<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>

<GmsArticle>
  <MetaData>
    <Identifier>mbi000062</Identifier>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Aus der Praxis - BenutzerInnenschulung am Beispiel der Universit&#228;tsbibliothek Wien</Title>
      <TitleTranslated language="en">Experiences with user training at Vienna University Library</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Rohrmoser</Lastname>
          <LastnameHeading>Rohrmoser</LastnameHeading>
          <Firstname>Manuela</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;t Wien, Bibliotheks- und Archivwesen, Zentrum f&#252;r Elektronische Recherchen, Dr. Karl Lueger-Ring 1, 1010 Wien<Affiliation>Universit&#228;t Wien, Universit&#228;tsbibliothek, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>manuela.rohrmoser&#64;univie.ac.at</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">user training</Keyword>
      <Keyword language="en">Vienna University Library</Keyword>
      <Keyword language="de">BenutzerInnenschulung</Keyword>
      <Keyword language="de">Benutzerschulung</Keyword>
      <Keyword language="de">Universit&#228;tsbibliothek Wien</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20070726</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>7</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Marketing 2.0 f&#252;r Medizinbibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>10</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Der vorliegende Artikel gibt einen detaillierten Einblick in die Entwicklungen im Bereich BenutzerInnenschulung an der Universit&#228;tsbibliothek Wien. Einer inhaltlichen Vorstellung des Schulungskonzepts folgt die Beschreibung der praktischen Handhabung sowie der Einfl&#252;sse, die zu &#196;nderungen und Neugestaltungen des Gesamtkonzepts f&#252;hren, wie Zielvereinbarungen und die interne Fortbildung.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>The principal aim of this article is to give detailed information about the latest developments in the field of user training at Vienna University Library. The training concept is presented together with the practical management as well as influences involving changes and redesign like target agreements and in-house-training.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="BenutzerInnen-schulung am Beispiel der Universit&#228;tsbibliothek Wien">
      <MainHeadline>BenutzerInnenschulung am Beispiel der Universit&#228;tsbibliothek Wien</MainHeadline>
      <SubHeadline>Einleitung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Entwicklung zur Informations- und Wissensgesellschaft erfordert verst&#228;rkte Anstrengungen von Bibliotheken im Bereich der Fort- und Weiterbildung ihrer KundInnen. Daher hat das Zentrum f&#252;r Elektronische Recherchen an der Universit&#228;tsbibliothek Wien unter dem Motto &#8222;Fit f&#252;rs Informationszeitalter&#8220; ein umfassendes Schulungsprogramm f&#252;r die BibliotheksbenutzerInnen entwickelt. Wie erfolgreich das Schulungskonzept ist, zeigt sich daran, dass im Oktober zu Studienbeginn jeweils zwischen 1000 und 1500 Informationssuchende und -hungrige die angebotenen BenutzerInnenschulungen der Hauptbibliothek besuchen.</Pgraph>
      <Pgraph>So enth&#228;lt das Schulungskonzept an der UB Wien verschiedene Angebote, die auf die Bed&#252;rfnisse unterschiedlicher NutzerInnengruppen zugeschnitten sind.</Pgraph>
      <SubHeadline>Geschichte</SubHeadline>
