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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000623</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0006233</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Die neue Teilbibliothek Medizin der Universit&#228;t Augsburg: Ein Raum f&#252;r Lernen, Lehre und Austausch</Title>
      <TitleTranslated language="en">The new medical library of the University of Augsburg: A space for learning, teaching and exchange</TitleTranslated>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Teilbibliothek Medizin, Universit&#228;tsbibliothek Augsburg, Universit&#228;tsstra&#223;e 22, 86159 Augsburg, Deutschland<Affiliation>Teilbibliothek Medizin, Universit&#228;tsbibliothek Augsburg, Universit&#228;t Augsburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>evamaria.krause&#64;bibliothek.uni-augsburg.de</Email>
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          <Affiliation>BHBVT Architekten Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>Kusser</LastnameHeading>
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          <LastnameHeading>Schindler</LastnameHeading>
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          <Affiliation>Department of Medical Education Augsburg (DEMEDA), Medizinische Fakult&#228;t, Universit&#228;t Augsburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical library</Keyword>
      <Keyword language="en">new building</Keyword>
      <Keyword language="en">medical studies</Keyword>
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      <Keyword language="de">medizinische Bibliothek</Keyword>
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      <SectionHeading language="de">Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft</SectionHeading>
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      <DatePublished>20250919</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft - Lernortkonzepte f&#252;r Forschung und Lehre</IssueTitle>
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    <ArticleNo>10</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Teilbibliothek Medizin der Universit&#228;t Augsburg bezog zum Wintersemester 2024&#47;2025 das neue Lehrgeb&#228;ude der Medizinischen Fakult&#228;t. Der geschaffene Lernraum zeichnet sich neben einer gro&#223;en Vielfalt an Arbeitspl&#228;tzen durch attraktive R&#228;ume sowohl f&#252;r konzentriertes Arbeiten als auch f&#252;r Austausch und Begegnung aus und bietet Infrastruktur f&#252;r digitales Lehren und Lernen. Damit greift der neue Bibliotheksstandort das innovative Lehr-Lern-Konzept der Medizinischen Fakult&#228;t auf und unterst&#252;tzt dadurch gezielt die medizinische Ausbildung in Augsburg. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The Medical Library of the University of Augsburg moved into the new teaching building of the Faculty of Medicine in the winter semester of 2024. The learning space is characterised by a wide variety of worksta<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ions, attractive spaces for concentrated work as well as for exchange and encounters, and provides infrastructure for digital teaching and learning. The new library site thus reflects the teaching and learning concept of the Faculty of Medicine and precisely supports medical training in Augsburg.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="1 Einleitung" linked="yes">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Mehr Arbeitspl&#228;tze und mehr Flexibilit&#228;t dringend ben&#246;tigt&#33; So l&#228;sst sich die Situation der Teilbibliothek Medizin der Universit&#228;t Augsburg bis zum August 2024 beschreiben. Die Bibliothek befand sich in einem Interimsgeb&#228;ude im Universit&#228;tsklinikum, in dem &#252;berwiegend auch der Lehrbetrieb der 2016 gegr&#252;ndeten Medizinischen Fakult&#228;t stattfand. Die r&#228;umliche N&#228;he zu den Nutzenden war damit zwar gegeben, jedoch reichten die Bibliotheksfl&#228;che mit etwa 170 m&#178; und das Angebot von 25 reinen Einzelarbeitspl&#228;tzen bei weitem nicht mehr aus. Die Studierendenzahlen der Humanmedizin waren von 84 im Jahr 2019, dem Jahr der Er&#246;ffnung des Medizinstudiengangs und auch der Bibliothek, j&#228;hrlich angestiegen. Im vor der T&#252;r stehenden Wintersemester 2024&#47;2025 w&#252;rden es rund 760 Studierende allein der Humanmedizin werden. Hinzu kamen weitere Studierende der F&#228;cher Medizinische Informatik und Hebammenwissenschaft. Nicht zuletzt dr&#228;ngte die langfristige Perspektive zu einer Ausweitung der R&#228;umlichkeiten: Anfang der 2030er Jahre wird es 1.500 Medizinstudienpl&#228;tze und etwa 100 Professorinnen und Professoren an der Universit&#228;tsmedizin Augsburg geben.