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<GmsArticle>
  <MetaData>
    <Identifier>lab000002</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/lab000002</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-lab0000024</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Journal Impact Factor &#8211; ein Qualit&#228;tskriterium f&#252;r Zeitschriften und f&#252;r Wissenschaftler&#63;</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Reinauer</Lastname>
          <LastnameHeading>Reinauer</LastnameHeading>
          <Firstname>Hans</Firstname>
          <Initials>H</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>INSTAND e.V., Ubierstr. 20, 40223 D&#252;sseldorf, Deutschland, Tel.: 0211-159 213 20, Fax: 0211-159 213 30<Affiliation>INSTAND e.V., D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>reinauer&#64;instand-ev.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20091020</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>not yet available</ISSN>
        <Volume>1</Volume>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift zur F&#246;rderung der Qualit&#228;tssicherung in medizinischen Laboratorien</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Forder Qualitatssich Med Lab</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>02</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="Entstehung des Journal Impact Factors">
      <MainHeadline>Entstehung des Journal Impact Factors</MainHeadline>
      <Pgraph>Die Wissenschaftsgemeinschaft war von jeher bem&#252;ht, einen objektiven Wertma&#223;stab f&#252;r die wissenschaftlichen Leistungen von Instituten und&#47;oder einzelnen Wissenschaftlern zu finden. Zur&#252;ckliegende Beurteilungen und Begutachtungen im akademischen Bereich wurden bisweilen kontrovers diskutiert. Eine objektive Qualit&#228;tssicherung der Begutachtungen von beantragten Projekten, Bef&#246;rderungen und Institutionen erschien w&#252;nschenswert, ein Qualit&#228;tsmanagementsystem fehlte. Die Begutachtung von wissenschaftlichen Projekten und wissenschaftlichen Publikationen kann nicht standardisiert werden, ein subjektiver Anteil bei der Beurteilung erscheint unvermeidbar. Auch die Gewinnung geeigneter neutraler Gutachter, die ausreichend Zeit und spezifische Kenntnisse haben, ein Peer-Review-Verfahren durchf&#252;hren, ist oft schwierig. </Pgraph>
      <Pgraph>Der neue geschaffene Journal Impact Factor (<TextGroup><PlainText>Abbildung 1 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) erschien als ein neues und objektives Kriterium, das konventionelle Beurteilungsverfahren erleichtern, verbessern oder gar ersetzen k&#246;nnte. Dabei ging man davon aus, dass Entscheidungen auf der Basis des Journal Impact Factors eine leicht verf&#252;gbare, anonyme und neutrale Beurteilung erlaubt.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Heranziehung des Journal Impact Factors als ein zus&#228;tzliches Entscheidungskriterium ist in den letzten Jahren vermehrt worden, weil die leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) in den Hochschulen sich auch an vorausgegangenen wissenschaftlichen Publikationen orientiert. Eine Umfrage bei den Medizinischen Fakult&#228;ten ergab, dass etwa 2&#47;3 der Medizinischen Fakult&#228;ten den Journal Impact Factor als eines der Kriterien bei der Verteilung von Forschungsmitteln heranziehen. Bei Habilitationen und bei Berufungsverfahren wird vor allem auf die wissenschaftliche Publikationsleistung in &#8222;angesehenen&#8220; Zeitschriften abgestellt. </Pgraph>
      <Pgraph>Sowohl bei der Beurteilung von Forschungsantr&#228;gen als auch von Publikationen in Zeitschriften mit Begutachtersystemen ist das Peer-Review-Verfahren als unentbehrliches Beurteilungskriterium vorgesehen. Dieses Peer-Review-Verfahren gilt immer noch als der &#8222;Goldene Standard&#8220; und wird allgemein anerkannt. Zaghafte Versuche, dieses Begutachterverfahren kritisch zu durchleuchten, d.h. einer Qualit&#228;tssicherung zu unterwerfen, sind bisher wenig beachtet, jedenfalls nicht realisiert worden. Eine Evaluation des Peer-Review-Verfahrens bei Zeitschriften hatte vor einigen Jahren Daniel <TextLink reference="1"></TextLink> in