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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000454</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0004549</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Mitteilung</ArticleType>
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      <Title language="de">Learn, share, act, bridge boarders&#8230; Der Blick &#252;ber den Tellerrand</Title>
      <TitleTranslated language="en">Learn, share, act, bridge boarders&#8230; Think out of the box</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>W&#246;ckel</LastnameHeading>
          <Firstname>Claudia</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Leipzig, Bibliothek Medizin&#47;Naturwissenschaften, Liebigstr. 23&#47;25, 04103 Leipzig, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Leipzig, Bibliothek Medizin&#47;Naturwissenschaften, Leipzig, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>claudia.woeckel&#64;medizin.uni-leipzig.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">EAHIL</Keyword>
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      <Keyword language="de">EAHIL</Keyword>
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      <Keyword language="de">Workshop</Keyword>
      <Keyword language="de">kreative Methoden</Keyword>
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      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in G&#246;ttingen 2019</SectionHeading>
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    <DatePublished>20191220</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>19</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in G&#246;ttingen 2019: Gemeinsam neue Wege gestalten</IssueTitle>
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    <ArticleNo>29</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Workshop-Tagung der EAHIL bietet durch interaktive Veranstaltungen eine geeignete Plattform zum kollegialem Austausch. In diesem Erfahrungsbericht werden kreative Methoden aus den Workshops dargestellt. Au&#223;erdem wird aufgezeigt, wie diese in der bibliothekarischen Arbeit angewendet werden k&#246;nnen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The interactive format of the EAHIL workshop conference serves as a valuable platform for collegial advice. This short report describes several creative methods applied in the workshops. It is discussed which applications the methods have in library workspaces.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Alle zwei Jahre findet die Tagung der European Associa<TextGroup><PlainText>tion</PlainText></TextGroup> for Health Information and Libraries (EAHIL) als Workshop-Tagung statt. Auch 2019 lag der Fokus der Veranstaltung auf dem interaktiven Austausch zu aktuellen Themen in relativ kleinen Runden. Bei der diesj&#228;hrigen EAHIL in Basel wurde ein breites Spektrum an Themen behandelt, dass in vielen Bereichen &#220;berschneidungen zur Tagung der AGMB zeigt. So ging es auch in der Schweiz um Informationsvermittlung und die Services und Aufgaben von medizinischen Bibliotheken. Der Zusammenarbeit mit den WissenschaftlerInnen, bei beispielsweise der Erstellung von Review-Artikeln, wurde auf der EAHIL allerdings mehr Gewicht gegeben. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenheiten der EAHIL Workshop-Tagung aus Sicht einer Workshopleiterin und Teilnehmerin und reflektiert welche Auswirkungen die Teilnahme auf die t&#228;gliche Arbeit hatte.  </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Praktische Erfahrungen">
      <MainHeadline>Praktische Erfahrungen</MainHeadline><Pgraph>Das Programm der EAHIL ist sehr dicht gepackt. Im Tagungspreis inbegriffen waren u.a. die Workshops am Dienstag und Mittwoch. F&#252;r die CEC Sessions am Montag musste jeweils zus&#228;tzlich gezahlt werden. In jedem Zeitfenster, in sieben parallel stattfindenden Session, konnten insgesamt ca. 175 Teilnehmenden aktiv werden. Bei einer Gesamtzahl von 330 Teilnehmenden konnte also nicht immer an einem Workshop partizipiert werden. Dieser gro&#223;e Kritikpunkt kann durch die unerwartet gro&#223;e Teilnehmerzahl erkl&#228;rt werden und wird sicherlich in den kommenden Jahren in dieser Form nicht wieder vorkommen. Einige der Workshops wurden deshalb f&#252;r mehr als 25 Teilnehmende ge&#246;ffnet, allerdings bei gleichblei<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>end kleiner Raumgr&#246;&#223;e. Dieses Problem stellt gleichzei<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ig auch meinen einzigen echten Kritikpunkt dar.