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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000525</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0005256</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
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      <Title language="de">Literaturversorgung im Umbruch &#8211; eine Bestandsaufnahme der Universit&#228;tsbibliothek der Medizinischen Universit&#228;t Graz</Title>
      <TitleTranslated language="en">Supply of academic literature in transition &#8211; a case report from the University Library of Graz Medical University</TitleTranslated>
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          <Lastname>Grossmaier-Stieg</Lastname>
          <LastnameHeading>Grossmaier-Stieg</LastnameHeading>
          <Firstname>Kerstin</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
          <AcademicTitle>Mag.</AcademicTitle>
          <AcademicTitleSuffix>MSc</AcademicTitleSuffix>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek der Medizinischen Universit&#228;t Graz, Stiftingtalstra&#223;e 24, 8010 Graz, &#214;sterreich<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek der Medizinischen Universit&#228;t Graz, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>kerstin.grossmaier-stieg&#64;medunigraz.at</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">literature supply</Keyword>
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      <Keyword language="en">digitization</Keyword>
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      <Keyword language="en">open access</Keyword>
      <Keyword language="de">Literaturversorgung</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinbibliotheken</Keyword>
      <Keyword language="de">Digitalisierung</Keyword>
      <Keyword language="de">Lernplattformen</Keyword>
      <Keyword language="de">Open Access</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</SectionHeading>
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    <DatePublished>20220916</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>22</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</IssueTitle>
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    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Wissenschaftliche Bibliotheken, im Speziellen Medizinbibliotheken, unterliegen bereits seit vielen Jahren einem stetigen Wandel, beeinflusst vor allem von der fortschreitenden Digitalisierung. Dieser Wandel hatte und hat auch Auswirkungen auf das Bestandsmanagement von Bibliotheken. Elektronische Zeitschriften, E-Books und Datenbanken sind seit vielen Jahren &#8222;state of the art&#8220; in Bibliotheken. Seit geraumer Zeit dr&#228;ngen neue, digitale, oftmals interaktive Lern- und Lehrplattformen auf den Markt. Der vorliegende Beitrag zeigt eine Bestandsaufnahme der Literaturversorgung an der Universit&#228;tsbibliothek der Medizinischen Universit&#228;t Graz, Herausforderungen und Auswirkungen der neuen Formate sowie einen kurzen Ausblick auf weitere Entwicklungen. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Academic libraries, in particular medical libraries, have been subject to constant change for many years, primarily influenced by ongoing digitization. This change had, and still has, effects above all, but not only, on the collection management of libraries. Electronic journals, e-books and databases have been state of the art in libraries for many years. New, digital and often interactive learning and teaching platforms have been entering the market for some time. This article shows the status quo of how and which literature is supplied by the University Library at the Medical University of Graz, the challenges and effects of the new formats as well as a brief outlook on further developments.