wurde das Fehlen einer zentralen Datenbasis angesehen. Erst die Erstellung einer zentralen Datenbasis erm&#246;glicht folgende Desiderata: Datenkonsistenz, optimale Recherchem&#246;glichkeiten, statistische Auswertungen, einfachere LOM-Berechnung, einheitliches bibliografisches Format sowie eine zeitnahe und transparente Publikationsm&#246;glichkeit.</Pgraph>
      <SubHeadline>Konzeption</SubHeadline>
      <Pgraph>Ausgehend von diesen &#220;berlegungen stellte die Bibliothek in der Forschungskommission der Hochschule ein verbessertes Konzept zun&#228;chst f&#252;r die bibliografische Verzeichnung der MHH-Publikationen vor. Die Diskussion dieses Konzeptes ergab schnell den Wunsch seitens der Wissenschaftsadministration nach einer Verschmelzung der LOM-Berechnung mit der Hochschulbibliografie. Dies wiederum bedeutete, dass die Bibliothek zwar weiterhin federf&#252;hrend das Projekt weitertreiben w&#252;rde, jedoch flankiert wurde von Pr&#228;sidialamt und Hochschulrechenzentrum und versuchen musste, administrative Bed&#252;rfnisse und technische M&#246;glichkeiten in Einklang zu bringen. Zu diesem Zweck wurde ein Arbeitskreis bestehend aus Forschungsdekan sowie Vertretern aus Bibliothek, Pr&#228;sidium, Rechenzentrum, Wissenschaftlern und Studenten gebildet. Der Arbeitskreis formulierte zwei Pr&#228;missen, die f&#252;r eine Implementierung und Akzeptanz eines neuen Verfahrens als notwendig erachtet wurden: die Nutzung vorhandener technischer Ressourcen sowie die Nutzung vorhandener &#8222;menschlicher&#8220; Gewohnheiten.</Pgraph>
      <Pgraph>Ergebnis dieser Diskussion war folgendes Datenflussmodell (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>), wie es schlie&#223;lich auch Anwendung fand.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein auf den Internetseiten der Bibliothek abgelegtes zentrales Eingabeformular (php) wird mittels Ovid <TextGroup><PlainText>LinkSolver</PlainText></TextGroup> mit den bibliografischen Daten aus PubMed gespeist. Dabei wird davon ausgegangen, dass der ganz &#252;berwiegende Teil der Publikationen in Medline verzeichnet wird. Der Benutzer ruft hierbei den zu meldenden Artikel in Pubmed auf, w&#228;hlt die Abstractanzeige und nutzt die Schaltfl&#228;che des Linksystems, das bereits f&#252;r die Verlinkung zu Volltexten oder Fernleihbestellungen genutzt wird. F&#252;r die Hochschulbibliografie wurde hier ein weiteres Linktarget angelegt. Mittels OpenURL werden nun die bibliografischen Daten in das Formular &#252;bertragen. F&#252;r nicht in Medline gelistete Publikationen (ephemere Zeitschriften, Buchbeitr&#228;ge, Dissertationen etc.) steht das Formular auch direkt zur manuellen Eingabe zur Verf&#252;gung. </Pgraph>
      <Pgraph>Nun m&#252;ssen nur noch die weiteren relevanten Daten erg&#228;nzt werden. Erst- und Letztautorschaft sowie Geschlecht der Autoren werden durch einfache Schaltfl&#228;chen gekennzeichnet, Abteilungszugeh&#246;rigkeit und Publikationstyp werden mittels Auswahlmen&#252; zugeordnet. Nach dem Speichern der Eingabe werden die Daten in einer Datei abgelegt (csv) und stehen zur weiteren Bearbeitung in der Bibliothek bereit. Gleichzeitig erh&#228;lt der Meldende ein E-Mail mit allen von ihm gespeicherten Daten. Die so entstandene  Datenbasis dient nun der LOM-Berechnung (Excel) sowie zur Speisung einer Datenbank bereit, die der Netzpublikation der Daten dient, sowie deren Aufbereitung f&#252;r die Publikation im Forschungsbericht.</Pgraph>
      <SubHeadline>Das richtige System</SubHeadline>
      <Pgraph>F&#252;r die Bibliothek blieb an dieser Stelle die letzte Frage zu kl&#228;ren, welches Datenbanksystem zur Bearbeitung der Daten genutzt werden sollte. Zur Verf&#252;gung standen zwei konkurrierende Systeme: der Bibliothekskatalog (GVK) sowie ein Literaturverwaltungsprogramm. Zur Entscheidungsfindung wurden Vor- und Nachteile der Systeme gegen&#252;bergestellt (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>).</Pgraph>
      <Pgraph>Diese &#220;berlegungen ergaben ein deutliches &#220;bergewicht zu Gunsten eines Literaturverwaltungsprogramms, wenn auch Abstriche in den M&#246;glichkeiten bibliografischer Beschreibung zu machen waren.</Pgraph>
