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    <ArticleType>Tagungsbericht</ArticleType>
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      <Title language="de">&#8222;AGMB 2019: Gemeinsam neue Wege gestalten&#8220;. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) e.V. vom 16. bis 18. September 2019 in G&#246;ttingen</Title>
      <TitleTranslated language="en">&#8220;AGMB 2019: Shaping new paths together&#8221;. Annual meeting of the German Medical Library Association (AGMB), September 16 to 18, 2019 in G&#246;ttingen</TitleTranslated>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg, Am Hubland, 97074 W&#252;rzburg, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>diana.klein&#64;bibliothek.uni-wuerzburg.de</Email>
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      <Keyword language="en">German Medical Library Association</Keyword>
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      <Keyword language="en">annual meeting 2019</Keyword>
      <Keyword language="en">G&#246;ttingen</Keyword>
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      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in G&#246;ttingen 2019</SectionHeading>
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    <DatePublished>20191220</DatePublished></DatePublishedList>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
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        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in G&#246;ttingen 2019: Gemeinsam neue Wege gestalten</IssueTitle>
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    <ArticleNo>31</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die j&#228;hrliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) fand 2019 vom 16. bis 18. September in G&#246;ttingen statt. Organisiert wurde die Tagung von der Bereichsbibliothek Medizin der Universit&#228;tsbibliothek G&#246;ttingen. Das diesj&#228;hrige Motto war: &#8222;AGMB 2019: Gemeinsam neue Wege gestalten&#8220;. Der Tagungsbericht gibt einen &#220;berblick &#252;ber das Programm der dreit&#228;gigen Veranstaltung.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In 2019 the annual meeting of the German Medical Library Association (AGMB) took place in G&#246;ttingen, Germany, from September 16 to 18. The meeting was organized by the G&#246;ttingen medical library of the University library of G&#246;ttingen. This year&#8217;s motto was &#8220;AGMB 2019: Shaping new paths together&#8221;. The article provides a summary of the three-day conference program.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Montag, 16.9.2019">
      <MainHeadline>Montag, 16.9.2019</MainHeadline><SubHeadline>Session 1</SubHeadline><Pgraph>Die Tagung wurde von der Vorstandsvorsitzenden der AGMB, Dr. Iris Reimann er&#246;ffnet. Sie begr&#252;&#223;te die Teilnehmer&#42;innen, sowie die Partner aus den Unternehmen. Anschlie&#223;end hie&#223; Dr. Armin M&#252;ller-Dreier die Teilnehmer&#42;innen zur Tagung willkommen und machte deutlich, dass das Medizinische Bibliothekswesen nach wie vor wichtige Impulse gibt. Er dankte dem Ortskomitee und w&#252;nschte den Teilnehmer&#42;innen eine spannende Tagung. </Pgraph><Pgraph>Als lokalen Beitrag stellte Dr. Christina W&#252;rtz in ihrem Vortrag &#8222;Cardiovascular Science &#8211; Studieren im Herzen Deutschlands&#8220; den internationalen Masterstudiengang &#8222;Cardiovascular Science&#8220; vor, der seit Oktober 2015 angeboten wird. Die Universit&#228;t G&#246;ttingen ist aufgrund ihrer Schwerpunkte im Bereich der Herz-Kreislauf-Forschung besonders daran interessiert, wissenschaftlichen Nachwuchs mit entsprechenden Fachkenntnissen auszubilden. Das Curriculum basiert auf den drei S&#228;ulen Vorlesungen, Seminare&#47;Praktika&#47;Vortr&#228;ge und Laborrotationen. Weiterhin ging sie auf die Herausforderungen ein, die insbesondere die Studierenden aus dem Ausland zu bew&#228;ltigen haben.