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    <IdentifierDoi>10.3205/zma000871</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0008717</IdentifierUrn>
    <ArticleType language="de">Buchbesprechung</ArticleType>
    <ArticleType language="en">book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Peter Voswinckel: 1937-2012. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft f&#252;r H&#228;matologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder &#8211; &#34;Verweigerte Ehre&#34;. Dokumentation zu Hans Hirschfeld</Title>
      <TitleTranslated language="en">Peter Voswinckel: 1937-2013. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft f&#252;r H&#228;matologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder &#8211; &#34;Verweigerte Ehre&#34;. Dokumentation zu Hans Hirschfeld</TitleTranslated>
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          <Lastname>Winkelmann</Lastname>
          <LastnameHeading>Winkelmann</LastnameHeading>
          <Firstname>Andreas</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
          <AcademicTitle>PD Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address>Charit&#233; - Universit&#228;tsmedizin Berlin, Institut f&#252;r Vegetative Anatomie, 10117 Berlin, Deutschland<Affiliation>Charit&#233; - Universit&#228;tsmedizin Berlin, Institut f&#252;r Vegetative Anatomie, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>andreas.winkelmann&#64;charite.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SectionHeading language="en">medicine</SectionHeading>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20130411</DateReceived>
    <DateRevised>20130411</DateRevised>
    <DateAccepted>20130411</DateAccepted>
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    <DatePublished>20130815</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <LanguageTranslation>engl</LanguageTranslation>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>30</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>28</ArticleNo>
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    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Peter Voswinckel</Pgraph><Pgraph><Mark1>1937 - 2012. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft f&#252;r H&#228;matologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder &#8211; &#8222;Verweigerte Ehre&#8220;. Dokumentation zu Hans Hirschfeld.</Mark1></Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2012, 166 Seiten, &#8364; 16,00 (bestellbar &#252;ber <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.dgho.de">http:&#47;&#47;www.dgho.de</Hyperlink>)</Pgraph><Pgraph>ISBN 978-3-00-039487-4</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Bibliographical details">
      <MainHeadline>Bibliographical details</MainHeadline><Pgraph>Peter Voswinckel</Pgraph><Pgraph><Mark1>1937 - 2012. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft f&#252;r H&#228;matologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder &#8211; &#8222;Verweigerte Ehre&#8220;. Dokumentation zu Hans Hirschfeld.</Mark1></Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2012, 166 Seiten, &#8364; 16,00 (bestellbar &#252;ber www.dgho.de)</Pgraph><Pgraph>ISBN 978-3-00-039487-4</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Was erwartet man von einem Werk mit dem Titel &#34;Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft f&#252;r H&#228;matologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder&#34; &#8211; noch dazu mit einem Einband, der an Pharma-Werbegaben der 80er Jahre erinnert&#63; Der Rezensent h&#228;tte Lobges&#228;nge auf alte oder verstorbene M&#228;nner erwartet, die &#252;ber das Fachgebiet hinaus nur von begrenztem Interesse sind. Bei oberfl&#228;chlichem Hineinbl&#228;ttern k&#246;nnte sich diese Erwartung zun&#228;chst erf&#252;llen: Zu jedem Ehrenmitglied findet sich eine Seite mit einem Schwarzwei&#223;-Bild und einem Lebenslauf &#8211; und es sind tats&#228;chlich nur M&#228;nner. Allerdings stolpert man bei diesem Bl&#228;ttern z. B. &#252;ber den Tenor Jos&#233; Carreras (der nach &#252;berstandener eigener Erkrankung an ALL eine Leuk&#228;mie-Stiftung gr&#252;ndete und daher 2006 Ehrenmitglied wurde), oder aber &#8211; welch ein Kontrast &#8211; &#252;ber Ernst Robert Grawitz, in SS-Uniform abgebildet mit nebenstehenden kompletten Titeln (&#34;SS-Obergruppenf&#252;hrer, Reichsarzt SS, Generalleutnant der Waffen-SS&#34;), der seine 1939 verliehene Ehrenmitgliedschaft allein seiner politischen Bedeutung sowie seinem in der H&#228;matologie bekannten Vater verdankte. Sp&#228;testens bei der Feststellung, dass die Seiten der zweiten Buchh&#228;lfte auf dem Kopf stehen, beginnt aber auch der fl&#252;chtige Leser, das Lesen korrekt vorn im Buch zu beginnen:</Pgraph><Pgraph>Nach einem Gru&#223;wort des derzeitigen Vorstands der DGHO gibt der von ihm beauftragte Autor des Bandes, der Medizinhistoriker Peter Voswinckel, unter dem Titel &#34;Historizit&#228;t