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Wie an vielen anderen Bibliotheken unterliegt die Literaturversorgung der Universit&#228;tsbibliothek der Medizinischen Universit&#228;t Graz (UB Med Uni Graz) einem stetigen Wandel, dessen Intensit&#228;t und Geschwindigkeit aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und digitalen Transformation sowie der sich &#228;ndernden Benutzer&#42;innenbed&#252;rfnisse und der neuen Angebote auf dem wissenschaftlichen Informationsmarkt weiter zunehmen wird. Der vorliegende Beitrag gibt einen &#220;berblick &#252;ber den Status quo der Literaturversorgung an der Med Uni Graz, rezente Ver&#228;nderungen und Neuerungen, und einen Ausblick auf k&#252;nftige Herausforderungen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Profil der UB Med Uni Graz">
      <MainHeadline>2 Profil der UB Med Uni Graz</MainHeadline><Pgraph>Die UB Med Uni Graz sieht sich als moderne Wissens- und Informationsorganisation. Sie erwirbt und erschlie&#223;t digitale und analoge Medien, bietet Lernobjekte und interaktive Lernformen an, stellt eine funktionale Raumausstattung und technische Infrastruktur bereit, vermittelt Informations- und Medienkompetenz und f&#246;rdert den freien Zugang zu wissenschaftlicher Information. Durch Kooperationen mit verschiedensten Partner&#42;innen wird das Leistungsspektrum der Universit&#228;tsbibliothek stetig erweitert, neue Ideen entwickelt und Projekte umgesetzt.</Pgraph><Pgraph>Die Best&#228;nde an der UB Med Uni Graz stellen sich aktuell wie folgt dar: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">245 von den Lehrenden empfohlene Titel in der Lehrbuchsammlung (ca. 4.700 Exemplare)</ListItem><ListItem level="1">2.000 Nachschlage- und Grundlagenwerke </ListItem><ListItem level="1">ca 1.200 E-Books, davon ca. 150 aktuelle E-Books aus der Lehrbuchsammlung</ListItem><ListItem level="1">ca. 5.800 elektronische Zeitschriften </ListItem><ListItem level="1">70.000 Zeitschriftenb&#228;nde </ListItem><ListItem level="1">13 Datenbanken </ListItem><ListItem level="1">1.600 Hochschulschriften in gedruckter und elektronischer Form</ListItem><ListItem level="1">6 Koffer mit anatomischen Knochenmodellen</ListItem><ListItem level="1">6 Sch&#228;delmodelle</ListItem><ListItem level="1">8 mobile Sonographieger&#228;te</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die UB Med Uni Graz ist bereits seit vielen Jahren eine stark digital gepr&#228;gte Bibliothek. Jene Ressourcen, die vorwiegend von Wissenschafter&#42;Innen genutzt werden (z.B. Fachjournale) werden bereits seit einigen Jahren ausschlie&#223;lich in elektronischer Form angeboten. Ressourcen f&#252;r Studierende werden &#8211; auch basierend auf R&#252;ckmeldungen von Studierenden bzw. der Studierendenvertretung der Med Uni Graz &#8211; weiterhin in gedruckter Form genutzt und deshalb auch in dieser Form angeboten. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Printbestand an der UB Med Uni Graz">
