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    <Identifier>iprs000025</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/iprs000025</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-iprs0000258</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie aus Sicht der Kinderchirurgie</Title>
      <TitleTranslated language="en">Plastic reconstructive surgery from a pediatric surgical point of view</TitleTranslated>
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          <Lastname>Finke</Lastname>
          <LastnameHeading>Finke</LastnameHeading>
          <Firstname>Rainer</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med. habil.</AcademicTitle>
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        <Address>Klinik und Poliklinik f&#252;r Kinderchirurgie, Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg, 06097 Halle, Deutschland<Affiliation>Klinik und Poliklinik f&#252;r Kinderchirurgie, Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>rainer.finke&#64;medizin.uni-halle.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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    <DatePublished>20130214</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>2193-8091</ISSN>
        <Volume>2</Volume>
        <JournalTitle>GMS Interdisciplinary Plastic and Reconstructive Surgery DGPW</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Interdiscip Plast Reconstr Surg DGPW</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>05</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Plastisch-rekonstruktive Chirurgie aus Sicht der Kinderchirurgie bedeutet mehr als in der Chirurgie des Erwachsenen erprobte Operationstechniken und Operationsmethoden auf kindliche Erkrankungen anzuwenden. Das Kind in seiner mehrdimensionalen Auspr&#228;gung, seine Besonderheiten, sein Entwicklungspotential, seine W&#252;nsche und seine Erwartungen m&#252;ssen bei der Planung sowie Durchf&#252;hrung der Operation ber&#252;cksichtigt werden. Die Bedeutung der vier S&#228;ulen der plastischen Chirurgie wird f&#252;r die unterschiedlichen Abschnitte des Kindesalters beispielhaft dargestellt.</Pgraph><Pgraph>Die besonderen rechtlichen und ethischen Probleme der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Intersexualit&#228;t&#47;DSD &#8211; disorders of sex differentation &#8211; werden unter Ber&#252;cksichtigung der Heterogenit&#228;t dieser Entit&#228;t diskutiert. F&#252;r geschlechtszuordnende Eingriffe sehen wir bei nicht einwilligungsf&#228;higen Kindern und Jugendlichen keine Indikation. Eine geschlechtsvereindeutigende Operation bei einem Kind mit adrenogenitalen Syndrom kann nur unter den durch den Deutschen Ethikrat genannten Handlungsrichtlinien erfolgen und bedarf einer ausf&#252;hrlichen und unabh&#228;ngigen Beratung.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Plastic reconstructive surgery from a pediatric surgical point of view means more than to apply adult surgical techniques and methods to pediatric conditions. A child&#8217;s multidimensional characteristics and particularity, development potential, wishes and expectations must be respected during planning and conduction of surgical procedures. In this article the relevance of the four pillars of plastic surgery for the different phases of childhood are portrayed. Especially the legal and ethnic problems of treatment modalities of disorders of sex differentiation are discussed, particularly taking into consideration the heterogeneity of this entity. We see no indication for gender assigning operations during childhood since an informed consent cannot be obtained due to the age of the patient. A cosmetic and only gender emphasizing operation for a child with congenital adrenal hyperplasia may only be performed in concordance with the guidelines of the German Ethics Council and after extensive and independent consultation.