</Pgraph><Pgraph>Mit Hochdruck wird deswegen an der Entstehung des neuen Medizincampus in unmittelbarer N&#228;he zum Universit&#228;tsklinikum Augsburg gearbeitet. Als erstes Geb&#228;ude wurde im Oktober 2024 das Lehrgeb&#228;ude der Medizinischen Fakult&#228;t er&#246;ffnet, in dem nun auch die Teilbibliothek Medizin untergebracht ist. In diesem Artikel beschreiben wir die Grundz&#252;ge des neu geschaffenen Lernraums, gehen darauf ein, wie sich das Bibliothekskonzept in das Lehr-Lern-Konzept der Medizinischen Fakult&#228;t einf&#252;gt und geben Einblicke in unsere &#220;berlegungen w&#228;hrend der Planung und zu k&#252;nftigen M&#246;glichkeiten der Weiterentwicklung der Bibliothek. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="2 Das Medizinstudium in Augsburg" linked="yes">
      <MainHeadline>2 Das Medizinstudium in Augsburg</MainHeadline><Pgraph>Der Modellstudiengang Humanmedizin an der Universit&#228;t Augsburg ist kompetenzorientiert aufgebaut: Von Beginn an stehen der Erwerb biomedizinischen Wissens und dessen Verkn&#252;pfung und Anwendung in &#228;rztlichen Situationen im Vordergrund. Die Studierenden entwickeln &#252;ber den gesamten Studienverlauf &#228;rztliches Denken und Handeln in steigender Komplexit&#228;t und Realit&#228;tsn&#228;he. </Pgraph><Pgraph>Neben st&#228;rker wissensvermittelnden Formaten wie Vorlesungen und Online-Lehreinheiten spielen interaktive Lehrformen wie Kleingruppenunterricht, projektbasiertes Lernen und wissenschaftliches Arbeiten eine zentrale Rolle. Die Studierenden arbeiten in diesen Veranstaltungen in Gruppen an Patientinnen- und Patientenf&#228;llen und &#228;rztlichen Problemstellungen. Die Lehrenden fungieren dabei vermehrt als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter, die den individuellen und kollaborativen Lernprozess unterst&#252;tzen.</Pgraph><Pgraph>Diese didaktische Ausrichtung erfordert Lernorte, die zugleich sowohl konzentriertes individuelles Arbeiten als auch kollaboratives Lernen erm&#246;glichen bzw. unterst&#252;tzen &#8211; etwa f&#252;r die strukturierte Vorbereitung auf Kleingruppenformate, die vertiefende Auseinandersetzung mit Lehrinhalten oder die gemeinsame Bearbeitung von Aufgabenstellungen im Rahmen der studentischen Projekte und wissenschaftlicher Arbeiten. Die Bibliothek ist daher kein separater Ort neben dem Curriculum, sondern ein zentral integrierter Bestandteil des Lehr-Lern-Konzepts. Sie bietet die r&#228;umliche, mediale und funktionale Infrastruktur, um Selbststudium, Teamarbeit und wissenschaftliches Arbeiten in zeitlicher und &#246;rtlicher N&#228;he zu den Lehrveranstaltungen optimal zu unterst&#252;tzen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="3 Der neue Medizincampus der Universit&#228;t Augsburg" linked="yes">
      <MainHeadline>3 Der neue Medizincampus der Universit&#228;t Augsburg</MainHeadline><Pgraph>Nach der Entscheidung des Freistaats Bayern, das Klinikum Augsburg in ein Universit&#228;tsklinikum zu &#252;berf&#252;hren und eine medizinische Fakult&#228;t zu gr&#252;nden, begannen die Planungen f&#252;r einen neuen Campus s&#252;dlich des Klinikums. Im Rahmen eines Planungswettbewerbs entwickelten BHBVT Architekten (Berlin) gemeinsam mit studio polymorph Landschaftsarchitekten einen st&#228;dtebaulichen Entwurf f&#252;r den Campus mit mehreren Lehr- und Forschungsgeb&#228;uden. Beide B&#252;ros verf&#252;gen &#252;ber umfangreiche Erfahrung im Bereich Bildungs- und Forschungsbauten.</Pgraph><Pgraph>Die Campusplanung (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) zeichnet sich durch eine klare und nachvollziehbare Struktur aus. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von markanten Bauk&#246;rpern und vielf&#228;ltig gestalteten Au&#223;enr&#228;umen. Wie bei den Innenr&#228;umen der neu geplanten Geb&#228;ude, wurde auch bei der Planung der Au&#223;enanlagen gro&#223;er Wert auf unterschiedliche Funktionen und Atmosph&#228;ren von Kommunikations- und Lernr&#228;umen gelegt. Die Begegnung von Studierenden, Forschenden und Lehrenden steht stets im Mittelpunkt. </Pgraph><Pgraph>Die Promenade als zentrale Verbindungsachse zur Tram-Station und zum Klinikum sorgt f&#252;r eine gute Orientierung und bietet dar&#252;ber hinaus eine Vielzahl von Sitz- und Aufenthaltsm&#246;glichkeiten. Der Entr&#233;eplatz mit dem skulpturalen Fahrradhaus schafft den stadtr&#228;umlichen Bezug zum dominanten Klinikum im Norden. Eine Campuswiese l&#228;dt zum Entspannen, Lernen oder Sporttreiben ein. In Zukunft wird noch ein Wasserplatz mit besonderen atmosph&#228;rischen Qualit&#228;ten hinzukommen und auch der gr&#252;ne Saum mit Sport und Erholungsfunktionen wird weiter komplettiert werden.</Pgraph><Pgraph>In einem ersten Bauabschnitt werden das Lehrgeb&#228;ude (LGB) mit einer Bruttogrundfl&#228;che von 13.985 m&#178; und der Forschungsneubau des Instituts f&#252;r Theoretische Medizin (ITM) mit 19.270 m&#178; errichtet. Beide Geb&#228;ude wurden von BHBVT Architekten entworfen. Ab 2026 soll mit den Bauarbeiten eines weiteren Forschungsgeb&#228;udes s&#252;dlich des ITM begonnen werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="4 Das Lehrgeb&#228;ude der Medizinischen Fakult&#228;t" linked="no">