</Pgraph><Pgraph>Die einzelnen Workshops hatten eine sehr hohe praktische Relevanz und waren sehr unterhaltsam und kreativ gestaltet. Durch die kollaborative Atmosph&#228;re der Veranstaltung war ein Austausch mit den FachkollegInnen leicht m&#246;glich, unabh&#228;ngig vom eigenen Kenntnisstand zu den jeweiligen Themen. </Pgraph><Pgraph>Sowohl inhaltlich als auch methodisch hielten die Workshops spannende Ideen f&#252;r die t&#228;gliche Arbeit bereit. In einem Workshop zum Thema kreative Methoden der Informationsvermittlung wurden unterschiedliche Techniken vorgestellt, um mit den Teilnehmenden in einen Austausch zu kommen. Dabei wurde u.a. das <Mark2>Brain Writing</Mark2> vorgestellt. Bei dieser Methode entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam zu einem vorgegeben Thema Ideen ohne miteinander zu sprechen. Jedem Teilnehmenden stehen z.B. drei Zettel f&#252;r jeweils eine Idee zur Verf&#252;gung, die innerhalb von f&#252;nf Minuten notiert werden. Danach werden die Zettel im Uhrzeigersinn weitergegeben und die Sitznachbarn erg&#228;nzen die Ideen um eigene Aspekte. Daf&#252;r stehen wiederum jeweils f&#252;nf Minuten zur Verf&#252;gung. Der Prozess ist abgeschlossen, wenn jeder Teilnehmende seine eigenen Zettel wiederbekommen hat. Diese Methode konnte ich im Nachgang bereits anwenden, um gemeinsam mit StudierendenvertreterInnen Ideen f&#252;r die Weiterentwicklung des Bibliotheksstandortes durchzuspielen. Die Erfahrungen mit dieser Methode sind bisher &#228;u&#223;erst erfreulich, da schnell kreative Ideen entstehen.</Pgraph><Pgraph>Ein Workshop zum Forschungsdatenmanagement bot, neben dem interessanten fachlichen Input, auch methodisch einen interessanten Ansatz. Bereits vor Beginn des Workshops lag auf jedem Platz eine ID-Card (also ein Teilnehmerausweis) mit farbigen Klebezetteln aus. Auf diesen mussten einfache Fragen (Herkunft, Jobbezeichnung, usw.) beantwortet werden. Die Antworten wurden innerhalb des Workshops benutzt um Stimmungsbilder oder Erfahrungen auszutauschen. So wurde beispielsweise der Zettel mit dem Herkunftsland verwendet um darzustellen in welchem Land bereits Forschungsdatenma<TextGroup><PlainText>n</PlainText></TextGroup>agementpl&#228;ne bei nationalen Drittmittelgebern verlangt werden. Diese Methode verwende ich mittlerweile um Selbsteinsch&#228;tzungen der Teilnehmenden meiner Schulungen bzw. Feedback zu bekommen. Durch die Kommunikation an den Charts und die Beantwortung der Fragen werden die Kurse aufgelockert und auch die Teilnehmenden k&#246;nnen sich besser austauschen als durch einfaches Handzeichen oder Gruppenbefragungen in den Seminaren. Die R&#252;ckmeldungen zu dieser Methode sind bisher immer positiv.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Publikationsunterst&#252;tzung f&#252;r WissenschaftlerInnen und Innovationdigging">
      <MainHeadline>Publikationsunterst&#252;tzung f&#252;r WissenschaftlerInnen und Innovationdigging</MainHeadline><Pgraph>Bereits acht Monate vor der Tagung lag die Deadline f&#252;r den Call for Abstracts und damit die Einreichungsfrist f&#252;r die geplanten Workshops. Neben Zielgruppe und Vorbildung der Teilnehmenden werden hier die Methoden und Zielsetzungen des Workshops beschrieben. Anhand dieser Angaben entschied das Organisationskomitee bis Anfang Dezember welche Beitr&#228;ge ausgew&#228;hlt wurden. </Pgraph><Pgraph>Mein eigener Workshop am Mittwochnachmittag trug den Titel: Support services for scientists &#8211; a brainstorming session. Er richtete sich an BibliotheksmitarbeiterInnen, die in Kontakt mit FachwissenschaftlerInnen sind und Ideen f&#252;r Services und Angebote entwickeln m&#246;chten. Ich habe damit den Inhalt meiner Masterarbeit im MALIS Studium an der TH K&#246;ln aufgegriffen (Thema: Publikationsunterst&#252;tzende Dienstleistungen wissenschaftlicher</Pgraph><Pgraph>Bibliotheken f&#252;r Mediziner). Ziel der EAHIL-Veranstaltung war es neue Ideen zu generieren und dabei auch au&#223;erhalb der &#8222;klassischen&#8220; Bibliotheksservices zu st&#246;bern. F&#252;r meine Masterarbeit habe ich in zahlreichen Interviews klinische und nicht klinische WissenschaftlerInnen der Universit&#228;tsmedizin Leipzig befragt, welche Services sie vermissen und bei welchen sie sich die Bibliothek als Servicepartner vorstellen k&#246;nnten. Alle Vorschl&#228;ge lassen sich auf dem Publikationslebenszyklus einordnen und fallen in die sechs Bereiche: Erzeugung (Schreiben von Antr&#228;gen, Experimente, usw.), Evaluierung (u.a. Peer Review-Verfahren), Publikation (Formatierung der Manuskripte u.