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Betrachtet man verschiedene Quellen im Schrifttum und Internetauftritte chirurgischer Kliniken oder Praxen <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, so ergibt sich ein heterogenes Bild f&#252;r den Gegenstand meiner Betrachtungen. Dieses verschwommene, vielleicht bewusst oder auch unbewusst so vermittelte oder wahrgenommene Bild der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie des Kindesalters wird gepr&#228;gt durch die unterschiedlichen eigenen Erfahrungen, F&#228;higkeiten und Fertigkeiten des Chirurgen, durch von der Medizin unabh&#228;ngige Entwicklungen in unserer Gesellschaft und nicht unwesentlich durch die Berufs- und Standespolitik innerhalb der &#196;rzteschaft. So findet man die plastisch-rekonstruktive Chirurgie des Kindesalters bisweilen reduziert auf die Behandlung abstehender Ohren, entstellender Muttermale, der Gyn&#228;komastie sowie die Korrektur entstellender oder die Funktion beeintr&#228;chtigender Narben. An mancher Stelle versteht man darunter auch die Verbesserung, Korrektur oder Wiederherstellung der normalen &#228;u&#223;eren Integrit&#228;t des Kindes bei angeborenen Fehlbildungen oder nach thermischen Verletzungen und gelegentlich wird der Begriff der Wiederherstellung der Integrit&#228;t des K&#246;rpers weiter gefasst und darunter auch die Korrektur interner Fehlbildungen subsummiert.</Pgraph><Pgraph>Einigkeit scheint darin zu bestehen, dass die plastisch-rekonstruktive Kinderchirurgie nichts mit der &#8222;Sch&#246;nheitschirurgie&#8220; des Erwachsenenalters zu tun hat. Dieser Schein tr&#252;gt meiner Meinung und Erfahrung nach. Etwa 10 Prozent aller &#228;sthetisch-plastischen Operationen werden an unter 20-j&#228;hrigen Jugendlichen und Kindern vorgenommen, und auch in meiner Sprechstunde stellen sich Kinder und Jugendliche mit der Frage vor, ob eine M&#246;glichkeit der operativen Korrektur im Sinne der &#8222;klassischen Sch&#246;nheitschirurgie&#8220; besteht. Generell gibt es f&#252;r diese Operationen kein Mindestalter. Das Ethos des Chirurgen dient somit nur als Ma&#223;stab f&#252;r seine Entscheidung. Dieses Spannungsfeld zwischen dem Wunsch der Eltern und oder des Kindes und der &#228;rztlichen Entscheidung wird wohl zunehmend auch durch &#246;konomische, respektive betriebswirtschaftliche Faktoren beeinflusst. Amerikanische Eltern schenken ihren Kindern zum Schulabschluss Brustvergr&#246;&#223;erungen, Nasenkorrekturen oder Fettabsaugungen. Wenn Europa diesem Trend aus Nordamerika folgt, kann unsere Gesellschaft damit rechnen, dass der Wunsch der Kinder und Jugendlichen nach &#8222;Sch&#246;nheitsoperationen&#8220; noch weiter zunehmen wird <TextLink reference="6"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>In unserem europ&#228;ischen Kulturraum wird gegenw&#228;rtig die Sch&#246;nheit durch k&#246;rperliche Attraktivit&#228;t, ebenm&#228;&#223;ige Gesichtsz&#252;ge und eine reine, makellose den Traumk&#246;rper sanft umh&#252;llende Haut bestimmt. Es gibt quasi einen auch durch die Medien unterst&#252;tzten &#8222;Zwang zum Sch&#246;nsein&#8220;. Die Politik reagiert, wenn auch z&#246;gerlich; so empfiehlt die Europ&#228;ische Union  keine  Brustoperationen bei Jugendlichen unter 18 Jahren vorzunehmen. M&#246;glicherweise erwartet man zu viel von der deutschen Politik, wenn von ihr gefordert wird, hier Grenzen zu setzten. Nach dem Willen der &#246;sterreichischen Regierung in Wien soll in unserem Nachbarland ab dem 1.1.2013 ein neues Sch&#246;nheitsoperationen-Gesetz (&#196;sthOpG) in Kraft treten und besonders Jugendliche sch&#252;tzen, indem derlei Eingriffe bis zu einem Alter von 16 Jahren verboten sind und zwischen 16 und 18 nur unter strengen Voraussetzungen durchgef&#252;hrt werden d&#252;rfen <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Versuch einer n&#228;heren Bestimmung">
      <MainHeadline>Versuch einer n&#228;heren Bestimmung</MainHeadline><Pgraph>Nun m&#246;chte ich versuchen mich dem Gegenstand aus der Sicht des Kinderchirurgen zu n&#228;hern, obwohl dabei nat&#252;rlich letztendlich die Meinung eines Einzelnen zum Ausdruck kommt, wenngleich diese gepr&#228;gt ist durch eine &#252;ber 30-j&#228;hrige berufliche T&#228;tigkeit auf dem Gebiet der Kinderchirurgie. Die plastische Chirurgie, abgeleitet vom altgriechischen Wort &#960;&#955;&#940;&#963;&#963;&#969;, f&#252;r bilden, formen, gestalten, ist Teil unserer &#8222;Mutter&#34; &#8211; der Chirurgie. An Organen, Organsystemen oder Gewebeteilen werden Form ver&#228;ndernde oder wiederherstellende Eingriffe durchgef&#252;hrt. Die Form &#8211; respektive die Struktur &#8211; und die Funktion sollten dabei eine Einheit bilden und sich gegenseitig bedingen. Berufs- und standespolitisch hat die plastisch-rekonstruktive Chirurgie verschiedene Auspr&#228;gungen erfahren und tritt in den Fachgebieten unterschiedlich in Erscheinung, in der Regel gr&#252;ndet sie dabei immer auf vier S&#228;ulen &#8211; rekonstruktive Chirurgie, Handchirurgie, &#228;sthetische Chirurgie und Verbrennungschirurgie.