      <MainHeadline>4 Das Lehrgeb&#228;ude der Medizinischen Fakult&#228;t</MainHeadline><Pgraph>Das Raumprogramm des Lehrgeb&#228;udes umfasst rund 6.400 m&#178; Nutzfl&#228;che und beherbergt H&#246;rs&#228;le, Seminar-, Kleingruppen- und Praktikumsr&#228;ume, die Teilbibliothek Medizin der Universit&#228;tsbibliothek, ein interprofessionelles Trainingszentrum und das Dekanat der Medizinischen Fakult&#228;t sowie das Department of Medical Education (DEMEDA). Erg&#228;nzt werden diese Nutzungen mit einer Cafeteria im Erdgeschoss und mit Werkst&#228;tten f&#252;r den Geb&#228;udebetrieb.</Pgraph><Pgraph>Das Raumkonzept des Lehrgeb&#228;udes ist auf das Selbstverst&#228;ndnis der Medizinischen Fakult&#228;t ausgerichtet, innerhalb einer Gemeinschaft aus Lehrenden und Lernenden eine gute Lehr- und Lernkultur zu etablieren. Die R&#228;ume erm&#246;glichen unterschiedliche Lehrveranstaltungsformen von Vorlesungen bis hin zu modernen Flipped Classroom-Konzepten, von E-Learning bis Kleingruppenunterricht, mit einem hohen Anteil an selbstgesteuertem Lernen und praktischem Unterricht (Simulationen und Fertigkeitentraining). Das Leitmotiv bei der inneren Organisation besteht insbesondere darin, R&#228;ume zu schaffen, die die Begegnung und Kommunikation anregen, optimale Fl&#228;chen zum Selbststudium bieten und zugleich eine selbstverst&#228;ndliche Orientierung im Geb&#228;ude erm&#246;glichen.</Pgraph><Pgraph>Von au&#223;en verweist das neue Lehrgeb&#228;ude mit seiner markanten Silhouette auf die unterschiedlichen Nutzungen im Inneren (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure" />). In den ersten vier Geschossen befinden sich haupts&#228;chlich R&#228;ume f&#252;r den Lehrbe<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>rieb sowie die Bibliothek mit Blick auf den Patientengar<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>en. Ein gro&#223;z&#252;giges Atrium mit Sitztreppe im EG durchzieht diese Bereiche und schafft Fl&#228;chen zum Selbststu<TextGroup><PlainText>d</PlainText></TextGroup>ium und zur Begegnung. Der Lesegarten im <TextGroup><PlainText>4. OG</PlainText></TextGroup> erweitert die Bibliothek um einen attraktiven Au&#223;enraum. Der aufragende Geb&#228;udeteil im Osten nimmt die B&#252;ror&#228;ume auf. </Pgraph><Pgraph>St&#228;dtebaulich tritt das Lehrgeb&#228;ude als kraftvoller, monolithischer Bauk&#246;rper in Erscheinung, wodurch das Bestreben nach Urbanit&#228;t unterst&#252;tzt wird. Gleichzeitig vermitteln die fein gegliederten Fassaden Transparenz und lassen die inneren Funktionen von au&#223;en erlebbar werden. </Pgraph><Pgraph>Das Geb&#228;ude wurde unter Ber&#252;cksichtigung &#246;kologischer und funktionaler Aspekte geplant. Energieeffiziente Technik, langlebige Materialien und ein durchdachtes Mobilit&#228;tskonzept &#8211; etwa mit dem Fahrradhaus &#8211; tragen zur Nachhaltigkeit bei. Die Architektur f&#246;rdert nicht nur den Wissenstransfer, sondern auch das Wohlbefinden der Nutzenden durch eine angenehme Atmosph&#228;re, kurze Wege und vielf&#228;ltige Lernorte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="5 Bauliche Gestaltung des Lernraums im Lehrgeb&#228;ude" linked="yes">
      <MainHeadline>5 Bauliche Gestaltung des Lernraums im Lehrgeb&#228;ude</MainHeadline><Pgraph>Beim Entwurf des Lehrgeb&#228;udes wurde die Bibliothek als ein wichtiger und zentraler Funktionsbereich betrachtet. Die Lage im 3. und 4. Obergeschoss an der Westseite des Geb&#228;udes wurde von den Architektinnen und Architekten bewusst gew&#228;hlt, da sich hier attraktive Ausblicke in den landschaftlich gestalteten Patientengarten des Klinikums ergeben (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure" />). Bei gutem Wetter ist sogar ein Fernblick in die Alpen und bis zur Zugspitze m&#246;glich. </Pgraph><Pgraph>Die gro&#223;z&#252;gige Treppenanlage im Atrium ist so angelegt, dass sie unmittelbar am Eingang der Bibliothek endet, was die Bedeutung der Bibliothek hervorhebt und eine leichte Auffindbarkeit erm&#246;glicht. Vom Eingang der Bibliothek im 3. Obergeschoss ist eine Sichtachse auf den bereits erw&#228;hnten Patientengarten ausgerichtet. Um diese Orientierung zu verst&#228;rken, wurde von den Architektinnen und Architekten ein gro&#223;es zweigeschossiges Fenster geplant, dem innen ein Luftraum &#252;ber beide Geschosse vorgelagert ist und das au&#223;en durch eine Art Passepartout aus Betonfertigteilen akzentuiert wird. Somit wird die Bibliothek auch von au&#223;en als Sonderbereich an der Fassade ablesbar (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure" />, Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure" />).