      <Pgraph>F&#252;hrungen gab es hier schon immer &#8211; urspr&#252;nglich als F&#252;hrungen f&#252;r Schulklassen und bestimmte Interessengruppen, sp&#228;ter auch zus&#228;tzlich als einmal pro Semester stattfindende Vortragsveranstaltung f&#252;r Studierende aller Studienrichtungen mit anschlie&#223;ender Massenf&#252;hrung durch die Hauptbibliothek der Universit&#228;tsbibliothek Wien. Daneben gab es auch an den meisten Fachbereichs- und Institutsbibliotheken zu Semesterbeginn F&#252;hrungen mit Schwerpunktsetzung auf  die Ben&#252;tzung der jeweiligen Teilbibliotheken. Bei einigen wenigen Studienrichtungen gibt es bereits seit l&#228;ngerem eine eigene Lehrveranstaltung zum Thema wissenschaftliches Arbeiten mit Einbeziehung der Bibliotheksben&#252;tzung wie im Falle der Studienrichtung Theater-, Film und Medienwissenschaft.</Pgraph>
      <Pgraph>Im Jahr 2001 wurde aus der Informationsvermittlungsstelle der Hauptbibliothek die Abteilung Zentrum f&#252;r Elektronische Recherchen, eine Abteilung, die einerseits Hilfestellungen bei Rechercheproblemen jeglicher Art sowie BenutzerInnenschulungen in einem Schulungsraum anbietet <TextLink reference="1"></TextLink>. Diese Abteilung versteht sich als zentrale Serviceeinrichtung f&#252;r alle Teilbibliotheken.</Pgraph>
      <SubHeadline>Derzeitiges Schulungskonzept der Hauptbibliothek</SubHeadline>
      <Pgraph>Eine F&#252;hrung durch die Hauptbibliothek wird nach Anmeldung f&#252;r bestimmte Gruppen durchgef&#252;hrt. Folgende Inhalte werden dabei vermittelt: Grundlagen der Bibliotheksbenutzung, Durchf&#252;hren einfacher Literaturrecherchen im UB-OPAC und eine F&#252;hrung durch die R&#228;umlichkeiten der Hauptbibliothek. Die Veranstaltung hat verschiedene Zielgruppen: Sch&#252;lerInnen, Studienanf&#228;ngerInnen aller Studienrichtungen und die interessierte &#214;ffentlichkeit. Es gibt keine Voraussetzungen f&#252;r den Besuch einer solchen Veranstaltung, jedoch sind Computer- und Internetkenntnisse von Vorteil.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Schulung &#8222;Einf&#252;hrung in die Benutzung der UB Wien&#8220; kann im Wintersemester jeden Mittwochnachmittag und im Sommersemester zun&#228;chst jeden Mittwochnachmittag, danach zweiw&#246;chentlich besucht werden. Au&#223;erdem gibt es zus&#228;tzliche Abendtermine. Dar&#252;ber hinaus k&#246;nnen Gruppen individuelle Termine vereinbaren.</Pgraph>
      <Pgraph>Die vermittelten Inhalte sind Grundlagen der Bibliotheksbenutzung, Durchf&#252;hren von Literaturrecherchen im UB-OPAC, Durchf&#252;hren von Literaturrecherchen in anderen Bibliothekskatalogen (Kataloge der Hauptbibliothek 1500 ff., Verbund, KVK), &#220;bersicht &#252;ber das elektronische Angebot der UB Wien (Datenbanken, elektronische Zeitschriften) und eine abschlie&#223;ende F&#252;hrung durch die R&#228;umlichkeiten der Hauptbibliothek. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Studienrichtungen, vor allem Studienanf&#228;ngerInnen und die interessierte &#214;ffentlichkeit. Wiederum gibt es f&#252;r die Absolvierung dieser Schulung keine Voraussetzungen, jedoch sind Computer- und Internetkenntnisse von Vorteil.</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Einschulung in den Web-OPAC&#8220; wird 2 bis 4 Mal pro Semester angeboten. Als Inhalte werden Katalogkunde und  -geschichte, Arten von Katalogen, Verwendung der Image-Kataloge und die Suche im OPAC vermittelt. Dabei werden effizientes Suchen nach Formalkriterien (Autor, Titel u.v.m.), die Feldersuche, Wildcards, Suchverkn&#252;pfungen und &#8211;befehle, inhaltliche Suche nach Schlagwort und Schlagwortketten, Interpretation von Suchergebnissen und Vollanzeige, Interpretation von Bestandsanzeigen, Ergebnisnutzung (B&#252;cherkorb, Speichern, eMail&#8230;) gezeigt und andere Online-Kataloge (Verbund, KVK&#8230;) pr&#228;sentiert. Zielgruppe sind Studierende aller Studienrichtungen, vor allem Studienanf&#228;ngerInnen sowie die interessierte &#214;ffentlichkeit. Es gibt keine Voraussetzungen f&#252;r den Besuch dieser Veranstaltung, Computer- und Internetkenntnisse sind von Vorteil, ebenso die Absolvierung der Schulung &#8222;Einf&#252;hrung in die Benutzung der UB Wien&#8220;.