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    <Identifier>mbi000415</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000415</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0004153</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Ergebnisse einer Umfrage unter Medizinbibliotheken im deutschsprachigen Raum 2017</Title>
      <TitleTranslated language="en">Results of a survey among medical libraries in German-speaking countries in 2017</TitleTranslated>
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          <Lastname>Weiner</Lastname>
          <LastnameHeading>Weiner</LastnameHeading>
          <Firstname>Oliver</Firstname>
          <Initials>O</Initials>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Breiter Weg 10, 24105 Kiel, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Kiel, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>o.weiner&#64;ub.uni-kiel.de</Email>
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          <Lastname>Wibker</Lastname>
          <LastnameHeading>Wibker</LastnameHeading>
          <Firstname>Katrin</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
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          <Affiliation>Fachbibliothek Medizin des Universit&#228;tsklinikums Essen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>Katrin.wibker&#64;uni-due.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">survey</Keyword>
      <Keyword language="en">medical libraries</Keyword>
      <Keyword language="en">comparability</Keyword>
      <Keyword language="en">key figure</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinbibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Umfrage</Keyword>
      <Keyword language="de">Vergleichbarkeit</Keyword>
      <Keyword language="de">Kennzahl</Keyword>
    </SubjectGroup>
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    <DatePublished>20181221</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>18</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB Jahrestagung in Oldenburg 2018: Medizinbibliotheken: offen und innovativ aus Tradition</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>14</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Im Sommer 2017 wurde eine Online-Umfrage unter dem Titel &#8222;AGMB-Medizinbibliotheken an Hochschulen&#8220; f&#252;r den Arbeitskreis Hochschulbibliotheken der AGMB durchgef&#252;hrt. Ziel war es, den Status Quo abzufragen, um eine individuelle Vergleichbarkeit zu erzielen. Durch die Heterogenit&#228;t der einzelnen Einrichtungen im Hinblick auf die Tr&#228;ger, die Anzahl der Studierenden und die finanzielle Ausstattung ist diese Vergleichbarkeit strukturell komplex. Die 25 Fragen wurden von 18 Bibliotheken beantwortet und beinhalteten die klassischen Kennzahlen, wie Bestands-, Budget- und Personalgr&#246;&#223;e, aber auch strategische Fragen zu Kooperationen und Zukunftsperspektiven. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>On behalf of the AGMB section for medical libraries at universities, an online survey was realized among medical libraries at universities in summer 2017. The main focus of this article is to present the methodological approach as well as the specific results of the survey to identify a status quo. Due to the heterogenity of the respective facilities regarding responsibilities and funding, number of students and financial background, the comparability is complex. The 25 questions were answered by 18 libraries. The questions included classical key figures such as stock size, budget size and staff size. There were also strategic questions on cooperations and the implied perspectives for the near future.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Es sind &#252;ber 20 Jahre vergangen, seitdem in 1996 medizinische Hochschulbibliotheken innerhalb der AGMB zum ersten Mal ihre Kennzahlen zu einer gemeinsamen Bibliotheksstatistik zusammengetragen haben. Aus dieser Initiative hat sich die Hochschulbibliotheksstatistik Medizin entwickelt, die insgesamt f&#252;nf Mal im Zeitraum von 1996 bis 2004 erhoben wurde <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>An der ersten Umfrage hatten sich 1996 insgesamt 11 Medizinbibliotheken aus Deutschland beteiligt. Der Teilnehmerkreis hatte sich 1998 auf 13 erweitert und nahm danach wieder ab, so dass sie letztmalig 2004 mit nur neun teilnehmenden Bibliotheken durchgef&#252;hrt wurde <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Seit dem ersten Bibliotheksvergleich ist der Bedarf nach vergleichenden Daten unter den Medizinbibliotheken nicht gesunken. In den Evaluationen nach den AGMB-Tagungen wurde oft der Wunsch nach einem erneuten Bibliotheksvergleich ge&#228;u&#223;ert. Gerade im Hinblick auf die immer knappen finanziellen M&#246;glichkeiten, Preissteigerungen, die Herausforderungen durch die Digitalisierung der Medien und die Suche nach zukunftsweisenden Aufgabenfeldern erscheint der Blick her&#252;ber zu anderen Bibliotheken zur Orientierung als sehr hilfreich.