</Pgraph><Pgraph>Innen sorgen klare Strukturen f&#252;r gute Orientierung. Einzelarbeitspl&#228;tze an der Westfassade bieten Ruhe, Tageslicht und Naturblick. Regale dienen als akustische Puffer zwischen den Arbeitspl&#228;tzen und den Verkehrsfl&#228;chen, wo auch Selbstverbucher und Rechercheterminals positioniert sind (Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure" />).</Pgraph><Pgraph>Die Ausbaumaterialien wurden so gew&#228;hlt, dass sie die Lernbedingungen optimal unterst&#252;tzen. Als Bodenbelag wurde ein Teppichboden verlegt, der die Trittger&#228;usche der Nutzenden minimiert. Die Metalllamellen an den Decken absorbieren zus&#228;tzlich den Schall und sorgen f&#252;r eine gute Akustik. Auch die Heiz- und K&#252;hlfunktion wird von den Metalllamellen &#252;bernommen. Um eine gute Luftqualit&#228;t zu garantieren, wird die Zu- und Abluft mechanisch &#252;ber L&#252;ftungsanlagen organisiert, zus&#228;tzlich k&#246;nnen Fensterfl&#252;gel ge&#246;ffnet werden. An der Fassade sind au&#223;en Markisen als Sonnenschutz angebracht, die &#252;ber eine Steuerung automatisch aktiviert werden. Innen befinden sich zus&#228;tzlich Blendschutzrollos, die ebenfalls motorisch bedient werden k&#246;nnen. Diese technischen Raumkonditionierungen sollen zusammen mit dem dezenten Farb- und Materialkonzept die Nutzungsqualit&#228;ten weiter unterst&#252;tzen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="6 Die Teilbibliothek Medizin im neuen Lehrgeb&#228;ude" linked="yes">
      <MainHeadline>6 Die Teilbibliothek Medizin im neuen Lehrgeb&#228;ude</MainHeadline><SubHeadline>6.1 Lernr&#228;ume in der Bibliothek</SubHeadline><Pgraph>Gerade in der Bibliothek wird das oben beschriebene Raumkonzept des neuen Lehrgeb&#228;udes konsequent umgesetzt. Ziel war dabei, einen Lernraum zu schaffen, der verschiedenen Lernstilen und -bed&#252;rfnissen gerecht wird. Klassische Lesepl&#228;tze mit und ohne Seitenw&#228;nde erm&#246;glichen den Nutzenden fokussiertes individuelles Arbeiten. Sie bieten sich an f&#252;r die Nachbereitung von wissensvermittelnden Formaten wie Vorlesungen und Online-Lehreinheiten, f&#252;r das Selbststudium und die Pr&#252;fungsvorbereitung. Ganz im Sinne des oben beschriebenen Lehr-Lern-Konzepts, das vor allem den Austausch und das gemeinschaftliche Arbeiten f&#246;rdern will, wurden aber auch kollaborative Lernm&#246;glichkeiten in den Bibliotheksraum integriert: Drei Gruppenarbeitsr&#228;ume wurden vollst&#228;ndig mit der aus den Kleingruppenr&#228;umen des Lehrgeb&#228;udes bekannten Medientechnik ausgestattet (interaktives Whiteboard, Kurzdistanzbeamer, HDMI-An<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>chlussm&#246;glichkeiten in einer Mediens&#228;ule sowie in den Bodentanks, Strom- und Datenanschl&#252;sse in den Bodentanks) und k&#246;nnen von Universit&#228;tsangeh&#246;rigen stundenweise online gebucht werden. Weiterhin sind hier vor allem die in verschiedenen Ausf&#252;hrungen vorhandenen Lernkojen zu nennen. Dabei handelt es sich um sofaartige Polsterm&#246;bel mit schallschluckenden Seitenw&#228;nden, die Platz f&#252;r bis zu sechs Personen bieten. Innen befinden sich je nach Ausf&#252;hrung ein Tisch sowie ein Bildschirm. Die Gruppenarbeitsr&#228;ume und Lernkojen bieten so Raum f&#252;r die gemeinsame Vor- und Nachbereitung von Kleingruppenformaten oder die Bearbeitung von studentischen Projekten. Die interaktiven Whiteboards in den Gruppenr&#228;umen und Bildschirme in den Lernkojen k&#246;nnen dabei genutzt werden, um beispielsweise gemeinsam an Pr&#228;sentationen oder Postern zu arbeiten. </Pgraph><Pgraph>Daneben stehen den Nutzenden noch eine ganze Reihe weiterer Lernorte zur Verf&#252;gung: Sessel flankiert von kleinen Tischen schaffen eine zus&#228;tzliche, etwas informellere Arbeitszone, barrierearme, h&#246;henverstellbare Tische bieten eine rollstuhlgerechte Arbeitsm&#246;glichkeit, ein PC-Pool mit 20 Rechnern erm&#246;glicht Internetzugang sowie das Bearbeiten und Ausdrucken von Dokumenten. </Pgraph><Pgraph>Alle bisher genannten Bereiche umfassen zusammen mehr als 220 Arbeitspl&#228;tze (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure" />, Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure" />). Mit dem Lesegarten bietet die Teilbibliothek Medizin dar&#252;ber hinaus noch einen ganz besonderen Raum: Hierbei handelt es sich um einen ca. 500 