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<GmsArticle>
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    <Identifier>dgkh000067</Identifier>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Vergleich von Methoden zur Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration und Schlussfolgerungen zur Weiterentwicklung der Methoden</Title>
      <TitleTranslated language="en">Comparison of methods for suspectibility testing of pathogens to antiinfective agents and conclusions concerning the further development of these methods</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>H&#252;bner</Lastname>
          <LastnameHeading>H&#252;bner</LastnameHeading>
          <Firstname>Nils-Olaf</Firstname>
          <Initials>NO</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Greifswald, W.-Rathenaustr. 49a, 17489 Greifswald, Deutschland<Affiliation>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Greifswald, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>nhuebner&#64;uni-greifswald.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Sciermoch</Lastname>
          <LastnameHeading>Sciermoch</LastnameHeading>
          <Firstname>Katharina</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Greifswald, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Kramer</Lastname>
          <LastnameHeading>Kramer</LastnameHeading>
          <Firstname>Axel</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Walther-Rathenau-Str. 49 a, 17489 Greifswald, Deutschland, Tel.: &#43;49-(0)3834-515542, Telefax: &#43;49-(0)3834-515541<Affiliation>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Greifswald, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>kramer&#64;uni-greifswald.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
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    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
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          <Corporatename>German Medical Science</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf, K&#246;ln</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">supectibility testing</Keyword>
      <Keyword language="en">antimicrobial agents</Keyword>
      <Keyword language="de">Resistenztestung</Keyword>
      <Keyword language="de">Chemotherapeutika</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20071228</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1863-5245</ISSN>
        <Volume>2</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Krankenhaushygiene Interdisziplin&#228;r</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Krankenhaushyg Interdiszip</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Die infizierte Problemwunde 2007 - The infected problem wound 2007</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>34</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Die Bestimmung der mikrobiellen Resistenz geh&#246;rt zu den wichtigsten und am h&#228;ufigsten durchgef&#252;hrten Untersuchungen im klinisch-mikrobiologischen und krankenhaushygienischen Labor. Ausgehend von einer &#220;bersicht &#252;ber Vor- und Nachteile der etablierten Methoden zur Empfindlichkeitstestung mikrobieller Krankheitserreger gegen Chemotherapeutika zeigen die Autoren eigene Ans&#228;tze zur Verbesserung der Methodik und vergleichen diese mit den bestehenden Methoden.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>The evaluation of microbial resistance is one of the most important and most often performed tests in clinical microbiology and infection control laboratories. We show and compare our own approach to improved methods based on an overview on assets and drawbacks of established methods of resistance testing of pathogens to antimicrobial agents.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline>