      <MainHeadline>3 Printbestand an der UB Med Uni Graz</MainHeadline><Pgraph>Nach Studienplan&#228;nderungen 2018&#47;2019 wurden die gedruckten B&#252;cher der Lehrbuchsammlung der UB Med Uni Graz einer Revision unterzogen und neu organisiert. Ziel des Projekts war es, das Literaturangebot der Lehrbuchsammlung mit den Literaturempfehlungen der Lehrenden abzustimmen sowie auch Literaturw&#252;nsche der Studierenden bestm&#246;glich zu erf&#252;llen. Basierend auf einer quantitativen und qualitativen Analyse der bisherigen Inhalte sowie R&#252;ckmeldungen seitens der Lehrenden und der Studierenden wurde die Lehrbuchsammlung mit nunmehr 245 Titeln und fast 5.000 St&#252;ck neu aufgestellt. Veraltete Lehrb&#252;cher, wenig entlehnte Werke und nicht mehr von der Lehre empfohlene Titel wurden durch empfohlene, aktuelle Titel ersetzt. Bei Schl&#252;sselwerken mit hoher Ausleihfrequenz wurden Ausleihen und Vormerkungen ausgewertet und entsprechende St&#252;ckzahlen erworben. Als Erg&#228;nzung zu den gedruckten Exemplaren wurden &#8211; sofern verf&#252;gbar und wirtschaftlich sinnvoll &#8211; die jeweiligen elektronischen Ausgaben lizensiert (fast zwei Drittel der gedruckten Lehrb&#252;cher sind inzwischen auch als E-Book verf&#252;gbar). Zudem wird durch das Bibliotheksteam laufend sichergestellt, dass s&#228;mtliche Lehrb&#252;cher ausschlie&#223;lich in der jeweils aktuellen Auflage zur Verf&#252;gung stehen. Neben der Aktualisierung der Lehrbuchsammlung war ein weiteres Ziel des Projekts, den Grundstein f&#252;r nachhaltige Kommunikationswege und Arbeitsprozesse zwischen der Bibliothek und den Instituten und Kliniken aufzubauen, um einerseits die vorhandenen Mittel auch k&#252;nftig ziel- und bedarfsgerecht, aber auch wirtschaftlich einzusetzen und andererseits das Literaturangebot der Lehrbuchsammlung in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden mit den Literaturempfehlungen der Lehrenden abzustimmen. Seit 2019 erhalten Lehrende auf Wunsch einen Neuerscheinungsdienst, mit dem sie &#252;ber aktuell in ihrem Fachgebiet erschienene B&#252;cher informiert werden. Dieser Neuerscheinungsdienst wurde mit April 2021 um E-Books erweitert. Die Kosten pro Ausleihe liegen &#252;ber die gesamte Lehrbuchsammlung hinweg im niedrigen einstelligen Eurobereich, wobei es hierbei &#8211; in Abh&#228;ngigkeit vom Fachgebiet und dem Zeitpunkt der Aufnahme in die Lehrbuchsammlung &#8211; zum Teil starke Schwankungen gibt. Die Nutzung der nicht entlehnbaren Nachschlagewerke, Grundsatzwerke und Fachb&#252;cher wird zwar erhoben, aber nicht als repr&#228;sentativ erachtet, da vor Ort verwendete B&#252;cher auch oft direkt von Besucher&#42;Innen genutzt und wieder zur&#252;ckgestellt werden, diese Nutzungen jedoch nicht ersichtlich sind. Ein damit in Zusammenhang stehendes kurzfristiges Ziel der Universit&#228;tsbibliothek ist es, m&#246;glichst alle gedruckten Best&#228;nde f&#252;r alle Besucher&#42;innen der Bibliothek entlehnbar zu machen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Elektronische Ressourcen an der UB Med Uni Graz">
      <MainHeadline>4 Elektronische Ressourcen an der UB Med Uni Graz</MainHeadline><Pgraph>Angeh&#246;rige der Med Uni Graz haben &#252;ber die Universit&#228;tsbibliothek Zugang zu mehr als 5.800 elektronischen Zeitschriften, ca. 150 aktuellen E-Books und 13 Datenbanken. Die j&#228;hrlich auf Titelebene durchgef&#252;hrte Bestandsevaluierung stellt den Kosten einer lizensierten Ressource deren Nutzung gegen&#252;ber. Diese Bestandsevaluierungen dient als Basis f&#252;r Ankaufs- und Lizenzentscheidungen f&#252;r das Folgejahr mit dem Ziel, das Medienangebot bedarfsorientiert, aber auch den Ma&#223;gaben der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Rentabilit&#228;t entsprechend zu optimieren und Studierenden, Lehrenden und Wissenschafter&#42;innen ein m&#246;glichst umfassendes Angebot zu bieten. Die Kosten pro Download bei elektronischen Zeitschriften und bei Datenbanken bewegen sich im niedrigen einstelligen Eurobereich, bei den E-Books liegen die Werte sogar deutlich unter einem Euro. W&#228;hrend sich bei den E-Books und Datenbanken Schwankungen bei den Kosten pro Download in Grenzen halten, sind diese bei Journals durchaus vorhanden. Deshalb gibt es beim Bestand an Datenbanken und E-Books eine weitestgehende Kontinuit&#228;t, w&#228;hrend bei Journals wenig genutzte Titel regelm&#228;&#223;ig durch stark nachgefragte Titel ersetzt werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Lernobjekte an der UB Med Uni Graz">
