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    <Identifier>iprs000013</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/iprs000013</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-iprs0000136</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Wo steht die rekonstruktive Urologie heute&#63;</Title>
      <TitleTranslated language="en">Reconstuctive urology &#8211; where do we stand today&#63;</TitleTranslated>
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          <Lastname>Hamza</Lastname>
          <LastnameHeading>Hamza</LastnameHeading>
          <Firstname>Amir</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
          <AcademicTitle>PD Dr. med. habil.</AcademicTitle>
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        <Address>Klinik f&#252;r Urologie und Andrologie, Klinikum St. Georg gGmbH, Delitzscher Stra&#223;e 141, 04129 Leipzig<Affiliation>Klinik f&#252;r Urologie und Andrologie, Klinikum St. Georg gGmbH, Leipzig, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Amir.Hamza&#64;sanktgeorg.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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    <DatePublished>20121203</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>2193-8091</ISSN>
        <Volume>1</Volume>
        <JournalTitle>GMS Interdisciplinary Plastic and Reconstructive Surgery DGPW</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Interdiscip Plast Reconstr Surg DGPW</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>13</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Trotz des Fortschrittes konservativer Therapiem&#246;glichkeiten ist f&#252;r viele urologische Krankheitsbilder eine chirurgische Therapie unverzichtbar. Die Etablierung und die Entwicklung der rekonstruktiven Urologie hat die Zielsetzung des Erhaltes, der Wiederherstellung- bzw. dem Ersatz von Organfunktionen. In erster Linie handelt es sich um einen rekonstruktiven Ersatz nach radikal chirurgischen Eingriffen urologischer Tumore im Bereich des oberen und unteren Harntraktes sowie die operative Korrektur der angeborenen und erworbenen Anomalien und Missbildungen des urologischen Harntraktes. Angeborene Fehlbildungen, Verletzungen oder Tumoroperationen erfordern h&#228;ufig sogenannte rekonstruktive Operationstechniken um Organfunktionen zu normalisieren oder wieder herzustellen. Hierbei kann es sich um plastisch, &#228;sthetische Korrekturen handeln, wie bei Fehlfunktionen der harnableitenden Wege (Nierenbeckenabgangsstenose) oder Organersatz, wie bei Zustand nach radikaler Zystektomie wegen Harnblasenkarzinom. Durch die Anwendung minimal-invasiver Operationstechniken in der Urologie wie die Endoskopie und die Laparoskopie f&#252;hrte dies in den letzten Jahren zu einer Ausweitung des Spektrums der rekonstruktiven chirurgischen Urologie auch in der Behandlung urologischer Notf&#228;lle im Rahmen eines Polytraumas und verbesserte effektiv  die Lebensqualit&#228;t der Patienten. Diese Arbeit besch&#228;ftigt sich mit den neuen Entwicklungen einiger ausgew&#228;hlter rekonstruktiver Operationstechniken die in den letzten Jahren eine starke Ver&#228;nderung im Bereich der Indikation und der operativen Techniken aufwiesen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Despite the progress of conservative treatment options for many urological diseases, surgical treatment is essential. The establishment and development of reconstructive urology has the objective of preservation, restoration or replacement of organ functions. Primarily, it is a substitute for radical reconstructive surgery of urological tumors in the region of the upper and lower urinary tract and the surgical correction of congenital and acquired anomalies and malformations of the urinary tract. Congenital malformations, trauma or cancer surgery often require so-called reconstructive surgical techniques to normalize or organ function restore; i.e. plastic and esthetic unprovments achieved by pyeloplasty for UPG or organ replacement for post cystectomy patients. It may be plastic, aesthetic corrections, as in case of malfunction of the urinary tract (stenosis of the uper uritric pelvic junction) or organ replacement, as state after radical cystectomy for bladder cancer. Through the application of minimally invasive surgical techniques in urology such as endoscopy and laparoscopy, this led in recent years to an expansion of the spectrum of reconstructive surgical urology  in the treatment of urological emergencies as part of multiple trauma and improved the quality of life of patients. This paper deals with the developments of some selected reconstructive surgical techniques in recent  years, that had a major change in the indication and surgical techniques.