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<GmsArticle>
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    <Identifier>iprs000019</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/iprs000019</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-iprs0000197</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Rekonstruktive Chirurgie bei muskuloskelettalen Infektionen &#8211; Beispiel Knocheninfektion</Title>
      <TitleTranslated language="en">Reconstructive surgery in case of musculoskeletal infections &#8211; what about osteomyelitis</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Tiemann</Lastname>
          <LastnameHeading>Tiemann</LastnameHeading>
          <Firstname>Andreas Heinrich</Firstname>
          <Initials>AH</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Abteilung f&#252;r Septische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik f&#252;r Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, BG Kliniken Bergmannstrost Halle, Merseburgerstr. 165, 06112 Halle, Deutschland, Tel.: &#43;49(0)345-1326632<Affiliation>Abteilung f&#252;r Septische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik f&#252;r Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, BG Kliniken Bergmannstrost Halle, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>nadine.guenther&#64;bergmannstrost.com</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20121211</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>2193-8091</ISSN>
        <Volume>1</Volume>
        <JournalTitle>GMS Interdisciplinary Plastic and Reconstructive Surgery DGPW</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Interdiscip Plast Reconstr Surg DGPW</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>19</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Osteomyelitis therapy is based on defined principles and may be subdivided into three phases:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Sanitation and sedation of the infect (bone plus soft tissue)</ListItem><ListItem level="1">Soft tissue reconstruction</ListItem><ListItem level="1">Skeletal reconstruction</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Depending on the local situation phase two and three may be performed together. The following article gives a brief review how to act in the specific above named phases.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die Therapie der Osteitis folgt einem klaren Algorithmus und gliedert sich in drei Phasen <TextLink reference="6"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Sanierungsphase (an Knochen und Weichteilen) </ListItem><ListItem level="1">Deckung des Weichgewebsdefektes</ListItem><ListItem level="1">Knochen (Gelenk) Rekonstruktion</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>In der Sanierungsphase wird der Infekt beruhigt, in der Rekonstruktionsphase erfolgt die Rekonstruktion von Knochen und Weichteilen mit dem Ziel einer im Rahmen der M&#246;glichkeiten optimalen Funktion (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Sanierungsphase">
      <MainHeadline>Sanierungsphase</MainHeadline><Pgraph>Die Basis der Infektsanierung stellt unver&#228;ndert die operative Ausr&#228;umung des Infektherdes dar. Hierbei sind Knochen und umgebende Weichteile zeitgleich zu sanieren und bilden eine therapeutische Einheit <TextLink reference="12"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Erg&#228;nzt werden die chirurgischen Ma&#223;nahmen regelhaft durch die lokale und&#47;oder systemische Applikation von Antibiotika sowie einer Reihe weitere adjuvanter Verfahren, wie z.B. der hyperbaren Sauerstofftherapie <TextLink reference="13"></TextLink>. Die Kombination dieser Vorgehensweise entspricht der 3-S&#228;ulen-Theorie (S&#228;ule I: Chirurgie; S&#228;ule II: Antibiotika; S&#228;ule III: Adjuvantien).