</Pgraph><Pgraph>Der anschauliche Festvortrag von Prof. Dr. Ulrich Sax vom Institut f&#252;r Medizinische Informatik handelte von &#8222;FAIR Data Management als gemeinsame Herausforderung&#8220;. Er verwies darauf, dass die Frage der Reproduzierbarkeit in der Wissenschaft ein gro&#223;es Problem darstellt, da viele publizierte Ergebnisse nicht reproduziert werden k&#246;nnen. In der Medizin ist dies besonders problematisch, da sich dies auch bei der Behandlung von Menschen auswirkt. Als L&#246;sungsansatz wurden deshalb die FAIR Guiding Principles (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) entwickelt. Am Beispiel der Bioinformatik zeigte er die Prinzipien und die Herausforderungen bei der Anwendung der FAIR Guiding Principles auf. </Pgraph><Pgraph>Die Arbeitskreise boten auch in diesem Jahr die Gelegenheit zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Kolleg&#42;innen. Im Arbeitskreis der Krankenhausbibliotheken wurde der bisherige Arbeitskreisleiter, Dr. Christian Vogel, erneut gew&#228;hlt. Der Arbeitskreis will ein Positionspapier entwickeln, da der aktuelle Zustand im Bereich der Krankenhausbibliotheken nicht zufriedenstellend ist. Auch im Arbeitskreis der Medizinbi<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>liotheken an Hochschulen wurde der bisherige Arbeitskreisleiter, Oliver Weiner, wiedergew&#228;hlt. Im Vortrag &#8222;DEALen f&#252;r Einsteiger&#8220; berichtete Dr. Diana Klein von den Erfahrungen an der Universit&#228;t W&#252;rzburg rund um die DEAL-Verhandlungen und den ersten DEAL-Vertrag. Danach folgte ein l&#228;ngerer Erfahrungsaustausch zum Thema DEAL.</Pgraph><Pgraph>In der Mitgliederversammlung genehmigten die Mitglieder der AGMB den T&#228;tigkeitsbericht und entlasteten den Vorstand der AGMB. Turnusgem&#228;&#223; stand die Neuwahl des Vorstandes an. F&#252;r die n&#228;chsten zwei Jahre wurden gew&#228;hlt: Dr. Iris Reimann (Vorsitz), Dagmar H&#228;rter (<TextGroup><PlainText>1. S</PlainText></TextGroup>tellvertreterin der Vorsitzenden), Dr. Martina Semmler-Schmetz (2. Stellvertreterin der Vorsitzenden), Dr. Claudia W&#246;ckel (Schriftf&#252;hrerin), Dr. Elisabeth M&#252;ller (Schatzmeisterin). Bruno Bauer berichtete zum aktuellen Stand bei GMS Medizin &#8211; Bibliothek &#8211; Information. Abschlie&#223;end stellte der Vorstand die Ideen zur Feier des 50-j&#228;hrigen Jubil&#228;ums der AGMB im Jahr 2020 vor. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Dienstag, 17.9.2019">