</Pgraph><Pgraph>Der Stellenwert und die Gewichtung dieser vier S&#228;ulen im Kindesalter, die anzuwendenden Methoden, die chirurgischen Techniken und letztendlich die F&#228;higkeiten sowie Fertigkeiten des Kinderchirurgen unterscheiden sich von den Erfordernissen im Erwachsenenalter. Im Gegensatz zu den meisten anderen chirurgischen Disziplinen orientiert sich die Kinderchirurgie nicht an einem Organ oder Organsystem des menschlichen K&#246;rpers, sondern an den unterschiedlichen Erfordernissen der klar voneinander abgrenzbaren Phasen der Kindheit &#8211; des Neugeborenenalters, des S&#228;uglings- und Krabbelalters, des Vorschul- und  Schulalters sowie der Adoleszenz. Betrachtet man den zeitlichen Ablauf der Entwicklung des Menschen ist die Kinderchirurgie vertikal ausgerichtet, die meisten anderen medizinischen Fachgebiete hingegen horizontal, mit Ausnahme vielleicht der Geriatrie oder geriatrischen Chirurgie. Hieraus ergeben sich verschiedene Implikationen, die nicht nur durch das Wachstum des Organismus bedingt sind.</Pgraph><Pgraph>So erfordern die deutlichen, ja manchmal sogar dramatischen Unterschiede in der Physiologie und Pathophysiologie des Wasser- und Elektrolythaushaltes bei einem Neugeboren und auch bei einem jungen S&#228;ugling pr&#228;operativ eine ad&#228;quate parenterale Fl&#252;ssigkeitszufuhr, da diese Kinder nicht stundenlang n&#252;chtern bleiben k&#246;nnen. Hingegen ist dies bei einer 30-j&#228;hrigen, ansonsten gesunden Frau in Vorbereitung auf eine Mammaaugmentation etwa meist nicht notwendig. Die Gefahr einer lebensbedrohlichen Hypothermie eines Kleinkindes infolge einer lang andauernden Operation ist in diesem Alter anders einzusch&#228;tzen als im Erwachsenenalter. Und auch hinsichtlich der An&#228;sthesie drohen bei der plastisch-rekonstruktiven Korrektur einer penilen Hypospadie im S&#228;uglingsalter andere Probleme als bei der Implantation eines Penisprothese bei einem 45-j&#228;hrigen Mann. Die vielf&#228;ltigen altersspezifischen Probleme m&#252;ssen bei der Planung und Durchf&#252;hrung von Operationen im Kindesalter beachtet werden. In den unterschiedlichen Abschnitten des Kindesalters k&#246;nnen die Anforderungen an den auf dem Gebiet der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie t&#228;tigen Kinderchirurgen sehr unterschiedlich sein. Die rekonstruktive Chirurgie des Neugeborenen, die besser &#8222;konstruktive&#34; Chirurgie des Neugeborenen hie&#223;e, da es um die Korrektur von oftmals lebensbedrohenden angeborenen Fehlbildungen geht (beispielsweise: &#214;sophagusatresie, Zwerchfelldefekt oder Analatresie) erfordert andere Kenntnisse, chirurgische Methoden und Fertigkeiten als die rekonstruktive Chirurgie im Vorschul- oder Schulalter (beispielsweise: Operationen nach Resektion von Knochentumoren der Extremit&#228;ten, wie die Operationen clavicula pro humero, interne Hemipelvektomie oder der Einsatz von Wachstumsprothesen). </Pgraph><Pgraph>Der Fortschritt der rekonstruktiven Kinderchirurgie wird deutlich, wenn man die Ergebnisse der Behandlung von Neugeborenen mit einer &#214;sophagusatresie betrachtet. Bis 1942 war diese Diagnose letztendlich mit Siechtum und dem Tod verbunden. Erstmals gelang es Haight <TextLink reference="9"></TextLink> 1942 in Ann Arbor diese Fehlbildung erfolgreich mittels einer Anastomose zu korrigieren. Heute &#252;berleben in den modernen Industriel&#228;ndern 90&#37; der Neugeborenen, die mit dieser Diagnose geboren werden und das meist mit guten funktionellen Ergebnissen. Problematisch ist die Behandlung bei Kindern mit zus&#228;tzlichen Fehlbildungen, wie der Trisomie 21 oder mit einer langstreckigen Form, also dem Typ II nach Voigt. Manch ein Leser wird fragen, ist das &#252;berhaupt plastische Chirurgie&#63; Meiner Meinung nach ist dies ein typisches Beispiel f&#252;r die rekonstruktive und wiederherstellende Chirurgie im Neugeborenenalter und daher plastische Chirurgie in ihrer vollumf&#228;nglichen Bedeutung.