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Schulung &#8222;Zeitschriftensuche&#8220; vermittelt folgende Inhalte: Suche nach Zeitschriften in Lokal- u. Verbundkatalogkatalog, Zeitschriften-spezifische Ansetzungen (Titel&#228;nderungen, Verlauf&#8230;), Interpretation von Suchergebnissen und Vollanzeige, Interpretation von Bestandsanzeigen, Suche nach elektronischen Zeitschriften (EZB, Volltextdatenbanken, ZDB), Verlinkungen zu Volltexten (sfx), Suche nach alten Zeitschriften (Image-Kataloge, alter Zeitschriftenbandkatalog). Die Zielgruppe dieser Veranstaltung sind Studierende aller Studienrichtungen und die interessierte &#214;ffentlichkeit, Voraussetzungen zur Absolvierung gibt es keine, Computer- und Internetkenntnisse sind jedoch von Vorteil, ebenso die Absolvierung der Schulungen &#8222;Einf&#252;hrung in die Benutzung der UB Wien&#8220; bzw. &#8222;Einschulung in den Web-OPAC&#8220;. Die Schulung wird 2 bis 4 Mal pro Semester angeboten.</Pgraph>
      <Pgraph>Bei &#8222;Kennenlernen von Datenbanken&#8220; k&#246;nnen sich die BenutzerInnen &#252;ber Definition und Arten von Datenbanken, das Datenbankservice der UB Wien, Zugangsbedingungen (Accounts, Campus, VPN), Recherche in g&#228;ngigen Datenbankoberfl&#228;chen, Verlinkung zu etwaigen Volltexten oder anderen Angeboten (sfx) informieren. Die Veranstaltung wird monatlich und als Zielgruppe f&#252;r Studierende aller Studienrichtungen in fortgeschrittenen Semestern sowie die interessierte &#214;ffentlichkeit angeboten. Es gibt keine Voraussetzungen zur Absolvierung, Computer- und Internetkenntnisse sind von Vorteil, ebenso die Absolvierung der Schulung &#8222;Einf&#252;hrung in die Benutzung der UB Wien&#8220;.</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Fernleihebestellungen im In- und Ausland&#8220; vermittelt die Suche in in- und ausl&#228;ndischen Katalogen und die Durchf&#252;hrung von Fernleihebestellungen. Zielgruppe sind Studierende aller Studienrichtungen und die interessierte &#214;ffentlichkeit. Voraussetzungen gibt es wiederum keine, Computer- und Internetkenntnisse sind von Vorteil, ebenso die Absolvierung der Schulung &#8222;Einf&#252;hrung in die Benutzung der UB Wien&#8220;. Diese Schulung wird 2 Mal pro Semester angeboten.</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;MetaLib&#8220; zeigt die Nutzung der neuen zentralen Suchoberfl&#228;che der UB Wien, gibt eine Erkl&#228;rung der enthaltenen Ressourcen und Ben&#252;tzungsbedingungen, beinhaltet die Interpretation von Suchergebnissen und zeigt das Anlegen und &#196;ndern von eigenen Profilen (Zusammenstellung von elektronischen Ressourcen). Als Zielgruppe sollen Studierende aller Studienrichtungen und die interessierte &#214;ffentlichkeit angesprochen werden. Voraussetzungen f&#252;r die Absolvierung gibt es keine, Computer- und Internetkenntnisse sind von Vorteil, ebenso die Absolvierung der Schulungen &#8222;Einf&#252;hrung in die Benutzung der UB Wien&#8220;, &#8222;Kennenlernen von Datenbanken&#8220; und &#8222;Einschulung in den Web-OPAC&#8220; oder entsprechende Erfahrungen in der Nutzung dieses Angebots. Die Schulung wird 2 bis 4 Mal pro Semester angeboten.