einer Monographie mit dem Titel &#8222;Guardians of Science: Fairness and Reliability of Peer Review&#8220; versucht. In diesem Buch wird unter anderem berichtet, dass im British Medical Journal, einer medizinischen Zeitschrift von anerkannter Qualit&#228;t, von 1551 eingereichten Manuskripten 79&#37; abgelehnt worden sind (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>). Von diesen abgelehnten Manuskripten wurden 836 in anderen Zeitschriften publiziert, 130 sogar in Zeitschriften mit h&#246;herem oder gleichem Journal Impact Factor. Hieraus k&#246;nnte man schlie&#223;en, dass die Fehlerquote beim Peer-Review-Verfahren dieser Zeitschrift bei etwa 16&#37; lag. &#196;hnliche Analysen liegen auch f&#252;r andere Zeitschriften vor (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>).</Pgraph>
      <Pgraph>Eine Nachfrage nach Unterlagen oder Publikationen der Deutschen Forschungsgemeinschaft bez&#252;glich Evaluation und Qualit&#228;tssicherung der Begutachtungsverfahren von Einzelantr&#228;gen hatte zu keinem Ergebnis gef&#252;hrt, obgleich aus diesen Daten wichtige Erkenntnisse zur weiteren Verbesserung des Peer-Review-Verfahrens gewonnen werden k&#246;nnten. Seit 2005 ist bei der DFG ein &#8222;Institut f&#252;r Forschungsinformation und Qualit&#228;tssicherung (IFQ)&#8220; eingerichtet worden mit folgenden Zielen:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">&#8222;die dauerhafte Beobachtung und Evaluation ihrer F&#246;rderaktivit&#228;ten</ListItem>
          <ListItem level="1">die Analyse allgemeiner Entwicklungen in der nationalen und internationalen Forschung</ListItem>
          <ListItem level="1">Information &#252;ber die Ergebnisse DFG-gef&#246;rderter Forschung</ListItem>
          <ListItem level="1">Aufbau und Vernetzung von Informationsressourcen&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Das Peer-Review-Verfahren soll nicht zum Mittelpunkt der Betrachtungen gemacht werden, aber hervorzuheben ist, dass die Beurteilung einer wissenschaftlichen Publikation bzw. die Annahme eines Manuskripts in eine wissenschaftliche Zeitschrift mit Fehlern behaftet sein kann, wobei auch grobe T&#228;uschungsversuche &#252;bersehen worden sind.</Pgraph>
      <Pgraph>Aus dem Bed&#252;rfnis nach einem objektiven Ma&#223;stab, vielleicht auch aus Scheu vor pers&#246;nlichen Stellungnahmen, hat der von Eugene Garfield eingerichtete Journal Impact Factor eine breite Anwendung bei der Evaluation von wissenschaftlichen Leistungen erlangt. Die Entstehungsgeschichte des Journal Impact Factors ist relativ kurz (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>):</Pgraph>
      <Pgraph>Das Institute for Scientific Information (ISI) war 1958 gegr&#252;ndet worden und gab dien sogenannten &#8222;Current Contents&#8220; heraus, die alle sehr gesch&#228;tzt haben und bis heute noch sch&#228;tzen. 1961 wurde der Science Citation Index eingerichtet, der die H&#228;ufigkeiten der Zitate eines Autors sammelt. Schlie&#223;lich kam der Journal Citation Report heraus, aus dem der Journal Impact Factor abgeleitet wurde (1963). Diesem Journal Impact Factor vertrauen nun die Fakult&#228;ten und die DFG, da die dort publizierten Arbeiten einem Begutachtersystem unterworfen sind und sich eine Art Hierarchie bez&#252;glich Journal Impact Factor in der Reihe von wissenschaftlichen Zeitschriften ergeben hatte.</Pgraph>
      <Pgraph>Eigent&#252;mlicherweise warnte Eugene Garfield schon sehr fr&#252;h vor dem Einsatz des Journal Impact Factors f&#252;r die Beurteilung eines Wissenschaftlers <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>. Aber diese Warnung wurde und wird nicht befolgt. Der Journal Impact Factor (&#252;bersetzt: Einflussfaktor der Zeitschrift) trat seinen Siegeszug an und ist nicht mehr in seine auch von Garfield gedachten Schranken zu weisen, n&#228;mlich ein Ma&#223;stab f&#252;r die Akzeptanz und Bedeutung einer Zeitschrift zu sein.  Dementsprechend hat sich die Terminologie vereinfacht: Man spricht leider nur noch vom &#8222;Impact factor&#8220;. </Pgraph>
      <Pgraph> </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Berechnung des JIF">