</Pgraph><Pgraph>Die Verbrennungschirurgie im Kindesalter hat die physiologischen und pathophysiologischen Besonderheiten zu ber&#252;cksichtigen, nicht nur das die Bestimmung der thermisch gesch&#228;digten K&#246;rperoberfl&#228;che bei einem S&#228;ugling nach der in der Erwachsenenmedizin &#252;blichen Methode nach Wallace zu falschen Ergebnissen f&#252;hren w&#252;rde mit m&#246;glicherweise schwerwiegenden Folgen f&#252;r den S&#228;ugling. Auf Grund von Besonderheiten des kindlichen Organismus heilen die Entnahmefl&#228;chen f&#252;r die Spalthauttransplantate oftmals anders ab als im Erwachsenenalter, so k&#246;nnen trotz korrekter Entnahmetechnik und -tiefe hypertrophe Narben oder Keloide entstehen. Wir entnehmen deshalb die Spalthaut beim Kind, wenn dies m&#246;glich und die entnommene Haut ausreichend ist, immer vom behaarten Kopf, um die Gefahr der hypertrophen Narbenbildung im Bereich der Entnahmestelle zu vermeiden. Auch bei gro&#223;fl&#228;chig thermisch verletzten Kindern ist eine fr&#252;hzeitige enterale Ern&#228;hrung und damit eine Verbesserung der Energiebilanz m&#246;glich. Wir konnten zeigen, dass keine Abh&#228;ngigkeit vom Alter des Kindes oder von der Gr&#246;&#223;e der gesch&#228;digten K&#246;rperoberfl&#228;che besteht <TextLink reference="10"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die thermischen Verletzungen im Kindesalter weisen zwei Altersgipfel auf, einen im zweiten Lebensjahr, also im Krabbelalter, den anderen im mittleren Schulalter mit <TextGroup><PlainText>12 Jahren</PlainText></TextGroup>. Erstere erleiden meist thermische Verletzungen durch Verbr&#252;hungen mit hei&#223;en Fl&#252;ssigkeiten, die anderen oft thermische Verletzungen durch Verbrennungen. Beide Verletzungsmuster erfordern unterschiedliche Kenntnisse in der Beurteilung der Schwere der Verletzung und oftmals andere Therapieverfahren. </Pgraph><Pgraph>Unser therapeutisches Ziel besteht darin, nekrotisches Gewebe beginnend ab dem zweiten Behandlungstag zu entfernen. Bezogen auf die in der Klinik &#252;bliche Einteilung der thermischen Verletzungen in die Grade I bis IV, mit Unterscheidung der zweitgradigen Verletzung in eine oberfl&#228;chliche dermale Sch&#228;digung IIa und in eine tiefe dermale Sch&#228;digung IIb, bedeutet dies, dass thermische Sch&#228;digungen ab Grad IIb operativ behandelt werden sollten <TextLink reference="11"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Feststellung der Tiefensch&#228;digung und die eindeutige Zuordnung zu den verschiedenen Graden ist trotz vielf&#228;ltig angegebener Methoden in den ersten Tagen nach dem Unfall nicht immer eindeutig m&#246;glich <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="13"></TextLink>. Deshalb ist es nach dem Unfall oftmals schwierig zu entscheiden, ob eine spontan heilende, also konservativ zu behandelnde, oder eine operationsbed&#252;rftige Verletzung vorliegt. Das betrifft vor allem die im Kindesalter h&#228;ufigen Verbr&#252;hungen. Hier sind die klinische Erfahrung und die Objektivit&#228;t des Chirurgen gefragt, die zur Zeit durch keine technische Methode ersetzt werden k&#246;nnen. Ist eine eindeutige Zuordnung zum Verletzungsgrad IIa oder IIb nicht m&#246;glich, hat sich in unserer Hand der Einsatz von Suprathel bew&#228;hrt.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend die Indikation zur Operation abh&#228;ngig ist vom Ausma&#223; der thermischen Tiefensch&#228;digung, entscheidet die fl&#228;chige Ausdehnung &#252;ber die zu w&#228;hlende Operationsmethode. In der Mehrzahl unserer F&#228;lle konnten autologe Transplantate zum Wundverschluss eingesetzt werden und nur bei etwa einem F&#252;nftel der Operationen mussten ein Dermis&#228;quivalent aus Rinderkollagen (<TextGroup><PlainText>INTEGRA&#8482;</PlainText></TextGroup> Artificial Skin), heterologe Transplantate oder kultivierte autologe Keratinozyten transplantiert werden <TextLink reference="10"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>&#220;ber die grundlegende Problematik der &#228;sthetischen Chirurgie im Kindesalter habe ich bereits berichtet. Ein besonderes Thema ist dabei