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    <ArticleType>Editorial</ArticleType>
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      <Title language="de">Mit dem Personal Digital Assistant (PDA) auf dem Weg zur Mobilen Bibliothek</Title>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Zweigbibliothek Medizin, Universit&#228;ts- &#38; Landesbibliothek, Domagkstrasse 9, 48149 M&#252;nster, Deutschland, Tel: &#43;49&#47;251.83-58550, Fax: &#43;49&#47;251.83-52583<Affiliation>Zweigbibliothek Medizin, Universit&#228;ts- &#38; Landesbibliothek, Westf&#228;lische Wilhelms-Universit&#228;t M&#252;nster, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>obsto&#64;uni-muenster.de</Email>
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          <LastnameHeading>Dollfu&#223;</LastnameHeading>
          <Firstname>Helmut</Firstname>
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          <AcademicTitle>Mag.</AcademicTitle>
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        <Address>Medizinische Universit&#228;t Wien, Universit&#228;tsbibliothek, W&#228;hringer Guertel 18-20, A-1097 Wien, Tel: &#43;43-(0)1-40400&#47;1071, Fax: &#43;43-(0)1-40400&#47;1086<Affiliation>Medizinische Universit&#228;t Wien, Universit&#228;tsbibliothek, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>Helmut.Dollfuss&#64;meduniwien.ac.at</Email>
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      <DatePublished>20080917</DatePublished>
      <DateRepublished>20080919</DateRepublished>
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    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>8</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>PDA (editiert von Oliver Obst &amp; Helmut Dollfu&#223;)</IssueTitle>
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    <ArticleNo>11</ArticleNo>
    <Correction><DateLastCorrection>20080919</DateLastCorrection>Issue-Titel</Correction>
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      <MainHeadline>Editorial</MainHeadline>
      <Pgraph>Das vorliegende Heft von <Mark2>GMS Medizin &#8211; Bibliothek &#8211; Information</Mark2> ist dem Thema &#8222;Personal Digital Assistant&#47;Smartphone&#8220; gewidmet. <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000109.shtml">Dollfu&#223;</Hyperlink> f&#252;hrt in die Gattung der Personal Digital Assistants (PDA) ein und zeigt in seinem geschichtlichen Abriss die Entwicklung des PDAs von einem simplen Organiser zu einem Vorl&#228;ufer der Mobilen Bibliothek. Die Artikel von <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000110.shtml">Saraiva</Hyperlink>, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000111.shtml">Morgen &#38; Drabier</Hyperlink>, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000112.shtml">Dollfu&#223;</Hyperlink>  und <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000113.shtml">Obst</Hyperlink> liefern Erfahrungsberichte zahlreicher Medizinbibliotheken, die PDAs erfolgreich verleihen und die ihre Nutzer mit PDA-Anwendungen ausstatten. Ihre Untersuchungen zeigen eindrucksvoll, dass dies organisatorisch m&#246;glich und bibliothekspolitisch sinnvoll ist: Ein solcher PDA-Service verbessert ganz wesentlich das Wissen und die Krankenversorgung der Anwender. Obst weist darauf hin, dass eine Unterbrechung des Services diese Verbesserungen wieder r&#252;ckg&#228;ngig macht. </Pgraph>
      <Pgraph>Angesichts dieser vielen positiven Studien wird von PDA-losen Bibliotheken immer wieder die Frage gestellt, ob man ein PDA-Angebot unbedingt vorhalten muss. Hier schwingt mit: &#8222;Ist der PDA-Service wirklich so au&#223;ergew&#246;hnlich wichtig, dass sich die hohen Investitionen in Budget und Personal lohnen&#63;&#8220; Um den zweiten Teil der Frage zuerst zu beantworten: Die Erfahrungen der PDA-Bibliotheken sind sehr ermutigend, was diese Investitionen angeht. Dollfu&#223; und Obst haben &#252;bereinstimmend festgestellt, dass sich auch mit geringem Mitteleinsatz ein erfolgreicher PDA-Service aufbauen l&#228;sst. </Pgraph>