</Pgraph><Pgraph>Insbesondere die pr&#228;zise Detektion des notwendigen Resektionsausma&#223;es am Knochen f&#228;llt dabei schwer. Gemeint ist hier die Unterscheidung zwischen vitalem, vital bedrohtem und nekrotischen Knochen (sowohl Kortikalis als auch Spongiosa). Sensitive und valide technische Verfahren fehlen, gefragt ist die Erfahrung des Operateurs. Das Ausma&#223; der Knochenresektion beeinflusst zwei f&#252;r den weiteren Behandlungsverlauf entscheidende Faktoren:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Verlauf der Erkrankung an sich</ListItem><ListItem level="1">Art und Technik der Knochen- und Weichteilrekonstruktion</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>B&#252;hler, Schmidt et al. verwiesen bereits 2003 auf den Umstand, dass nur die 100&#37; Entfernung des infizierten bzw. nekrotischen Gewebes zu einer Infektberuhigung f&#252;hren kann. Das Belassen auch nur kleinster Infekt- oder Nekrosezonen f&#252;hrt zu einer Infektpersistenz oder birgt die Gefahr des rekurrenten Infektes <TextLink reference="1"></TextLink>. Andererseits betonten die Autoren, dass sich vital bedrohter Knochen immer dann erholen kann, wenn er von einem suffizienten Weichteilmantel umgeben ist.</Pgraph><Pgraph>Grunds&#228;tzlich erfolgt die Detektion der Infekt- und Nekroseherde am Knochen und den umgebenden Weichteilen durch die praeoperative apparative Diagnostik.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die praeoperative apparative Diagnostik">
      <MainHeadline>Die praeoperative apparative Diagnostik</MainHeadline><Pgraph>Im eigenen Hause wird ein modifizierter Algorithmus f&#252;r die bildgebende Diagnostik bei der Osteitis angewandt. Dieser basiert auf der befundorientierten Kombination klassischer Methoden (Projektionsradiographie, MRT, CT) in Kombination mit der PET-CT (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>) <TextLink reference="11"></TextLink>. Anhand des dargestellten Workflows wird praeoperativ bestm&#246;glich das Ausma&#223; der notwendigen Resektion bestimmt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die intraoperative klinische Untersuchung des Operationsgebietes">
      <MainHeadline>Die intraoperative klinische Untersuchung des Operationsgebietes</MainHeadline><Pgraph>Sie dient der &#220;berpr&#252;fung der praeoperativen Befunde. Regelhaft werden folgende Qualit&#228;ten am Knochen &#252;berpr&#252;ft <TextLink reference="13"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Knochenf&#228;rbung<LineBreak></LineBreak>Vitaler Knochen: Niemals elfenbeinartig<LineBreak></LineBreak>Changiert in Farbe und Struktur<LineBreak></LineBreak>Mikroblutungen an Osteotomiezonen</ListItem><ListItem level="1">Knochenklang<LineBreak></LineBreak>Vitaler Knochen: Dumpfer Klang, wenn mit einem soliden Gegenstand darauf geklopft wird.<LineBreak></LineBreak>Avitaler Knochen: Heller Klang, wie Porzellan</ListItem><ListItem level="1">Knochentextur<LineBreak></LineBreak>Vitaler Knochen: Tangentiales Anmei&#223;eln produziert einen &#34;Chip&#34; &#228;hnlich eines Hobelspans<LineBreak></LineBreak>Avitaler Knochen: Abplatzen kleiner &#34;Flakes&#34;</ListItem><ListItem level="1">Zustand der Spongiosa<LineBreak></LineBreak>Vitale Spongiosa: Fest in der Struktur und von gleichm&#228;&#223;iger Konsistenz<LineBreak></LineBreak>Infizierte Spongiosa: Br&#246;ckelige Struktur durch das Vorhandensein von Granulationsgewebe und kleinen Knochenlamellen.</ListItem><ListItem level="1">Qualit&#228;t des umgebendes Weichteilmantels<LineBreak></LineBreak>Hier gilt die von Heier et al. 2003 aufgestellte These: Das Ausma&#223; des Weichteilschadens determiniert das therapeutische Ergebnis <TextLink reference="4"></TextLink>. Insofern spielt eine fr&#252;hzeitige plastische Weichteildefektdeckung eine ganz wesentliche Rolle.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Art des chirurgischen Vorgehens am Knochen richtet sich nach dem vorliegenden Befund.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Rekonstruktionsphase">