      <MainHeadline>5 Lernobjekte an der UB Med Uni Graz</MainHeadline><Pgraph>Seit J&#228;nner 2022 werden &#8211; um das Angebot der physischen und elektronischen Lehrbuchsammlung optimal zu erg&#228;nzen &#8211; den Studierenden Lernobjekte in der <TextGroup><PlainText>Bibliothek</PlainText></TextGroup> zur Verf&#252;gung gestellt. Die UB Med Uni Graz stellt in Kooperation mit dem Lehrstuhl f&#252;r Makroskopische Anatomie sechs Koffer mit anatomischen Modellen zur Verf&#252;gung. Die Modelle wurden so gut angenommen, dass dieses Angebot mit dem Wintersemester 2022 um sechs Sch&#228;delmodelle erweitert wird. Die Benutzung ist vorerst nur vor Ort vorgesehen, wobei diese Modelle dennoch entlehnt werden m&#252;ssen, bevor sie verwendet werden k&#246;nnen. Bislang wurden die Koffer insgesamt fast 100 Mal entlehnt. Dank einer Kooperation mit <TextGroup><PlainText>Sono4You</PlainText></TextGroup>, dem Verein zur Erweiterung der Ultraschallausbildung f&#252;r Studierende an der Medizinischen Universit&#228;t Graz, und der &#214;H Med Graz (der Studierendenvertretung) k&#246;nnen Studierende seit J&#228;nner 2022 auch mobile Sonographieger&#228;te zum Selbststudium entlehnen. Derzeit stehen insgesamt 8 mobile Ger&#228;te f&#252;r die Ausleihe zur Verf&#252;gung. Auch dieses Angebot ist bei Studierenden auf gro&#223;e Begeisterung gesto&#223;en. Insgesamt wurden die Ger&#228;te fast 200 Mal entlehnt, zus&#228;tzlich erfolgt eine Ausleihe f&#252;r Lehrveranstaltungen an der Med Uni Graz. Mit Beginn des Wintersemesters 2022&#47;2023 wird die UB Med Uni Graz weitere Lernobjekte (Modelle von Gehirn, Kehlkopf, Zellen u.a.) zur Verf&#252;gung stellen.   </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="6 Lernplattformen an der UB Med Uni Graz">
      <MainHeadline>6 Lernplattformen an der UB Med Uni Graz</MainHeadline><Pgraph>Um das Angebot f&#252;r Studierende und Lehrende weiter auszubauen, werden aktuell die Lern- und Lehrplattform Amboss und die Plattform ekg.training lizensiert. Bei diesen neuen digitalen, interaktiven Lern- und Lehrformaten wird besonderes Augenmerk auf die Qualit&#228;tssicherung der Produkte (Redaktionsarbeit, Mehraugenprinzip, Kontrollstufen, didaktische Aufbereitung der Inhalte, Quellenangaben), Aktualit&#228;t und mobile Anwendungen (App, Podcasts u.&#228;.), technische Anbindungsm&#246;glichkeiten mit einer maximalen IT-Sicherheit und M&#246;glichkeit der Integration in bestehende E-Learning-Systeme gelegt. Produkte, die sich von klassischen Medientypen wie B&#252;chern, Zeitschriften und Datenbanken abheben, werden ausschlie&#223;lich in enger Absprache mit Lehrenden und Expert&#42;innen an der Med Uni Graz lizensiert, mit dem Ziel, diese Produkte aktiv in die Lehre der Med Uni Graz zu integrieren. </Pgraph><Pgraph>Diese Vorgehensweise hat sich bei der Lizenzentscheidung f&#252;r ekg.training als sehr erfolgreich herausgestellt. Nach einer mehrmonatigen Evaluierungsphase unter Einbeziehung von Fachexpert&#42;innen aus dem klinischen Bereich der Med Uni Graz wurde mit 2022 die Plattform ekg.training lizensiert. Diese