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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000496</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0004960</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
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      <Title language="de">Digitalisierung an Bildungszentren: Wie die Bibliothek unterst&#252;tzen kann</Title>
      <TitleTranslated language="en">Digitization at nursing schools: how the library can help</TitleTranslated>
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        <Address>Helios Kliniken GmbH, Friedrichstr. 136, 10117 Berlin, Deutschland<Affiliation>Helios Kliniken GmbH, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>ramona.hock&#64;helios-gesundheit.de</Email>
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          <Affiliation>Helios Kliniken GmbH, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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      <SectionHeading language="de">Ein Jahr COVID-19</SectionHeading>
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    <DatePublished>20210916</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>21</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Ein Jahr COVID-19 - Herausforderungen f&#252;r Medizinbibliotheken und Informationseinrichtungen</IssueTitle>
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    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Mit dem Beginn der Corona-Pandemie standen die Helios Bildungszentren vor vielen Herausforderungen. Der Pr&#228;senzunterricht musste auf Digital umgestellt werden, die Kommunikation erfolgte nicht mehr vor Ort, sondern auf Kan&#228;len wie Zoom, Skype oder Teams. Zeitgleich hat die Helios Zentralbibliothek (HZB) eine interaktive Lernplattform lizenziert und den Bildungszentren zur Verf&#252;gung gestellt. Dieser Beitrag beschreibt den Prozess von Einf&#252;hrung, Kommunikation, Support und Zusammenarbeit rund um die Plattform inmitten einer Zeit, in der Kontaktbeschr&#228;nkungen zum Alltag wurden. Es hat sich gezeigt, dass die Bibliothek beim Ausbau der Medien- und Informationskompetenz in Bildungszentren unterst&#252;tzen kann und muss. Trotz des hohen Kommunikationsaufwandes, der weiter fortbesteht, ist die HZB viel pr&#228;senter in den K&#246;pfen aller Akteure. Die Bibliothek hat sich dank des Projektes als Anlaufstelle f&#252;r die Bildungszentren etabliert.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>With the start of the Corona pandemic, the Helios nursing schools faced many challenges. Face-to-face teaching had to be switched to digital, communication no longer took place on site but on channels such as Zoom, Skype or Teams. At the same time, the Helios central library licensed an interactive learning tool and made it available to the nursing schools. This paper describes the process of implementation, communication, support and collaboration around the platform in the midst of a time when contact restrictions became commonplace. It has become clear that the library can and must support the development of media and information literacy in nursing schools. Despite the high communication effort that continues, the Helios central library is much more present in the minds of all teachers and students. Thanks to the project, the library has established itself as a point of contact for the nursing schools.