der Ehrenmitgliedschaft&#34; eine Einf&#252;hrung (S. 5-9) und diskutiert in diesem Zusammenhang den Begriff der &#34;Ehre&#34;. Er verweist auf die verweigerte Ehre und Ehrenmitgliedschaft, die einem f&#252;hrenden H&#228;matologen der 30er Jahre zugestanden h&#228;tte: Hans Hirschfeld, der wegen seiner j&#252;dischen Herkunft nach Theresienstadt deportiert wurde und dort 1944 ums Leben kam. Es folgt ein Index der Ehrenmitglieder und eine &#220;bersicht der verschiedenen Phasen der Gesellschaft, gegr&#252;ndet 1937 als Deutsche H&#228;matologische Gesellschaft, mit ihren Namenswechseln, Spaltung in Ost und West von 1961 bis 1990, und den Namen der jeweiligen Vorsitzenden. Auf den Seiten 12-61 werden auf je einer Seite, wie oben erw&#228;hnt, chronologisch alle Ehrenmitglieder in einheitlichem Format vorgestellt, jeweils mit Werk- und Literaturverweisen und kurzen Verweisen auf Ehefrau(en) und Kinder.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Lekt&#252;re des zweiten Teils des Bandes (S. 68-166) muss das Buch gedreht und vom hinteren Buchdeckel aus gelesen werden. In dieser sinnf&#228;lligen Position befindet sich eine ausf&#252;hrliche &#34;Dokumentation zu Hans Hirschfeld&#34; unter dem Titel &#34;Verweigerte Ehre&#34;. Ausdr&#252;cklich &#34;fern von ausschweifenden moralischen Appellen&#34; bildet der Autor hier mit nur kurzen erl&#228;uternden Legenden Dokumente aus Archiven und anderen Quellen ab, die Hirschfelds Schicksal und sein Nachwirken betreffen. Es handelt sich um eine ersch&#252;tternde Dokumentation eines b&#252;rokratisch verwalteten Niedergangs. W&#228;hrend Hirschfeld vor 1933 ein international renommierter Forscher war, Mitherausgeber der Folia Haematologica, Abteilungsleiter und au&#223;erordentlicher Professor am Institut f&#252;r Krebsforschung der Charit&#233; mit standesgem&#228;&#223;er 7-Zimmer-Wohnung und Praxis in Berlin, war er 1938 nur noch ein &#34;Krankenbehandler&#34;, der ausschlie&#223;lich j&#252;dische Patienten behandeln durfte, Verm&#246;gen und Praxis verloren hatte, mit seiner Frau zur Untermiete wohnte und &#8211; zu sp&#228;t &#8211; verzweifelte Bittbriefe an internationale Kollegen schrieb. Im Oktober 1942 wurde das Ehepaar mit dem &#34;70. Alterstransport&#34; nach Theresienstadt deportiert, wo Hirschfeld am 26.8.1944 umkam, w&#228;hrend seine Frau das Lager &#252;berlebte. Voswinckel h&#246;rt aber hier nicht auf, sondern dokumentiert auch den Verbleib der Hirschfeldschen Hinterlassenschaften (die Buchhandlung Rothacker interessiert sich f&#252;r einen g&#252;nstigen Ankauf der Privatbibliothek, ein Internist &#252;bernimmt gro&#223;e Teile der Praxisausstattung, die SS das Verm&#246;gen), er dokumentiert auch das &#34;Vergessen&#34; von Hirschfelds Vorarbeiten in den Nachkriegsfortsetzungen der von Hirschfeld herausgegebenen Zeitschriften und Handb&#252;cher sowie die Versuche der Witwe, Wiedergutmachung zu erlangen &#8211; das Ende des b&#252;rokratischen Tauziehens &#252;ber den Wert verlorenen Besitzes erlebt sie nicht mehr.</Pgraph><Pgraph>Das hier pr&#228;sentierte sehr reichhaltige Aktenmaterial, das (mit einigen kleinen L&#252;cken) auch sehr gut belegt ist, verdanken wir, wie man nur zwischen den Zeilen erf&#228;hrt, auch der Tatsache, dass sich der Autor offensichtlich schon seit &#252;ber 25 Jahren mit Hirschfelds Schicksal auseinandersetzt. Es ist ihm sehr hoch anzurechnen, dass er nur am Rande erw&#228;hnt, dass die von ihm schon f&#252;r das 50-j&#228;hrige Jubil&#228;um 1987 erstellte und bereits gedruckte Dokumentation vom damaligen Vorstand der Gesellschaft dann doch zur&#252;ckgehalten wurde, weil man &#34;unliebsame Diskussionen&#34; (S. 159) f&#252;rchtete. Das vorangestellte Gru&#223;wort erweckt zwar den Eindruck, dass auch der heutige Vorstand sich in diesem Punkt 25 Jahre sp&#228;ter immer noch nicht ganz sicher ist, aber immerhin hat er sich zu einer &#34;ausdr&#252;cklichen Billigung&#34; von Voswinckels Darstellung durchgerungen. Die DGHO ist daf&#252;r zu loben, dass damit ein ehrliches Dokument der Zeitgeschichte entstanden ist, dass auch f&#252;r Nicht-H&#228;matologen interessant sein kann.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Recension">
      <MainHeadline>Recension</MainHeadline><Pgraph>What should we expect from a book entitled &#34;The History of the German Society of Haematology and Oncology as Reflected in its Honorary Members&#34; &#8211; particularly if it comes with a cover that resembles those of pharmaceutical company giveaways of the 1980s&#63; I admit that I would have expected songs of praise honouring old or deceased men, and mostly irrelevant for non-haematologists. Such an expectation might be fulfilled for the reader quickly flipping through the pages: you will find a black-and-white picture and a CV for every honorary member &#8211; all of them indeed men. But you might get caught by, e.g., the CV of Jos&#233; Carreras (the famous tenor who, after surviving an acute lymphatic leukaemia, initiated a leukaemia research fund and became honorary member in 2006), or else &#8211; in stark contrast &#8211; the CV of Ernst Robert Grawitz, pictured in SS uniform complete with his official titles (&#34;SS-Obergruppenf&#252;hrer, Reichsarzt SS, Generalleutnant der Waffen-SS&#34;), who owed his honorary membership of 1939 to his political powers and to his father, a well-known haematologist. Even a hurried reader, however, will finally read the book from the start when he&#47;she finds that the pages in the second half of the book are upside down.