die Behandlung von Deformationen des Thorax &#8211; vor allem die der Trichterbrust. Es gelingt in den meisten F&#228;llen nicht nachzuweisen, dass durch die Deformit&#228;t des Thorax die intrathorakalen Organe gesch&#228;digt werden oder deren Sch&#228;digung droht, auch wenn jedes neue diagnostische Verfahren an diesen Kindern angewandt wurde und wird. Unbestritten ist, dass bei diesen Kindern psychische Probleme auftreten k&#246;nnen. Das dieser Fehlbildung innewohnende Krankheitspotential realisiert sich in Abh&#228;ngigkeit von verschiedenen inneren und &#228;u&#223;eren Faktoren individuell sehr unterschiedlich. Der &#8222;Zwang zum Sch&#246;nsein&#8220; und die Etablierung einer minimal invasiven Operationsmethode nach Nuss <TextLink reference="14"></TextLink> haben zu einer steigenden Nachfrage f&#252;r  die operative Therapie gef&#252;hrt. Es bedarf trotzdem einer sehr strengen Indikationsstellung und Aufkl&#228;rung des Kindes und der Eltern, da minimal invasiv nicht immer auch minimal gef&#228;hrlich f&#252;r das Kind bedeutet. In diesem Zusammenhang m&#246;chte ich auf die Pflicht des Arztes zur Aufkl&#228;rung des Kindes hinweisen und dass diese in einer Form erfolgen muss, die dem Entwicklungsstand des Kindes angemessen ist. Das gilt grunds&#228;tzlich f&#252;r alle &#228;rztlich angeordneten Ma&#223;nahmen, im besonderen Ma&#223;e jedoch f&#252;r Operationen. Neben der Aufkl&#228;rung und Einwilligung der Eltern ist ab einem entsprechenden Alter neben einer dem Kind gerechten Aufkl&#228;rung auch die Zustimmung des Kindes erforderlich. Diese Beratung erfordert profunde Kenntnisse in der Beurteilung der Einwilligungsf&#228;higkeit des betroffenen Kindes, welche abh&#228;ngig ist vom Alter, aber auch im Wesentlichen vom Entwicklungsstand des Kindes, seinen kognitiven und intellektuellen F&#228;higkeiten sowie seiner emotionalen Ausstattung. Weiterhin sollte der Unterschied zwischen der Gesch&#228;ftsf&#228;higkeit und der Einwilligungsf&#228;higkeit des Kindes oder Jugendlichen beachtet werden. Besonders deutlich zeigt sich das am Beispiel der Behandlung von Kindern mit malignen Tumoren oder St&#246;rungen der Geschlechtsauspr&#228;gung <TextLink reference="15"></TextLink>, <TextLink reference="16"></TextLink>, <TextLink reference="17"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Eine besondere Problematik &#8211; die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Intersexualit&#228;t &#8211; DSD">
      <MainHeadline>Eine besondere Problematik &#8211; die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Intersexualit&#228;t &#8211; DSD</MainHeadline><Pgraph>Es geschieht etwa zweihunderttausend Mal am Tag, meist im Krankenhaus oder zu Hause, heutzutage immer seltener in der Natur, es erfolgt meist per vias naturales, in den Industriel&#228;ndern aber immer &#246;fter durch den sogenannten Kaiserschnitt <Mark2>&#8211; ein Kind wird geboren.</Mark2> Die erste Frage der Eltern, wenn diese nicht durch die pr&#228;natale Ultraschalldiagnostik vorab vermeintlich gekl&#228;rt wurde, lautet: <Mark2>&#8222;Ist es ein Junge oder ein M&#228;dchen&#63;&#8220;</Mark2>. Der Hebammenblick oder der des Geburtshelfers erlaubt etwa bei 999 von 1000 Neugeborenen eine eindeutige Zuordnung, wenn auch die Angaben zur H&#228;ufigkeit der Intersexualit&#228;t stark schwanken <TextLink reference="18"></TextLink>. Das Aussehen des Genitales scheint somit vordergr&#252;ndig die Geschlechtszuordnung &#8211; weiblich oder m&#228;nnlich &#8211; festzulegen und damit ein &#252;ber alle Ethnien hinweg g&#252;ltiges Ordnungsprinzip mit weitreichenden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes zu determinieren, aber eben nicht immer.   Intersexualit&#228;t, also die genitale Uneindeutigkeit oder gar Mehrdeutigkeit ist keine medizinische Diagnose per se, sondern ein Sammelbegriff f&#252;r oftmals sehr unterschiedliche klinische Ph&#228;nomene mit vielf&#228;ltigen biologischen Ursachen. Der Begriff Intersexualit&#228;t darf nicht mit der Begrifflichkeit des Transsexualismus vermengt oder verwechselt werden, was leider oft aus Unwissenheit erfolgt.  