      <MainHeadline>Berechnung des JIF</MainHeadline>
      <Pgraph>Der Journal Impact Factor gibt an, welche durchschnittliche Zitierungsrate zur&#252;ckliegende Artikel einer Zeitschrift in einem bestimmten Jahr in den &#8222;source journals&#8220; erzielt haben. Wie wird nun der Journal Impact Factor (JIF) errechnet <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>&#63; Er wird aus den Daten des Institute for Scientific Information errechnet. Das Eigent&#252;mliche an diesem Berechnungsverfahren ist, dass die publizierten Arbeiten aus zwei zur&#252;ckliegenden Jahren mit der Zahl der Zitate in dem folgenden (gemessenen) Jahr in Verh&#228;ltnis gesetzt werden (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>), zum Beispiel New England Journal of Medicine: Zahl der Artikel in 1996 und 1997 &#61; 4597, Zitierh&#228;ufigkeit im Jahr 1998 &#61; 103.000. Daraus resultiert ein Journal Impact Factor von 22,41. Zeitschriften, die mit breiten Themen in der Grundlagenforschung angelegt sind, haben hohe Journal Impact Factoren, z. B. Cell mit 40,481 und die sogenannten Annual Reviews, z. B. Annual Review of Biochemistry mit 44,4. </Pgraph>
      <Pgraph>In 1996 lag an der Spitze der Journal Impact Factoren die Zeitschrift &#8222;Clincial Research&#8220; mit einem Journal Impact Factor von 51,0; Nature hatte einen Journal Impact Factor von 28,4 und Science von  23,6. </Pgraph>
      <Pgraph>Was beeinflusst den Journal Impact Factor&#63; Warum ist der Journal Impact Factor in einer Zeitschrift hoch, in anderen niedrig&#63; Sind die eingereichten Manuskripte besser, die Gutachter in bestimmten Zeitschriften gr&#252;ndlicher und kritischer&#63; Ist die Aufmachung der Zeitschrift besser&#63; Zu diesen Fragen sind mehrere Publikationen erschienen <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Ohne Zweifel beeinflusst die Fachdisziplin den Journal Impact Factor. Je gr&#246;&#223;er eine Fachgesellschaft ist, die in einer bestimmten wissenschaftlichen Zeitschrift ihre Forschungsergebnisse publiziert und diese Artikel auch liest, desto h&#246;her ist der Journal Impact Factor. Hohe Journal Impact Factoren finden wir auch in breit angelegten, eher interdisziplin&#228;ren Zeitschriften wie <TextGroup><PlainText>Nature</PlainText></TextGroup>, Science, Cell usw., die eine hohe Zahl von Manuskripten erhalten. Hohe Journal Impact Factoren haben unter anderem langj&#228;hrig etablierte, englisch-sprachige Zeitschriften, die in der Regel auch die &#8222;source journals&#8220; sind.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Design der Zeitschrift kann eine Rolle spielen. Es gibt zur Zeit in der Molekularbiologie sehr hohe Journal Impact Factoren, weil mit den neuen molekularbiologischen Methoden neue Erkenntnisse erschlossen wurden. Geschickte Verlage koppeln Review-Artikel mit Originalarbeiten und verbessern auf diese Weise die Zahl der Leser und die Zahl der Zitate, z. B. Diabetes. Schlie&#223;lich ist die Auflagenzahl und die Verbreitung der Zeitschrift wichtig, damit ein hoher Journal Impact Factor entsteht. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Bedeutung des JIF">
      <MainHeadline>Bedeutung des JIF</MainHeadline>
      <Pgraph>Der Journal Impact Factor erscheint sinnvoll, wenn er dazu dient, einen &#220;berblick im wissenschaftlichen Publikationswesen zu vermitteln. Es ist f&#252;r die Verlage und f&#252;r die Bibliotheken von erheblichem Interesse, wie oft eine Zeitschrift aufgelegt, abonniert, gelesen und zitiert wird, wie stark ihre Verbreitung national und international ist. Er sagt aber wenig &#252;ber die Qualit&#228;t des einzelnen Artikels aus.</Pgraph>
      <Pgraph>Der Journal Impact Factor spielt neuerdings eine Rolle bei der Frage, welche Zeitschriften in den Universit&#228;tsbibliotheken aufgrund begrenzter Haushaltsmittel abbestellt werden sollen.</Pgraph>
      <Pgraph>Der Journal Impact Factor ist von gro&#223;er wirtschaftlicher Bedeutung f&#252;r die Verlage. Hohe Journal Impact Factors ziehen sehr viele Manuskripte an, die Zahl der Abonnements und der Umfang der Inserate steigt. Ein einmal eingerichteter hoher Journal Impact Factor garantiert dem Verlag finanziellen Erfolg auch in den Folgejahren. </Pgraph>
