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<GmsArticle>
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    <Identifier>ors000016</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/ors000016</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-ors0000161</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Verbesserung der Lebensqualit&#228;t und des Rezidiv-freien &#220;berlebens bei Tumorpatienten. Wie funktioniert Sport&#63; Eine Hypothesengenerierung</Title>
      <TitleTranslated language="en">Improving the quality of life and recurrence-free survival in cancer patients. How does sport work&#63; Hypothesis development</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Seifart</Lastname>
          <LastnameHeading>Seifart</LastnameHeading>
          <Firstname>Ulf</Firstname>
          <Initials>U</Initials>
          <AcademicTitle>PD Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Klinik Sonnenblick, Am&#246;neburger Str. 1-6, 35043 Marburg, Deutschland, Tel.: 06421&#47;295-501<Affiliation>Klinik Sonnenblick, Marburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>ulf.seifart&#64;drv-hessen.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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      <Publisher>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Cancer Survivorship</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20140604</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>2194-2919</ISSN>
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        <JournalTitle>GMS Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Onkol Rehabil Sozialmed</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>08</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Insgesamt ist festzustellen, dass die Ursache des positiven Effektes von Sport auf eine Tumorerkrankung derzeit nicht erkl&#228;rbar ist. M&#246;glicherweise ist die Ursache in molekularbiologischen Ver&#228;nderungen (Reduktion von IGF-1), Aktivierung von BDNF oder durch eine kontinuierliche Gewichtsreduktion bzw. durch eine Wandel im Lebensstil (<TextGroup><PlainText>s. E</PlainText></TextGroup>rn&#228;hrung) oder aber durch die verbesserte soziale Integration von Tumorpatienten zu erkl&#228;ren. Studien, die diese Hypothesen &#252;berpr&#252;fen, sind dringend zu fordern.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Actually we have to consider, that activity or sport of tumor patients will have a positive effect on the prognosis of their illness, while the mechanism of action is poorly understood. In the literature few explanations are discussed in the moment. One of them is the role of insulin growth factor (IGF-1), the activation of brain derived neurotropic brain factor (BDNF) or weight reduction. Another explanation may be the better social reintegration of tumor patients due to their sport activity. All this factors are discussed in the article, while none of them is able to explain the effect of sport on the tumor prognosis at least.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>In der Vergangenheit konnten mehrere Studien <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink> zeigen, dass regelm&#228;&#223;ig k&#246;rperliche Aktivit&#228;t eine Verbesserung des tumorspezifischen, aber auch Gesamt&#252;berlebens von 40&#8211;50&#37; erreichen kann.</Pgraph><Pgraph>Trotz dieser beeindruckenden Zahlen werden diese Daten sehr kritisch diskutiert. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der, dass der Wirkmechanismus von Sport auf den Verlauf einer Tumorerkrankung bis dato nicht erkl&#228;rbar ist. Dieser Artikel soll zur Hypothesengenerierung dienen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="IGF-1 (Insulin Growth Factor)">