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Therapie der Nierenbeckenabgangsstenose">
      <MainHeadline>1 Therapie der Nierenbeckenabgangsstenose</MainHeadline><Pgraph>Die erste Rekonstruktion des pyelouretralen &#220;berganges einer transrenale Inzision f&#252;hrte <Mark2>Trendelburg</Mark2> im Jahre 1885 durch <TextLink reference="6"></TextLink>. Die erste gelungene Pyeloplastik wird K&#252;ster im Jahre 1891 zugeschrieben. <Mark2>Albarran</Mark2> beschrieb im Jahre 1898 eine laterolaterale Pyeloureterstomie, die dem heutigen pyeloplastischen Prinzip &#228;hnelt.  Jahre sp&#228;ter wurden eine ganze Reihe von Varianten der Korrektur der Nierenbeckenabgangsstenosen beschrieben. Die entscheidende Entwicklung der offenen operativen plastischen Korrektur konnte durch die Etablierung der <Mark2>Anderson-Hynes-Plastik</Mark2> in der Therapie der Nierenbeckenabgangsstenose erreicht werden <TextLink reference="8"></TextLink>. Diese Methode ist heute die am weitesten verbreitete Anwendung. Dabei wird das erkrankte pyeloreterale Segment immer reseziert, eine breite Harnleiter-nierenbecken-Anastomose wird durch die Schnittf&#252;hrung am Nierenbecken und durch Einschneiden des Harnleiters erm&#246;glicht. Der proximale Harnleiter wird auf eine L&#228;nge von ca. 1,5&#8211;2,0 cm spatuliert, was sp&#228;ter der L&#228;nge der neu zu schaffenden Anastomose entspricht. Diese Operationsmethode wird grunds&#228;tzlich bei der Behandlung angeborener Nierenbeckenstenosen bei Kindern angewandt. Die Datenlage zeigt, dass die offene Nierenbeckenplastik mit 90&#37; anhaltendem Erfolg zu verzeichnen ist <TextLink reference="8"></TextLink>. Die zunehmende Anwendung der Laparoskopie in der Behandlung urologischer Erkrankungen f&#252;hrte dazu, dass die laparoskopische Technik heutzutage grunds&#228;tzlich als Operationsmethode in der Behandlung der Nierenbeckenabgangsstenose  etabliert ist. Die laparoskopische Technik zeigt eine hohe Erfolgsrate bei schneller Rekonvaleszenz. Der Zugang kann transperitoneal oder extraperitoneal erfolgen und hat den Vorteil, dass die definitive Technik intraoperativ  entschieden werden kann. </Pgraph><Pgraph>Obwohl die laparoskopischen Serien vergleichbar gute Resultate in der offenen Nierenbeckenplastik zeigen hat sich die Technik nicht breit etablieren k&#246;nnen, da die Anestomosetechnik einige technische Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Einf&#252;hrung des daVinci-Systems erlaubt heutzutage komplexe laparoskopische Eingriffe ohne die Einschr&#228;nkungen der konventionellen Laparoskopien. Diese Entwicklung sollte abgewartet werden, bis wir wissenschaftlich vergleichbare Daten haben <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="19"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>In der Klinik f&#252;r Urologie wurden in der Zeit vom 01.01.2010&#8211;30.04.2012 38 Pyeloplastiken bei Erwachsenen und 6 Pyeloplastiken bei Kindern durchgef&#252;hrt. Es handelte sich um 29 weibliche und 9 m&#228;nnliche Patienten mit klinisch relevanter Ureterabgangsstenose. Die Patienten waren im Alter zwischen 6 und 55 Jahre alt, in 22 F&#228;llen war die rechte und in 16 F&#228;llen die linke Niere betroffen. Bei allen Patienten wurde im Rahmen der perioperativen Diagnostik ein Ausscheidungsurogramm  sowie ein Nierenfunktionsszintigramm und in einigen F&#228;llen eine retrograde Ureteropyelographie durchgef&#252;hrt. Bei allen Patienten wurde eine Harnleiterschiene perioperativ eingelegt anschlie&#223;end erfolgte die laparoskopische Nierenbeckenplastik nach Anderson-Hynes oder Fenger unter Verwendung von 3-4 Trokaren. Der Harnblasenkatheter wurde im Sinne einer Niederdruckableitung 3&#8211;4 Tage postoperativ belassen. Die Harnleiterschiene wurde nach 6 Wochen entfernt. 