      <MainHeadline>Dienstag, 17.9.2019</MainHeadline><SubHeadline>Session 2 </SubHeadline><Pgraph>In ihrem Vortrag &#8222;Elektronische Laborb&#252;cher im Kontext Forschungsdatenmanagement und gute wissenschaftliche Praxis&#8220; beschrieb Birte Lindst&#228;dt die verschiedenen Arten von elektronischen Laborb&#252;chern. Sie hob die Bedeutung der elektronischen Laborb&#252;cher bei der Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis hervor und ging auf die Einbindung der Laborb&#252;cher im Kontext des Forschungsdatenmanagements ein. ZB MED hat vor diesem Hintergrund den aktuellen Markt bei elektronischen Laborb&#252;<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>hern gesichtet, die Informationen strukturiert festgehalten und diverse Auswahlkriterien definiert. Weiterhin hat ZB MED Interviews mit Anwendern gef&#252;hrt und Best Practice-Beispiele gesammelt. Abschlie&#223;end entstand daraus ein Wegweiser, den ZB MED fortschreiben will. Dem Wegweiser ist zu w&#252;nschen, dass er gro&#223;e Verbreitung findet, da Birte Lindst&#228;dt und ihr Team der Fachco<TextGroup><PlainText>mmu</PlainText></TextGroup>nity damit eine sehr hilfreiche Grundlage zur Verf&#252;gung gestellt haben.</Pgraph><Pgraph>Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Prof. Dr. Horst Hippler, der in seiner Funktion als Chefunterh&#228;ndler zum Projekt DEAL berichtete. Er argumentierte, dass sich f&#252;r Forschung aus &#246;ffentlichen Mitteln die Verpflichtung ergibt, die Ergebnisse der &#214;ffentlichkeit frei zug&#228;nglich zu machen. Er sieht einen Paradigmenwechsel, da die Kosten f&#252;r das Publizieren aus den Projektmitteln finanziert werden m&#252;ssen. Prof. Hippler skizzierte den Kontext, in dem das Projekt DEAL zu sehen ist. Dieser Kontext umfasst zum einen die Zeitschriftenkrise, die hohen weltweiten Subskriptionskosten und den hohen Markt-Anteil der drei gro&#223;en Verlage Elsevier, SpringerNature und Wiley und zum anderen zahlreiche Open-Access-Ak<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ivit&#228;ten. Vor diesen Hintergrund initiierte die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen das Projekt DEAL. Zentrale Verhandlungsziele stellen die Preisgestaltung mit einem Publish &#38; Read-Modell dar, das faire Preise erm&#246;glichen und transparent sein soll. Die Verhandlungsgruppe von Projekt DEAL wurde aus dem Steuerungskomitee und dem Projektteam besetzt. Prof. Hippler beschrieb den bisherigen Verhandlungsverlauf vom Verhandlungsstart 2016 mit Elsevier &#252;ber die &#220;bergangsvereinbarungen mit SpringerNature und Wiley bis zum aktuellen DEAL-Wiley-Vertrag. Er hob hervor, dass die Kosten f&#252;r die deutschen Einrichtungen durch den Wiley-Vertrag nicht gestiegen sind und auch w&#228;hrend der Vertragslaufzeit keine Preissteigerung stattfinden wird. Er ist zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit auch mit SpringerNature und Elsevier DEAL-Vertr&#228;ge abgeschlossen werden. Abschlie&#223;end kritisierte er den gro&#223;en Einfluss, der dem Journal Impact Factor innerhalb der Wissenschaft nach wie vor bei der Vergabe von Mitteln und Stellen zugestanden wird, obwohl der Impact Factor kein geeignetes Ma&#223; f&#252;r die Artikelebene darstellt. Bei den anschlie&#223;enden Fragen aus dem Plenum wurde deutlich, dass Projekt DEAL die deutschen medizinischen Bibliotheken sehr bewegt.</Pgraph><SubHeadline>Session 3</SubHeadline><Pgraph>In der Plenumsdiskussion &#8222;Quo Vadis AGMB&#8220; stellte Dagmar H&#228;rter zun&#228;chst die Ergebnisse einer Umfrage bei den AGMB-Mitgliedern vom Fr&#252;hjahr 2019 vor. Anlass f&#252;r die Umfrage war die Beobachtung, dass in den letzten Jahren weniger Teilnehmer&#42;innen zu den Jahrestagungen gekommen waren und auch die Firmen weniger Interesse an einer Teilnahme zeigten. Zudem war es in den letzten Jahren schwierig, Tagungsorte und neue Vorstandsmitglieder zu finden. In der Umfrage wurden deshalb abgefragt, warum Mitglieder nicht