      <MainHeadline>IGF-1 (Insulin Growth Factor)</MainHeadline><Pgraph>Eine m&#246;gliche Erkl&#228;rung f&#252;r die Prognoseverbesserung der Tumorerkrankung durch Sport, k&#246;nnte sich durch die Reduktion von IGF I (Insulin-Growth-Factor-I) und die Induktion von IGFBP-3 (Insulin-Growth-Factor-bindenden Protein-3) im Zusammenhang mit k&#246;rperlichem Sport ergeben. In einer Arbeit von Slattery et al. <TextLink reference="5"></TextLink> zeigt sich eine signifikante Interaktion zwischen k&#246;rperlicher Aktivit&#228;t, IGF-1-Genotyp und einem Koloncarzinom und zwischen IGFBP-3-Genotyp und einem rektalem Karzinom. Patienten, die k&#246;rperlich &#228;u&#223;erst aktiv waren und einen 192&#47;192 IGF-1-Genotyp trugen, hatten ein signifikant geringes Risiko an einem Kolonkarcinom zu erkranken verglichen mit den anderen Genotypen. Umgedreht schien eine geringe k&#246;rperliche Aktivit&#228;t und ein hoher BMI in der Anwesenheit des AC oder AA IGFBP-3-Genotyp mit einem erh&#246;hten Kolonkarzinomrisoko zu korrelieren. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r Patienten mit einer Tumorerkrankung konnten Knols et al. <TextLink reference="6"></TextLink> in einer Metaanalyse zeigen, dass Patienten von Sport im Hinblick auf k&#246;rperliche Fitness, Lebensqualit&#228;t und Fatigue profitierten. Als m&#246;gliche Erkl&#228;rung diskutieren die Autoren ebenfalls eine Reduktion von IGF-1, da sich die oben beschriebenen Unterschiede zwischen der Sportgruppe und der Kontrollgruppe fanden. </Pgraph><Pgraph>Diese Daten wurden von Irvin et al. <TextLink reference="7"></TextLink> best&#228;tigt. In dieser Studie wurden 75 postmenopausale Frauen mit einem maximal fortgeschrittenen Mammakarzinom in eine Sportgruppe bzw. Kontrollgruppe randomisiert. Auch hier zeigte sich eine deutliche Reduktion von IGF-1 zwischen der Sportgruppe und der Kontrollgruppe (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>IGF-1 aktiviert in Tumor-, aber auch in gesunden Zellen, bei Bindung an den gleichnamigen Rezeptor, eine Enzymkaskade &#252;ber RAS zu ERK1 bzw. ERK2 die zur Proteinsynthese bzw. zum Zellwachstum f&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph>Die &#220;berlegung, dass die Unterbrechung dieses Pathways die Proliferation von Tumorzellen reduziert, wurde auch bereits medikament&#246;s genutzt. So wurde in einer Phase-II-Studie Ganitumab, ein monoklonaler Antik&#246;rper gegen den IGF-1-Rezeptor an Patienten mit fortgeschrittenen Weichteilsarkomen gepr&#252;ft. Hier zeigte sich ein deutlicher therapeutischer Effekt <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Reduktion von K&#246;rperfett">
      <MainHeadline>Reduktion von K&#246;rperfett</MainHeadline><Pgraph>Ein weiterer Erkl&#228;rungsansatz k&#246;nnte die Reduktion von K&#246;rperfett sein.</Pgraph><Pgraph>Pal et al. <TextLink reference="9"></TextLink> beschreiben in ihrer Publikation eine gemeinsame Ursache zwischen Adipositas und Tumorentstehung durch die Mutation von PTEN. </Pgraph><Pgraph>Die Hypothese wird gest&#252;tzt durch verschiedene Studien <TextLink reference="10"></TextLink>, <TextLink reference="11"></TextLink>, die zeigen konnten, dass &#220;bergewicht ein Risikofaktor f&#252;r die Entstehung von Krebserkrankungen sein kann.</Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus stellen Fettzellen m&#246;glicherweise eine Energiequelle f&#252;r Tumorzellen dar. In experimentellen Untersuchungen <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="13"></TextLink> konnte gezeigt werden, dass  Tumorzellen m&#246;glicherweise aus den sie umgebenden Fettzellen Energietr&#228;ger in Form von Fetts&#228;uren und Ketonen beziehen. Diese Energietr&#228;ger werden im Sinne eines reversen Warburg-Effektes sowohl f&#252;r die Energiegewinnung der Tumorzelle, aber auch f&#252;r den Aufbau von Zellmembranen genutzt, so dass hier m&#246;glicherweise eine Assoziation zwischen den die Tumorzellen umliegenden Fettzellen und den proliferierenden Tumorzellen besteht. Aus diesem Grunde liegt der Schluss nahe, dass, wenn durch regelm&#228;&#223;ig sportliche Aktivit&#228;t Fettzellen bzw. Fetts&#228;uren reduziert werden, Tumorzellen weniger effektiv auf Energielieferanten zur&#252;ck greifen k&#246;nnen und hier&#252;ber in ihrer Proliferation eingeschr&#228;nkt werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ern&#228;hrung und Sport">