</Pgraph><Pgraph>After a dedication of today&#39;s board of the society (DGHO) on the first page, the author commissioned by the board, the medical historian Peter Voswinckel, gives an introduction entitled &#34;Historicity of Honorary Membership&#34; (p. 5-9), in which he discusses the term &#34;honour&#34; and refers to the refusal of honour and honorary membership to somebody who certainly would have deserved it as one of the leading German haematologist of the 1930s: Hans Hirschfeld, deported to Theresienstadt for his Jewish descent and succumbed in 1944. This introduction is followed by an index of honorary members and an overview of the various historical phases of the society, founded in 1937 as &#34;German Haematological Society&#34;, including its name changes, the split into an Eastern and Western society 1961-1990, and the names of the respective presidents. On pp. 12-61, as mentioned above, all honorary members are presented in chronological order, each with references to their works and to the literature, to spouses and children.</Pgraph><Pgraph>To read the second part (pp. 68-166), the book has to be turned by 180&#176; and read from the back cover. This obvious position of the book is held by a detailed &#34;Documentation on Hans Hirschfeld&#34; entitled &#34;Refused Honour&#34;. Explicitly &#34;far from wide-ranging moral pleas&#34;, the author presents copies of documents from archives and other sources regarding Hirschfeld&#39;s fate and its aftermath, with only short explaining captions. This is a moving documentation of a bureaucratically administrated downfall. While before 1933, Hirschfeld was an internationally renowned researcher, co-editor of the Folia Haematologica, head of department and extraordinary professor at the Institute for Oncological Research of Charit&#233; in Berlin, living in a 7-room-flat benefitting his rank, in 1938 he had become a mere &#34;Krankenbehandler&#34; (doctor without full registration, with permission to treat Jewish patients only), had lost his assets and his surgery, lived as a lodger together with his wife, and wrote desperate letters to international colleagues when it was too late. In October 1942, the couple was deported to the Theresienstadt concentration camp with the 70<Superscript>th</Superscript> &#34;Alterstransport (old age transport)&#34;. Hirschfeld died there on 26 August 1944, while his wife survived the camp. The author, however, does not stop here, but also documents the fate of Hirschfeld&#39;s valuables (the bookshop Rothacker shows interest in a bargain purchase of the private library, a GP acquires most of the inventory of Hirschfeld&#39;s office, the SS takes over the financial assets). He also documents how Hirschfeld&#39;s contributions were &#34;forgotten&#34; in the post war sequels of journals and handbooks edited by Hirschfeld, and also the attempts of the widow to receive reparation &#8211; Mrs Hirschfeld did not live to the end of the bureaucratic quarrels in this matter.</Pgraph><Pgraph>The rich documentary material presented here, which is well referenced (with some minor exceptions), is also owed to the fact &#8211; expressed only between the lines &#8211; that the author has obviously been concerned with Hirschfeld&#39;s fate for more than 25 years. Voswinckel should be given credit for not stressing explicitly, that he had already gathered a comparable documentation for the 50 years jubilee in 1987, documentation which had even gone to print already but had been withheld by the then board of the society for fear of &#34;disagreeable discussions&#34; (p. 159). While the introductory dedication by today&#39;s board gives the impression that even after 25 years the actual board members are still not fully confident in this question, they at least brought themselves to an &#34;explicit approval&#34; of Voswinckel&#39;s presentation. The DGHO society deserves praise for publishing an honest document of contemporary history, which is of interest even to non-haematologists.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Interessenkonflikt">
      <MainHeadline>Interessenkonflikt</MainHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Competing interests">
      <MainHeadline>Competing interests</MainHeadline><Pgraph>The author declares that he has no competing interests.</Pgraph></TextBlock>
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