&#228;.), Verbreitung (Print-&#47;Online-Ver&#246;ffentlichung), Erhaltung (z.B. Langzeitarchivierung) und Nutzung (Volltexte, Zitationen usw.). Dabei sind bibliothekarische Services vor allem in den letzten drei Bereichen bereits gut etabliert. In den ersten Schritten der wissenschaftlichen Ver&#246;ffentlichungen spielen Bibliotheken noch kaum eine Rolle. Allerdings gibt es auch hier viele kleine Schritte, in denen wir unterst&#252;tzen k&#246;nnen. Um diese Schritte zu identifizieren wurde im Rahmen des Workshops die Methode Innovationdigging nach van Aerssen und Kemer&#246;z <TextLink reference="1"></TextLink> angewendet. </Pgraph><Pgraph>Die Methode dient dazu Ideen zu entwickeln, die au&#223;erhalb der klassischen Bet&#228;tigungsfelder liegen, und kreativ an Services heran zu gehen. Durch eine einfache Matrix k&#246;nnen schnell Ziele identifiziert werden, die dann mit anderen kreativen Methoden bearbeitet werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Konkret werden auf einem Flipchart in einer Tabelle zun&#228;chst einzelne Schritte des wissenschaftlichen Arbeitens als &#8222;Touchpoints&#8220; definiert und als Zeilenk&#246;pfe eingetragen. Anschlie&#223;end werden &#8222;Dimensionen&#8220; als Spaltenk&#246;pfe festgelegt. Diese k&#246;nnen positive oder negative Werte sowie Adjektive sein &#8211; im Workshop z.B. einfach, benutzerfreundlich, zeitsparend, kosteneffizient, einschr&#228;nkend, aufw&#228;ndig, innovativ, achtsam und erfolgreich. Aus diesen Zeilen- und Spaltenk&#246;pfen ergibt sich eine Matrix mit Feldern, die jeweils einen Touchpoint und eine Dimension repr&#228;sentieren. Zur Bestimmung des aussichtsreichsten Feldes kam ein Dot-Voting zum Einsatz. Jeder Teilnehmende konnte mit f&#252;nf Klebepunkten f&#252;r das &#8222;Lieblingsfeld&#8220; abstimmen. So erh&#228;lt man eine repr&#228;sentative Meinung und sieht gleichzeitig, welche Felder neben dem &#8222;Golden Quadrat&#8220; noch relevant sind. Innerhalb des Workshops wurde nach der Abstimmung mit den Feldern &#8222;Creating graphs &#8211; visual&#8220;, &#8222;Create a reference list &#8211; thorough&#8220; und &#8222;Finding a database &#8211; user friendly&#8220; gearbeitet. </Pgraph><Pgraph>Um nun ebenfalls kreativ mit diesen Themen umzugehen und nicht direkt auf eingefahrene Wege zu gelangen, wurden in einem n&#228;chsten Schritt Vorschl&#228;ge gemacht, die Services auf den jeweiligen Gebieten noch zu verschlechtern. Mit der sogenannten Kopfstandmethode generiert man schneller Ideen, als wenn man an etwas Positives denken muss. Dadurch kann man sich selbst aus den Denkmustern befreien und unbefangen an Themen herangehen. Auf diesen verschlechternden Vorschl&#228;gen basierend wurden dann Vorschl&#228;ge gemacht, wie man die Aspekte tats&#228;chlich verbessern k&#246;nnte. </Pgraph><Pgraph>Die Methode l&#228;sst sich einsetzen, um Services weiter zu entwickeln, bei denen man mit klassischen Methoden nicht mehr weiterkommt. Au&#223;erdem k&#246;nnen durch die Matrixmethode Felder aufgezeigt werden, an die man im ersten Schritt nicht gedacht h&#228;tte. Durch die schriftliche Matrix kann man sp&#228;ter ebenfalls auf die anderen Felder zur&#252;ckgreifen und auch dort weiterarbeiten. Es bleibt nun abzuwarten, welche Support Services f&#252;r Wissenschaftle<TextGroup><PlainText>rInnen</PlainText></TextGroup> in Zukunft durch diese oder andere Methoden entstehen werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Ich bedanke mich herzlich bei der AGMB f&#252;r die finanzielle Unterst&#252;tzung in Form des Reisestipendiums. Ohne diese Beihilfe w&#228;re meine Teilnahme an der Veranstaltung nicht m&#246;glich gewesen. </Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenskonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat. </Pgraph></TextBlock>
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      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>van Aerssen B</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kemer&#246;z T</RefAuthor>
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        <RefYear>2013</RefYear>
        <RefBookTitle>Innovationdigging</RefBookTitle>
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        <RefTotal>van Aerssen B, Kemer&#246;z T. Innovationdigging. Norderstedt: Books on Demand; 2013.</RefTotal>
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