3 Monate postoperativ wurden ein Kontrollausscheidungsurogramm sowie ein Nierenfunktionsszintigramm zur Dokumentation des Operationsergebnisses durchgef&#252;hrt. Bei 2 F&#228;llen musste eine offene Revision erfolgen, da die Abflussverh&#228;ltnisse der betroffenen Niere noch nicht ausreichend waren. Unsere Beobachtungen zeigen, dass die laparoskopische identische klinische Ergebnisse wie die offene Chirurgie in der Behandlung der Ureterabgangsstenose liefert.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Organerhaltende plastische Chirurgie der Niere">
      <MainHeadline>2 Organerhaltende plastische Chirurgie der Niere</MainHeadline><Pgraph>In den letzten Jahren werden die subkapsuli&#228;ren Nierentraumata im Rahmen eines Polytraums zuerst konservativ behandelt. Au&#223;erdem werden die Niereneinrisse plastisch versorgt, mit dem Ziel die Niere zu erhalten. Das f&#252;hrt zur Reduzierung der Indikation zur prim&#228;ren Nephrektomie bei Polytraumapatienten, wenn sie stabil sind. Hinsichtlich der onkologischen Effektivit&#228;t galt die radikale Tumornephrektomie lange als &#8222;Goldstandard&#8220; der Behandlung des Nierenzellkarzinoms. F&#252;r Patienten mit Tumoren in beiden Nieren, in einer Einzelniere oder bei Patienten mit einer funktionseinschr&#228;nkenden Pathologie der Gegenniere (z.B. Hydronephrose, chronische Pyelonephritis, Urolithiasis) h&#228;tte die Entfernung der tumortragenden Niere eine lebenslange H&#228;modialyse zur Folge. Der Erhalt der Nierenfunktion durch eine organerhaltende Tumorexzision hat f&#252;r diese Patienten hinsichtlich der Langzeitmobilit&#228;t eine zentrale Bedeutung (imperative Indikation).  Nach der Datenlage erh&#246;ht der Verlust der Nierenfunktion die kardiovaskul&#228;re Sterblichkeit und verk&#252;rzt die Lebenserwartung. </Pgraph><Pgraph>Die organerhaltende Operationstechnik verfolgt 2 Ziele, die komplette Resektion des Tumors im Gesunden mit geringer Komplikationsrate und den optimalen Funktionserhalt der operierten Niere <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="14"></TextLink>, <TextLink reference="15"></TextLink>, <TextLink reference="18"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Die guten funktionellen und onkologischen Ergebnisse der organerhaltenden Nierentumorchirurgie unter imperativer Indikationsstellung f&#252;hrten dazu, dass zunehmend kleinere unilaterale Tumoren &#62;4 cm (T1a) bei gesunder Gegenniere organerhaltend operiert wurden (elektive Indikation). Die onkologische Effektivit&#228;t einer elektiven nierenerhaltenden Operation kleiner Tumoren wurde in mehreren gr&#246;&#223;eren Serien im Vergleich zur radikalen Tumornephrektomie best&#228;tigt. Diese Beobachtungen f&#252;hrten 2002 zur Modifikation des TNM-Systems mit Unterteilung der T1-Tumoren in T1a und T1b mit einer Grenzgr&#246;&#223;e von 4 cm. F&#252;r unilaterale T1a-Tumoren mit gesunder kontralateraler Niere ist die organerhaltende Nierentumorchirurgie heutzutage Therapie der Wahl. Eine Problematik der organerhaltenden Nierentumorchirurgie ist die M&#246;glichkeit der Entwicklung eines Lokalrezidivs in der operierten Niere, welches bei elektiver Indikation in bis zu 4&#37;  und bei imperativer Operationsindikation in bis zu 20&#37; nach 10 Jahren auftreten kann. Die h&#246;heren Lokalrezidivraten bei imperativer Indikationsstellung lassen sich mit einer gr&#246;&#223;eren Anzahl an T2- und T3-Stadien sowie G3-Tumoren erkl&#228;ren. Dabei zu ber&#252;cksichtigen ist die Rate sporadisch auftretender multifokaler Tumoren, die mit 5&#8211;20&#37; angegeben wird. Eine sorgf&#228;ltige pr&#228;operative Diagnostik vermag bis zu 40&#37; Multifokalit&#228;t aufzudecken und ein entsprechendes intraoperatives Vorgehen zu planen. Bei multifokalen Tumoren, z.B. in einer Einzelniere, wird zumeist der Versuch unternommen die Tumoren einzeln zu exzidieren und die Nierenfunktion zu erhalten. Die Wahrscheinlichkeit, eine chronische Niereninsuffizienz zu entwickeln, liegt zwischen 5&#37; und 13&#37; bei Patienten, die sich einem organerhaltenden Eingriff aufgrund eines Nierenzellkarzinoms in einer Einzelniere unterziehen <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="14"></TextLink>, <TextLink reference="15"></TextLink>, <TextLink reference="18"></TextLink>.  </Pgraph><Pgraph>In unserer Klinik wurden in der Zeit vom 01.01.2012&#8211;31.12.2011 210 Patienten mit einem diagnostizierten Nierenzellkarzinom operiert. Bei allen Patienten erfolgte pr&#228;operativ ein CT des Abdomens. Wir f&#252;hrten bei 91 Patienten die offene Tumorresektion und bei 119 Patienten die laparoskopische Tumorresektion durch. Die Indikation  zur Operationsmethode wurde von einigen Faktoren abh&#228;ngig gemacht. Die Tumorgr&#246;&#223;e und die Tumorlage sowie der Allgemeinzustand des Patienten und der Nebenerkrankungen bestimmten die Auswahl der Methode. Kleine Tumore, die peripher lagen, wurden laparoskopisch operiert. Unsere eigenen Ergebnisse zeigten, dass die laparoskopische Tumorresektion bei kleinen und peripheren Tumoren machbar ist (siehe Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>Wir entwickelten eine Technik der Ausklemmung der Niere w&#228;hrend der Resektion, dabei wurde eine spezielle Klemme angewendet, um die Durchblutung des jeweiligen Abschnittes zu unterbinden (Partielle Isch&#228;mie). Durch diese Technik vermeiden wir eine komplette arterielle Ausschaltung der Niere und damit eine Verringerung der entstehenden Parenchymsch&#228;den (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Bei der laparoskopischen Nierenteilresektion verwendeten wir eine Laparoskopieklemme wie bei der offenen Technik. </Pgraph><Pgraph>Unsere Ergebnisse zeigten anhand der o.g. Parameter, dass beide Methoden in ihrer Effektivit&#228;t und onkologischen Wertigkeit identisch sind. </Pgraph><Pgraph>Derzeit z&#228;hlen Adrenalektomie, Nephrektomie, Nephrourterektomie, Lymphozelenfensterung, Varikozelenlegatur, Nierenzystenabtragung usw. Bei der laparokopischen Nierenzystenresektion (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>, Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>) bietet diese M&#246;glichkeit dem Operateur eine hervorragende &#220;bersicht mit der M&#246;glichkeit eine Schnellschnittdiagnostik durchzuf&#252;hren sowie eine minimal-invasive Methode f&#252;r die Patienten, die nach 2 Tagen entlassen werden k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Plastische Chirurgie des Ureters">
      <MainHeadline>3 Plastische Chirurgie des Ureters</MainHeadline><Pgraph>Die endoskopischen Techniken des Harntraktes wurden 1980 durch E. Perez-Castro entwickelt. Die Anwendung des starren Ureterorenoskopes in der Diagnostik und Therapie verschiedener Erkrankungen des Harntraktes f&#252;hrte zur ersten minimal-invasiven endoskopischen Operation des Ureters und des Nierenbeckens. In den letzten Jahren kam es zur Weiterentwicklung durch die Anwendung von flexiblen Ureterorenoskopen. Durch diese Entwicklung konnte man auch Tumore und Steine im gesamten Harntrakt in toto entfernen oder mit Laser behandeln (siehe Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>). Ureterstenosen verschiedener Genese konnten auch endoskopisch geschlitzt oder mit Laser therapiert werden (siehe Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Verschiedene Ursachen machen es notwendig, dass eine operative Wiederherstellung von Kontinuit&#228;t und Funktion des Ureters erforderlich ist. Hierzu sind neben onkologischen Erkrankungen  mit radikal chirurgischem Vorgehen bei urogenitalen und gyn&#228;kologischen Tumorerkrankungen vor allem iatrogene Verletzungen des Ureters und bei bestimmten retroperitonelen Gewebsver&#228;nderungen (z.B. M. Ormund) oder durch Bestrahlungen verursacht werden. Ein wichtiges Prinzip der plastischen Chirurgie des Ureters ist die Gew&#228;hrleistung der Durchblutung der Harnleitersegmente und der Beherrschung der Anastomosetechnik. Au&#223;erdem ist die Stelle der angeborenen oder erworbenen Ureterstenose, ob diese proximal, im mittleren