      <MainHeadline>Rekonstruktionsphase</MainHeadline><Pgraph>Bei der Planung der rekonstruktiven Eingriffe sollten folgendes ber&#252;cksichtigt werden:</Pgraph><Pgraph><Indentation>&#8222;Die Rekonstruktion am Knochen und den umgebenden Weichteilen stellt eine therapeutische Einheit dar&#8220;.</Indentation></Pgraph><Pgraph>Im Rahmen der Op.-Planung sind nach Auffassung der Autoren die nachfolgenden Faktoren von Bedeutung:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Defektgr&#246;&#223;e </ListItem><ListItem level="1">Defektlokalisation </ListItem><ListItem level="1">Defektgr&#246;&#223;e an den Weichteilen</ListItem><ListItem level="1">Defektlokalisation an den Weichteilen</ListItem><ListItem level="1">Defekte an benachbarten Gelenken </ListItem><ListItem level="1">Anschlussarthrosen</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>In diesem Zusammenhang ist die Untersuchung von Schieker et al. aus dem Jahr 2006 interessant. Die Autoren entwickelten ein System zur Klassifikation von Knochendefekten, das sich problemlos auch auf die bei der Sanierung von Knocheninfekten entstehenden Defekte &#252;bertragen l&#228;sst <TextLink reference="9"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Defekt im Wirbel (besondere Entit&#228;t)</ListItem><ListItem level="1">Metaphys&#228;rer Knochendefekt</ListItem><ListItem level="1">Semidiaphys&#228;rer Knochendefekt</ListItem><ListItem level="1">Diaphys&#228;rer Knochendefekt  </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Der Zustand der Weichteile zum Zeitpunkt der Rekonstruktionsma&#223;nahmen spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Es versteht sich von selbst, dass diese zum Beginn der Rekonstruktion des Knochens m&#246;glichst optimal sein sollten. D.h. es sollte eine vollst&#228;ndige Deckung mit vitalem Weichgewebe gegeben sein (&#8222;ersatzstarkes&#8220; Weichteillager).</Pgraph><Pgraph>Die o.g. Autoren definierten in diesem Zusammenhang im Rahmen ihrer Arbeit aus dem Jahr 2006 folgende Weichteillagertypen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Exzellentes Weichteillager &#61; &#8222;ersatzstarkes&#8220; Weichteillager: Ideale Voraussetzungen f&#252;r knochenrekonstruktive Eingriffe</ListItem><ListItem level="1">M&#228;&#223;iges Weichteillager &#61;  &#8222;m&#228;&#223;ig starkes&#8220; Weichteillager: M&#228;&#223;ige Voraussetzungen f&#252;r knochenrekonstruktive Eingriffe</ListItem><ListItem level="1">Schlechtes Weichteillager &#61; &#8222;ersatzschwaches&#8220; Weichteillager: Schlechte Voraussetzungen f&#252;r knochenrekonstruktive Eingriffe</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Arten der Knochenrekonstruktion</SubHeadline><Pgraph>Abh&#228;ngig von Gr&#246;&#223;e und Lokalisation des Knochendefektes reicht die Palette der Ma&#223;nahmen zur Rekonstruktion von der Spongiosaplastik (die nach eigener Auffassung allogenen Knochenersatzstoffen vorzuziehen ist) bis hin zum mikrovaskularisierten Knochenspan. Ebenso wie in der Sanierungsphase spielt auch in der Rekonstruktionsphase die Stabilit&#228;t des Knochens eine zentrale Rolle. </Pgraph><Pgraph>In der Praxis reduziert sich die Anzahl jedoch auf zwei wesentliche Vorgehensweisen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Spongiosaplastik</ListItem><ListItem level="1">Segmenttransport </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die anzuwendende Technik wird direkt durch den Knochendefekt determiniert.