      <Pgraph>Die minimale Hemmkonzentration (MHK, engl. minimal inhibitory concentration, MIC) gegen&#252;ber Mikroorganismen ist allgemein als die niedrigste Konzentration eines Antiinfektivums definiert, bei der das Wachstum eines mikrobiellen Erregers &#252;ber eine bestimmte Zeit gerade noch gehemmt wird <TextLink reference="1"></TextLink>. International existieren verschiedene Standards zur Bestimmung der MHK. In Deutschland erfolgt die MHK-Bestimmung auf Grundlage der DIN 58940 &#8222;Empfindlichkeitspr&#252;fung von mikrobiellen Krankheitserregern gegen Chemotherapeutika&#8220;. In dieser werden drei Methoden, die Mikrodilutionsmetode (die Makrobouillonmethode wurde ersatzlos zur&#252;ckgezogen), die Agardiffusions- und die Agardilutionsmethode beschrieben. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mikrodilutions- methode">
      <MainHeadline>Mikrodilutionsmethode</MainHeadline>
      <Pgraph>Die Mikrodilutionsmethode (DIN 58940-8 und Beibl&#228;tter) gilt als Referenzmethode. Sie beschreibt eine in Mikrotiterplatten durchgef&#252;hrte Bouillondilutionsmethode. Es handelt sich um einen Reihenverd&#252;nnungstest, in dem geometrische Verd&#252;nnungen des zu testenden Stoffs in N&#228;hrmedium mit dem zu testenden Erreger inokuliert werden. Nach erregerabh&#228;ngiger Inkubationszeit (im allgemeinen 18-24h) erfolgt die visuelle Auslesung und Bewertung gegen die mitgef&#252;hrte Sterilit&#228;ts-(Negativ-) und Wachstums-(Positiv-)Kontrolle. Die Konzentration des Chemotherapeutikums, bei der gerade kein sichtbares Wachstum (keine Tr&#252;bung) erkennbar ist, gilt als minimale Hemmkonzentration <TextLink reference="2"></TextLink>. Die Vorteile der Methode liegen in der guten Standardisierbarkeit und der Eignung f&#252;r das Routinelabor. Die Durchf&#252;hrung in Mikrotiterplatten erlaubt die effiziente und kosteng&#252;nstige Testung vieler Isolate. Pr&#228;parierte Mikrotiterplatten sind als Kits kommerziell erh&#228;ltlich. Die Tests k&#246;nnen teilweise oder komplett automatisiert werden. Die MHK kann direkt abgelesen werden, zudem ist die Bestimmung der minimalen bakteriozidien Konzentration (MBK) im Anschluss unkompliziert m&#246;glich. </Pgraph>
      <Pgraph>Neben diesen offensichtlichen Vorteilen existiert jedoch eine Reihe von Nachteilen. Hier ist zun&#228;chst die visuelle, nicht standardisierte Messung zu nennen (individueller Faktor). Obwohl die Norm auch die Messung mittels Photometer erm&#246;glicht, wird dadurch nicht das Hauptproblem, dass die diskrete, dichotome Entscheidung &#8222;Hemmung vs. Wachstum&#8220; auf Grundlage der Bewertung der kontinuierlichen Gr&#246;&#223;e Tr&#252;bung erfolgt, beseitigt. Zum anderen gestattet die Methode keine Unterscheidung von Mischkulturen. Grundvoraussetzung f&#252;r eine Testung ist damit die absolute Reinheit des Inokulums, die, da es sich bei klinischen Isolaten &#252;blicherweise um Mischkulturen handelt, mit einem substantiellen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden sein kann. Neben der Verz&#246;gerung der (ggf. therapiebestimmenden) Aussage kann es dabei auch zur Ver&#228;nderung des Erregers unter Laborbedingungen kommen, so dass das getestete Inokulum f&#252;r den urspr&#252;nglich isolierten und zu therapierenden Mikroorganismus nicht mehr repr&#228;sentativ ist. Auch eine Reinkultur schlie&#223;t eine akzidentielle Kontamination, die nicht detektiert werden kann, nicht aus. Schlie&#223;lich bieten kommerzielle Testpanels und automatisierte Abl&#228;ufe zwar logistische und &#246;konomische Vorteile, erschweren jedoch die Testung &#8222;ungew&#246;hnlicher&#8220; Substanzen <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Agardilutionsmethode">
      <MainHeadline>Agardilutionsmethode</MainHeadline>