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die Helios Zentralbibliothek (HZB) ist eine Unternehmensbibliothek, die alle Mitarbeiter:innen der Helios Kliniken Gruppe mit Literatur versorgt &#8211; fast ausschlie&#223;lich digital. Die Aufgaben und Ziele der HZB sind vielf&#228;ltig: Neben der Bereitstellung von digitalen Arbeitsmitteln wie Datenbanken oder Handreichungen f&#252;r den Arbeitsalltag sieht sich die HZB als wichtige Partnerin f&#252;r das lebenslange Lernen der Mitarbeiter:innen und damit der Mehrung des Wissens f&#252;r das ganze Unternehmen <TextLink reference="1"></TextLink>. Die Kolleg:innen der Helios Akademie befassen sich mit allen zentralen Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogrammen des Unternehmens. Neben den Helios Bildungszentren, die in diesem Beitrag noch eine zentrale Rolle spielen, koordiniert die Helios Akademie unter anderem die Fachweiterbildungen der Pflege, entwickelt Standards in der Ausbildung der Gesundheitsfachberufe und in der &#228;rztlichen Weiterbildung &#8211; um nur drei Beispiele zu nennen. </Pgraph><Pgraph>Die HZB hatte sich bereits in der Vergangenheit als bew&#228;hrte Kooperationspartnerin der 29 Helios Bildungszen<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ren etabliert und so stand die Zusammenarbeit <TextGroup><PlainText>zwischen</PlainText></TextGroup> den beiden Teams zur Einf&#252;hrung einer interaktiven Lernplattform auf einem guten Fundament. Zentrale Zielgruppe in den Bildungszentren sind die circa 4.015 Helios Auszubildenden, die vor allem zum&#47;zur Pflegefachmann&#47;-frau ausgebildet werden, sowie deren Lehrkr&#228;fte. Neben dem Zugriff auf die HZB mit zahlreichen E-Books, digitalen Fachzeitschriften und Datenbanken bot die Bibliothek schon seit Herbst 2014 den Bildungszentren den Zugang zu einem Standardwerk der Pflege als E-Book an. 2019 entschied sich Helios, auf eine interaktive Lernplattform umzusteigen und den Sch&#252;ler:innen in diesem Zuge mehrere Standardwerke der Pflegeausbildung sowie zahlreiche Funktionalit&#228;ten f&#252;r das interaktive Lernen anzubieten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Vom E-Book zur interaktiven Plattform">
      <MainHeadline>Vom E-Book zur interaktiven Plattform</MainHeadline><Pgraph>Bisher stand den Sch&#252;ler:innen und Lehrkr&#228;ften &#252;ber das Helios-interne Lernmanagement-Tool &#8222;Lernbar&#8220; das Standardwerk als E-Book zur Verf&#252;gung. Die Lernbar war zu dieser Zeit als Lernplattform bereits in vielen Bildungszentren etabliert und somit der Zugang zum E-Book vielen bekannt. Jedoch war die Verlagsplattform, &#252;ber die das E-Book abgerufen werden konnte, recht sperrig und kaum f&#252;r den Unterricht geeignet. Hinzu kam die unterschiedli<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>he IT-Ausstattung in den Bildungszentren. Dies f&#252;hrt(e) dazu, dass immer noch viele Printexemplare von den Bildungszentren bestellt wurden und werden.</Pgraph><Pgraph>2019 bot sich die Gelegenheit eines Umstiegs auf eine neue interaktive Lernplattform des Verlages. Neben dem Standardwerk empfanden alle Beteiligten die im Angebot zus&#228;tzlich enthaltenen Titel als besonders attraktiv. Ebenso weckten die dann zur Verf&#252;gung stehenden neuen Funktionalit&#228;ten, wie beispielsweise der Export von Abbildungen in Pr&#228;sentationen f&#252;r den Unterricht, die Offline-Nutzung &#252;ber eine App und das Anlegen von Notizen, das Interesse der Zielgruppe.</Pgraph><Pgraph>Nach der Festlegung des Preises, der Freigabe des Budgets und der Vertragserstellung zwischen Herbst 2019 und April 2020 konnten die Bildungszentren im Mai 2020 endlich mit der Plattform durchstarten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Lockdown und Parallelbetrieb">
