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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000534</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0005341</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Vom Buch zur Plattform: Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</Title>
      <TitleTranslated language="en">From book to platform: Medical literature supply in transition</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Weiner</LastnameHeading>
          <Firstname>Oliver</Firstname>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Zweigbibliothek Medizin, Breiter Weg 10, 24105 Kiel, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Zweigbibliothek Medizin, Kiel, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>weiner&#64;ub.uni-kiel.de</Email>
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          <Firstname>Diana</Firstname>
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          <Firstname>Stefanus</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Mainz, Bereichsbibliothek Universit&#228;tsmedizin, Mainz, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Duisburg-Essen, Fachbibliothek Medizin, Essen, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical textbook</Keyword>
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      <Keyword language="en">digitalisation in education</Keyword>
      <Keyword language="de">medizinisches Lehrbuch</Keyword>
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      <Keyword language="de">interaktive Bildungsplattform</Keyword>
      <Keyword language="de">Digitalisierung im Bildungswesen</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</SectionHeading>
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    <DatePublished>20220916</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>22</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</IssueTitle>
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    </SourceGroup>
    <ArticleNo>16</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Der digitale Wandel in der medizinischen Literatur- und Informationsversorgung wurde Mitte der 90er Jahre mit dem Aufkommen von E-Journals eingeleitet. Seitdem vollzieht sich ein Wandel hin zu digitalen Formaten, der immer weitere Medienformen umfasst. Bibliotheken haben diesen Wandel aufgenommen und Zugangs- und Benutzungskonzepte gestaltet. Der aktuelle Wandel bewegt sich vom klassischen Lehr- und Fachbuch hin zu digitalen Online-Lern- &#38; Pr&#252;fungstools und digitalen Werkzeugen zur Unterst&#252;tzung klinischer Entscheidungen. Auch wenn sich das klassische medizinische Lehrbuch trotz des Aufkommens der E-Books noch lange im Bibliotheksregal behaupten konnte, zeichnet sich durch die Popularit&#228;t von Online-Lernplattformen und digitalen Informationssystemen unter den Studierenden und &#196;rzt:innen nun ein neuer Wandel, weg vom Buch, ab. Der Beitrag skizziert den Wandel und die Rolle der medizinischen Bibliotheken in diesem Umbruchprozess.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Digital transformation in the supply of medical literature and information was initiated in the mid-1990s with the emergence of e-journals. Since then, a shift towards digital formats is in progress, comprising more and more media forms. Libraries have taken up this change and designed access and use concepts. The current shift is from traditional textbooks and reference books to digital online learning &#38; examination tools and digital clinical decision support tools. Whereas printed medical textbooks have long held their own against e-books in libraries, a new shift away from books is now emerging due to the popularity of online learning platforms and digital information systems among students and physicians. This article outlines the process of change and the role of medical libraries in it.