</Pgraph><SubHeadline>Semidiaphys&#228;rer Knochendefekt, kleine diaphys&#228;re Defekte</SubHeadline><Pgraph>Semidiaphys&#228;re Defekte und diaphys&#228;re Defekte unter 3&#8211;4 cm sind die Dom&#228;ne der Spongiosaplastik. Als g&#252;nstig hat sich die Kombination mit Knochenwachstumsfaktoren und oder Antibiotikachips erwiesen <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink>. Letzten Endes differieren die Literaturangaben zu den Grenzen der Anwendbarkeit der Spongiosaplastik <TextLink reference="8"></TextLink>. Allogenes Material sollte, im Gegensatz zum Vorgehen beim nicht infizierten Knochen, nicht zur Anwendung kommen.</Pgraph><SubHeadline>Gr&#246;&#223;erer diaphys&#228;rer Knochendefekt</SubHeadline><Pgraph>Einigkeit herrscht in der Literatur, dass gr&#246;&#223;ere diaphys&#228;re Knochendefekte mittels Segmenttransport rekonstruiert werden k&#246;nnen. Diese auf den Untersuchungen von Ilizarov basierende Vorgehensweise l&#228;sst technisch eine Reihe verschiedener Vorgehensweisen zu:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Klassischer Transport &#252;ber einen Fixateur externe (unilaterale Montage, Ringfixateure, Hybridfixateure usw.)</ListItem><ListItem level="1">Anwendung von Hybridverfahren (Kombination von z.B. Fixateur externe und intramedull&#228;rem Krafttr&#228;ger)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Auch die Transportmontagen bieten unterschiedliche M&#246;glichkeiten:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Segmenttransport &#252;ber Schanzschrauben. Sie bieten neben dem Vorteil einer leichten Handhabung die M&#246;glichkeit  technisch einfacher Revisionsm&#246;glichkeiten bei Transportproblemen. Nachteilig ist die Tatsache, dass sie sich beim Transport quasi durch die Weichteile schneiden m&#252;ssen.</ListItem><ListItem level="1">Segmenttransport &#252;ber Seilz&#252;ge. Im Hybridverfahren angewandt bieten sie den Vorteil kleiner Transportmontagen. Weiterhin schneiden sie sich beim Transport nicht durch die Weichteile. Im Falle des Seilzugausrisses am Knochen sind die zu ergreifenden notwendigen Ma&#223;nahmen jedoch aufwendiger als beim Transport &#252;ber Schanzschrauben.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die profunde Kenntnis der biologische Abl&#228;ufe bei der Knochenneubildung im Rahmen des Segmenttransportes sind Basiswissen f&#252;r den Anwender dieser Techniken. Kurz zusammengefasst lauten die Regeln wie folgt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Etablierung des Transportsegmentes mittels Knochendurchtrennung m&#246;glichst weit entfernt vom ehemaligen Infektherd an einem Ort mit ersatzstarkem Weichteillager.</ListItem><ListItem level="1">Die Art der Knochendurchtrennung (Kortikotomie oder Osteotomie) scheint in Bezug auf die Methode (Mei&#223;el oder oszillierende S&#228;ge) von untergeordneter Bedeutung.</ListItem><ListItem level="1">Hitzeentwicklung an der Stelle der Knochendurchtrennung ist aufgrund der dadurch entstehenden Mikronekrosen absolut zu vermeiden. Insofern wird der Knochen mit dem Mei&#223;el durchtrennt.</ListItem><ListItem level="1">Gr&#246;&#223;e des Transportsegmentes m&#246;glichst nicht &#60;5 cm</ListItem><ListItem level="1">Beginn des Segmenttransportes ca. 7 Tage nach der ....tomie</ListItem><ListItem level="1">Transportgeschwindigkeit 1 mm&#47;Tag in 4 Portionen</ListItem><ListItem level="1">Docking entweder in Form des Kompressionsdockings oder mit additiver Osteosynthese.