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein neues, noch nicht in dieser Art erprobtes Angebot ist die Veranstaltung &#8222;Betreutes Recherchieren&#8220;. Bis jetzt konnten sich BibliotheksbenutzerInnen individuelle Termine f&#252;r eine Recherche vereinbaren. Bei der Veranstaltung wie bei der Einzelrecherche wird die selbst&#228;ndige Literatursuche zu einem Thema begleitend vermittelt. Als Zielgruppe sollen in erster Linie Studierende aller Studienrichtungen, die Literatur f&#252;r Seminararbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterthesis etc. suchen, angesprochen werden. Computer- und Internetkenntnisse sind erforderlich, von Vorteil ist die Absolvierung aller oben genannten Schulungen. Die Schulung wird 2 bis 4 Mal pro Semester angeboten werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Oftmals kommen LehrveranstaltungsleiterInnen mit ihren Studierenden zu einer Datenbankschulung eines bestimmten Fachgebietes. Hier werden die Datenbanken des entsprechenden Fachgebietes mit konkreten Suchen vorgestellt. Als Zielgruppe sind Studierende aller Studienrichtungen, die ihr Fachgebiet bei der Anmeldung angeben, angesprochen. Es gibt keine Voraussetzungen f&#252;r die Absolvierung, Computer- und Internetkenntnisse sind von Vorteil.</Pgraph>
      <Pgraph>Bestimmte Interessensgruppe k&#246;nnen individuelle Termine f&#252;r die Schulung &#8222;Cyberspace und Alte Welten - eine Bibliotheksreise&#8220; vereinbaren. Die Veranstaltung spannt den Bogen von den alten Sch&#228;tzen zu den neuesten Onlinequellen, die die Universit&#228;tsbibliothek Wien zu bieten hat. Im ersten Teil werden besondere Werke aus dem wertvollen Altbuchbestand, der einen universellen Querschnitt aus allen Wissensgebieten der verschiedenen Jahrhunderte bietet, pr&#228;sentiert. Im Anschluss werden wichtige Ben&#252;tzerbereiche der Bibliothek vorgestellt, beginnend von den Katalogr&#228;umen mit den alten Bibliothekskatalogen und wichtigen Nachschlagewerken. Der historische gro&#223;e Lesesaal und als Pendant die Lehrbuchsammlung mit modernster Technik liegen am Weg der F&#252;hrung. Den Abschluss bildet die Vorstellung der Digitalen Bibliothek, bei der die Online-Kataloge, Datenbanken aus verschiedenen Fachgebieten sowie die elektronische Zeitschriftenbibliothek gezeigt werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Individuelle Gruppentermine k&#246;nnen auch f&#252;r eine F&#252;hrung durch &#8222;Das Alte Buch&#8220; vereinbart werden. Hier wird die Geschichte des Alten Buches an der UB Wien dargestellt und eine F&#252;hrung durch die Altbestandsmagazine mit Pr&#228;sentation einzelner ausgew&#228;hlter Werke durchgef&#252;hrt. Zielgruppe sind WissenschafterInnen, Studierende und die interessierte &#214;ffentlichkeit.</Pgraph>
      <Pgraph>Damit auch MitarbeiterInnen und Lehrende der Universit&#228;t Wien ihre Informationskompetenz verbessern k&#246;nnen und neben der Literatursuche f&#252;r den Eigenbedarf zur Weitergabe von Informationskompetenz bef&#228;higt sind, wurde in das Curriculum eCompetence das Modul &#8222;Nutzung digitaler Ressourcen der Universit&#228;tsbibliothek Wien&#8220; aufgenommen. Das Curriculum wird &#252;ber die Personalentwicklung der Universit&#228;t Wien angeboten. Diese Veranstaltung soll zuk&#252;nftig auch in ein weiterentwickeltes Curriculum eingebunden werden.</Pgraph>
      <SubHeadline>Zielvereinbarung 2007</SubHeadline>
      <Pgraph>Bei den j&#228;hrlichen Zielvereinbarungen zwischen der Dienstleistungseinrichtung und dem Rektorat werden Leistungen und Ergebnisse, die von den Angeh&#246;rigen der Organisationseinheit in einem bestimmten Zeitraum zu erbringen bzw. anzustreben sind, festgelegt.</Pgraph>
      <Pgraph>Auf die Frage des Rektorats &#8222;Welchen Beitrag leistet die Dienstleistungseinrichtung im Jahr 2007 zur Umsetzung des Ziels der Verbesserung der Studienbedingungen, insbesondere auch der Studierendenbetreuung&#63;&#8220; antwortete die Dienstleistungseinrichtung u.a. folgendes: &#8222;Zum anderen nimmt die Bibliothek ihre Aufgabe als Teaching Library wahr und engagiert sich verst&#228;rkt in der Vermittlung von Informationskompetenz. Damit tr&#228;gt sie zu einer effizienten und effektiven Absolvierung eines Fachstudiums bei. In einem umfangreichen und fachspezifisch diversifizierten Schulungsprogramm werden Schl&#252;sselqualifikationen im Umgang mit Information (Entwickeln von Suchstrategien, Identifikation von Informationsquellen, Evaluation von Information etc.) trainiert. Im Jahr 2007 wird der Umgang mit elektronischen Medien besondere Aufmerksamkeit erhalten. Um dabei die Ben&#252;tzerInnen noch direkter zu erreichen, werden Schulungen zunehmend auch im dezentralen Bereich angeboten.&#8220;</Pgraph>