      <Pgraph>Die Agardilutionsmethode (DIN 58940-6) ist im Prinzip eine Variante der Bouillondilutionsmethode mit dem Unterschied, dass als Verd&#252;nnungsmedium nicht Bouillon, sondern Agar dient, dem das Chemotherapeutikum, solange er fl&#252;ssig ist, beigemischt wird. Der Agar wird anschlie&#223;end in Petrischalen gegossen. Nach Erstarren des Agars wird das Inokulum auf die Agar-Oberfl&#228;che aufgetragen. Nach Inkubation wird das makroskopisch sichtbare Wachstum abgelesen. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Vorteile dieser Methode liegen in der einfachen und seriellen Testung vieler Erreger und der M&#246;glichkeit, Kontaminationen einfach zu erkennen. Die Nachteile liegen im zeitlichen Aufwand, der schlechteren Automatisierbarkeit und der un&#252;bersichtlichen Ablesung insbesondere wenn eine gro&#223;e Anzahl verschiedener Substanzen&#47;Konzentrationen getestet werden soll. Zudem ist eine einfache Bestimmung der MBK wie bei der Bouillondilution nicht m&#246;glich. Diese Methode eignet sich daher besonders zur Testung der Empfindlichkeit vieler Erreger gegen ein Chemotherapeutikum oder wenige Chemotherapeutika <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Agardiffusions- methode">
      <MainHeadline>Agardiffusionsmethode</MainHeadline>
      <Pgraph>Im Gegensatz zu den Dilutionsmethoden (Bouillon- und Agardilutionsmethode) beruht der Agardiffusionstest (DIN 58940-3) auf einem anderen Prinzip. Hier wird ein Wirkstofftr&#228;ger (Testpl&#228;ttchen oder Teststreifen), der eine definierte Menge Chemotherapeutikum enth&#228;lt, auf die Oberfl&#228;che einer zuvor homogen beimpften Agarplatte gelegt. Durch Diffusion des Wirkstoffs in den Agar entsteht ein nach au&#223;en hin abfallendender Konzentrationsgradient mit der h&#246;chsten Konzentration am Wirkstofftr&#228;ger. Empfindliche Erreger wachsen unter Bildung eines Hemmhofs, dessen Durchmesser ein Ma&#223; f&#252;r die Empfindlichkeit des Erregers ist. Anhand der Hemmhofgr&#246;&#223;e lassen sich R&#252;ckschl&#252;sse auf die MHK ziehen. Diese Methode ist die am wenigsten arbeitsintensive und technisch einfachste, da die kommerziell erh&#228;ltlichen Wirkstofftr&#228;ger mechanisch auf die Platte aufgestempelt werden. Sie wird daher h&#228;ufig durchgef&#252;hrt. Wie bei der Agardilutionsmethode k&#246;nnen Kontaminationen und Mischkulturen einfach erkannt werden. Die Vielzahl der erh&#228;ltlichen Wirkstofftr&#228;ger erm&#246;glicht die zu testenden Substanzen problemlos an die Fragestellung anzupassen. Zudem k&#246;nnen Interaktionen (z.B. Synergie zwischen Betalactam und Aminoglycosid) untersucht werden. Hauptproblem der Methode ist wiederum die Bewertung einer kontinuierlichen Gr&#246;&#223;e (Hemmhof) als Grundlage einer diskreten Entscheidung. Erschwerend kommen die visuelle Ablesung und teilweise unscharfe Hemmhofgrenzen hinzu. Das f&#252;hrt zu einer schlechten Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Der Hemmhofdurchmesser ist zudem kein direktes Ma&#223; der MHK, sondern steht mit diesem in einem nur durch Regressionsanalyse bestimmbaren Verh&#228;ltnis <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>In Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> sind die Vor und Nachteile der drei Methoden zusammengefasst.</Pgraph>
      <Pgraph>Aufbauend auf den beschriebenen Methoden haben wir Anspr&#252;che f&#252;r eine Ideal-Methode zur MHK-Bestimmung formuliert. Diese sollte die Vorteile der etablierten Methoden bieten, ohne deren Nachteile zu besitzen. Die Dilutionsmethoden erm&#246;glichen eine direkte Ablesung der MHK und erscheinen daher besonders geeignet. Die im Folgenden vorgestellten Methoden basieren daher auf der Dilutionsmethode. Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> fasst Vor- und Nachteile zusammen.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mikroagarguss- methode">