      <Pgraph>Der erste Teil der Frage ist sehr vielschichtiger und f&#252;hrt direkt in das Herz des medizinbibliothekarischen Selbstverst&#228;ndnisses. K&#246;nnte man nicht genauso gut auch fragen: &#8222;Muss man als Bibliothek ein eBook-Angebot haben oder audiovisuelle Lehrmedien&#63; Muss man als Bibliothek eine StudiVZ-Seite haben, Patientenliteratur sammeln oder sonstige Spezialdienste pflegen&#63;&#8220; &#8211; Jeder wei&#223;, dass die Bibliothek nicht sofort zusammenbrechen w&#252;rde, wenn man diese ganzen Dienste nicht anbieten w&#252;rde. Und dies gilt auch f&#252;r den PDA-Service. Was wirklich so wichtig ist, dass sein Verschwinden unweigerlich innerhalb von Stunden zu Protesten f&#252;hrt, l&#228;sst sich an einer Hand abz&#228;hlen: eJournals, gedruckte Lehrb&#252;cher, Arbeitspl&#228;tze (mit und ohne PC), Impact-Faktoren, Auskunft. </Pgraph>
      <Pgraph>Aber dies ist nur ein Teil der Wahrheit. Wir leben in einer sich immer schneller ver&#228;ndernden Zeit. Und es gibt einige m&#228;chtige Entwicklungen, die das Bibliothekswesen in seinem Kern betreffen. Wenn sich zentral wichtige Dinge &#228;ndern, dann ist es angeraten, seine Determinanten zu &#252;berpr&#252;fen: Reicht es aus, nur diese f&#252;nf Dienstleistungen anzubieten&#63; Vor wenigen Jahren gab es noch keine eJournals &#8211; heute sind sie unverzichtbar. Welche Entwicklungen sind sichtbar (wenn auch vielleicht erst am Horizont), die sich unweigerlich auf das Verh&#228;ltnis zwischen Bibliotheken und ihren Nutzern auswirken werden&#63;</Pgraph>
      <Pgraph>Da ist zum einen Open Access, eine zugegebenerma&#223;en schon etwas &#228;ltere Entwicklung, die aber zur Zeit gerade Fahrt aufnimmt. &#8222;Siegt&#8220; Open Access &#252;ber Toll Access, w&#252;rde das die Bibliothek in ihren Grundfesten ersch&#252;ttern. Zum anderen gibt es da die Netz-Communities. Sie sind Ausdruck der Tatsache, dass auf dem Internet ganz einfach jeder selber ein Publisher ist. Der Kurzschluss der Publikationskette schlie&#223;t die Bibliothek als Zwischenh&#228;ndler zunehmend aus. </Pgraph>
      <Pgraph>Wie sieht es nun mit den PDAs aus&#63; Sind diese nur Spielereien, ein nettes Add-On ohne wirklichen Nutzen, weit entfernt von den Kernaufgaben der Bibliothek&#63; Nein. Weltweit gibt es zwar 1,2 Milliarden Computer, aber <TextGroup><PlainText>3 Milliarden</PlainText></TextGroup> Handys &#8211; zunehmend auch mit PDA-Funktionen. Das iPhone 3G als neue Plattform f&#252;r medizinische Applikationen und die preiswerten Mini-Laptops mit WLAN werden den Markt f&#252;r mobile Multifunktionsger&#228;te weiter anheizen. Das Bed&#252;rfnis, alles dabei haben zu wollen, wird auch vor der Institution Bibliothek nicht halt machen. Wenn wir uns die obige Aufz&#228;hlung ansehen, gilt dies vielleicht nicht f&#252;r den physischen Arbeitsplatz, aber f&#252;r Inhalte und Auskunft. Der Etat unser Medizinbibliothek entf&#228;llt zu 2&#47;3 auf Inhalte und zu 1&#47;3 auf Personal. Dank der &#214;ffentlichmachung (Open Access, Web 2.0, Google) und Nationalisierung (DFG, Konsortien) von Inhalten drohen diese den Bibliotheken zu entgleiten. Als Nicht-mehr-Monopolist und Nur-noch-Zwischenh&#228;ndler wird es immer wichtiger, die Inhalte in einer geeigneten Form zum Konsumenten zu transportieren &#8211; Customization und Literacy inklusive. Neben den Inhalten erh&#228;lt so das Mauerbl&#252;mchen &#8222;bibliothekarische Auskunft&#8220; eine neue Funktion als Dreh- und Angelpunkt der Informationsvermittlung: Individueller, zurechtgeschnittener Support, rund um die Uhr, in jeder gew&#252;nschten Kommunikationsform wird zur Killerapplikation. 3 Milliarden Handys weltweit &#8211; demn&#228;chst vielfach mit Webschnittstelle &#8211; warten auf ihren Anruf, ihre Information, ihre Auskunft.<LineBreak></LineBreak><LineBreak></LineBreak></Pgraph>
      <Pgraph>Eine Zukunft ohne Bibliotheken ist durchaus vorstellbar: Bis auf Arbeitspl&#228;tze kann alles digitalisiert werden. Doch selbst f&#252;r diese gilt immer &#246;fter: Wo mein Handy, iPhone oder Laptop ist, ist mein Arbeitsplatz. Was man nicht st&#228;ndig dabeihaben kann, wird aus dem Bewu&#223;tsein entschwinden. Die einstigen mobilen Spielzeuge k&#246;nnten eines Tages &#252;ber die Existenz von Bibliotheken entscheiden.</Pgraph>
      <Pgraph>Wer aber nicht aufs Handy passt, wird passend gemacht ... oder verschwindet. Aus der Wahrnehmung.</Pgraph>
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