Die operative Behandlung von Kindern mit St&#246;rungen der Geschlechtszuordnung, fr&#252;her mit dem Begriff Intersexualit&#228;t, heute mit dem neudeutschen Label DSD &#8211; disorders of sex differentation &#8211; bezeichnet, erfordert besondere Kompetenzen, die sich nicht nur auf die vielf&#228;ltigen chirurgischen Techniken beschr&#228;nken. Wir wissen heute, dass die Zugeh&#246;rigkeit zu einem Geschlecht von verschiedenen Faktoren abh&#228;ngig ist und dass diese Zuordnung gelegentlich nicht eindeutig erfolgt, also weder eindeutig weiblich noch eindeutig m&#228;nnlich. Es reicht nicht aus, eine Vagina zu haben, um eine Frau zu sein und auch nicht, einen Penis zu besitzen, um ein Mann zu sein. Unser modernes bipolar orientiertes Weltbild w&#252;nscht oder fordert aber gerade die eindeutige Zuweisung, unser Kulturkreis kann nur schwer akzeptieren, dass es auch Abstufungen in der Auspr&#228;gung der Geschlechtlichkeit gibt <TextLink reference="19"></TextLink>. Interessanterweise gab und gibt es auch andere Sichtweisen zu dieser Problematik. Das preu&#223;ische Landrecht des 18. und 19. Jahrhunderts erlaubte die Eintragung eines dritten Geschlechtes, des sogenannten Zwitters. Auch in anderen Kulturen war oder wird die Existenz eines drittes Geschlechtes akzeptiert, im mittleren &#228;gyptischen Reich 2000&#8211;1800 vor Chr. <TextLink reference="20"></TextLink>, bei den  Hijra in Indien und Pakistan <TextLink reference="21"></TextLink> oder den Fa&#8217;afafine in Samoa <TextLink reference="22"></TextLink>. Der biologische K&#246;rper ist immer Teil der jeweiligen Kultur. Unterschiedliche Lebensumst&#228;nde oder kulturelle Entwicklungen f&#252;hren zu unterschiedlichen Sichtweisen auf den K&#246;rper, weshalb die Medizinethnologie den Begriff der &#8222;local biologies&#8220; gepr&#228;gt hat <TextLink reference="23"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>In unserem Kulturraum haben &#196;rzte entsprechend dem Entwicklungsstand der Medizin versucht, der gesellschaftlichen, elterlichen und letztendlich auch rechtlichen Forderung nach einer fr&#252;hzeitigen und eindeutigen Zuordnung zu einem Geschlecht gerecht zu werden, dazu Medikamente oder Hormone eingesetzt sowie geschlechtsdeterminierende Operationen durchgef&#252;hrt. Vordergr&#252;ndig war dabei lange Zeit der Glaube und auch die &#220;berzeugung, dass eine fr&#252;hzeitige Geschlechtszuordnung durch die Heilbehandlung letztendlich im Interesse des Kindes erfolgt. Von einigen Betroffenen wird dies jedoch als Genitalverst&#252;mmelung oder ungewollte medikament&#246;se Ver&#228;nderung des K&#246;rpers betrachtet <TextLink reference="24"></TextLink>, <TextLink reference="25"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Das Thema Intersexualit&#228;t wurde in den letzten Jahren vor allem durch Aktivit&#228;ten von Betroffenengruppen und durch die mediale Aufmerksamkeit im Bereich des Sport st&#228;rker als fr&#252;her wahrgenommen, wenngleich in weiten Teilen der &#214;ffentlichkeit dieses Thema immer noch tabuisiert und oft auf der Basis nicht ausreichender Informationen diskutiert wird <TextLink reference="17"></TextLink>. Betroffene fordern zunehmend das Recht auf Selbstbestimmung &#252;ber den eigenen K&#246;rper, in der Gesellschaft selbst werden emanzipatorische Ver&#228;nderungen der Normen f&#252;r die k&#246;rperliche Weiblichkeit oder M&#228;nnlichkeit diskutiert und letztendlich als radikale L&#246;sung die Einf&#252;hrung einer dritten Geschlechtskategorie als Alternative zu der im deutschen B&#252;rgerlichen Recht verankerten Zweigeschlechtlichkeit gefordert.</Pgraph><Pgraph>Im Jahr 2008 hat eine Konsensusgruppe eine Richtlinie f&#252;r die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit DSD <TextLink reference="15"></TextLink> erarbeitet und der Deutsche Ethikrat hat in diesem Jahr im Auftrag des Bundesministeriums f&#252;r Bildung und Forschung und des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit eine umfassende Stellungnahme zur Problematik der Intersexualit&#228;t ver&#246;ffentlicht <TextLink reference="17"></TextLink>. Als wesentliche kontroverse Punkte in den Befragungen, Anh&#246;rungen und Diskussionen hat der Ethikrat die Probleme der medizinischen Eingriffe, ihrer Legitimit&#228;t auch im nicht entscheidungsf&#228;higen Alter sowie Fragen des Personenstandsrechtes identifiziert.