      <Pgraph>Es wurden mehrere Literaturverwaltungsprogramme bzgl. Einsatzm&#246;glichkeit im Projekt Hochschulbibliografie getestet, wobei sich kaum gro&#223;e Unterschiede in den M&#246;glichkeiten der Programme ergaben. In die Entscheidung des Erwerbs einer Campuslizenz f&#252;r das webbasierte Literaturverwaltungsprogramm RefWorks flossen auch andere &#220;berlegungen der Bibliothek mit ein, die den Doktoranden der MHH ein kostenfreies Literaturverwaltungsprogramm sowie Schulungen darin anbieten wollte. Der Arbeitsalltag jedoch best&#228;tigt die Entscheidung gerade im Punkt Netzbasiertheit, da die beteiligten Mitarbeiter von unterschiedlichen Rechnerarbeitspl&#228;tzen auf die entsprechende Datenbank zugreifen k&#246;nnen. Auch konnte allen Anforderungen im Rahmen der Bibliografieerstellung  entsprochen werden.</Pgraph>
      <SubHeadline>Arbeitsabl&#228;ufe</SubHeadline>
      <Pgraph>Die &#252;ber das Eingabeformular in der Datei neu abgelegten Datens&#228;tze werden in der Bibliothek t&#228;glich abgerufen und in eine Exceltabelle kopiert. In dieser Tabelle werden die Daten zun&#228;chst nach dubletten Meldungen durchsucht, doppelte Eintr&#228;ge werden gel&#246;scht bzw. zusammengef&#252;hrt, so dass je Publikation nur eine Zeile verbleibt, in der s&#228;mtliche Artikelinformationen abgelegt sind. Das wird darum notwendig, da unter Beteiligung mehrerer Abteilungen entstandene Publikationen auch mehrmals gemeldet werden, wobei nicht jeder Meldende vollst&#228;ndige Angaben zu allen Autoren macht. Zweifelsf&#228;lle bzgl. der Abteilungszugeh&#246;rigkeit werden mit den Meldenden oder deren Abteilungsleitern gekl&#228;rt. Die Erfahrung zeigt, dass etwa nur 3&#37; der Eingaben R&#252;ckfragen erfordern. Unklare bibliografische Angaben werden sofern m&#246;glich von der Bibliothek nachrecherchiert. Des Weiteren wird &#8211; soweit vorhanden &#8211; der Impact Faktor der entsprechenden Zeitschrift angef&#252;gt. Die so gepflegte Tabelle wird am Jahresende f&#252;r die einzelnen Abteilungen so aufbereitet, dass dort gepr&#252;ft werden kann, ob alle Publikationen eingetragen  sowie alle Autoren mit den richtigen Attributen versehen worden sind. &#196;nderungsw&#252;nsche werden wieder in der zentralen Datei durchgef&#252;hrt, die im Anschluss im Pr&#228;sidium zur LOM-Berechnung genutzt werden kann.</Pgraph>
      <Pgraph>Parallel dazu importiert die Bibliothek die Daten in ihr Literaturverwaltungsprogramm. Dort wurde ein MHH-eigener Ausgabestil kreiert, der auf dem Vancouverstyle basierend auch die beteiligten Abteilungen, die Publikationstypen wie sie der Forschungsbericht unterscheidet sowie die Impact Faktoren verzeichnet. Diese sukzessiv wachsende Datenbank kann online &#252;ber die Homepage der Bibliothek eingesehen werden <TextLink reference="4"></TextLink> und erlaubt auch komplexere Recherchen sowie die Daten&#252;bernahme in eigene Literaturverwaltungsprogramme. Gleichzeitig werden neu gemeldete Publikationen in monatlichen Listen sowie in kumulierenden Halbjahresverzeichnissen im pdf-Format in Netz gestellt. Auch RSS-Feeds sind m&#246;glich. Nach Meldeschluss erstellt die Bibliothek die abteilungsbezogenen Literaturlisten f&#252;r den Forschungsbericht.</Pgraph>
      <SubHeadline>Arbeitsbelastung</SubHeadline>
      <Pgraph>Intention des Angebotes der Bibliothek an die Hochschule war nicht prim&#228;r der Bibliothek Arbeit zu ersparen, sondern Arbeiten in Bereichen ihrer Kernkompetenz aus den Abteilungen in die Bibliothek zu verlagern und gleichzeitig die Qualit&#228;t der Bibliografie zu optimieren. Durch zur&#252;ckgehende Fallzahlen im Leihverkehr bei gleichzeitiger Optimierung von Arbeitsabl&#228;ufen wurden Kapazit&#228;ten frei, die nun abgerufen werden konnten. Die t&#228;gliche Inanspruchnahme w&#228;hrend des Regelbetriebes im laufenden Kalenderjahr kann mit ca. 0,2 VZ&#196; veranschlagt werden, wobei von einer Publikationsmenge von ca. 2000 Ver&#246;ffentlichungen pro Jahr inkl. Dissertationen ausgegangen wird.</Pgraph>
      <SubHeadline>Nebeneffekte</SubHeadline>
      <Pgraph>Durch die offizielle Einbindung der Bibliothek in die Erstellung des Forschungsberichtes mit damit verbundener Datenerhebung f&#252;r die Leistungsorientierte Mittelvergabe hat sich eine neues kommunikatives Netz gebildet (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>), das zeigt wie sich die Bibliothek innerhalb der Hochschule neu verortet und anders wahrgenommen wird.</Pgraph>