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Medizinbibliotheken mussten mit Einf&#252;hrung der EDV immer wieder mit Umbr&#252;chen in der Literaturversorgung und damit der Informationsvermittlung umgehen und diese organisieren. Umbr&#252;che hat es im Bibliothekswesen immer gegeben und es wird sie auch in Zukunft geben, stehen sie doch f&#252;r Entwicklung und Hinwendung zu Neuem. Umbruchprozesse wie z.B. die Einf&#252;hrung der Online-Kataloge mit Online-Fernleihbestellungen oder PubMed als frei zug&#228;ngliche Online-Datenbank gingen meistens auch mit Unsicherheiten einher, da sich selten voraussehen lie&#223;, ob das Neue das Alte erg&#228;nzt, ersetzt oder langfristig gar &#252;berfl&#252;ssig macht. </Pgraph><Pgraph>Der digitale Umbruch in der medizinischen Literaturversorgung setzte Mitte der 90er Jahre mit dem Aufkommen von E-Zeitschriften ein und beschleunigte sich zusehends mit den ersten E-Book-Angeboten f&#252;r wissenschaftliche Bibliotheken seit den fr&#252;hen 2000er Jahren <TextLink reference="1"></TextLink>. Die Umstellung auf digitale Formate umfasst seitdem weitere Bereiche wie die Etablierung von Online-Datenbanken bis hin zur Einf&#252;hrung von Online-Lern- &#38; Pr&#252;fungstools und digitalen Werkzeugen zur Unterst&#252;tzung klinischer Entscheidungen.</Pgraph><Pgraph>Die traditionellen deutschsprachigen und mehrb&#228;ndigen Nachschlagewerke sind aus den Leses&#228;len der Bibliotheken verschwunden und wurden gr&#246;&#223;tenteils durch klinische Informationssysteme wie z.B. UpToDate (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.uptodate.com">https:&#47;&#47;www.uptodate.com</Hyperlink>) ersetzt.</Pgraph><Pgraph>Der Unterschied im aktuellen Umbruch besteht darin, dass sich das vermittelte Wissen nicht mehr im B&#252;cherregal durch gedruckte Einzelwerke oder Zeitschriften&#47;Serien mit Titel, Jahr, Volume und Seitenzahl pr&#228;sentiert, sondern &#252;ber zugangsbeschr&#228;nkte Onlineportale angeboten wird, die nicht f&#252;r alle frei aufrufbar sind und damit nicht nachvollziehbar genutzt werden k&#246;nnen. Die Systeme sind an Lizenz-Vereinbarungen gebunden, die nur einem definierten Kreis von Nutzer:innen zur Verf&#252;gung stehen (zum Teil nur Studierenden oder &#196;rzt:innen). Oft sind die Kosten von der Zahl der lizenzierten Zug&#228;nge abh&#228;ngig. </Pgraph><Pgraph>Das &#252;ber Online-Portale vermittelte Wissen wird bei einigen Produkten durch eigene Redaktionen erstellt und erscheint nicht mehr wie selbstverst&#228;ndlich in parallelen Printausgaben, die sich erg&#228;nzend und f&#252;r jeden Bibliotheksbesucher gleicherma&#223;en zug&#228;nglich ins Bibliotheksregal stellen lassen. Bibliotheken sind bis auf den Lizenzierungsprozess weitestgehend aus dem Gesch&#228;ftsgang ausgeschlossen und haben zudem bei einigen Produkten selbst keinen Zugriff mehr auf die Inhalte und somit ein Problem bei der Vermittlung von relevanten Fachinformationen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Das Medizin-Lehrbuch in der Online-Lernkultur">
      <MainHeadline>Das Medizin-Lehrbuch in der Online-Lernkultur</MainHeadline><Pgraph>Dem klassischen Lehrbuch kommt in der medizinischen Ausbildung gestern und heute eine entscheidende Funktion zu, da es zwischen der Vorlesung und dem Praktizieren am Krankenbett den Studierenden das n&#246;tige Fachwissen vermittelt. Um den Zugang zum wichtigen Fachwissen auch allen Studierenden zu erm&#246;glichen, geh&#246;rte die Gr&#252;ndung von Universit&#228;tsbibliotheken und medizinischen Lehrbuchsammlungen zum Kern vieler Hochschulreformen seit 1901 <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Neben der Vorlesung und dem Unterricht am Krankenbett ist das Lehrbuch ein Format, um den Studierenden das n&#246;tige medizinische Wissen zu vermitteln. Medizinische Hochschulprofessor:innen als Lehrende standen sowohl f&#252;r die Inhalte der Vorlesungen als auch als Autor:innen f&#252;r den Inhalt der Lehrb&#252;cher. Reformen im Medizinstudium haben auch immer schon Einfluss auf das Lehrbuch genommen, da sie hier ihre didaktische Umsetzung finden mussten. Reformen im Medizinstudium haben also auch das Lehrbuch nicht unbeeinflusst gelassen <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Das gedruckte Lehrbuch im Bibliotheksregal blieb &#252;ber viele Jahrzehnte ohne Konkurrenz, da es kaum Alternativen zum Buch als Daten- und Informationstr&#228;ger gab. Um 1900  wurde der Mikrofiche als Daten- und Informationstr&#228;ger entwickelt und fand dann in den 1950er- und 60er- Jahren seinen Einzug in Bibliotheken <TextLink reference="4"></TextLink>. Im Bereich der Lehrb&#252;cher wurden Mikrofiches aber selten als