      <MainHeadline>Ern&#228;hrung und Sport</MainHeadline><Pgraph>Neben den rein molekularbiologischen Erkl&#228;rungen des Effektes von Sport sollte aber bei der &#228;tiologischen Diskussion des oben beschriebenen Effektes nicht vergessen werden, dass die erhebliche Verbesserung der Prognose der Tumorerkrankung nicht allein nur durch Sport, sondern in der Regel auch durch eine verbesserte Ern&#228;hrung zustande kam. Insbesondere in der Studie von Pierce et al. <TextLink reference="2"></TextLink> konnte der Effekt von Sport insbesondere bei Patientinnen nachgewiesen werden, die sich gesund (&#8222;5 am Tag&#8220;) ern&#228;hrten. </Pgraph><Pgraph>Diese Untersuchungen werden best&#228;tigt von der Gruppe um Meyerhardt et al. <TextLink reference="14"></TextLink>, die zeigen konnten, dass f&#252;r Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen kolorektalen Karzinom das Rezidiv-Risiko bei einer sogenannten Western-Di&#228;t um das 3&#189;-fach anstieg gegen&#252;ber Patienten, die sich gesund ern&#228;hrten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Soziale Funktion von Sport">
      <MainHeadline>Soziale Funktion von Sport</MainHeadline><Pgraph>M&#246;glicherweise liegt der positive Effekt von Sport aber auch in der sozialen Funktion von regelm&#228;&#223;igen sportlichen Aktivit&#228;ten. Sport spielt eine der wichtigsten sozialen integrativen Faktoren unserer Gesellschaften dar, umgedreht ist auch bekannt, dass Patienten, die sozial gut integriert sind, eine deutliche reduzierte Tumormortalit&#228;t aufweisen <TextLink reference="15"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Diese Beobachtungen werden gest&#252;tzt durch die Beobachtung des &#8222;Hispanic Paradox&#8220;. Patel et al. <TextLink reference="16"></TextLink> konnten zeigen, dass bei amerikanischen NSCLC-Patienten mit hispanischen Migrationshintergrund (Ersteinwanderer), die Erkrankung zwar in einem h&#246;heren Stadium diagnostiziert wird, die Patienten aber dennoch ein um 15&#37; besseres &#220;berleben bieten als Amerikaner die in den USA geboren sind. Dieser Effekt verliert sich in der Folgegeneration. Die Autoren erkl&#228;ren diesen Effekt mit der besseren sozialen Integration der Patienten <TextLink reference="16"></TextLink>.  </Pgraph><Pgraph>Einen m&#246;glichen molekularbiologischen Erkl&#228;rungsansatz bieten tierexperimentelle Untersuchungen von Cao et al. <TextLink reference="17"></TextLink>. Die Arbeitsgruppe konnte eine direkte Beziehung zwischen sozialer Stimulation und Expression von BDNF (brain derived neurotropic factor) zeigen. Diese Expression wiederum war mit einem signifikant kleineren Tumorwachstum bei M&#228;usen assoziiert.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph><SubHeadline>Zusammenhang</SubHeadline><Pgraph>Der Artikel ist die Zusammenfassung eines Vortrags anl&#228;sslich der Veranstaltung der Wilsede-Schule &#8222;Cancer Survivorship &#8211; oder wie sieht das Leben nach der Krebserkrankung und deren Behandlung aus&#8220;, 26.09.&#8211;28.09.2013 (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.wilsede-schule-akademie.de&#47;cancersurvivorship.html">https:&#47;&#47;www.wilsede-schule-akademie.de&#47;cancersurvivorship.html</Hyperlink>).</Pgraph></TextBlock>
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