</Pgraph><Pgraph>Innerhalb der AGMB und dem Arbeitskreis Medizinbibliotheken an Hochschulen haben wir den Wunsch aufgegriffen und eine Umfrage innerhalb des Arbeitskreises Hochschulbibliotheken konzipiert und zur Vorbereitung der AGMB-Jahrestagung in Wien am 25. September 2017 durchgef&#252;hrt <TextLink reference="3"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Der Beitrag bezieht sich auf eine Auswahl der Umfragee<TextGroup><PlainText>r</PlainText></TextGroup>gebnisse und stellt nicht den gesamten Umfang der Onl<TextGroup><PlainText>i</PlainText></TextGroup>nebefragung dar.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methode">
      <MainHeadline>Methode</MainHeadline><Pgraph>Die Umfrage wurde vom 19. Juni bis zum 1. August 2017 mittels eines Onlineformulars durchgef&#252;hrt und richtete sich ausschlie&#223;lich an die AGMB-Mitglieder des Arbeitskreises Medizinbibliotheken an Hochschulen. Zielgruppe waren nicht Einzelpersonen, sondern die Einrichtungen&#47;Bibliotheken selbst. Die Einladung zur Teilnahme an der Umfrage erfolgte im Juni 2017 &#252;ber den E-Mailverteiler des AGMB-Arbeitskreises Medizinbibliotheken an Hochschulen.</Pgraph><Pgraph>In der Befragung sollten die &#8222;traditionellen&#8220; Kennzahlen wie Bestandsgr&#246;&#223;e, Anzahl Mitarbeiter, Etat, Ausleih- und Benutzungszahlen erhoben werden. Wichtig erschien es aber auch weitere Faktoren wie Dienstleistungen, Kooperationen, Informationsvermittlung und Kommunikationsstrategien abzufragen.  </Pgraph><Pgraph>Der Online-Fragebogen enthielt 25 Fragen, die in den Themenbereichen &#8222;Angaben zur Bibliothek&#8220;, &#8222;Mitarbeiter&#8220;, &#8222;Angaben zur Hochschule&#8220;, &#8222;Angaben zum Erwerbungsetat Medizin&#8220;, &#8222;Bestandsangaben&#8220;, &#8222;Ausleihzahlen&#8220;, &#8222;Lernort Medizinbibliothek&#8220;, &#8222;Kooperationen&#8220;, &#8222;Service&#8220;, &#8222;&#214;ffentlichkeitsarbeit und Zukunftsperspektiven&#8220; unterteilt waren. </Pgraph><Pgraph>Zur &#220;bermittlung der Bestands-, Ausleih- und Finanza<TextGroup><PlainText>n</PlainText></TextGroup>gaben waren umfangreiche Vorarbeiten seitens der Medizinbibliotheken zu leisten. Es wurde den teilnehmenden Bibliotheken &#252;berlassen, zu welchen Fragen Sie antworten bzw. Angaben machen wollten. Es waren keine Pflichtfelder definiert, dementsprechend wurden bei einigen Themenbereichen keine 100&#37; erreicht. </Pgraph><Pgraph>Es war von Anfang an vorgesehen, die Ergebnisse der Umfrage in den Themenbereichen &#8222;Mitarbeiter&#8220;, &#8222;Erwerbungsetat und Bestandsangaben&#8220; in anonymisierter Form zu pr&#228;sentieren. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse der Umfrage">
      <MainHeadline>Ergebnisse der Umfrage</MainHeadline><SubHeadline>Angaben zur Bibliothek</SubHeadline><Pgraph>An der Umfrage haben 18 Bibliotheken teilgenommen. 15 Bibliotheken kamen aus Deutschland, zwei Bibliotheken aus &#214;sterreich und eine Bibliothek aus der Schweiz. Von den 15 Bibliotheken sind drei eine eigenst&#228;ndige Hochschulbibliothek. Zehn Bibliotheken sind als Zweig- oder Abteilungsbibliothek einer Hochschulbibliothek organisatorisch zugeordnet. Vier Bibliotheken haben eine Fakult&#228;t als &#252;bergeordnete organisatorische Einheit und eine Bibliothek hat eine Organisation sowohl als Zweig- und Fakult&#228;tsbibliothek. </Pgraph><Pgraph>Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei vier Bibliotheken ausschlie&#223;lich im Bereich der Humanmedizin. Die meisten Bibliotheken (13) haben ihren inhaltlichen Schwerpunkt sowohl in der Human- wie auch in der Zahnmedizin. Die Bereiche Tiermedizin und Gesundheitsberufe wurden jeweils von zwei Bibliotheken als inhaltlicher Schwerpunkt angegeben. Mehrfachnennungen waren hier m&#246;glich.