      <Pgraph>Zusammengefasst vermittelt der Journal Impact Factor durchaus wichtige Informationen f&#252;r Verlage und Bibliotheken.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Kritik des JIF">
      <MainHeadline>Kritik des JIF</MainHeadline>
      <Pgraph>Der Journal Impact Factor (JIF) wird aber anders genutzt als urspr&#252;nglich gedacht <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>. Er wird die verlegerische Reputation der Zeitschrift und deren Zitationsfrequenz ausnahmslos auf die Autoren &#252;bertragen (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>). Dabei ist der Journal Impact Factor kein Garant f&#252;r die Qualit&#228;t der Forschungsergebnisse und auch nicht f&#252;r die Qualit&#228;t der abgedruckten Artikel. Hierzu lassen sich gute Beispiele finden.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Bedeutung des Journal Impact Factors hat auch zu ver&#228;nderten Zitationenverhalten gef&#252;hrt, z.B. zu Selbstzitaten und Zitationsgemeinschaften. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Kritiken am Journal Impact Factor sind zahlreich. Mit den aufgef&#252;hrten sechs Punkten der Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/> wird die Kritik nicht ersch&#246;pfend dargestellt <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>. Eine h&#228;ufige Kritik gilt der Auswahl der Source Journals, die nach einem nicht nachvollziehbaren Verfahren ausgew&#228;hlt werden. Etwa 6000 wissenschaftliche Zeitschriften geh&#246;ren in der Medizin zu dieser Gruppe, die Auswahlkriterien waren anfangs subjektiv. In diesen Zeitschriften werden die Zitationsfrequenzen gez&#228;hlt.</Pgraph>
      <Pgraph>Die englische Sprache gilt als Sprache der Wissenschaft, die englischsprachigen Zeitschriften erzielen beim Journal Impact Factor hohe Quoten. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die nationalen Sprachen in den wissenschaftlichen Zeitschriften aufgegeben werden m&#252;ssen und unsere Publikationen grunds&#228;tzlich in englischer Sprache abzufassen sind, was bisweilen auch stilistische Probleme schafft.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Zeitr&#228;ume, in denen die Zitationen gez&#228;hlt und in Verh&#228;ltnis gesetzt werden zu vorausgegangenen Publikationen, sind willk&#252;rlich. Langzeiteffekte von Publikationen werden nat&#252;rlich nicht erfasst. Auch das aktuelle Niveau einer Zeitschrift wird durch den Journal Impact Factor nicht abgebildet, die Berechnungen sind mittelfristig und r&#252;ckw&#228;rtsgewandt.</Pgraph>
      <Pgraph>Der gro&#223;e Nachteil und der entstehende Schaden trifft die nationalen Zeitschriften <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>. Nationale wissenschaftliche Zeitschriften werden in der Regel nicht in MEDLINE gelistet und geh&#246;ren nicht zu den &#8222;source journals&#8220;. Ihre Journal Impact Factoren sind in der Evaluation bedeutungslos. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Auswirkungen des Journal Impact Factors sind offensichtlich: Die generelle Tendenz ist, wissenschaftliche Publikationen in englischer Sprache und in Zeitschriften mit hohen Journal Impact Factoren zu publizieren. Junge Wissenschaftler reisen in die USA nicht nur wegen der Forschungsmethoden, sondern auch wegen der sprach-lichen Qualifikation und um in die aktiven Arbeitsgruppen hineinzukommen. Die Manuskripte der einzelnen Wissenschaftler, insbesondere der jungen, durchlaufen h&#228;ufig die &#8222;Journal Impact Factor-Hierarchie&#8220; von oben nach unten unter hohem Zeitverlust.</Pgraph>
      <Pgraph>Die gr&#246;&#223;ten Bedenken sind, dass nationale Zeitschriften keine Zukunft haben. Darum besteht die kontroverse Diskussion zu den Fragen: Muss die Wissenschaftssprache grunds&#228;tzlich Englisch sein, die Publikation ausschlie&#223;lich in englischer Sprache erfolgen&#63; Wie soll die Aus-, Fort- und Weiterbildung erfolgen&#63; Soll die Patientenversorgung in anderer Sprache als das wissenschaftliche Denken und Formulieren erfolgen&#63;</Pgraph>