regelm&#228;&#223;ig an den Tagungen teilnehmen und was den Mitgliedern an der Tagung gef&#228;llt oder nicht gef&#228;llt. Zudem wurden die Mitglieder befragt, ob bzw. in welcher Form sie sich ein Engagement in der AGMB vorstellen k&#246;nnen oder warum sie sich kein Engagement in der AGMB vorstellen k&#246;nnen. Aus den Umfrage-Ergebnissen entwickelte der AGMB-Vorstand mehrere Szenarien f&#252;r die Zukunft der Tagung und der AGMB. Im Plenum wurden die formalen Vorschl&#228;ge zur Gestaltung der AGMB-Tagungen und die inhaltlichen Vorschl&#228;ge zur Arbeit der AGMB lebhaft diskutiert. Der AGMB-Vorstand wird die Ergebnisse dieser Diskussion intern besprechen und entsprechende Schlussfolgerungen daraus ziehen.</Pgraph><SubHeadline>Session 4</SubHeadline><Pgraph>Im Kurzvortrag 1 informierten Thomas Nordhausen und Julian Hirt im Beitrag &#8222;RefHunter &#8211; ein kontinuierlich aktualisiertes Manual zur Literaturrecherche in gesundheitswissenschaftlichen Fachdatenbanken&#8220; &#252;ber ihr Manual. Das Manual enth&#228;lt Infobl&#228;tter zu einzelnen Datenbanken, eine Vorgehensweise zur Literaturrecherche in <TextGroup><PlainText>10 S</PlainText></TextGroup>chritten und den Recherchekompass. Um ein nutzerfreundliches Format bieten zu k&#246;nnen, das zudem zeitna<TextGroup><PlainText>h</PlainText></TextGroup>e Updates erlaubt, ist zun&#228;chst der Umstieg auf eine Webversion geplant. L&#228;ngerfristig soll das kollaborative Arbeiten erm&#246;glicht und eine englischsprachige Version angeboten werden.</Pgraph><Pgraph>Dr. Astrid Vieler beschrieb im Kurzvortrag 2 &#8222;Open Access als Zumutung f&#252;r die Erwerbung&#8220; die Probleme, die sich aus Erwerbungssicht bei Open Access ergeben. Problematisch ist in diesem Zusammenhang aus ihrer Sicht, dass aus Literaturmitteln f&#252;r die Produktion von Artikeln gezahlt wird, also Erwerbungsmittel eingesetzt werden. Die Kosten werden durch die Wissenschaftler verursacht, die die Entscheidung f&#252;r eine Publikation treffen. Die Bibliothek kann bei diesem Prozess nicht mitentscheiden, muss aber die Kosten tragen.</Pgraph><Pgraph>Im Kurzvertrag 3 stellte Dr. Jasmin Schmitz die Frage &#8222;Wie kann ich karrierebewusste Wissenschaftler&#42;innen f&#252;r Open Access begeistern&#63;&#8220;. Sie stellte kurz die Grundlagen und Vorteile von Open-Access-Publikationen dar, die im Kontakt mit Wissenschaftler&#42;innen vorgebracht werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Dr. Stefanus Schweizer hatte an der &#8222;Re:Publica 2019&#8220; teilgenommen und berichtete davon im Kurzvortrag 4. Mit diversen Beispielen der diesj&#228;hrigen Tagung vermittelte er einen lebendigen Eindruck von der Re:Publica und ihrem diesj&#228;hrigen Motto &#8222;tl;dr Too long; didn&#8217;t read&#8220; und animierte die Teilnehmer&#42;innen der AGMB-Tagung, auch &#252;ber den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und an Tagungen wie der Re:Publica teilzunehmen.</Pgraph><Pgraph>Im Kurzvortrag 5 zeigte Dr. Christian Vogel mit &#8222;EasyDesy &#8211; Making Clinical Decisions Fun&#33;&#8220; endlich das Tool, auf das alle &#196;rzte gewartet haben. Wie gewohnt hatte er an alles gedacht: Vom Knowledge Harvesting &#252;ber das Brain Free Interface bis zum LiveCrowdSupport ist alles enthalten. Die Tagungsteilnehmer&#42;innen hatten jedenfalls sehr viel Spa&#223; bei der Pr&#228;sentation seiner neuen &#8222;App&#8220;.