m&#178; gro&#223;en Dachgarten, der den Raum oberhalb des Atriums einnimmt. Mehrere B&#228;nke, Liegest&#252;hle sowie Sitzgruppen laden hier bei sch&#246;nem Wetter zwischen Pflanzenbeeten zum Verweilen, Lernen oder Pausieren im Freien ein und d&#252;rfen mit Recht als ein Highlight der Bibliothek bezeichnet werden. </Pgraph><Pgraph>Das Bibliotheksteam sieht die beschriebene Vielfalt an Arbeitspl&#228;tzen als unverzichtbar an, um die Elemente des Lehr-Lern-Konzepts zu unterst&#252;tzen. Bei aller theoretischen Planung steht jedoch au&#223;er Frage, dass die Nutzenden schlussendlich ihren Lernraum nach ihren jeweiligen Bed&#252;rfnissen selbst w&#228;hlen und gestalten werden. So kann etwa beobachtet werden, wie Personen allein oder zu zweit in einer Lernkoje oder in einem Gruppenraum konzentriert individuell lernen oder kleine Gruppen von Personen still und jeweils nur auf den eigenen Laptop konzentriert im Lesegarten zusammensitzen. Als weiteres Nutzungsszenario kommt vor, dass Studierende und Lehrende die Arbeitspl&#228;tze in der Bibliothek als Aufenthaltsraum zwischen ihren Lehrveranstaltungen nutzen, um kurz ihre E-Mails zu checken, zu arbeiten oder sich in Vorbereitung auf die anstehende Veranstaltung auszutauschen. Die Gruppenr&#228;ume werden gelegentlich auch von einer oder wenigen Personen dazu genutzt, an Webkonferenzen teilzunehmen. Auch f&#252;r Interviews einer Doktorandin wurden die Gruppenr&#228;ume schon zur Verf&#252;gung gestellt. Die flexibel einsetzbaren vorhandenen R&#228;ume erm&#246;glichen alle diese genannten und sicherlich noch viele weitere Nutzungsvarianten, was von Seiten der Bibliothek auch ausdr&#252;cklich begr&#252;&#223;t wird. </Pgraph><SubHeadline>6.2 Bibliotheksservices f&#252;r digitales Lehren und Lernen</SubHeadline><Pgraph>Dass im Konzept des Modellstudiengangs Humanmedizin an der Universit&#228;t Augsburg auch die Lehre im digitalen Raum eine wesentliche Rolle spielt, ist auch im Serviceportfolio der Teilbibliothek Medizin abgebildet: Mit der Technikausleihe beispielsweise stehen in der Bibliothek verschiedene Hardwareprodukte zur Ausleihe bereit. Darunter fallen etwa Datenkabel f&#252;r die Bildschirme in den Lernkojen, Presenter, die in Seminaren zum Einsatz kommen k&#246;nnen, Kopfh&#246;rer oder ein USB-Mikrofon f&#252;r Videokonferenzen oder Tonaufnahmen. Dies soll digital-unterst&#252;tztes Arbeiten f&#252;r alle Studierenden erm&#246;glichen. Im gesamten Bibliotheksbereich stehen zudem das WLAN eduroam und das offene Bayern-WLAN zur Verf&#252;gung. Generell kann man im Bibliothekskonzept auch die zunehmende Verschr&#228;nkung von physischem und digitalem Lernraum erkennen, die Universit&#228;ten im Allgemeinen und Bibliotheken im Besonderen mittlerweile auszeichnet: So werden die Bibliotheksnutzenden durch QR-Codes an den Regalen darauf hingewiesen, wenn ein bestimmtes Lehrbuch parallel auch als E-Book an der Bibliothek vorhanden ist. Das virtuelle Rauminformationssystem weist Nutzende aus dem OPAC direkt zum Buch, das sie dank Ausstattung mit RFID eigenst&#228;ndig an Selbstverbuchern entleihen und zur&#252;ckgeben k&#246;nnen. Die offene Lernatmosph&#228;re in den Lernkojen, Gruppenarbeitsr&#228;umen oder in den informellen Lernzonen erm&#246;glicht auch Inverted Classroom-Szenarien. In diesen erarbeiten Studierende Lehrinhalte vorab im digitalen Raum, z.B. in der Bibliothek. Auf die Lehrinhalte wird dann sp&#228;ter in Seminaren oder Kleingruppen in Pr&#228;senz eingegangen. Hier zeigt sich erneut, wie sich die Bibliothek als Raum in das Lehr-Lernkonzept der Universit&#228;tsmedizin einf&#252;gt.</Pgraph><SubHeadline>6.3 Flexibilit&#228;t und Anpassbarkeit der Bibliotheksr&#228;ume</SubHeadline><Pgraph>Von Beginn an waren bei der Konzeptentwicklung f&#252;r das Team der Bibliothek flexible Nutzungsm&#246;glichkeiten der R&#228;ume sowie die Anpassbarkeit an sich &#228;ndernde Anforderungen wichtige Leitgedanken. Als eine Konsequenz wurde einkalkuliert, dass aufgrund ver&#228;nderter Benutzungsbed&#252;rfnisse zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt weitere Regalfl&#228;chen zu Arbeitspl&#228;tzen umgewandelt werden k&#246;nnten. Geb&#228;udetechnisch wird dies durch den Hohlboden in der Bibliothek erm&#246;glicht, in den bereits jetzt an vielen Stellen Bodentanks mit Strom- und Datenanschl&#252;ssen integriert wurden. </Pgraph><Pgraph>Neben den Fl&#228;chen im Lesesaal sind auch die Schulungs- und Gruppenr&#228;ume zur flexiblen Nutzung ausgelegt: Die vorhandenen Tische lassen sich in verschiedenen Varianten anordnen, je nach den didaktischen Erfordernissen. So sind insbesondere im gro&#223;en Schulungsraum von Tischreihen, &#252;ber verschiedene Gruppenszenarien bis hin zu Sitzungsformaten unterschiedlichste Lern- und Arbeitssettings m&#246;glich. Dadurch kann die Bibliothek die drei Gruppen- und Schulungsr&#228;ume auch f&#252;r Workshops, Bibliothekseinf&#252;hrungen im Rahmen von &#228;rztlichen Fortbildungsreihen einzelner Kliniken, Recherche-Beratungsgespr&#228;che oder Besprechungen nutzen. Sofern gerade keine Reservierungen vorliegen oder Veranstaltungen stattfinden, sind die R&#228;ume f&#252;r die Bibliotheksnutzenden frei zug&#228;nglich.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="7 Erste Erfahrungen zum Betrieb des neuen Standorts und Lessons learned" linked="yes">