Abschnitt oder distal liegend,entscheidend f&#252;r die Auswahl einer Operationstechnik <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="16"></TextLink>, <TextLink reference="18"></TextLink>. Liegt die Stenose im oberen Anteil des Ureters oder im mittleren Anteil, dann ist die End-zu-End-Anastemose das Verfahren der Wahl. Ist diese Rekonstruktion nicht m&#246;glich, mu&#223; an eine Autotransplantation der betroffenen Niere gedacht werden. Ist die plastische Rekonstruktion im Bereich des unteren Harnleiteranteils in Abh&#228;ngigkeit von der L&#228;nge der Stenose werden verschiedene Operationstechniken nach Resektion des defekten Anteils des Ureters mittels Anwendung des Psoas-Hitch-Bladder-Plastik oder nach dem Boari-Prinzip  behandelt. Bei extremen Ver&#228;nderungen des Ureters auf seiner fast gesamten Strecke muss an der M&#246;glichkeit einer Autotransplantation gedacht werden oder an eine Ureterrekonstruktion durch Ileuminterponat.</Pgraph><Pgraph>In unserer Klinik wurden in der Zeit vom 01.01.2010&#8211;31.12.2011 17 plastische Operationen des Ureter und der Harnblase durchgef&#252;hrt. Bei 12 Patienten kam die Psoas-Hitch-Plastik und bei 5 Patienten die Boari-Plastik zur Anwendung. </Pgraph><Pgraph>Bei der Boari-Plastik wird die Blase &#252;ber ein ausgeklapptes Segment der Blasenvorderwand umgeformt. Ein Verh&#228;ltnis der L&#228;nge zur Basis von 2:1 sollte eingehalten werden. Der Defekt wird l&#228;ngs verschlossen. Zus&#228;tzlich kann auch hier am Psoasmuskel analog der Psoas-Hitch-Technik fixiert werden.</Pgraph><Pgraph>Bei der Psoas-Hitch-Plastik wird zun&#228;chst die Blase durch eine Querinzision und L&#228;ngsvern&#228;hung l&#228;ngs ausgezogen. Hier wird sie nun weiter kranial am Psoasmuskel fixiert. Dadurch wird die Distanz zum Harnleiter verk&#252;rzt, der in dieser Ausziehung eingen&#228;ht wird. Postoperativ wird die eingelegte Ureterschiene f&#252;r 6 Wochen belassen. Bei einer Patientin und wegen einer Harntransportst&#246;rung musste die Ureterschiene als definitive L&#246;sung belassen werden <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="16"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Rekonstruktive Urologie des unteren Harntraktes">
      <MainHeadline>4 Rekonstruktive Urologie des unteren Harntraktes</MainHeadline><Pgraph>Die Entwicklung der plastischen Chirurgie der Harnblase war in den letzten Jahren bedingt durch die Verbesserung der Diagnostik des Harnblasenkarzinoms und der Verbesserung der interdisziplin&#228;ren Zusammenarbeit zwischen den Urologen, Chirurgen und Traumatologen im Rahmen der Behandlung der Polytraumapatienten rasant. Diese Entwicklung f&#252;hrte zu zunehmenden Indikationen, zu funktionellem Organersatz bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Harnblasenkarzinom. Hier sind verschiedene Operationsverfahren der Harnableitung, wie Blasenteilresektion,  Ileumconduit, Mainz-pouch I und II sowie die Orthotope Ileum-Neoblase. Diese Operationen werden zunehmend auch laparoskopisch durchgef&#252;hrt, wobei die lange Operationsdauer ein Problem darstellt <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="16"></TextLink>, <TextLink reference="18"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die optimale Rekonstruktion einer Blase hat eine nat&#252;rliche Miktion an urspr&#252;nglicher Stelle zum Ergebnis. Die orthotope Neoblase, wie sie von Hautmann beschrieben und umgesetzt ist, kommt dieser Idee sehr nahe. Sie setzt aber voraus, dass der externe Sphinkter nach Zystektomie und der Aufh&#228;ngeapparat der Harnr&#246;hre intakt bleiben. Dann wird in der Regel ein ca. 60 cm langes Ileumsegment detubularisiert und W-f&#246;rmig anastomosiert. In der gyn&#228;kologischen Onkologie spielt die Neoblase unserer Ansicht nach nur eine untergeordnete Rolle, da der notwendige Erhalt der Nerven und der Urethra in der Regel bei exenterativen Eingriffen nicht durchf&#252;hrbar sind. Beim Endometrium-Karzinom werden z.B. suburethral lymphangiotisch bedingte Rezidive beobachtet <TextLink reference="18"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Beim nassen Stoma (Ileumkonduit) handelt es