      <MainHeadline>Lockdown und Parallelbetrieb</MainHeadline><Pgraph>Zum ersten Lockdown kam es zur Einf&#252;hrung der interaktiven Lernplattform in allen Bildungszentren und anderen Ausbildungsst&#228;tten. Parallel dazu hatten die Sch&#252;ler:innen und Lehrkr&#228;fte vorerst weiter &#252;ber die alte Plattform Zugriff auf das bereits lizenzierte Standardwerk. Es konnte in dieser Zeit ein genereller Anstieg der Nutzung der alten Plattform beobachtet werden. Die Nutzung des Standardwerks war trotz sperriger Plattform schon vor der Einf&#252;hrung der interaktiven Lernplattform sehr hoch. Da das <TextGroup><PlainText>E-Book</PlainText></TextGroup> noch bis zum 31.12.2020 freigeschaltet war, wurde es in 2020 weiterhin rege genutzt. Im April und Mai 2020 kam es zu einem extremen Anstieg der Nutzung, als die Bildungszentren schlagartig vom Pr&#228;senz- auf den <TextGroup><PlainText>Onlineunterricht</PlainText></TextGroup> umsteigen mussten. Von M&#228;rz 2020 bis April 2020 stieg die Nutzung um 188 Prozent, ging dann langsam wieder zur&#252;ck, da nach und nach auf die neue interaktive Plattform umgestiegen wurde.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Digitales Tool &#8211; digitale Einf&#252;hrung">
      <MainHeadline>Digitales Tool &#8211; digitale Einf&#252;hrung</MainHeadline><Pgraph>Der erste Lockdown spielte der Einf&#252;hrung der neuen Plattform an der ein oder anderen Stelle in die H&#228;nde. Die Bildungszentren wurden wie viele andere Bildungseinrichtungen in dieser Zeit vor die gro&#223;e Herausforderung des Distanzunterrichts gestellt. In dieser Zeit konnte nur eine gute Zusammenarbeit der Einf&#252;hrung der neuen Plattform zum Erfolg verhelfen.</Pgraph><Pgraph>Vertraglich war geregelt, dass die Zugriffsart &#252;ber Registrierungscodes erfolgt &#8211; unabh&#228;ngig von der herrschenden Situation zur ersten Corona-Welle, die landauf und landab zu einer Art Schockstarre f&#252;hrte. Diese Starre konnten sich die Helios Bildungszentren ebenso wie alle anderen Bildungseinrichtungen im Land allerdings nicht leisten. L&#246;sungen mussten gefunden werden. Die neue digitale Plattform bot nun eine herausragende Gelegenheit, die f&#252;r die Auszubildenden so wichtige Literatur von &#252;berall zug&#228;nglich zu machen &#8211; unabh&#228;ngig von Print-Exemplaren und Pr&#228;senzpflicht. In Zusammenarbeit mit der Helios Akademie wurde im Vorfeld die Anzahl der voraussichtlich ben&#246;tigten Codes &#252;ber die Pflegedirektor:innen an den Standorten und die Leiter:innen der Bildungszentren abgefragt. Auf dieser Grundlage erstellte der Verlag Excel-Listen mit Registrierungscodes f&#252;r jedes Bildungszentrum und jede Ausbildungsst&#228;tte. Klare Absprachen und intensive Kommunikation zwischen der Helios Akademie und der HZB etablierten sich, um alle n&#246;tigen Vorkehrungen zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt lief die Kommunikation zwischen den Mitarbeiter:innen beider Teams ausschlie&#223;lich digital. Regelm&#228;&#223;ige Telefonkonferenzen entwickelten sich zu einem wichtigen Arbeitsmittel, um sich gegenseitig auf den aktuellen Stand zu bringen und Absprachen zu treffen. Auch etablierte sich seitens der Helios Akademie ein regelm&#228;&#223;iger digitaler Austausch mit den Ansprechpartner:innen in den Bildungszentren und der ausbildenden Standorte. Die bestehende Struktur bei Helios, schon in pr&#228;-pandemischer Zeit gr&#246;&#223;tenteils digitale Kommunikationsmittel zu verwenden, half in diesen kontaktbeschr&#228;nkten Zeiten. </Pgraph><Pgraph>Der &#252;berall eingef&#252;hrte Distanzunterricht erforderte nun eine allumfassende IT-Ausstattung. So mussten sich nun alle Bildungszentren mit der Digitalisierung im eigenen Haus besch&#228;ftigen. In enger Zusammenarbeit mit dem Team E-Learning und h&#246;chster Leistungsbereitschaft <TextGroup><PlainText>der L</PlainText></TextGroup>ehrer:innen wurden Online-Kurse und E-Learning-Ko<TextGroup><PlainText>n</PlainText></TextGroup>zepte entwickelt. Dabei zeigte sich, dass die Lehrkr&#228;fte und Sch&#252;ler:innen ganz unterschiedliche digitale Medienerfahrungen hatten. </Pgraph><Pgraph>Kommunikation war bei der erfolgreichen Einf&#252;hrung des Projektes die wichtigste S&#228;ule. Die Helios Akademie, die sich auch in Hinblick auf das E-Learning als Dreh- und Angelpunkt herauskristallisierte, war auch f&#252;r die Einf&#252;hrung der interaktiven Lernplattform unabdingbar. Zur Einf&#252;hrung griff die HZB auf bereits etablierte Arbeitsmi<TextGroup><PlainText>tt</PlainText></TextGroup>el zur&#252;ck. Mithilfe der Kolleg:innen aus dem Team <TextGroup><PlainText>E-Learning</PlainText></TextGroup> konzipierte die HZB einen Selbstlernkurs, in dem alle wichtigen Informationen zur Registrierung enthalten sind und die Funktionen der Plattform erl&#228;utert werden. So sollte den Sch&#252;ler:innen und Lehrkr&#228;ften ein einfacher, orts- und zeitunabh&#228;ngiger Einstieg in die interaktive Lernplattform erm&#246;glicht werden. Diese M&#246;glichkeit nahmen bisher 900 Auszubildende und Lehrkr&#228;fte wahr und absolvierten den Kurs. Im Fr&#252;hjahr veranstaltete die HZB in Zusammenarbeit mit dem Verlag zus&#228;tzlich Onlinekurse. Ziel war es, den Lehrer:innen die Plattform vorzustellen, erste Einblicke zu geben und eine Fragerun<TextGroup><PlainText>d</PlainText></TextGroup>e zu erm&#246;glichen. </Pgraph><Pgraph>Wie sich schnell herausstellte, erwies sich die Registrierung als besonders enges Nadel&#246;hr, durch das alle Nutzer:innen der Plattform gehen m&#252;ssen. Dieses Nadel&#246;hr mussten die Sch&#252;ler:innen durchlaufen, egal ob sie vor Ort in den Bildungszentren mit Codes versorgt wurden, oder ob sie diese per E-Mail zugeschickt bekamen. Dass die digitale Einf&#252;hrung der Plattform via Registrierungscodes noch weitere H&#252;rden nach sich zog, wurde schnell deutlich. Auch wenn die Registrierung eigentlich schnell und einfach erfolgen kann, zeigte sich schnell, dass es zahlreiche Fallstricke und Irrwege gibt und der ein oder andere nahm in den letzten Monaten gleich alle auf einmal. Aus diesem Grund erstellten die Mitarbeiter:innen der HZB &#8211; neben den Onlinekursen und dem Selbstlernkurs &#8211; eine Pr&#228;sentation, die als unterrichtsbegleitende Einf&#252;hrung (Registrierung, Benutzerkonto erstellen und Anmeldung) genutzt werden konnte. Der digitale Unterricht stie&#223; allerdings hin und wieder an seine noch nicht erprobten Grenzen &#8211; und die Pr&#228;sentation blieb in der digitalen Schublade und wurde nur selten eingesetzt. Die aus dem Nadel&#246;hr resultierenden Probleme spiegelten sich in den aufgekommenden Support-Anfragen wider.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Support auf allen Ebenen">