</Pgraph><SubHeadline>Session 5 und 6</SubHeadline><Pgraph>Die Treffpunkte stellten auch zehn Jahre nach ihrer Einf&#252;hrung als Programmpunkt auf der AGMB-Tagung eine nach wie vor sehr gut angenommene M&#246;glichkeit zum direkten kollegialen Erfahrungsaustausch dar. Das Angebot umfasste die Themen &#8222;Elektronische Laborb&#252;cher: Anforderungen der Forschenden und die Rolle von Informationsinfrastruktureinrichtungen&#8220;, &#8222;Druck dich aus &#8211; 3D-Technologien in der Medizinbibliothek&#8220;, &#8222;Der erste Eindruck z&#228;hlt&#8220;, &#8222;Evidenzbasierte Medizin&#47;Gr&#252;ndung der AG Evidenzbasierte Medizin&#8220;, &#8222;Was bedeutet die Open-Access-Transformation f&#252;r die Erwerbung in Bibliotheken&#63;&#8220;, &#8222;Amboss im Krankenhaus&#8220; und den Newcomer-Treff f&#252;r die Teilnehmer&#42;innen, die zum ersten Mal bei einer AGMB-Tagung dabei waren.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mittwoch, 18.9.2019">
      <MainHeadline>Mittwoch, 18.9.2019</MainHeadline><SubHeadline>Session 7</SubHeadline><Pgraph>Zun&#228;chst pr&#228;sentierte Dr. Christina Draheim die Rechercheplattform PubPharm. Diese Plattform wurde als zentraler Dienst des Fachinformationsdiensts Pharmazie entwickelt. Der Fachinformationsdienst Pharmazie wird durch die Universit&#228;tsbibliothek Braunschweig und das Institut f&#252;r Informationssysteme der TU Braunschweig betreut. PubPharm bietet &#252;ber 55 Mio. Eintr&#228;ge, von denen 29 Mio. aus Medline stammen. &#220;ber Medline hinaus sind Zeitschriftenartikel aus angrenzenden Disziplinen, B&#252;cher und Daten zu klinischen Studien enthalten. PubPharm hat diverse Suchm&#246;glichkeiten. Ein besonderes Merkmal ist die innovative Vorschlagsfunktion bei der Arzneistoffsuche, die die Anzeige von verwandten Substanzen, Erkrankungen, Symptomen und Genen bietet. Zudem ist eine Struktur- und &#196;hnlichkeitssuche enthalten. Die Verf&#252;gbarkeitsrecherche erfolgt schrittweise. Dar&#252;ber hinaus werden im Forschungsinformationsdienst neue Recherche-Tools erforscht. Zun&#228;chst soll &#252;ber artifizielle Intelligenz das Deep Learning aus Dokumenten erfolgen. Im n&#228;chsten Schritt sollen daraus Assoziationen zwischen Wirkstoffen und Krankheiten erm&#246;glicht werden. Anschlie&#223;end sollen &#252;ber Netzwerk-Ansichten noch komplexere Zusammenh&#228;nge aufgedeckt werden.</Pgraph><Pgraph>Im Vortrag &#8222;Open Access als Aufgabenbereich medizinischer Bibliotheken&#8220; pr&#228;sentierte Nina Stellmann die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit. Sie f&#252;hrte eine Webseitenanalyse von Hochschulbibliotheken aus dem Bereich Humanmedizin durch, die ein Open-Access-Angebot haben, das sich an Mediziner richtet. Die Analyse konzentrierte sich vor allem auf die Beratungs- und Informationsangebote der ausgew&#228;hlten Bibliotheken und auf deren Infrastrukturangebote. Das Ergebnis der Arbeit bestand in Handlungsempfehlungen, die durch andere Bibliotheken nachgenutzt werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Als Abschluss der Session 7 berichtete Dagmar H&#228;rter zum Thema &#8222;Sezieren, Pr&#228;parieren, Schneiden &#8211; virtuell und ohne Blut: zwei Jahre Praxiserfahrung mit &#8222;Anatoma<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>e&#8220; an der Medizinbibliothek G&#246;ttingen&#8220;. Nachdem im zweiten Anlauf die Mittel f&#252;r den Seziertisch genehmigt wurden, wurde 2017 der Tisch f&#252;r die Bibliothek geliefert. Nach dem intensiven