sich im Gegensatz zur nat&#252;rlichen Blase nicht um ein Reservoir, sondern um ein Durchlaufsystem, das mit einem Beutel &#228;hnlich wie beim Anus praeter versorgt werden muss. Bei der kontinenten Ersatzblase hingegen besteht ein Darmreservoir, in dem sich der Urin sammelt und von dem Patienten willentlich in bestimmten Zeitintervallen entleert wird. Auf Grund der demographischen Ver&#228;nderung der Bev&#246;lkerung in Deutschland und in Mitteleuropa werden mehr &#228;ltere Patienten mit einem fortgeschrittenem Harnblasenkarzinom und nicht beherrschbaren Makroh&#228;maturie in den Kliniken eingewiesen. Bei erh&#246;hter Morbilit&#228;t und Mordalit&#228;t wird in den Kliniken zunehmend die Indikation zu paliativen Zystektomie zur Beherrschung der Blutung und Anlage einer Ileumconduits gestellt. Die Entwicklung zeigt in den letzten Jahren, dass plastisch mehr Ileumconduite als Neoblasen bei o.g. Patienten durchgef&#252;hrt werden <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="18"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Plastische Korrektur der Harnr&#246;hre">
      <MainHeadline>5 Plastische Korrektur der Harnr&#246;hre</MainHeadline><Pgraph>In der Behandlung der Harnr&#246;hrenstriktur wird wie vorher die endoskopische Uretherotomia interna zur Beseitigung der Stenosen im Bereich der Harnr&#246;hre angewendet. Bei geh&#228;uften Rezidiven und bei langstreckigen Strikturen wird zunehmend die Mundschleimplastik verwendet. Hier bedarf es einer exakten Vorbereitung des Patienten und eines perfekten postoperativen Managements. Die kurze bullb&#228;re Harnr&#246;hrenstenose wird zunehmend resiziert und mit der Technik End-zu-End-Anastomose versorgt. Eine lange Stenose erfordert eine plastische Rekonstruktion unter Verwendung freier Transplantate oder gesielter Lappen <TextLink reference="6"></TextLink>. Als Transplantat hat sich Mundschleimhaut durchgesetzt. Die Datenlage zeigt, dass diese Methode im Vergleich zu anderen erfolgreicher und komplikations&#228;rmer ist <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="17"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Hypospadie ist mit einer Inzidenz von 1 auf 300 m&#228;nnliche Neugeborene die h&#228;ufigste angeborene Anomalie des unteren Harntraktes. Nach der Lokalisation des Meatus kann die Hypospadie in anteriore oder distale (glandul&#228;re, koronare, subkoronare), mittlere (penile) und posteriore der proximale (penil, penoskrotal, skrotal und perineale) Formen aufgeteilt werden. 65&#8211;70 &#37; aller Hypospadien sind anteriore Formen, nur 15&#37; penile Hypospadien. W&#228;hrend die distalen Formen h&#228;ufig nur eine kosmetische Indikation zur Korrektur besitzen, haben penile Hypospadien in der Regel ein funktionelles Defizit. Bei der operativen Intervention sollten Fehlm&#252;ndung der Harnr&#246;hre korrigiert werden sowie die Beseitigung der Penisschaftverkr&#252;mmungen und Schaffung einer dorsalen Vorhautsch&#252;rze <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die operativen Verfahren zur Korrektur einer Hypospadie haben sich durch ein besseres anatomisches Verst&#228;ndnis, durch die Entwicklung von feinem monofilem Nahtmaterial, die Verwendung von Lupen sowie den Versuch einer Standardisierung in den letzten Jahren stark ver&#228;ndert. Dennoch geht die Suche nach der besten operativen Technik weiter. Viele Verfahren wurden nach guten Kurzzeitergebnissen aufgrund schlechter Langzeitergebnisse wieder aufgegeben. Auch jetzt konkurrieren mehrere Techniken miteinander, deren endg&#252;ltige Bewertung zum Teil noch aussteht <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="17"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="6 Die Fournier-Gangr&#228;n">