      <Pgraph>Den Studierenden pr&#228;sentiert die Bibliothek mit ihrem Schulungsangebot zu RefWorks ein weiteres Modul unter der Rubrik: &#8222;Teaching Library&#8220;. Sie erh&#246;ht die Binnenwahrnehmung der Bibliothek seitens des Forschungsbereiches, dem sie sich nicht mehr nur als Zulieferer von elektronischen Zeitschriften pr&#228;sentiert, sondern auch ihre Literaturverwaltung administriert sowie ihre Daten f&#252;r die LOM erhebt. Des Weiteren ist die Bibliothek auch f&#252;r die Wissenschaftsadministration ein wichtiger Partner geworden, als deren unmittelbarer Dienstleister sie fungiert. </Pgraph>
      <Pgraph>Diese Nebeneffekte f&#252;hren die Bibliothek ein St&#252;ck weit aus der Nische der reinen Literaturlieferanten an die Oberfl&#228;che der Hochschul&#246;ffentlichkeit; ein Effekt den ein an manchen Stellen professionelleres &#8211; und teureres &#8211; System nicht h&#228;tte leisten k&#246;nnen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Ausblick</SubHeadline>
      <Pgraph>W&#228;hrend am Beginn aller &#220;berlegungen der Gedanke einer Sammlung aller Publikationen von Hochschulangeh&#246;rigen im Volltext &#8211; mit damit verbundenen Open Access &#8211; so schnell er angedacht war wieder verworfen werden musste, steht am Ende diese Projektes zumindest eine Bewegung in diese Richtung. Eine weitere Arbeitsgruppe hat sich gebildet, die sich um die Verlinkung zu den Volltexten auch au&#223;erhalb vorhandener Lizenzen bem&#252;ht.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Deutsche Forschungsgemeinschaft</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2004</RefYear>
        <RefBookTitle>Empfehlungen zu einer &#34;leistungsorientierten Mittelvergabe&#34; (LOM) an den medizinschen Fakult&#228;ten - Stellungnahme der Senatskommission f&#252;r klinische Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hrsg. Empfehlungen zu einer &#34;leistungsorientierten Mittelvergabe&#34; (LOM) an den medizinschen Fakult&#228;ten - Stellungnahme der Senatskommission f&#252;r klinische Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Bonn: DFG; 2004.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Institute for Scientific Information</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>1999-</RefYear>
        <RefBookTitle>Journal citation reports</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Institute for Scientific Information. Journal citation reports. Philadelphia, Pa.: Thompson ISI; 1999-.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Medizinische Hochschule Hannover</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2004-</RefYear>
        <RefBookTitle>Forschungsbericht</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Medizinische Hochschule Hannover. Forschungsbericht. 2004-. Verf&#252;gbar unter: http:&#47;&#47;www.mh-hannover.de&#47;forschung.html</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.mh-hannover.de&#47;forschung.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover</RefAuthor>
        <RefTitle>Hochschulbibliografie 2008</RefTitle>
        <RefYear>2008</RefYear>
        <RefTotal>Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover. Hochschulbibliografie 2008. Refworks; 2008. Verf&#252;gbar unter: http:&#47;&#47;www.refworks.com&#47;refshare&#63;site&#61;047931198224000000&#47;RWWS6A619751&#47;Hochschulbibliografie&#37;202008</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.refworks.com&#47;refshare&#63;site&#61;047931198224000000&#47;RWWS6A619751&#47;Hochschulbibliografie&#37;202008</RefLink>
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    </References>
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          <MediaID>1</MediaID>
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            <Pgraph>
              <Mark1>Tabelle 1: Gegen&#252;berstellung und Bewertung wichtiger Eigenschaften von Bibliothekskatalog und Literaturverwaltungsprogramm zu Bibliografiezwecken </Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
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              <Mark1>Abbildung 2: Netzstruktur der Kommunikation bzgl. Hochschulbibliografie, Literaturverwaltung und LOM</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 1: Modell des Datenflusses der bibliografischen und anderen relevanten Daten von der Eingabemaske bis zur letztendlichen Verwertung</Mark1>
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