      <MainHeadline>Mikroagargussmethode</MainHeadline>
      <Pgraph>Grundlage der Mikroagargussmethode ist die Idee, die Vorteile der Bouillondilutionsmethode zu nutzen, ohne deren Hauptnachteile, die fehlende Erkennbarkeit von Mischkulturen und das auf einer kontinuierlichen Skala zu messende Resultat (Tr&#252;bung) in Kauf nehmen zu m&#252;ssen. Sie ist eine Kombination der Koch&#8217;schen Gussplattenmethode mit moderner Mikrotiterplattentechnik und nutzt die Reihenverd&#252;nnung des zu testenden Chemotherapeutikums. Eine Adaptation des Koch&#8217;schen Gussverfahrens auf ein Mikrotiterassay wurde erstmals 1998 von Nizet et al. <TextLink reference="10"></TextLink> als semiquantitative Methode zur Keimzahlbestimmung bei Versuchen zur bakteriellen Invasion und Adh&#228;renz beschrieben. Unseres Wissens sind wir die Ersten, die dieses Verfahren f&#252;r die Empfindlichkeitstestung von Krankheitserregern gegen Chemotherapeutika weiterentwickelt und eingesetzt haben. </Pgraph>
      <Pgraph>Wie bei der Mikrobouillonmethode werden geometrische Verd&#252;nnungen des zu testenden Chemotherapeutikums in N&#228;hrmedium mit dem zu testenden Erreger inokuliert. Als N&#228;hrmedium dient jedoch nicht Bouillon, sondern Agar. Die Zumischung des Chemotherapeutikums und des Inokulums erfolgen nach dem Koch&#8217;schen Verfahren, solange der Agar fl&#252;ssig ist. Nach Erstarren resultiert eine ann&#228;hrend homogene Verteilung des Inokulums in der Kavit&#228;t bzw. im Agar. Analog der Mikrobouillonmethode erfolgt nach erregerabh&#228;ngiger Inkubationszeit die visuelle Auslesung und Bewertung gegen die mitgef&#252;hrte Sterilit&#228;ts-(Negativ-) und Wachstums-(Positiv-)Kontrolle. Die Konzentration des Chemotherapeutikums, bei der gerade kein sichtbares Wachstum zu erkennen ist, ist die minimale Hemmkonzentration. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Hauptvorteile der Methode bestehen darin, dass sich sichtbares Wachstum nicht durch das rein qualitative Merkmal Tr&#252;bung ausdr&#252;ckt, sondern Einzelkolonien abgelesen werden, die erst bei hoher Koloniedichte verschwimmen (semiquantitativ). Das erm&#246;glicht eine abgestufte Bewertung sowie das Erkennen von Kontaminationen und Mischkulturen anhand der Koloniemorphologie. Insbesondere im Umschlagbereich (Wachstum&#47;kein Wachstum) ist die Methode sehr empfindlich. Die Z&#228;hlbarkeit von Einzelkolonien ist als diskreter Parameter einfach und logisch in eine dichotome Entscheidung (keine Kolonie &#61; Hemmung, Kolonie(n) &#61; keine Hemmung) &#252;bertragbar. </Pgraph>
      <Pgraph>Mit der Mikrobouillonmethode hat sie die gute Standardisierbarkeit und Eignung f&#252;r das Routinelabor gemeinsam. Die Durchf&#252;hrung in Mikrotiterplatten erlaubt die effiziente und kosteng&#252;nstige Testung vieler Isolate. Vorpr&#228;parierte Mikrotiterplatten und teilweise oder komplette Automatisierung sind denkbar. Hauptnachteil ist die fehlende M&#246;glichkeit zur Bestimmung der MBK im Anschluss.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mikroagardilutions- methode">
      <MainHeadline>Mikroagardilutionsmethode</MainHeadline>
      <Pgraph>Unseres Wissens nach sind wir die Ersten, die diese Methode beschreiben. Die Mikroagardilutionsmethode ist eine miniaturisierte Version der Agardilutionsmethode. Grundidee war, die Hauptvorteile (Erkennbarkeit von Kontaminationen&#47;Mischkulturen, klare Aussage, hoher Durchsatz) der Agardilutionsmethode mit der &#220;bersichtlichkeit der Mirotitertechnik zu verbinden. Wie bei der Agardilutionsmethode wurde das Chemotherapeutikum dem Agar, solange er fl&#252;ssig ist, beigemischt. Der Agar wird anschlie&#223;end in die Kavit&#228;ten der Mikrotiterplatte gegossen. Nach Erstarren