      <MainHeadline>6 Die Fournier-Gangr&#228;n</MainHeadline><Pgraph>Bei der Fournier-Gangr&#228;n handelt es sich um eine seltene, jedoch schwerwiegende urologische Notfallsituation, welche die umgehende Einleitung einer operativen sowie auch intensivmedizinischen Behandlung erforderlich macht. Das Krankheitsbild wurde erstmalig 1883 von dem franz&#246;sischen Dermatologen Jean Alfred Fournier beschrieben. </Pgraph><Pgraph>In einer Literatur&#252;bersicht werden von 1950 bis 1999 insgesamt 1.726 F&#228;lle in der englischsprachigen Literatur aufgelistet. Umso mehr ist das rasche Erkennen dieser schwerwiegenden Erkrankung von Bedeutung, da sie nach wie vor mit einer hohen Mortalit&#228;tsrate belastet ist. Diese wird mit 20&#37; bis 50&#37; angegeben <TextLink reference="11"></TextLink>. Entgegen der Erstbeschreibung zeigt sich heute, dass die Erkrankung h&#228;ufiger bei Erwachsenen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auftritt. Zudem wird die Fournier-Gangr&#228;n auch bei Frauen beschrieben, wobei das Verh&#228;ltnis m&#228;nnlich zu weiblich mit etwa 10:1 eingesch&#228;tzt wird. Auch sind einzelne Kasuistiken &#252;ber das Auftreten der Erkrankung bei Kindern ver&#246;ffentlich worden <TextLink reference="11"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Fournier-Gangr&#228;n erfordert eine sofortige chirurgische Intervention mit anschlie&#223;ender intensivmedizinischer Betreuung. Bei der Inzision entleeren sich gr&#246;&#223;ere Mengen an jauchig-putrider Fl&#252;ssigkeit. Ziel des Eingriffs ist es, s&#228;mtliche betroffenen nekrotischen Areale zu entfernen. Bei Befall des Skrotums ist dieses zusammen mit der Penishaut in der Regel zu abladieren. Hoden und Penis k&#246;nnen jedoch in der Mehrzahl der F&#228;lle erhalten werden. H&#228;ufig sind mehrfach operative Reinterventionen erforderlich, bis das Fortschreiten der Entz&#252;ndung zum Stillstand kommt. Im Intervall werden plastische rekonstruktive Deckungsplastiken durchgef&#252;hrt um die Hautdefekte mit Lappen oder Hauttransplantationen zu ersetzten (siehe Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>, Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/> und Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="7 Der Stellenwert der Nesbit-Technik in der chirurgischen Rekonstruktion peniler Deviationen">
      <MainHeadline>7 Der Stellenwert der Nesbit-Technik in der chirurgischen Rekonstruktion peniler Deviationen</MainHeadline><Pgraph>Bei rund 1&#37; der M&#228;nner tritt im Laufe ihres Lebens eine erworbene Penisverkr&#252;mmung auf. Die Patienten klagen &#252;ber schmerzhafte Erektion, Kr&#252;mmung des Penis und eine schlechte Erektion des distalen Gliedanteils. Die Verbiegung des Penis kann so schwerwiegend sein, dass Geschlechtsverkehr nicht mehr m&#246;glich ist. Viele Ursachen werden diskutiert. Der Nachweis einer Fibrose im Bereich des Penisschaftes (Induratio penis plastica) f&#246;rdert nach Versagen einer medikament&#246;sen und lokalen Therapie die operative Exzision des Plaques und Deckung des Areals (Abbildung 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="figure"/>). Im Fall der Verkr&#252;mmung w&#252;rde die Operation nach Nesbit durchgef&#252;hrt, hierbei wird die Verbiegung des Penis plastisch korrigiert. </Pgraph><Pgraph>In unserer Klinik wurden in der Zeit vom 01.01.2010 bis 30.04.2012  7 Patienten mit Penisverkr&#252;mmung operativ und plastisch behandelt. Die Ergebnisse zeigten, dass <TextGroup><PlainText>4 Patienten</PlainText></TextGroup> eine volle Zufriedenheit, bei 2 Patienten eine teilweise Zufriedenheit und bei 1 Patient keine Zufriedenheit erreicht wurden. Die Operation nach Nesbit zur Begradigung der milden bis moderaten Penisdeviation zeigt zufriedenstellende Ergebnisse. In Anbetracht alternativer Operationsmethoden hat jede Technik ihre Vor- und Nachteile. Daher kommt der Patientenselektion hinsichtlich eines optimalen postoperativen Ergebnisses eine gro&#223;e Bedeutung zu <TextLink reference="10"></TextLink>, <TextLink reference="13"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="8 Moderne Therapie der Harninkontinenz bei  der Frau und beim Mann">