Einf&#252;hrungstraining startete die Bewerbung von Anatomage &#252;ber verschiedene Kan&#228;le. Das Benutzungskonzept sah vor, dass Studierenden das selbst&#228;ndige Arbeiten ohne komplizierte Buchung erm&#246;glicht werden soll, flankiert von Beratungsangeboten direkt in der Bibliothek. Die Erfahrung aus den ersten zwei Jahren zeigt, dass f&#252;r die Anlaufphase viel Geduld n&#246;tig ist. Das Engagement der Professoren aus dem Fachbe<TextGroup><PlainText>r</PlainText></TextGroup>eich ist auf jeden Fall erforderlich. Anatomage muss als Arbeitstool in der Lehre eingesetzt werden, damit es auch von den Studierenden zum Weiterlernen angenommen wird. Sehr positiv ist, dass mit dem Ger&#228;t gro&#223;e Aufmerksamkeit erzeugt wird und der Lernort deutlich aufgewertet wird. </Pgraph><SubHeadline>Session 8</SubHeadline><Pgraph>Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann behandelte das Thema &#8222;ZB MED &#8211; Ausrichtung einer Fachbibliothek als modernes Informationszentrum&#8220;. Die Gesamtstrategie von ZB MED umfasst mehrere Eckpunkte. Ein zentraler Punkt ist die Erweiterung vom Informationszentrum zum forschenden Informationszentrum. ZB MED will sich zu einem Hauptakteur bei Open Science entwickeln. Es sollen moderne Trainingskonzepte wie Carpentries zum Einsatz kommen. ZB MED soll zur neuen NLM, zum neuen NCBI in Deutschland werden. Prof. Rebholz-Schuhmann skizzierte den Transformationsprozess zur forschenden Einrichtung von 2015 bis 2022 und die Planung dar&#252;ber hinaus. Durch die drei neuen Professuren wird zuk&#252;nftig ein breites Spektrum an Forschungsgebieten abgedeckt. Es ist vorgesehen, mehrere Projekte f&#252;r neue Dienste zu initiieren. Den Fachgemeinschaften stehen durch diese Projekte neue Methoden beim Zugriff auf Forschungsda<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>en und Literatur zur Verf&#252;gung. Durch semantische Datenanalyse werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse erm&#246;glicht. Der NFDI4Life Umbrella koordiniert die Zusammenarbeit mit den Fachgemeinschaften. Zudem gewinnt ZB MED mit dem &#8222;Bielefeld Institut f&#252;r Bioinforma<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ik-Infrastrukturen&#8220; einen weiteren Standort hinzu.</Pgraph><Pgraph>Im Anschluss berichteten Dr. Iris Reimann und Dr. Martina Semmler-Schmetz unter dem Titel &#8222;AGMB goes EAHIL&#8220; von ihrer Teilnahme an der diesj&#228;hrigen EAHIL-Tagung in Basel. Die Motivation f&#252;r die Teilnahme bestand darin, als AGMB-Vorstand auf der EAHIL-Tagung vertreten zu sein, au&#223;erdem pr&#228;sentierten sie die AGMB mit einem Posterbeitrag. Aber auch das vielf&#228;ltige Programm der EAHIL-Tagung bot viele Gr&#252;nde zur Teilnahme. Insgesamt kamen beide zum Schluss, dass die Teilnahme an den EAHIL-Veranstaltungen rundum empfehlenswert ist, da eine gr&#246;&#223;ere Vielfalt an Beitr&#228;gen und Teilnehmern m&#246;glich ist als bei den AGMB-Tagungen. Den Austausch und die Kooperation mit Kolleg&#42;innen aus anderen L&#228;ndern bewerteten sie als weiteren wichtigen Aspekt. Die aktuellen EAHIL-Councillors f&#252;r Deutschland sind f&#252;r die Amtsperiode 2019&#8211;2022 Sabine Buroh, Dr. Helge Kn&#252;ttel und Prof. Dietrich Rebholz-Schuhmann. Im n&#228;chsten Jahr findet die EAHIL-Tagung vom 22. bis 26.Juni in L&#243;dz (Polen) statt. AGMB-Mitglieder k&#246;nnen sich wie auch in anderen Jahren bei der AGMB um Reisekostenzusch&#252;sse f&#252;r die Tagungsteilnahme bewerben.