</Pgraph><Pgraph>Zur Frage der Legitimit&#228;t von medizinischen Eingriffen hat sich &#252;ber alle Diskussionsforen und Erhebungen hinweg ergeben, dass hier sehr stark nach der jeweils vorliegenden Form der DSD unterschieden werden muss. So scheinen sich Betroffene mit einem adrenogenitalen Syndrom (AGS) hinsichtlich einiger Parameter deutlich von Betroffenen mit anderen Ursachen der Intersexualit&#228;t zu unterscheiden. Die Herausforderung f&#252;r die Formulierung ethischer Handlungsprinzipien besteht darin, dass bei einigen Formen der Intersexualit&#228;t bereits im Kleinkindalter bestimmte Behandlungsentscheidungen getroffen werden m&#252;ssen oder sollten. Grunds&#228;tzlich &#228;u&#223;ert sich der Ethikrat in seiner Stellungnahme zur Frage der stellvertretenden Entscheidung <TextLink reference="17"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><Indentation>&#8222;Die Selbstbestimmung &#252;ber das eigene Geschlecht bei uneindeutiger Geschlechtszugeh&#246;rigkeit fordert, dass der Wille der Betroffenen in allen Phasen der Diagnose und Therapie Vorrang hat. Dem muss auch in der Zeit bis zur geschlechtlichen Reife und Vollj&#228;hrigkeit Rechnung getragen werden. So verst&#228;ndlich die Bef&#252;rchtungen und Erwartungen der Eltern auch sein m&#246;gen. Solange die Entscheidung &#252;ber das Geschlecht des Einzelnen noch offen ist, darf sie nur dann von anderen vollzogen werden, wenn dies aus begr&#252;ndeter Sorge um die Gesundheit der Betroffenen geboten ist. Dazu muss den Beteiligten eine unabh&#228;ngige medizinische und psychologische Betreuung offen stehen.&#8220;   </Indentation></Pgraph><Pgraph>In Anbetracht dessen und der vorher beschriebenen Heterogenit&#228;t der Entit&#228;t DSD-Intersexualit&#228;t wird empfohlen, zwischen geschlechtsvereindeutigenden und geschlechtszuordnenden Eingriffen zu unterscheiden. Eingriffe bei biochemisch hormoneller Fehlfunktion mit gesundheitssch&#228;digenden Charakter (z.B. AGS), die das anatomische Geschlecht mit dem genetischen Geschlecht in &#220;bereinstimmung bringen, werden als geschlechtvereindeutigend bezeichnet und greifen nach Meinung des Ethikrates weniger in die Pers&#246;nlichkeit des Betroffenen ein als geschlechtszuordnende Operationen bei geschlechtlicher Uneindeutigkeit, wie zum Beispiel bei einen Kleinkind mit partiellem Androgen Insuffizienzsyndrom (pAIS). Unter bestimmten Voraussetzungen kann es geboten sein, bei einem Kind mit AGS und XX Chromosomen eine Klitorisreduktionsplastik im Kleinkindesalter durchzuf&#252;hren, w&#228;hrend dies bei einem Kind mit pAIS nicht geboten, also verboten sein sollte.</Pgraph><Pgraph>Die Fokussierung auf das Kindeswohl setzt der Durchsetzung elterlicher Interessen und W&#252;nsche besonders hinsichtlich irreversibler chirurgischer Eingriffe Grenzen, schlie&#223;t aber ihre Ber&#252;cksichtigung auch nicht generell aus. Der Ethikrat hat drei f&#252;r das Handeln und Entscheiden in diesem Bereich leitende ethische Prinzipien identifiziert:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Das Wohlergehen des Kindes und zuk&#252;nftigen Erwachsenen soll bef&#246;rdert werden. </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Kinder und Jugendliche haben das Recht, an Entscheidungen teilzuhaben, die sie selbst  betreffen. </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Die Familie und das Eltern-Kind-Verh&#228;ltnis m&#252;ssen respektiert werden. </ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Au&#223;erdem wurden sechs Kriterien erarbeitet, die bei der Entscheidungsfindung eine Priorit&#228;tensetzung und Bestimmung realistischer Behandlungsziele erlauben und die auch bei der Formulierung rechtlich verbindlicher Normen helfen sollen <TextLink reference="17"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Minimierung von physischen Risiken f&#252;r das Kind, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Minimierung von psychosozialen Risiken f&#252;r das Kind, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Erhaltung des Fortpflanzungspotentials,  </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Erhaltung oder F&#246;rderung der k&#246;rperlichen Voraussetzungen f&#252;r erf&#252;llte sexuelle Beziehungen, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Offenlassen zuk&#252;nftiger