      <Pgraph>Vereinbarung: &#8222;&#8230;..soll ein Konzept betreffend Schulungsprogramm (auch f&#252;r die dezentralen Bibliotheken) erstellt werden.&#8220;</Pgraph>
      <SubHeadline>Dezentrale Bibliotheken</SubHeadline>
      <Pgraph>An den meisten Fachbereichsbibliotheken werden schon seit vielen Jahren Bibliotheksf&#252;hrungen angeboten, manche FachbibliotheksleiterInnen halten Vorlesungen zum wissenschaftlichen Arbeiten: Beispiele sind &#8222;Techniken wissenschaftlichen Arbeitens&#8220; der Studienrichtung Theater- Film- und Medienwissenschaft sowie &#8222;Einf&#252;hrung in das wissenschaftliche Arbeiten&#8220; der Studienrichtung Philosophie. Dar&#252;ber hinaus wird im Rahmen der Studienrichtung Psychologie das &#8222;Proseminar zur Bildungspsychologie I und II: Bildung und Internet&#8220; von einer Fachbibliothekarin abgehalten. Informationskompetenz kann man auch im Zuge diverser Vorlesungen verschiedener Studienrichtungen erwerben, die Einschulungen in die Benutzung der Bibliotheken integrieren wie z.B. &#8222;Praktisches Arbeiten in Bibliotheken&#8220; der Studienrichtung Kunstgeschichte oder &#8222;Einf&#252;hrung in die juristische Medienkompetenz&#8220; der Studienrichtung Rechtswissenschaften. Das neue Schulungskonzept der Fachbereichsbibliotheken ist auf die Bed&#252;rfnisse der NutzerInnen der einzelnen Fachbereiche abgestimmt. Als Standard gibt es an allen Bibliotheken Einf&#252;hrungen in die Benutzung der jeweiligen Teilbibliothek. Dar&#252;ber hinaus werden Opac- und Datenbankschulungen in den jeweils relevanten Fachdatenbanken, teilweise auch Schulungen zu MetaLib und E-Journals angeboten. Spezielle Angebote f&#252;r TutorInnen, DiplomandInnen und DissertantInnen sowie die Schulung &#8222;Betreutes Recherchieren&#8220; runden das Angebot ab.</Pgraph>
      <SubHeadline>Bewerbung und Nutzung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die verschiedenen Angebote der Hauptbibliothek werden einerseits &#252;ber die Website und &#252;ber Screens sowohl in Aula als auch im Bibliotheksfoyer, andererseits &#252;ber Plakate und zus&#228;tzliche Handouts an den Infoschaltern der einzelnen Abteilungen beworben. Fachbereichsbibliotheken bewerben die Veranstaltungen ebenfalls &#252;ber die eigene Website sowie &#252;ber Aush&#228;nge vor Ort. Geplant ist eine zentrale, an der Hauptbibliothek verwaltete Darstellung des gesamten Schulungsangebotes in der Website.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Nutzung der Angebote ist insgesamt sehr zufriedenstellend. Allein an der Hauptbibliothek nahmen in den Jahren 2004 3567 Personen, 2005 3937 Personen und 2006 3559 Personen an den BenutzerInnenschulungen teil.</Pgraph>
      <SubHeadline>Evaluierung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die V&#214;B-Kommission f&#252;r Bibliothek und &#214;ffentlichkeit hat zuletzt Feedbackb&#246;gen f&#252;r Schulungen und F&#252;hrungen erstellt, sodass die einzelnen Angebote in Zukunft auch bewertet werden k&#246;nnen. Derzeit gibt es hier diesbez&#252;glich noch keine Erfahrungen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Interne Fortbildungen</SubHeadline>