</Pgraph><Pgraph>Solch ein Reisestipendium der AGMB hatte Dr. Claudia W&#246;ckel 2019 genutzt, um ebenfalls an der EAHIL-Tagung teilzunehmen. In ihrem Vortrag &#8222;Bridge, Act, Share, Learn &#8211; Der Blick &#252;ber den eigenen Tellerrand&#8220; erl&#228;uterte sie, wie Workshops bei der EAHIL-Tagung ablaufen. Anschaulich beschrieb sie ihre Erfahrungen bei der Vorbereitung und Planung ihres eigenen Workshops. In ihrem Workshop sollte mit Hilfe von Brainstorming-Methoden eruiert werden, wie Bibliotheken Wissenschaftler beim Schreiben ihrer Manuskripte unterst&#252;tzen k&#246;nnen. Sie machte deutlich, dass die Planung eines EAHIL-Workshops sehr fr&#252;hzeitig begonnen werden muss, um im EAHIL-Zeitplan zu bleiben. Zudem hatte sie zur Fragestellung ihres Workshops Interviews mit Doktoranden, Post-Docs und Professoren gef&#252;hrt, um deren Einsch&#228;tzung abfragen zu k&#246;nnen.</Pgraph><SubHeadline>Schlusssession</SubHeadline><Pgraph>In der Schlusssession wurden die Sieger des Poster-Wettbewerbs pr&#228;miert. Wie schon im Vorjahr erhielt Dr. Claudia W&#246;ckel den ersten Platz, diesmal f&#252;r ihr interaktives Poster &#8222;Publikationsunterst&#252;tzung f&#252;r Mediziner &#8211; Bibliotheken als Servicepartner&#8220;. Der 2. Platz ging an Simone Petermeise und Dr. Iris Reimann f&#252;r ihr Poster &#8222;Herz und Hirn jetzt auch zum Anfassen in der Medizinischen Bibliothek Aachen&#8220;. Auch die beiden weiteren Poster &#8222;Die Versorgungsstrategie von ZB MED&#8220; von Dr. Elisabeth M&#252;ller und &#8222;3D Workshop in der MedizinBibliothek &#8211; von der Idee zum fertigen Modell&#8220; von Gerhard G&#252;ttlich und Benjamin Senge waren sehenswert.</Pgraph><Pgraph>Abschlie&#223;end bedankte sich Dr. Iris Reimann bei den Firmen f&#252;r ihre rege Beteiligung. Auch allen weiteren Personen, die mit Vortrag, Workshop, Poster oder Treffpunkt zum Programm der AGMB-Tagung beigetragen hatten, sprach sie ihren Dank aus. Ebenfalls dankte sie den beiden ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, Monika Halser und Katrin Wibker, f&#252;r ihren Einsatz im Vorstand. Gro&#223;er Applaus folgte ihrem Dank an das Ortskomitee aus G&#246;ttingen, das sehr gute Arbeit geleistet hatte. Danach lud Dr. Diana Klein die Teilnehmer&#42;innen herzlich zur n&#228;chsten AGMB-Tagung vom 21. bis 23.9.2020 nach W&#252;rzburg ein. Mit den Schlussworten von Dr. Iris Reimann endete die Jahrestagung der AGMB 2019, die rundum gelungen war.</Pgraph><SubHeadline>Workshops und Rahmenprogramm</SubHeadline><Pgraph>Bereits vor der Tagungser&#246;ffnung trafen sich die ersten Teilnehmer&#42;innen zu den Workshops &#8222;Working out loud&#8220; von Nina Stellmann und &#8222;E-Books im Krankenhaus&#8220; von Sigrid Audick, Hannah Neumann und Gundula Wiedemann. Parallel fanden zwei Stadtf&#252;hrungen durch G&#246;ttingen statt. Beim geselligen Abend in der Cafeteria der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen stellte sich am Montag die Bereichsbibliothek Medizin in ihren F&#252;hrungen vor. Nach Abschluss der Tagung bestand die Gelegenheit, das Lern- und Studiengeb&#228;ude der SUB G&#246;ttingen in einer F&#252;hrung kennenzulernen. Viele anregende Gespr&#228;che und eine unterhaltsame Stepptanz-Darbietung von Dagmar H&#228;rter und Tanzpartner rundeten den Gesellschaftsabend am Dienstag ab.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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