Hauptin<TextGroup><PlainText>f</PlainText></TextGroup>ormationstr&#228;ger verwendet, sondern vielmehr als erg&#228;nzendes Zusatzmaterial in Form eines Supplements, das neben dem Hauptwerk Lehrbuch in den Bestand aufgenommen werden konnte. Weitere technische Begleitma<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>erialien wie Audio-Kassetten, VHS-Videomaterial oder CD-ROMs kamen im Laufe der Jahrzehnte hinzu, ohne jedoch das gedruckte Werk als Hauptinformationstr&#228;ger zu ersetzen. </Pgraph><Pgraph>Der digitale Wandel im medizinischen Medienangebot ist bereits seit Jahren eingeleitet. In der Auswirkung sind jedoch Unterschiede zwischen Zeitschriften und Lehrb&#252;<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>hern festzustellen. E-Journals haben &#8211; jedenfalls in der Medizin &#8211;  sehr schnell und weitestgehend die gedruckten Ausgaben im Bibliotheksregal verdr&#228;ngt, bei den Lehrb&#252;<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>hern ist dieser Effekt bis heute jedoch nicht zu beobachten. E-Books werden als Erg&#228;nzung wahrgenommen, haben aber bisher die Printversion nicht v&#246;llig abgel&#246;st <TextLink reference="5"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Zum Teil liegt das auch an den H&#252;rden, die viele Verlage bei der Erwerbung und Benutzung von E-Books aufstellen. So k&#246;nnen viele E-Books nur als Pakete bezogen werden. In anderen F&#228;llen fallen hohe j&#228;hrliche Lizenzgeb&#252;hren an, ohne dass bei der Abbestellung Archivrechte gew&#228;hrt werden. Je nach Verlag sind die Nutzungsm&#246;glichkeiten f&#252;r die Studierenden wenig komfortabel <TextLink reference="6"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Bei einer 2012 durchgef&#252;hrten Umfrage unter Medizinstudierenden in M&#252;nster gaben &#252;ber 90&#37; der Studierenden dem gedruckten Medizin-Lehrbuch den Vorzug gegen&#252;ber dem E-Book (<TextLink reference="5"></TextLink>, Abbildung 10). </Pgraph><Pgraph>Knapp 10 Jahre sp&#228;ter und mit den Erfahrungen einer Pandemie zeigt eine Befragung unter Studierenden der Natur- und Ingenierwissenschaften (STEM) eine ver&#228;nderte Haltung in der Nutzung von E-Books. Auf die Frage &#8222;wenn ich die Wahl zwischen der digitalen und analogen Version eines Lehrbuchs habe, bevorzuge ich die Print-Version&#8220; stimmten nur noch 48,8&#37; gegen&#252;ber 31,4&#37; der Studierenden darin &#252;berein, lieber ein gedrucktes als ein E-Book zu benutzen (<TextLink reference="7"></TextLink>, S. 19, Abbildung 13). </Pgraph><Pgraph>Das Lehrbuch &#8211; als E-Book oder als klassische Printaus<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>abe &#8211; genie&#223;t unter Studierenden und Hochschullehrenden der STEM-F&#228;cher weiterhin eine hohe Akzeptanz, gerade in der Vermittlung von Grundlagenwissen <TextLink reference="7"></TextLink>. Unter den Studierenden steht inzwischen jedoch die Nutzung anderer Medienformen wie (sonstige) digitale Lehrmaterialien, PDF-Skripte, Pr&#228;sentationsfolien oder E-Learning-Angebote noch vor dem Lehrbuch <TextLink reference="7"></TextLink>. In der Studie schneidet die Nutzung des Lehrbuchs (58,7&#37;) unter Studierenden gegen&#252;ber den sonstigen digitalen Lehrmaterialien (85,5&#37;) um einiges schlechter ab (<TextLink reference="7"></TextLink>, S. 10, Abbildung 1).</Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse dieser Befragung lassen sich mit der Medizin vergleichen. Hier liegt die Ursache auch im ge&#228;nderten Lernverhalten und dem Wunsch vieler Studierender, die umfangreichen medizinischen Lerninhalte in immer komprimierterer Weise angeboten zu bekommen. Der Erfolg von Lernheften oder Lernkarten verdeutlicht den Wandel zu einem Lernen, dessen oberste Relevanz im Bestehen von Klausuren, Testaten und Examen besteht. Begriffe wie &#8222;Bulimielernen&#8220; und &#8222;Lernh&#228;ppchen&#8220; sortieren im Vorfeld den Lernstoff nach pr&#252;fungsrelevant oder eben nicht-relevant <TextLink reference="8"></TextLink>. Dieser Technik bedienen sich auch die Lernplattformen, die in Kombination mit den IMPP-Fragen (Multiple-Choice-Test) diese Nachfrageart besonders gut bedienen. Die technische Umsetzung ist bei den meisten Lernplattformanbietern derart gut gelungen, dass das Lernen nicht nur durch den Text und Bildmaterial erfolgt, sondern auch durch ansprechende, z.T. animierte Videos oder Podcasts komplementiert wird.  </Pgraph><Pgraph>Aus Gespr&#228;chen mit manchen Dozent:innen geht hervor, dass diese Entwicklung sehr kritisch gesehen wird, da aus ihrer Sicht dadurch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Inhalten verloren geht, wenn diese nur noch pr&#252;fungsbezogen gelernt werden. Der Bedeutung und Akzeptanz von Pr&#252;fungsplattformen unter den Medizin-Studierenden tut diese Kritik aber keinen Abbruch.</Pgraph><Pgraph>Mit Hinzunahme digitaler Lern- und Wissensplattformen ins Bibliotheksportfolio definiert sich das Verst&#228;ndnis von Informationsvermittlung mittels Lehr- und Fachbuch neu. </Pgraph><Pgraph>Verlage mit Lehr- und Fachbuchprogramm implementieren ihre eigenen Inhalte in das Angebot an digitalen Lern- und Pr&#252;fungsplattformen &#8211; sozusagen eine hauseigene Zweitverwertung.  Viele verlagsunabh&#228;ngige Anbieter von digitalen Werkzeugen haben diese M&#246;glichkeit nicht und erstellen eigene redaktionelle Texte, bei denen das traditionelle Fachbuch nur noch als Quellennachweis dient. </Pgraph><Pgraph>Auch Lehrende und Hochschulen reagieren auf diesen Umbruch, verst&#228;rkt durch die Corona-Pandemie. Es wurden massenhaft digitale Inhalte erstellt: Vorlesungsvideos, E-Learning-Inhalte, digitale Skripte, erg&#228;nzt durch Materialien anderer Bildungseinrichtungen und kommerzieller Verlage. Manche Hochschulen haben gar eigene Produkte entwickelt, wie die Heidelberger Klinischen Standards mit crossmedialen Produktionen (B&#252;cher, Videos), Standardprozeduren und Standarduntersuchungen <TextLink reference="9"></TextLink>. Eine &#228;hnliche Ausrichtung verfolgt auch j&#252;ngst das Projekt DiKoMed der Universit&#228;t Duisburg-Essen. Der Kurs befindet sich momentan noch im Aufbau. 2023 soll DikoMed fertig sein und unter offener Lizenz auf der Landesportalseite ORCA.nrw (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.orca.nrw&#47;">https:&#47;&#47;www.orca.nrw&#47;</Hyperlink>)  als OER (Open Educational Ressources) ver&#246;ffentlicht werden <TextLink reference="10"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>In der Nutzung von digitalen Pr&#252;fungstools hat es f&#252;r die Studierenden die gleiche Konsequenz, sie selbst brauchen kein Lehr- oder Fachbuch mehr in die Hand zu nehmen, um sich das pr&#252;fungsrelevante Wissen anzueignen. Kompendien waren zu allen Zeiten unter den Studierenden beliebt, da sie medizinisches Fachwissen kompakt als Fakten liefern, diese aber nicht erkl&#228;ren <TextLink reference="3"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Das Neue und ein wesentlicher Vorteil von digitalen Lern- &#38; Pr&#252;fungstools gegen&#252;ber dem Lehrbuch liegt darin, dass sich &#252;ber Verlinkungen durch wenige Klicks Themen nachlesen und damit Fragen beantworten bzw. kl&#228;ren lassen. Querverweise zu angrenzenden Fachgebieten m&#252;ssen nicht nachgeschlagen werden, sondern lassen sich bequem durch &#8222;Klicks&#8220; aufrufen. Auch k&#246;nnen Lehrb&#252;cher keine Lernfortschritte in Form einer Statistik auf Grundlage eingegebener Antworten zu Pr&#252;fungsfragen liefern.  Ein weiterer Vorteil besteht zudem darin, dass diese Tools schneller als Lehrb&#252;cher aktualisiert werden k&#246;nnen, da keine neue Auflage abgewartet werden muss. Gleichzeitig ergibt sich daraus der Nachteil, dass es sich um dynamische Inhalte handelt, bei denen im Nachhinein nicht nachvollziehbar ist, welche &#196;nderungen vom Anbieter wann vorgenommen wurden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausblick">