      <MainHeadline>7 Erste Erfahrungen zum Betrieb des neuen Standorts und Lessons learned</MainHeadline><Pgraph>Der neue Bibliotheksstandort wird sehr gut angenommen: Die Studierenden sch&#228;tzen die Gestaltung der Bibliothek und die motivierende Arbeitsatmosph&#228;re, wie auch Studierendenvertreter in einem Gespr&#228;ch berichteten. Da bisher keine Befragung zum neuen Bibliotheksstandort durchgef&#252;hrt wurde, kann an dieser Stelle nur von Eindr&#252;cken und Beobachtungen berichtet werden. Demnach sind besonders die Lernkojen sehr beliebt. Daneben sind die Arbeitspl&#228;tze im oberen der beiden Stockwerke der Bibliothek am st&#228;rksten ausgelastet, vielleicht wegen der ungest&#246;rten Arbeitsatmosph&#228;re fernab vom Eingangsbereich und der Informationstheke. Wenig genutzt wurde von Beginn an der PC-Pool, stattdessen arbeiten die Bibliotheksnutzenden in der Regel mit eigenen Ger&#228;ten. Einige Medien und Services der Bibliothek werden nun deutlich h&#228;ufiger nachgefragt als am alten Standort, wie beispielsweise die Technikausleihe, Lernkarten oder die drei vorhandenen anatomischen Modelle (zwei Skelette und ein Sch&#228;del). Obwohl keine konsequente Zonierung in &#8222;laute&#8220; und &#8222;leise&#8220; Bereiche vorgenommen wurde, gab es bisher keine negativen R&#252;ckmeldungen zur Lautst&#228;rke in der Bibliothek, was sich vermutlich auf die gute Akustik des Geb&#228;udes zur&#252;ckf&#252;hren l&#228;sst. Zudem ist die Teilbibliothek Medizin durch die zentrale Lage im Lehrgeb&#228;ude nun deutlich pr&#228;senter im Lehr- und Fakult&#228;tsbetrieb als an ihrem vorherigen Standort. Die Informationstheke der Bibliothek, diejenige Betriebseinheit mit den l&#228;ngsten &#214;ffnungszeiten im Geb&#228;ude, fungiert daher h&#228;ufig als erste Anlaufstelle f&#252;r verschiedenste Fragen.</Pgraph><Pgraph>Nat&#252;rlich gibt es auch Verbesserungsw&#252;nsche an die Bibliothek. Schon nach der ersten Pr&#252;fungsphase wurde vereinzelt die Frage nach mehr Arbeitspl&#228;tzen in der Bibliothek von den Studierenden gestellt. Da sich die Zahl der Studierenden in den n&#228;chsten Jahren verdoppelt, wird dieses Thema das Bibliotheksteam sicherlich &#252;ber die n&#228;chsten Jahre begleiten. Im Lehrgeb&#228;ude k&#246;nnen zwar schon jetzt nicht belegte Kleingruppenr&#228;ume w&#228;hrend des Semesters genutzt werden, anekdotisch haben Studierende aber schon berichtet, dass ihnen dort die gemeinsame Lernatmosph&#228;re der Bibliothek fehlt. Der gr&#246;&#223;te Kritikpunkt der Studierenden am neuen Bibliotheksstandort betrifft zudem nicht die r&#228;umlichen Gegebenheiten, sondern die &#214;ffnungszeiten. Die Teilbibliothek Medizin bleibt mit diesen (Montag bis Freitag, 8:30&#8211;20:00 Uhr) momentan noch recht deutlich hinter den &#214;ffnungszeiten der Bibliotheken am Hauptcampus zur&#252;ck. Beispielsweise &#246;ffnet die Teilbibliothek Naturwissenschaften aktuell w&#246;chentlich 26 Stunden mehr (Montag bis Freitag, 8:30&#8211;22:00 Uhr; Samstag, 10:00&#8211;20:00 Uhr, Sonntag, 12:00&#8211;18:00 Uhr). Im Vergleich zu den weiteren Teilbibliotheken und der Zentralbibliothek betr&#228;gt die w&#246;chentliche Differenz sogar &#252;ber 30 Stunden.</Pgraph><Pgraph>Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus den beschriebenen Erfahrungen f&#252;r andere Projekte ziehen&#63; Bew&#228;hrt haben sich die zentrale Lage der Bibliothek im Geb&#228;ude, die hohe Aufenthaltsqualit&#228;t und die Vielfalt und Flexibilit&#228;t der R&#228;umlichkeiten und Arbeitspl&#228;tze. Besonders gewinnbringend f&#252;r die Gestaltung des Lernraums sind und waren die enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten und die Offenheit, neue Ideen in die Planung mit aufzunehmen, wie beispielsweise die Lernkojen. Die in der Planung getroffene Entscheidung zur Anzahl der Arbeitspl&#228;tze ist zum aktuellen Zeitpunkt noch schwierig zu bewerten. Es standen auch Berechnungen im Raum, in einem der beiden Stockwerke zugunsten von Arbeitspl&#228;tzen ganz auf Regale zu verzichten. Es wurde schlussendlich jedoch ein Mittelweg gew&#228;hlt, um auch Regalfl&#228;chen f&#252;r den weiteren Bestandsaufbau vorzusehen. Lediglich der PC-Pool h&#228;tte aufgrund der geringen bisherigen Nutzung kleiner gestaltet werden k&#246;nnen. Eine Herausforderung bleibt die Erweiterung der &#214;ffnungszeiten der Bibliothek, da hierbei auch Fragen zum Geb&#228;udebetrieb insgesamt ber&#252;hrt werden. F&#252;r zuk&#252;nftige Projekte empfiehlt es sich, den Geb&#228;ude- und Bibliotheksbetrieb in den Randzeiten und am Wochenende so fr&#252;h wie m&#246;glich mitzudenken. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="8 Weiterentwicklung von Lernraum und Services" linked="yes">