Plattform umfasst Videotu<TextGroup><PlainText>tor</PlainText></TextGroup>ials, anhand derer verschiedene EKG-Kurse erlernt werden k&#246;nnen, die Befundung und Interpretation der EKGs erfolgt in einem umfassenden Trainingsteil. Der Vorteil liegt nat&#252;rlich in der M&#246;glichkeit, jederzeit flexibel, zeit-und ortsungebunden zu lernen und zu &#252;ben. Die Nutzung kann &#252;ber Computer, Tablet oder Smartphone browserunabh&#228;ngig erfolgen. Frau Professor Regina Roller-Wirnsberger, Professor of Geriatric Medicine and Competence Based Curricular Development an der Medizinischen Universit&#228;t Graz: <Mark2>&#8222;Die Lizensierung von ekg training stellt aufgrund der sehr guten Kursstruktur, der hohen Qualit&#228;t der Inhalte und der hervorragenden Vortragenden ein sinnvolles Komplement&#228;rangebot zu den bereits vorhandenen Ressourcen dar. Die Plattform soll in ein Gesamtkonzept mit gef&#252;hrtem Lernen in die Lehre eingebettet werden, sodass Studierende durch die Lehrenden an der Medizinischen Universit&#228;t noch besser unterst&#252;tzt werden k&#246;nnen&#8220;</Mark2>. Lernplattformen bieten im Vergleich zu Fachb&#252;chern, Zeitschriften und teilweise auch medizinischen Fachdatenbanken den Vorteil, den gesamten F&#228;cherkanon (Vorklinik bis klinischer Bereich) in der Humanmedizin abzubilden, sozusagen als One-Stop-Shop f&#252;r nahezu alle f&#252;r das Studium relevante Inhalte. Zus&#228;tzlich kann durch die Anreicherung mit multimedialen Inhalten vielf&#228;ltiger gelernt werden, Multiple-Choice-Fragen k&#246;nnen zielorientiert auf Pr&#252;fungen vorbe<TextGroup><PlainText>r</PlainText></TextGroup>eiten und Quizfunktionen den Lernvorlieben von Studierenden (Gamification) entgegenkommen. Wichtige Kriterien f&#252;r die Lizensierung von Lernplattformen an der <TextGroup><PlainText>Med Uni Graz</PlainText></TextGroup> sind: zeit-und ortsunabh&#228;ngige Verwendung, inhaltliche Abdeckung der gesamten Medizin, systematische und thematische Verkn&#252;pfung der Lerninhalte, Freitextsuche &#252;ber alle Inhalte, der einheitliche Aufbau von Lernkapiteln und m&#246;glichst t&#228;gliche Aktualisierung. Zus&#228;tzliche wichtige Kriterien sind visuelle Anreicherungen (Grafiken, Tabellen, Diagramme, Bildbefunde, Lernkarten, Videos) oder etwa auch die Verwendung der lizensierten Inhalte in Forschung und Lehre ohne weitere rechtliche Einwilligungen und Lizenzzahlungen. Ein weiteres Desiderat w&#228;re die M&#246;glichkeit zur inhaltlichen Erweiterung einer Plattform durch Verlinkungsm&#246;glichkeiten (freie Quellen und von der Med Uni Graz lizenzierte Ressourcen) &#8211; dies wurde jedoch bislang noch nicht umgesetzt. </Pgraph><Pgraph>Die Erwerbsprozesse gestalten sich bei neuen Lern- und Lehrformaten schwieriger und ben&#246;tigen deutlich mehr Zeit und Ressourcen. Durch die &#8211; sehr sinn- und wertvoll<TextGroup><PlainText>e &#8211;</PlainText></TextGroup> Einbeziehung von Fachexpert&#42;innen an der Universit&#228;t entsteht ein erh&#246;hter universit&#228;tsinterner gegenseitiger Informationsaustausch. Bei neuen Formaten erfolgt nicht mehr nur eine quantitative Analyse, sondern vielmehr auch eine stark inhaltliche, qualitative Bewertung. Hier wird auch verst&#228;rkt eine Marktsondierung durchgef&#252;hrt, um &#228;hnliche Produkte miteinander zu vergleichen. Da Produkte wie Lernplattformen in vielen F&#228;llen sehr hochpreisig sind, m&#252;ssen aufw&#228;ndige Vergabeverfahren durchgef&#252;hrt werden. Wenn es sich zudem um Produkte handelt, die mit Benutzer&#42;innenkonten arbeiten, oder wenn etwa das aktive Einbringen