      <MainHeadline>Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Angesichts der Bedeutung der neuen digitalen Lernme<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>hoden und Lernwerkzeuge und der positiven Resonanz darauf m&#252;ssen Bibliotheken diese Entwicklung als Aufgabe annehmen und f&#252;r die universit&#228;re Nutzung gestalten. Das neue digitale Lernen zwingt Bibliotheken dazu, ihre Konzepte von Grund auf neu zu &#252;berdenken. Neue Konzepte hinsichtlich der Erwerbung, aber auch in Sachen Raumnutzung, neuen Formen von gemeinschaftlichem Lernen mit digitaler Unterst&#252;tzung (Digital Learning Lab), Kooperationen und der Zug&#228;nglichkeit von lizenzierten Inhalten sind zu erstellen. </Pgraph><Pgraph>Eine Herausforderung f&#252;r Bibliothekar:innen besteht weiter darin, sich auf dem umfangreichen und sehr flexiblen Plattformenmarkt auf dem aktuellen Stand zu halten und hier mit Studierenden, Lehrenden und Studiendekanaten regelm&#228;&#223;ig in den Austausch zu treten. Hier sind u.a. auch Kenntnisse im Urheber- und Lizenzrecht erforderlich, wenn es gilt, die Angebote in universit&#228;re Online-Plattformen zu integrieren. </Pgraph><Pgraph>In welchem Umfang das &#252;ber Online-Lern- &#38; Pr&#252;fungstools sowie klinische Informationssysteme vermittelte medizinische Fachwissen Einfluss auf die Medizin und die medizinische Ausbildung nehmen wird, damit werden sich die Medizinischen Fakult&#228;ten in absehbarer Zeit sicher auseinandersetzen m&#252;ssen. In den Bibliotheken ist ein R&#252;ckgang in der Benutzung gedruckter Lehrb&#252;cher wahrnehmbar. Wenn das klassische Lehrbuch weniger genutzt wird und sich dessen Herstellung f&#252;r die Wissenschaftsverlage eines Tages nicht mehr lohnt, wie wird dann zuk&#252;nftig das aktuelle medizinische Fachwissen vermittelt&#63; Inwieweit werden fachwissenschaftliche Texte, die von anonymen Redaktionen geschrieben werden und in zugangsbeschr&#228;nkten Onlineportalen erscheinen, von der medizinischen Fachwelt als Quellenbeleg akzeptiert&#63; </Pgraph><Pgraph>Im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog <TextGroup><PlainText>Medizin</PlainText></TextGroup> 2.0 (NKLM) <TextLink reference="11"></TextLink> wird die Literaturrecherche in Bibliotheksdatenbanken, Fachb&#252;chern und Online-Plattformen als Kompetenz und Lernziel unter den medizinisch-wissenschaftlichen Fertigkeiten definiert und ist somit Bestandteil der studentischen Medizinausbildung. Die Fertigkeiten sind einzusetzen, um relevante (Sekund&#228;r- und Terti&#228;r-) Literatur und andere Informationsquellen mit geeigneten Recherchesystemen und effektiven Suchstrategien zu recherchieren (<TextLink reference="11"></TextLink>, VIII1). Diese Aufgabenstellung k&#246;nnen Medizinbibliotheken aufgreifen und sich in Kooperation mit den Dekanaten bei der Entwicklung von Schulungskonzepten einbringen. </Pgraph><Pgraph>Dabei muss sich auch zeigen, wie sich der NKLM auf die Literaturversorgung auswirkt. Inhalte werden an Lernzie<TextGroup><PlainText>l</PlainText></TextGroup>en und nicht mehr an klassischen F&#228;chern ausgerichtet. Die Lehrenden, aber auch alle anderen Akteure m&#252;ssen sich zu diesem Umbruch positionieren. Auf der Plattform ist auch eine Sektion zum Teilen von Lehrinhalten angelegt. Es wird sich zeigen, wie sich die Nutzung entwickeln wird. </Pgraph><Pgraph>Umbruchprozesse gehen meistens mit Unsicherheiten einher. Welche Entwicklung das klassische Lehrbuch in Medizinbibliotheken in Zukunft nehmen wird, l&#228;sst sich heute noch nicht abschlie&#223;end beantworten. Im aktuellen Umbruch geht es nicht nur darum, den Bibliotheken ihre Daseinsberechtigung durch die Bewahrung der klassischen Servicet&#228;tigkeiten, wie z.B. die Buchausleihe, zu sichern. Es geht darum, die Archivierung, Zug&#228;nglichma<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>hung und Zitierf&#228;higkeit wissenschaftsrelevanter medizinischer Fachinformation aus &#8222;closed access&#8220;-For<TextGroup><PlainText>m</PlainText></TextGroup>aten f&#252;r die Forschung und Lehre zu sichern. Es geht darum, Bibliotheken auch in der Zukunft mit der Wissensspeicherung zu beauftragen, um einen Zugang zu Informationen sicherzustellen, unabh&#228;ngig von etablierten, neuen oder unbekannten zuk&#252;nftigen Medienformen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Abk&#252;rzungen">
      <MainHeadline>Abk&#252;rzungen</MainHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">STEM: Science, technology, engineering and mathematics </ListItem><ListItem level="1">NKLM: Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin </ListItem><ListItem level="1">IMPP: Institut f&#252;r medizinische und pharmazeutische Pr&#252;fungsfragen </ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autor:innen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Obst O</RefAuthor>
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