      <MainHeadline>8 Weiterentwicklung von Lernraum und Services</MainHeadline><Pgraph>Wie sehen die Weiterentwicklungsm&#246;glichkeiten des Lernraums und der Services der Bibliothek aus&#63; Frei nach einem Zitat von R. David Lankes &#8222;Bad libraries build collections, good libraries build services, great libraries build communities.&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink> liegt f&#252;r das Bibliotheksteam das gr&#246;&#223;te Potential darin, die Bibliothek noch st&#228;rker in den Universit&#228;tsbetrieb sowie das Fakult&#228;tsleben zu integrieren. Dabei ist eine stimmige Verankerung des Angebots von entscheidender Bedeutung: Wo kann die Bibliothek mit anderen Bereichen zusammenarbeiten und deren Angebote sinnvoll erg&#228;nzen, wie greifen Themen und Servicebereiche ineinander&#63; Der neue Bibliotheksstandort im Lehrgeb&#228;ude der Medizinischen Fakult&#228;t bietet hierf&#252;r ideale Voraussetzungen.</Pgraph><Pgraph>Zum einen ist das Ziel gesamtuniversit&#228;re Projekte zu unterst&#252;tzen, etwa das Gesundheitsmanagement. So findet man im oberen Stockwerk der Bibliothek die &#8222;Literarische Apotheke&#8220;: Im Rahmen eines Projektes erarbeiteten Studentinnen des Studiengangs &#8222;Bibliotheks- und Informationsmanagement&#8220; der Hochschule f&#252;r den &#246;ffentlichen Dienst in Bayern einen Buchbestand, der die Stressreduktion im Studienalltag f&#246;rdern soll. Zur Er&#246;ffnung der Literarischen Apotheke fand in Kooperation mit dem Gesundheitsmanagement ein Yoga-Kurs im gro&#223;en Gruppenarbeitsraum der Bibliothek statt, der besonders sch&#246;ne Sichtachsen auf die Gr&#252;nfl&#228;chen im Westen des Lehrgeb&#228;udes bietet. Bewegungsangebote wie ein Laufband oder Fahrrad-Schreibtische innerhalb der Bibliothek sind schwierig in die vorhandenen Fl&#228;chen zu integrieren. Daf&#252;r ist geplant, kleinere Sportger&#228;te wie Therab&#228;nder &#252;ber die Bibliothek auszugeben, erg&#228;nzt durch von der Fachschaft zur Verf&#252;gung gestellte Spiele wie Badminton-Set und Wikinger-Schach, die auf der Campuswiese genutzt werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Zum anderen sind weitere Angebote im Zusammenhang mit Forschung und Lehre an der Universit&#228;t denkbar. Beispielsweise k&#246;nnten in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl f&#252;r Anatomie und Zellbiologie weitere anatomische Modelle ausgesucht und in der Bibliothek angeboten werden. Vitrinen in der Schrankwand im oberen Stockwerk der Bibliothek eignen sich dar&#252;ber hinaus dazu, Ausschnitte aus Ausstellungen der Universit&#228;tsbibliothek auch an den Medizincampus zu bringen oder eigene kleine Ausstellungen der Universit&#228;tsmedizin zu zeigen. Aktuell l&#228;uft mit dem Studiengangsmanagement der Medizinischen Fakult&#228;t und dem Rechenzentrum die Planung, Laptops &#252;ber die Informationstheke in der Bibliothek zu verleihen. Der Workflow insgesamt wird dabei vom Studiengangsmanagement betreut, die Ger&#228;te vom Rechenzentrum beschafft und gewartet &#8211; ein Beispiel f&#252;r eine gelungene Zusammenarbeit verschiedener Partner am Standort.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="9 Fazit" linked="yes">
      <MainHeadline>9 Fazit</MainHeadline><Pgraph>Zur&#252;ck zum Anfang: Mehr Arbeitspl&#228;tze und mehr Flexibilit&#228;t sind am neuen Standort der Teilbibliothek Medizin nun definitiv gegeben. Eine ausf&#252;hrliche Befragung der Nutzenden der Bibliothek steht zwar noch aus, jedoch sind aus unserer Sicht viele Qualit&#228;tsanforderungen an Bibliotheksr&#228;ume nach Andrew McDonald erf&#252;llt <TextLink reference="2"></TextLink>: Der Lernort ist funktional, anpassungsf&#228;hig, vielseitig, interaktiv, umweltgerecht, geeignet f&#252;r Informationstechnologie, motivierend und hat auch das gewisse &#8222;oomphh&#8220;, also den von McDonald beschrieben &#8222;Wow-Effekt&#8220; von R&#228;umen, die eine hohe Attraktivit&#228;t ausstrahlen, die Nutzenden begeistern und im besten Fall ihre Verbundenheit mit ihrer Universit&#228;t st&#228;rken. Der geschaffene Lernort greift zentrale Elemente des Lehr-Lern-Konzepts der Medizinischen Fakult&#228;t auf und bietet auch in Zukunft vielf&#228;ltige M&#246;glichkeiten zur Weiterentwicklung des Bibliotheksangebots, der Anpassung an neue Entwicklungen und der Zusammenarbeit mit der Universit&#228;tsmedizin.