von eigenen Inhalten in die Plattform m&#246;glich bzw. sogar erw&#252;nscht ist (participatory design), werden nochmals strengere Ma&#223;st&#228;be im Hinblick auf IT-Sicherheit und die Einhaltung der DSGVO oder eigener, zus&#228;tzlicher Datenschutzvorgaben angelegt. Ebenso sind Lizenzvertr&#228;ge zum Teil deutlich anders gestaltet als bei Lizenzvertr&#228;gen f&#252;r klassische elektronische Ressourcen, wodurch neue Expertise aufgebaut werden musste. Themen wie Langzeitarchivierung sind mangels Archivrechten bei Lernplattformen in den Hintergrund ger&#252;ckt. Die Verwendung von kommerziellen Lernplattformen auch als Lehrplattform mit Analysefunktionalit&#228;ten ist derzeit an der Med Uni Graz noch im Aufbau.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="7 Open Access an der Med Uni Graz">
      <MainHeadline>7 Open Access an der Med Uni Graz</MainHeadline><Pgraph>Open Access &#8211; der kostenlose und uneingeschr&#228;nkte Zugang zu wissenschaftlicher Information &#8211; ist seit vielen Jahren ein relevantes Thema an der Med Uni Graz. Open-Access-Publizieren wird seitens der Bibliothek &#252;ber Read &#38; Publish-Abkommen mit Elsevier, Karger, Springer, Thieme und Wiley unterst&#252;tzt. Diese Abkommen haben zum Teil zu Mehrkosten f&#252;r die Bibliothek gef&#252;hrt. Zus&#228;tzlich werden Open-Access-Publikationen im Rahmen eines Publikationsfonds gem&#228;&#223; den Forschungsf&#246;rderungsrichtlinien der Med Uni Graz gef&#246;rdert. Obwohl die Finanzierung von Open Access vor allem an forschungsintensiven Einrichtungen mit einem im Vergleich zu anderen Einrichtungen hohen Publikationsoutput aus finanziellen Gr&#252;nden kritisch gesehen werden kann, nehmen viele Wissenschafter&#42;innen der Med Uni Graz das Angebot, Open <TextGroup><PlainText>Access</PlainText></TextGroup> zu publizieren, an. Der Umstieg auf Open-Access-Modelle wird an publikationsstarken Einrichtungen wie medizinischen Universit&#228;ten auch in Zukunft zu h&#246;heren Kosten f&#252;hren, da weiterhin der lesende Zugriff finanziert werden muss, ebenso wie die Publikationen der Angeh&#246;rigen der Med Uni Graz, wenn sie korrespondierende Autor&#42;innen sind. Ob und wieweit in dieser Hinsicht das Umstellen auf Informationsbudgets unterst&#252;tzen oder Abhilfe schaffen kann, bleibt abzuwarten. Derzeit besteht zwischen der Finanzierung des lesenden Zugriffs und Open-Access-Publizierens ein haupts&#228;chlich budget&#228;r bedingtes Spannungsverh&#228;ltnis, das aufgrund des noch nicht absehbaren Endes der vollst&#228;ndigen Transformation zu Open Access wohl noch einige Zeit andauern und schwierige Entscheidungen nach sich ziehen wird. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="8 Konkurrenzverh&#228;ltnisse im Medienangebot">
      <MainHeadline>8 Konkurrenzverh&#228;ltnisse im Medienangebot</MainHeadline><Pgraph>An der UB Med Uni Graz stehen elektronische und gedruckte Medien bzw. Lernobjekte nicht in einem direkten Konkurrenzverh&#228;ltnis. Neben dem elektronischen Bestand wird auch der gedruckte Bestand in Absprache mit der Lehre stetig &#252;berpr&#252;ft und weiter ausgebaut. Bez&#252;glich der Auswertung von Nutzungszahlen wird aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen zur Verwendung klar zwischen gedruckten und elektronischen Best&#228;nden unterschieden; innerhalb der gedruckten Best&#228;nde erfolgt wiederum eine Abgrenzung zwischen Lehrb&#252;chern und Nachschlage- oder Grundsatzwerken und Fachb&#252;chern. Bei der Analyse von elektronischen Best&#228;nden wird nach Medientyp &#8211; E-Journals, E-Books und Datenbanken &#8211; unterschieden und jede Gruppe getrennt betrachtet. Ankaufentscheidungen werden in der Regel innerhalb der jeweiligen &#8222;Bestandsgruppe&#8220; getroffen, wobei Verschiebungen in die eine oder andere Richtung durchaus m&#246;glich sind. Ein bisher noch nicht in gro&#223;en Ma&#223;st&#228;ben vorhandenes Konkurrenzverh&#228;ltnis k&#246;nnte vielmehr innerhalb der digitalen Bibliothek entstehen, wo Lizenzentscheidungen zwischen den klassischen Formen &#8211; Zeitschriften, Datenbanken, E-Books &#8211; und neuen digitalen, zum Teil interaktiven Lernformaten getroffen werden m&#252;ssen. Hinzu kommt, dass sich medizinische Universit&#228;ten in einer sehr schnelllebigen Wissenschaftsdisziplin bewegen, in der viel und schnell publiziert wird. Der kommerzielle Weg, Open Access &#252;ber die Finanzierung von Verlagsabkommen, Einzel-APCs und Mitgliedschaften zu f&#246;rdern, wird damit zu einer weiteren Herausforderung. Bislang und bis auf Weiteres wird seitens der UB Med Uni Graz die Bereitstellung von wissenschaftlicher Fachliteratur f&#252;r Studium, Lehre und Forschung als prim&#228;r erachtet. Open Access wird zwar unterst&#252;tzt und im Rahmen der budget&#228;ren M&#246;glichkeiten gef&#246;rdert, ist aber derzeit noch als &#8222;Add-On&#8220; zu sehen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="9 Fazit und Ausblick">
      <MainHeadline>9 Fazit und Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Obwohl die UB Med Uni Graz viele Ressourcen online anbietet, wird sie, vor allem von Studierenden, stark frequentiert. Neben den R&#228;umlichkeiten und der Infrastruktur (Lesesaal, Seminarraum, Carrels, PC-Arbeitspl&#228;tze, Drucker, Scanner, WLAN u.a.), werden aber auch die gedruckten Best&#228;nde und ebenso die physischen Lernobjekte gesch&#228;tzt. Die UB Med Uni Graz wird daher ihre Strategie als Hybridbibliothek mit Fokus auf digitalen und neuen, interaktiven Lernformaten f&#252;r Studierende, bei gleichzeitigem Ausbau des Angebots an Printmedien und physischen Lernobjekten beibehalten. Ob und wie sich die Nutzung der Printbest&#228;nde durch bestehende oder neue digitale Angebote ver&#228;ndert, soll die Evaluierung des Printbereiches f&#252;r die Jahre 2021 und 2022 zeigen. W&#228;hrend dieser Zeit waren einerseits die Printbest&#228;nde trotz der COVID-19-Pandemie weitestgehend entlehnbar, andererseits standen zus&#228;tzlich zu den bisherigen elektronischen Ressourcen deutlich mehr E-Books zur Verf&#252;<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>ung,  und es wurden neue Plattformen (Amboss, ekg.training) lizensiert. Derzeit ist durch diese neuen digitalen Lernformate noch kein Umbruch in der Literaturversorgung an der UB Med Uni Graz ersichtlich. Vielmehr werden diese neuen Formate als wertvolles Komplement&#228;rangebot der Bibliothek gesehen, die das bisherige Produktportfolio abrunden, der fortschreitenden Digitalisierung und digitalen Transformation Rechnung tragen und die Angeh&#246;rigen der Med Uni Graz und externe Besucher&#42;innen der Universit&#228;tsbibliothek bestm&#246;glich in ihren Aufgaben und T&#228;tigkeiten unterst&#252;tzen. Die gro&#223;e Herausforderung in den n&#228;chsten Jahren wird die Finanzierung aller Desiderate aus den Bereichen Studium, Lehre und Forschung sein: wissenschaftliche Literatur in allen m&#246;glichen Medientypen und Aufbereitungsformen bereitzustellen, neue Formen des Lernens und Lehrens zur Verf&#252;gung zu stellen und Open Access zu f&#246;rdern. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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