des Agars wird das Inokulum auf die Agar-Oberfl&#228;che aufgetragen. Nach Inkubation wird das makroskopisch sichtbare Wachstum abgelesen. Der Vorteil dieser Methode liegt in der M&#246;glichkeit, in einer Mikrotiterplatte gleichzeitig mehrere Konzentrationen&#47;Chemotherapeutika zu testen. Gleichzeitig bietet sie einen mit der Agardilutionsmethode vergleichbaren Durchsatz und die Erkennbarkeit von Mischkulturen. Das gilt umso mehr, als das die Pr&#228;paration und Inokulation automatisiert werden k&#246;nnen. Hauptnachteil der Methode ist, dass die Oberfl&#228;che des Agars, bedingt durch den kleinen Durchmesser der Kavit&#228;t, gew&#246;lbt ist und dadurch das Inokulum im Zentrum zusammenlaufen kann. In dem Fall wachsen keine Einzelkolonien, sondern ein Erregerrasen. Das erschwert die Auslesung und beschneidet den Bereich mit quantitativer Aussage. Eine M&#246;glichkeit w&#228;re die Verwendung von gr&#246;&#223;eren Kavit&#228;ten, das w&#252;rde jedoch den Materialeinsatz erh&#246;hen und den Durchsatz vermindern.</Pgraph>
      <Pgraph>In Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> werden die Vor und Nachteile beider Methoden verglichen.</Pgraph>
      <Pgraph>In Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> sind Ausschnitte von Mikrotiterplatten wiedergegeben. Dargestellt sind Reihen von Kavit&#228;ten, die mit je 10<Superscript>5</Superscript> KbE&#47;ml Staphylococcus aureus beimpft wurden. Die Konzentration des Chemotherapeutikums nimmt von K<Subscript>1</Subscript>-K<Subscript>4</Subscript> geometrisch ab und ist f&#252;r alle Methoden gleich. In zwei Kavit&#228;ten pro Methode wurde die gleiche Konzentration zugesetzt (Doppelbestimmung). Alle Platten wurden am Vortag wie beschrieben inokuliert und inkubiert. Deutlich wird, dass die Mikroagarguss- und Mikroagardilutionsmethode sehr empfindlich sind. W&#228;hrend bei der Mikrobouillonmethode schon bei K<Subscript>2</Subscript> keine Tr&#252;bung mehr auftritt, zeigt sich in der Mikroagarguss- und Mikroagardilutionsmethode noch deutliches Wachstum. Selbst bei K<Subscript>1</Subscript> sind noch Kolonien z&#228;hlbar. Das deutet an, dass es nicht zu einer kompletten Hemmung gekommen, die MHK nicht erreicht ist. Damit ergibt sich eine wesentlich empfindlichere und differenzierte Aussage als bei der Mikrodilution.</Pgraph>
      <Pgraph>Zusammenfassend ist zu sagen, dass keine der beschriebenen Methoden allen gestellten Anspr&#252;chen gerecht wird. Die von uns entwickelten und hier erstmals beschriebenen Methoden bieten jedoch einige Vorteile gegen&#252;ber den etablierten Methoden. Weitere Untersuchungen sind n&#246;tig, um ihre Vorteile und Grenzen abschlie&#223;end zu bewerten und Ihre Eignung f&#252;r die Routine bzw. nationale und internationale Standardisierung zu gew&#228;hrleisten.</Pgraph>
    </TextBlock>
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        <RefPage>714-33</RefPage>
        <RefTotal>Wiedemann B. Bestimmung der Wirksamkeit von Chemotherapeutika. In: Burkhardt F, editor. Mikrobiologische Diagnostik. Stuttgart: Thieme; 1992. p. 714-33.</RefTotal>
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        <RefTitle>Empfindlichkeitspr&#252;fung von mikrobiellen Krankheitserregern gegen Chemotherapeutika Teil 8: Mikrodilution - Allgemeine methodenspezifische Anforderungen</RefTitle>
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              <Mark1>Tabelle 1: Vor- und Nachteile der aktuell etablierten Methoden zur MHK Testung</Mark1>
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              <Mark1>Tabelle 2: Vergleich von Mikroagarguss- und Mikroagardilutionsmethode</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 1: Ausschnitte von Mikrotiterplatten</Mark1>
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