Handlungsoptionen, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Respektierung elterlicher W&#252;nsche und &#220;berzeugungen. </ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Erwartungen erf&#252;llen werden und wie die rechtliche Umsetzung dieser ethischen Forderungen erfolgt. F&#252;r unsere praktische Arbeit bedeutet dies, dass der Endokrinologe, der Chirurg und der Psychologe eine entsprechende Ausbildung und damit Expertise brauchen und eine weitere Vernetzung der Behandlungsstrukturen notwendig ist. In Sachsen-Anhalt f&#252;hren der Kinderendokrinologe und der Kinderchirurg seit zwei Jahren regelm&#228;&#223;ig gemeinsam eine Sprechstunde f&#252;r Kinder mit DSD-Intersexualit&#228;t durch. Die Einbeziehung eines ausgebildeten Psychologen ist zur Zeit leider nur in ausgew&#228;hlten F&#228;llen m&#246;glich, was als nicht zumutbarer Zustand ansehen werden muss.  F&#252;r geschlechtszuordnende Eingriffe sehen wir weiterhin keine Indikation bei nicht einwilligungsf&#228;higen Kindern und Jugendlichen. Die Indikation f&#252;r eine geschlechtsvereindeutigende Operation bei nicht einwilligungsf&#228;higen Kindern zum Beispiel mit einen adrenogenitalen Syndrom kann nur unter den durch den Ethikrat genannten Prinzipien und Handlungsrichtlinien erfolgen und bedarf einer ausf&#252;hrlichen und unabh&#228;ngigen Beratung. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Nachbetrachtung">
      <MainHeadline>Nachbetrachtung</MainHeadline><Pgraph>Ausgehend von der postulierten Breite des Fachgebietes Kinderchirurgie und den rasanten Entwicklungen innerhalb der Medizin in den letzten Jahrzehnten ergibt sich zwangsl&#228;ufig, dass auch ein erfahrener und breit ausgebildeter Kinderchirurg nicht allen Anforderungen gerecht werden kann, die von der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie des Kindes an ihn gestellt werden. Den Generalisten kann es nicht mehr geben und hat es so auch nie gegeben. Eine L&#246;sung liegt meiner Meinung nach sowohl in einer Spezialisierung auch innerhalb der Kinderchirurgie als auch in einer gelebten Interdisziplinarit&#228;t, im verantwortungsvollen und gleichberechtigten Miteinander der verschiedenen chirurgischen Fachgebiete.</Pgraph><Pgraph>Ich &#252;berlasse es dem Leser zu urteilen, was f&#252;r das Kindeswohl unangemessener ist, wenn der Spezialist nicht die Besonderheiten des Kindes beachtet oder wenn der Kinderchirurg nicht die zurzeit besten Verfahren im Heilungsprozess einsetzt. </Pgraph><Pgraph>Aufgrund sinkender Geburtenzahlen und der damit abnehmenden Anzahl behandelter Kinder wird eine Erfahrungsverdichtung immer n&#246;tiger. Unsere tradierten Verhaltensweisen und die Strukturen in der Medizin tragen diesem Wandel derzeit nur unzureichend Rechnung. Die Etablierung operativ konservativer Behandlungszentren f&#252;r Kinder und Jugendliche, in denen an  einem Ort der Kinderchirurg, der Kinderarzt und der fachliche Spezialist im Sinne des Kindeswohls zusammenarbeiten k&#246;nnen, ist m&#246;glicherweise ein richtiger Ansatz zur L&#246;sung des beschriebenen Problems, da man nur dort den Anspr&#252;chen des Kindes an seinem Alter entsprechende Diagnostik, Therapie, Betreuung und Unterbringung in Zukunft gerecht werden kann. Der Spezialist kommt bei Bedarf zu dem Kind und nicht das Kind zum Spezialisten. Wir versuchen das an unserer halleschen Universit&#228;t seit einigen Jahren mit zu nehmenden Erfolg umzusetzen. Hierbei verfolgen wir das Ziel, keine dezentralen Kinderbetten au&#223;erhalb des Departements f&#252;r operative und konservative Kinder- und Jugendmedizin vorzuhalten.</Pgraph><Pgraph>Plastisch-rekonstruktive Chirurgie aus Sicht der Kinderchirurgie bedeutet mehr als nur in der Chirurgie des Erwachsenen erprobte Operationstechniken und Operationsmethoden auf kindliche Erkrankungen anzuwenden. Das Kind in seiner mehrdimensionalen Auspr&#228;gung, seine Besonderheiten, sein Entwicklungspotential, seine W&#252;nsche und seine Erwartungen m&#252;ssen bei der Planung sowie Durchf&#252;hrung der Operation ber&#252;cksichtigt werden. Ein Kind ist eben kein kleiner Erwachsener, das gilt vor allem je j&#252;nger das Kind ist.   </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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