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Weichteilrekonstruktion</SubHeadline><Pgraph>Entscheidend f&#252;r die Wiederherstellung des Weichteilmantels sind Defektgr&#246;&#223;e, Tiefenausdehnung und Lokalisation. Die Auswahl der zahlreichen zur Verf&#252;gung stehenden Methoden wird auch durch einen vorgesehenen kn&#246;chernen Wiederaufbau bestimmt. Da es sich wie weiter oben erw&#228;hnt um eine eher seltene Verletzungsentit&#228;t handelt gibt es bislang noch keinen &#8222;Goldstandard&#8220; der in Frage kommenden Deckungsm&#246;glichkeiten. Letztendlich spielen Erfahrung der Operateure und die individuelle Gesamtsituation des Patienten <TextLink reference="3"></TextLink> eine nicht zu untersch&#228;tzende Rolle in der Wahl der Therapieverfahren (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Die chirurgischen Ma&#223;nahmen reichen dabei von der Meshgraft-Plastik bis hin zu ausgedehnten mikrovaskularisierten Muskellappen. Nach Heppert ist die Methode der Weichteilrekonstruktion von folgenden Kriterien abh&#228;ngig <TextLink reference="5"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Geplante oder vorhandene Osteosynthese</ListItem><ListItem level="1">Lokalisation und Ausma&#223; des Weichteildefektes</ListItem><ListItem level="1">Durchblutungssituation</ListItem><ListItem level="1">Compliance des Patienten</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Planung der Weichteilrekonstruktion zum fr&#252;hest m&#246;glichen Zeitpunkt (ggfls. gemeinsames Vorgehen von PC und UC bereits beim ersten Revisonseingriff) ist zwingend notwendig. Nur so ist gew&#228;hrleistet, dass ein gemeinsames Revisions- und Rekonstruktionskonzept f&#252;r Knochen und Weichteile generiert wird. So wird beispielsweise dem Problem der Behinderung der plastischen Weichteildeckung durch st&#246;rende Fixateurmontagen begegnet.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Die Kenntnis der 3 S&#228;ulen der Therapie ist die Basis f&#252;r die erfolgreiche Behandlung von Knocheninfekten <TextLink reference="14"></TextLink>:</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Chirurgie</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Antibiotika</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Adjuvantien</ListItem></UnorderedList><ListItem level="1">Die chirurgische Infektsanierung ist die Grundlage der Behandlung.</ListItem><ListItem level="1">Insuffiziente Chirurgie wird nicht durch den Einsatz von Antibiotika und adjuvanten Ma&#223;nahmen ausgeglichen</ListItem><ListItem level="1">Kenntnis und Beachtung des Therapie Workflows  ist unabdingbar</ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Schritt 1: Infektberuhigung an Knochen <Mark1>und</Mark1> Weichteilen</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Schritt 2: Weichteilrekonstruktion</ListItem></UnorderedList><UnorderedList><ListItem level="2">Schritt 3 (individuell &#252;berlappend mit Schritt 2): Knochenrekonstruktion</ListItem></UnorderedList></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Abk&#252;rzungsverzeichnis">
      <MainHeadline>Abk&#252;rzungsverzeichnis</MainHeadline><Pgraph>CT &#8211; Computertomographie</Pgraph><Pgraph>ggfls. &#8211; gegebenenfalls</Pgraph><Pgraph>max. &#8211; maximal</Pgraph><Pgraph>mgl. &#8211; m&#246;glich</Pgraph><Pgraph>MRT &#8211; Magnetresonaztomographie</Pgraph><Pgraph>n-mgl. &#8211; nicht m&#246;glich</Pgraph><Pgraph>PC &#8211; plastische Chirurgie</Pgraph><Pgraph>PET-CT &#8211; Positronenemissionstomographie-CT</Pgraph><Pgraph>UC &#8211; Unfallchirurgie</Pgraph><Pgraph>WT-Defekt &#8211; Weichteildefekt</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Algorithmus der bildgebenden Verfahren bei Infektionen des Knochens</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Workflow f&#252;r die Behandlung von Knocheninfektionen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Implementierung der Weichteilrekonstruktion in das therapeutische Vorgehen bei Knocheninfektionen (Kooperation UC&#47;PC)</Mark1></Pgraph></Caption>
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