      <MainHeadline>8 Moderne Therapie der Harninkontinenz bei  der Frau und beim Mann</MainHeadline><Pgraph>Die Harninkontinenz ist weltweit verbreitet. Der Volksmund spricht auch von &#8222;Blasenschw&#228;che&#8220;. Es wird definiert als spontanen und unwillk&#252;rlichen Verlust von Urin zur ungeeigneten Zeit und Ort. Diese Erkrankung kann beide Geschlechter treffen und hat verschiedene Ursachen, die manchmal alters bedingt, oder infolge iatrogene operative Komplikationen und medikament&#246;se Einnahme. Bei Versagen der physikalischen und medikament&#246;se Therapie der m&#228;nnlichen Harninkontinenz wird eine operative plastische Operation bestrebt. Operativ sind verschiedene Operationsm&#246;glichkeiten wie Para-Urethrale Injektionsverfahren, Nicht-Adjustierbare B&#228;nder, adjustierbare Systeme, Artifizieller Sphinkter und Harnableitung m&#246;glich. In den letzen Jahren wurde das Sphinkter-System vereinfacht. Das ATOMS-System ist ein perineal implantiertes hydraulisches Sphinkter-Ersatzsystem. Es kommt bei der Aktivierung zur Kompression der bulbomembran&#246;sen Harnr&#246;hre und die Adjustierung erfolgt &#252;ber ein Portsystem. Durch 4-Punkt-Fixation wird eine symmetrische Lage um die Urethra geschaffen (siehe Abbildung 10 <ImgLink imgNo="10" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Zwischen M&#228;rz 2010&#8211;M&#228;rz 2012 haben wir 21 ATOMS-Implantationen durchgef&#252;hrt. Das mittlere Patientenalter lag bei 74 Jahre. 17 Patienten zeigten eine signifikante Verbesserung der Inkontinenz und der Lebensqualit&#228;t (81&#37;). Bei 2 Patienten musste das System wegen einer Infektion explantiert werden. Insgesamt stellt das ATOMS-System eine technische Verbesserung in der Behandlung der m&#228;nnlichen Harninkontinenz dar.</Pgraph><Pgraph>Die Harninkontinenz der Frau kann in jedem Alter auftreten. Typische Formen sind Harninkontinenz und  Belastungs-, Dranginkontinenz oder eine Mischung beider Formen.  Der Erfolg der Therapie ist von einer exakten Diagnostik zur Ermittlung der Ursache der Inkontinenz abh&#228;ngig. Nach Versagen der medikament&#246;sen und physikalischen Therapieformen haben sich verschiedenen plastische Operationen in den letzten Jahren entwickelt. Es gibt zwei Methoden, ein Band oder eine Schlinge die zur Stabilisierung locker einzusetzen sind (TVT, TOT, tension-free-vaginal tape). Eine Absackung der Organe im Beckenbereich erfordert manchmal eine Hysterektomie, die laparoskopisch erfolgen kann. Bei den m&#228;nnlichen Patienten kann eine Harninkontinenz infolge einer Operation der Prostata oder nach Radiatio  auftreten. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="9 Andrologie Refertilisierungsoperationen">
      <MainHeadline>9 Andrologie Refertilisierungsoperationen</MainHeadline><Pgraph>In Deutschland lassen sich pro Jahr 30.000 M&#228;nner sterilisieren. Hiervon besteht bei ca. 5&#8211;7&#37; der Patienten nach einigen Jahren der Wunsch die durchgef&#252;hrte Vasektomie wieder r&#252;ckg&#228;ngig zu machen, da ein erneuter Kinderwunsch besteht. Zur Wiederherstellung der Zeugungsf&#228;higkeit des Mannes ist die Refertilisierungsoperation (Vasovasostomie) eine wichtige und besondere Methode geworden. </Pgraph><Pgraph>Nach ausf&#252;hrlicher Diagnostik und Aufkl&#228;rung des Patienten erfolgt unter dem Mikroskop die Freilegung beider Samenleiter und nach bestimmten Techniken werden beide der durchtrennten Samenleiter wieder anastomisiert. Der Eingriff soll station&#228;r erfolgen und der Patient wird nach 6 Wochen neu bestellt, um eine Untersuchung des Spermiogrammes vorzunehmen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Eigene Ergebnisse &#8211; Vergleich laparoskopische versus offene Nierenteilresektion</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Laparoskopische Nierenzystenresektion</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Nierenzyste</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Ureterstenose</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Fournier-Gangr&#228;n</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Nach Exzision der Nekrosen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 9: Penisdeviation bei Induratio penis plastica</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Deckung des Penisschaftes durch Autotransplantation</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Technik der offenen Nierenteilresektion mit partieller Isch&#228;mie</Mark1></Pgraph></Caption>
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