      <MainHeadline>Support auf allen Ebenen</MainHeadline><Pgraph>Die st&#252;rmischen Wellen des Fr&#252;hjahrs 2020, in die die ersten Wochen der Einf&#252;hrung der Plattform fielen, gingen nicht nur pandemisch im Sommer in ruhigere Fahrwasser &#252;ber. Auch bei der Einf&#252;hrung der interaktiven Lernplattform gl&#228;tteten sich die Support-Wogen. Dennoch zeigte sich schnell, dass ein &#252;ber Registrierungscodes und Benutzerkonto konzipiertes Arbeitsmittel einen hohen Supportaufwand nach sich zieht. Die HZB arbeitet seit etwa einem Jahr mit einem Ticketsystem. Mit den unz&#228;hligen Supportanfragen konnte das Ticketsystem intensiv auf die Probe gestellt werden. Gerade der Zugriff &#252;ber die diversen privaten IT-Ger&#228;te birgt gro&#223;es Fehlerpotenzial. So divers wie die privaten IT-Ger&#228;te der Nutzer:innen so divers waren auch die IT-Vorkenntnisse, die sie mitbrachten. Die Mitarbeiter:innen der HZB lernten mit jeder Supportanfrage neues IT-Basiswissen, welches sie bei der n&#228;chsten Anfrage wieder anwenden konnten. Hier er&#246;ffnen sich vielleicht zuk&#252;nftig ganz neue berufliche Perspektiven. </Pgraph><Pgraph>Einige Probleme, die bei der Planung der Einf&#252;hrung wenig bedacht worden waren, erwiesen sich als besonders hartn&#228;ckig. In den Bildungszentren kristallisierten sich oft einige Lehrkr&#228;fte heraus, die sich der Einf&#252;hrung der interaktiven Lernplattform und des digitalen Unterrichts neben ihrer eigentlichen T&#228;tigkeit widmeten. Fand sich niemand im Bildungszentrum, blieben die Codes unangetastet in den H&#228;nden der Leiter:innen oder die Sch&#252;ler:innen erhielten die Registrierungscodes ausgeteilt, jedoch fehlte eine Einf&#252;hrung in das Produkt. Einige Sch&#252;ler:innen lie&#223;en die Registrierungscodes unangetastet in ihrem E-Mail-Postfach liegen oder lie&#223;en sich von Fehlermeldungen bei der Registrierung entmutigen. Grunds&#228;tzlich wurde deutlich, dass die Lehrkr&#228;fte einen ma&#223;geblichen Anteil daran haben, ob eine interaktive Lernplattform oder die digitalen Angebote der Bibliothek von den Sch&#252;ler:innen genutzt werden. Sie sind es, die durch das Arbeiten mit E-Medien im Unterricht die digitale Medien- und Informationskompetenz in der Klasse st&#228;rken k&#246;nnen. Sind die Lehrkr&#228;fte selbst &#252;berzeugt von dem Produkt und arbeiten damit, k&#246;nnen sie niedrigschwellige Hilfen anbieten und Anreize schaffen. Mit Hilfe des Supports versuchte die HZB zu unterst&#252;tzen und konnte sich auch in vielen F&#228;llen als Ansprechpartnerin etablieren. </Pgraph><Pgraph>Mitunter war zuweilen Detektivarbeit n&#246;tig, um die Gr&#252;nde einer geringen Nutzung in einigen Ausbildungsst&#228;tten herauszufinden. Von Seiten der HZB etablierte sich daraus eine Mischung aus Einzelbetreuung und Hilfe zur Selbsthilfe. Standorte, in denen die Einf&#252;hrung der neuen Plattform nicht oder nur wenig erfolgt war, werden nun von der HZB auf Wunsch unterst&#252;tzt. Digital nehmen Mitarbeiter:innen der HZB am Unterricht teil, nutzen die f&#252;r den Unterricht vorbereitete Pr&#228;sentation und gehen mit den Sch&#252;ler:innen die Registrierung durch. Sie geben n&#252;tzliche Hinweise und Tipps und verweisen auf den Selbstlernkurs. Ein weiteres Angebot richtet sich an die Lehrkr&#228;fte. In kleinen Gruppen werden das Nadel&#246;hr Registrierung und die wichtigsten Punkte der Nutzung erl&#228;utert und die Registrierung sogleich im digitalen Raum durchgef&#252;hrt. So k&#246;nnen die Lehrkr&#228;fte den Sch&#252;ler:innen leichter Hilfestellung geben, wenn diese Probleme bei der Registrierung oder Anmeldung haben. Gleichzeitig arbeitet die HZB an einem Konzept, wie sie f&#252;r die Sch&#252;ler:innen einen niedrigschwelligen Support anbieten kann, der sich an den Lebens- und Kommunikationsgewohnheiten der j&#252;ngeren Zielgruppe orientiert. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Bem&#252;hungen zahlen sich aus">