      <Pgraph>Um die Qualit&#228;t der BenutzerInnenschulungen zu verbessern und die Vortragenden zu unterst&#252;tzen, wird der Bereich BenutzerInnenschulung auch im internen Fortbildungsprogramm der Universit&#228;tsbibliothek ber&#252;cksichtigt. So gibt es eint&#228;gige Fortbildungen zum Thema &#8222;Teaching Library&#8220; und &#8222;Informationskompetenz&#8220; sowie verschiedene weiterbildende Angebote zur Recherche in Datenbanken unterschiedlicher Fachgebiete.</Pgraph>
      <Pgraph>Derartige Fortbildungen sollen einerseits dazu beitragen, das Bewusstsein f&#252;r die Wichtigkeit der BenutzerInnenschulung zu heben und andererseits dem Erwerb der erforderlichen F&#228;higkeiten zur Vermittlung von Informationskompetenz dienen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Umbr&#252;che und Hindernisse</SubHeadline>
      <Pgraph>Der Beruf des Bibliothekars war lange Zeit mehr auf T&#228;tigkeiten im Hintergrund wie Auswahl, Ankauf, und Erschlie&#223;ung der Literatur ausgerichtet. Es waren keine speziellen p&#228;dagogischen Kenntnisse im Umgang mit Menschen und der Vermittlung komplexer Inhalte an Au&#223;enstehende erforderlich, und die Zahl der urspr&#252;nglich ausschlie&#223;lich als F&#252;hrungen angebotenen Veranstaltungen hielt sich noch in Grenzen. Auch in dieser Zeit gab es immer schon BibliothekarInnen, die keine oder nur ungern die Durchf&#252;hrung einer solchen F&#252;hrung &#252;bernehmen wollten. Es gibt auf diesem Gebiet auch noch heute schwierige Altlasten. Nur ein kleiner Kreis schult freiwillig gerne oder sieht sich dazu &#252;berhaupt in der Lage, sodass diese Arbeit immer wieder auf der Schulter weniger MitarbeiterInnen lastet. Dazu kommen auch noch Personaleinsparungen und nicht durchgef&#252;hrte, aber dringend n&#246;tige Personalumschichtungen sowie oftmals wenig R&#252;cksichtnahme darauf, dass im Benutzerbereich im Gegensatz zu anderen, im Hintergrund befindlichen Abteilungen unaufschiebbare Dienste und&#47;oder von BenutzerInnen gesteuerte Dienstleistungen erforderlich sind (Telefon-, E-Mail- und vor Ort Auskunft, BenutzerInnenschulungen, Recherchetermine) und hier freie Stellen nicht mit Personen besetzt werden k&#246;nnen, die bedingt durch Bibliotheksausbildung oder &#228;hnliches nicht real zur Verf&#252;gung stehen. Dass gerade diese Dienste auch besondere Qualifikationen verlangen, gilt es ebenso bei der Personalauswahl zu ber&#252;cksichtigen.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein breiteres Team f&#252;r Schulungen und F&#252;hrungen zusammenzustellen, das &#252;ber ausreichend Qualifikationen verf&#252;gt und deren MitarbeiterInnen gerne mit Menschen zu tun haben und das n&#246;tige Bewusstsein f&#252;r die Wichtigkeit von BenutzerInnenschulungen mitbringen, ist eines der schwierigsten Unterfangen, die es hier zu l&#246;sen gilt.</Pgraph>
      <SubHeadline>Ausblick</SubHeadline>
      <Pgraph>Dem Thema BenutzerInnenschulung wird auch von au&#223;en vermehrte Aufmerksamkeit gewidmet. So flie&#223;t die Zahl der BenutzerInnenschulungen in die Wissensbilanz ein. Angedacht wird auch eine Integration der Veranstaltungen in die Curricula der einzelnen Studienrichtungen. Dies umzusetzen ist jedoch zun&#228;chst Aufgabe der Lehrentwicklung der Universit&#228;t Wien.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Rohrmoser M</RefAuthor>
        <RefTitle>Fachreferat in &#214;sterreich</RefTitle>
        <RefYear>2003</RefYear>
        <RefBookTitle>Deutscher Bibliothekartag (92, 2002, Augsburg): Die Bibliothek zwischen Autor und Leser</RefBookTitle>
        <RefPage>161-8</RefPage>
        <RefTotal>Rohrmoser M. Fachreferat in &#214;sterreich. In: Benkert H, editor. Deutscher Bibliothekartag (92, 2002, Augsburg): Die Bibliothek zwischen Autor und Leser. ZfBB-Sonderheft zum 92. Deutschen Bibliothekartag in Augsburg. 2003. p. 161-8.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>