      <Pgraph>Es wird auch dem akademischen Qualifikationssystem nicht gerecht, wenn, wie j&#252;ngst in einer Fakult&#228;t geschehen, der Habilitand mit gesammelten 21,2 Journal Impact Factoren zur Habilitation empfohlen wird. Auch ISI ist dagegen, dass der Journal Impact Factor dasn traditionelle Peer-Review-System bei Personalbeurteilungen ersetzen soll. Hier muss man Eugene Garfield zitieren, der  immer wieder betont: &#8222;The Impact Factor is not appropriate to evaluate the single scientist&#8220; (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>).</Pgraph>
      <Pgraph></Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="JIF und die AWMF">
      <MainHeadline>JIF und die AWMF</MainHeadline>
      <Pgraph>Nat&#252;rlich hat die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) sich mit dem Journal Impact Factor besch&#228;ftigt, und es gab auch hier kontroverse Diskussionen. Ein Teil der Fachgesellschaften wollte den Journal Impact Factor beseitigt sehen bzw. bei Evaluierungsverfahren nicht ber&#252;cksichtigen, andere waren gegen diesen Vorschlag. Schlie&#223;lich ist ein Kompromiss zustande gekommen: Die Journal Impact Factoren sind <Mark2>f&#228;cherspezifisch</Mark2> zu wichten, d.h. jedes Fachgebiet errechnet aus den 10 wichtigsten Zeitschriften einen mittleren Journal Impact Factor (Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>). Der Journal Impact Factor der deutschsprachigen Zeitschriften, die im Science Citation Index gelistet sind, soll verdoppelt werden. Zeitschriften, die <Mark2>nicht</Mark2> im Science Citation Index gelistet sind, bekommen einen Journal Impact Factor von 0,2. Weiterhin wurde gefordert, dass Review-Artikel nicht bewertet werden sollen. </Pgraph>
      <Pgraph>Die AWMF gibt seither j&#228;hrlich f&#252;r jedes Fachgebiet einen mittleren Journal Impact Factor heraus. Diese mittleren fachspezifischen Journal Impact Factoren werden von mehreren Fakult&#228;ten bei LOM verwendet. </Pgraph>
      <Pgraph>Zusammengefasst ist festzustellen, dass der Journal Impact Factor innerhalb der Medizinischen Fakult&#228;ten und auch in den wissenschaftlichen Fachgesellschaften &#252;berbewertet wird. Er hat nicht die Rolle gefunden, die ihm eigentlich auch vom Gr&#252;nder zugedacht wurde: Der Journal Impact Factor z&#228;hlt die Zitationsh&#228;ufigkeit einer Zeitschrift und setzt sie in Beziehung zu zur&#252;ckliegenden publizierten Artikeln. Er soll und kann daher keine alleinige Grundlage f&#252;r die Beurteilung von wissenschaftlichen Leistungen sein. Er sollte das bleiben, wof&#252;r er geschaffen worden ist: Ein Journal Impact Factor.</Pgraph>
    </TextBlock>
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        <RefBookTitle>Pressemitteilung Nr. 38 vom 6.7.2005: Stefan Hornbostel &#252;bernimmt Leitung des Instituts f&#252;r Forschungsinformation und Qualit&#228;tssicherung (IFQ): Arbeitsaufnahme im Herbst 2005</RefBookTitle>
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        <RefTotal>DFG. Pressemitteilung Nr. 38 vom 6.7.2005: Stefan Hornbostel &#252;bernimmt Leitung des Instituts f&#252;r Forschungsinformation und Qualit&#228;tssicherung (IFQ): Arbeitsaufnahme im Herbst 2005. DFG: DFG-Mitteilungen; 2005. Available from: http:&#47;&#47;www.dfg.de&#47;aktuelles&#95;presse&#47;pressemitteilungen&#47;2005&#47;presse&#95;2005&#95;38.html</RefTotal>
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              <Mark1>Abbildung 1: Der Begriff: Journal Impact Factor</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 2: Schicksal einiger abgelehnter Manuskripte</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 3: Entstehung des &#8222;Journal Impact Factors&#8220;</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 4: Berechnung des &#8222;Journal Impact Factors&#8220;</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 5: Wirkungen des &#8222;Journal Impact Factors&#8220;</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 6: Kritik am &#8222;Journal Impact Factor&#8220;</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 7: Zitate von E. Garfield und Sir John Maddox</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 8: Empfehlung der AWMF zur Bewertung des &#8222;Journal Impact Factor&#8220;</Mark1>
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