      <MainHeadline>Die Bem&#252;hungen zahlen sich aus</MainHeadline><Pgraph>Trotz der beschriebenen H&#252;rden konnte eine hohe Registrierungsrate auf der Plattform beobachtet werden. Die Lehrkr&#228;fte registrierten sich vorwiegend im Mai und Juni 2020. Die Sch&#252;ler:innen wiederum registrierten sich &#252;ber das ganze Jahr hinweg, mit einem Peak zu Beginn des Lehrjahres im September und Oktober 2020. Hintergrund ist, dass viele Lehrkr&#228;fte sich entschieden hatten, die interaktive Plattform im Unterricht einzuf&#252;hren und die Anmeldungen dadurch erst nach und nach erfolgten. Die Nutzung stieg stetig ab August und Oktober. Nach einem R&#252;ckgang w&#228;hrend der Weihnachtsferien &#252;berstieg die Januar-Nutzung sogar die Werte im Oktober 2020, wobei lediglich die Nutzung der reinen Webplattform gez&#228;hlt wird und nicht die Aktivit&#228;ten innerhalb der dazugeh&#246;rigen App, welche auch offline nutzbar ist. Da keine Vergleichswerte f&#252;r die neue Plattform f&#252;r die Vor-Corona-Zeit vorliegen, kann leider nicht nachvollzogen werden, welchen konkreten Einfluss die Corona-Pandemie und die Einf&#252;hrung des digitalen Unterrichts auf die Nutzung hatte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>R&#252;ckblickend betrachtet zeichnet sich die Einf&#252;hrung der interaktiven Plattform als Erfolg ab. Zu einem gewissen Teil hat sicher auch die Pandemie dem Ganzen einen nicht unerheblichen Schwung gegeben. Die Vorteile der digitalen Nutzung sind in den letzten Monaten hervorgetreten. Die Nachteile sollen an dieser Stelle aber nicht verschwiegen werden. So wurde deutlich, welche Brisanz die Wahl des Registrierungs- und Authentifizierungsverfahrens hat. Bei den Verlagen und deren IT-Abteilungen besteht, was das betrifft, durchaus &#8222;Luft nach oben&#8220; in puncto h&#252;rdenlose und benutzer:innenfreundliche Authentifizierung. </Pgraph><Pgraph>Die digitale Wissensvermittlung steckt noch in den Kinderschuhen und eine enge Begleitung ist notwendig &#8211; sei es aufgrund unterschiedlicher technischer Ausstattung oder individueller digitaler Medienkompetenz. Von Seiten der Bibliothek und den Bildungseinrichtungen werden aus p&#228;dagogischer Perspektive neue Vermittlungswege eingeschlagen und ausprobiert. Deutlich wurde, dass eine enge Begleitung der Einf&#252;hrung unabdingbar war und noch strukturierter und engmaschiger h&#228;tte erfolgen k&#246;nnen, um die ersten Irrwege zu vermeiden. Zurzeit hei&#223;t also die Devise: Durch Fehler lernen. Hier bietet sich der Support geradezu als Lehrst&#252;ck an. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorinnen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Johannsmeyer B</RefAuthor>
        <RefAuthor>Pfob S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Schr&#246;der A</RefAuthor>
        <RefTitle>Was H&#228;nschen nicht lernt, lernt Hans durch Weiterbildung: Die Bibliothek eines Gesundheitsunternehmens als kompetenter Partner beim lebenslangen Lernen</RefTitle>
        <RefYear>2008</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
        <RefPage>Doc 27</RefPage>
        <RefTotal>Johannsmeyer B, Pfob S, Schr&#246;der A. Was H&#228;nschen nicht lernt, lernt Hans durch Weiterbildung: Die Bibliothek eines Gesundheitsunternehmens als kompetenter Partner beim lebenslangen Lernen. GMS Med Bibl Inf. 2008;8(3):Doc 27. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000124.shtml</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2008-8&#47;mbi000124.shtml</RefLink>
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