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Anmerkungen" linked="yes">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>ORCIDs der Autorin und des Autors</SubHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Evamaria Krause: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0000-0002-4946-6544">0000-0002-4946-6544</Hyperlink></ListItem><ListItem level="1">Nicolas Kusser: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0009-0005-4141-0692">0009-0005-4141-0692</Hyperlink></ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin und die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Beitrag haben.</Pgraph><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Wir bedanken uns herzlich bei Michaela Bei&#223;er f&#252;r die Durchsicht des Manuskripts.</Pgraph><SubHeadline>KI-Nutzung</SubHeadline><Pgraph>ChatGPT o3 wurde zur Formulierungshilfe und zum Lektorat verwendet.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Lankes DR</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
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        <RefBookTitle>The bad, the good, and the great</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Lankes DR. The bad, the good, and the great. &#91;letzter Zugriff: 13.06.2025&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;davidlankes.org&#47;rdlankes&#47;Presentations&#47;2014&#47;Wisc-Lankes.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;davidlankes.org&#47;rdlankes&#47;Presentations&#47;2014&#47;Wisc-Lankes.pdf</RefLink>
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        <RefAuthor>McDonald A</RefAuthor>
        <RefTitle>The Ten Commandments revisited: The qualities of good library space</RefTitle>
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        <RefTotal>McDonald A. The Ten Commandments revisited: The qualities of good library space. LIBER quarterly. 2006;16(2). Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;liberquarterly.eu&#47;article&#47;view&#47;10445&#47;11039</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;liberquarterly.eu&#47;article&#47;view&#47;10445&#47;11039</RefLink>
      </Reference>
    </References>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Lageplan des Medizincampus</Mark1><LineBreak></LineBreak>Lageplan: BHBVT Architekten Berlin</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Lehrgeb&#228;ude (S&#252;dfassade) und Campuswiese</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Rainer Taepper Architekturfotografie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Verschiedene Arbeitspl&#228;tze in der Bibliothek mit Ausblick in den Patientengarten (4. Obergeschoss)</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Rainer Taepper Architekturfotografie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Informelle Arbeitspl&#228;tze vor dem zweigeschossigen Fenster der Bibliothek (3. Obergeschoss)</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Rainer Taepper Architekturfotografie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Westfassade der Bibliothek von au&#223;en mit zweigeschossigem Fenster</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Rainer Taepper Architekturfotografie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Arbeitspl&#228;tze an der Westfassade und Regale in der Bibliothek (4. Obergeschoss)</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Rainer Taepper Architekturfotografie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Grundriss des 3. Obergeschosses des Lehrgeb&#228;udes. Im Westen befindet sich die Bibliothek mit Theke, PC-Pool, Lesepl&#228;tzen an der Westfassade, informeller Arbeitszone vor dem zweigeschossigen Fenster, Lernkojen, Regalfl&#228;chen, Scan- und Kopierraum sowie dem B&#252;robereich der Bibliothek an der Nordseite.</Mark1><LineBreak></LineBreak>Grundriss: BHBVT Architekten Berlin</Pgraph></Caption>
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          <MediaID>8</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Grundriss des 4. Obergeschosses des Lehrgeb&#228;udes. Im Westen befindet sich die Bibliothek, in der Mitte der Lesegarten oberhalb des Atriums. Besonderheiten im 4. OG sind die Einzelarbeitspl&#228;tze mit Seitenw&#228;nden an der S&#252;dseite des Geb&#228;udes, die Gruppen- und Schulungsr&#228;ume an der Nordseite sowie drei verschiedene Varianten von Lernkojen. </Mark1><LineBreak></LineBreak>Grundriss: BHBVT Architekten Berlin</Pgraph></Caption>
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