</Pgraph><SubHeadline>&#214;ffnungszeiten  </SubHeadline><Pgraph>Um die &#214;ffnungszeiten besser vergleichen zu k&#246;nnen, wurden im Fragebogen Stundencluster von 45, 54, 63, 66, 77, 91, 105 und 24&#47;7 Wochen&#246;ffnungsstunden vorgegeben, die f&#252;r Zeiten und &#214;ffnungstage &#8222;von &#8211; bis&#8220; standen (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Alle 18 teilnehmenden Bibliotheken bieten erweiterte &#214;ffnungszeiten jenseits von 54 Stunden an. Das bedingt &#214;ffnungszeiten nach 18:00 Uhr und&#47;oder &#214;ffnung der Bibliotheken an den Wochenendtagen.</Pgraph><Pgraph>Die Frage, ob die Bibliotheken auch an bestimmten Feiertagen f&#252;r ihre Benutzer offenstehen, wurde von 13 Bibliotheken mit &#8222;Nein&#8220; beantwortet. F&#252;nf Bibliotheken haben f&#252;r Ihre Benutzer auch an bestimmten Feiertagen ge&#246;ffnet. Es verwunderte nicht, dass diese f&#252;nf Bibliotheken auch mit die l&#228;ngsten Wochen&#246;ffnungsstunden von 77 Std. bis 24&#47;7 anbieten.</Pgraph><SubHeadline>Angaben zu den Mitarbeitern</SubHeadline><Pgraph>Um die Anzahl der Mitarbeiter in den Medizinbibliotheken vergleichen zu k&#246;nnen, wurde zuerst nach der Anzahl der hauptamtlichen Stellen gefragt. In den nachfolgenden Fragen konnte diese Stellenangabe weiter nach Mitarbeiter&#47;innen im h&#246;heren Dienst, gehobenen Dienst und mittleren Dienst differenziert werden (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Alle 18 teilnehmenden Medizinbibliotheken haben Angaben zu den hauptamtlichen Stellen in ihrer Einrichtung gemacht. Demnach kommen 202,5 Stellen f&#252;r hauptamtliche Mitarbeitern in den Medizinbibliotheken zusammen. Dabei reicht die Zahl der Mitarbeiter&#47;innen von drei Stellen als kleinsten bis zu 34 Stellen als gr&#246;&#223;ten Wert. Bei der Unterscheidung in die Stellengruppierungen h&#246;herer Dienst, gehobener Dienst, mittlerer Dienst, studentische Hilfskr&#228;fte (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>) haben nicht mehr alle Bibliotheken Angaben gemacht.</Pgraph><SubHeadline>Erwerbungsetat Medizin, Bestandsangaben und Downloadzahlen</SubHeadline><Pgraph> </Pgraph><Pgraph>Der Erwerbungsetat f&#252;r elektronische Zeitschriften nimmt nicht &#252;berraschend mit 86&#37; den gr&#246;&#223;ten Anteil ein. F&#252;r Print-Lehrb&#252;cher steht den 15 Medizinbibliotheken ein Anteil von 4&#37; zur Verf&#252;gung, f&#252;r Print-Fachmonographien nur von 3&#37;. F&#252;r E-Books wird ein Anteil von 7&#37; des Erwerbungsetats eingesetzt. Es ist bemerkenswert, dass der prozentuale Anteil am Erwerbungsetat f&#252;r Print-B&#252;cher und E-Books mit 7&#37; gleich gro&#223; ist (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Im Weiteren wurde nach den Bestandsangaben f&#252;r elektronische Medien gefragt. Es ergab sich f&#252;r E-Books eine Anzahl von 136.594 Titeln (N&#61;13). Bei den elektronischen Zeitschriften konnten die 15 Medizinbibliotheken <TextGroup><PlainText>zusammengenommen</PlainText></TextGroup> 97.567 Titel zusammentragen (<TextGroup><PlainText>Abbildung 4 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Nach den Nutzungszahlen f&#252;r die elektronischen Medien gefragt konnten sechs Bibliotheken hierzu eine Angabe machen. Bei den E-Books wurden hier 23.556.173 Downloads gez&#228;hlt. Bei den elektronischen Zeitschriften haben f&#252;nf Bibliotheken ihre Zahlen angegeben und vereinen 26.268.209 Downloads. </Pgraph><SubHeadline>Lernort Medizinbibliothek</SubHeadline><Pgraph>In Bibliotheken lie&#223; es sich schon immer gut lernen. Jedoch hat sich das Lernen seit der Digitalisierung von Lehrmaterialien und der Lernvermittlung in den letzten Jahren stark gewandelt. </Pgraph><Pgraph>Das orts- und zeitunabh&#228;ngige Zurverf&#252;gungstellen von Lehrmaterialien hat Bibliotheken vor die Herausforderung gestellt, f&#252;r das unterschiedliche Lernverhalten der Studierenden die passende Lernumgebung anzubieten. Ob stilles Lernen im Lesesaal, reger Austausch in der Gruppe, Arbeiten am Computer, Pr&#252;fungsvorbereitung in Lernkabinen oder die Entspannung bei einem Kaffee oder <TextGroup><PlainText>Tee &#8211;</PlainText></TextGroup> Bibliotheken sind oft das Zentrum am Universit&#228;tscampus und die zentrale Anlaufstelle f&#252;r Studierende. Dementsprechend m&#252;ssen Medizinbibliotheken darauf reagieren und ein vielseitiges Angebot an Lernumgebungen bereithalten. </Pgraph><Pgraph>Nach einer 2013 durchgef&#252;hrten Umfrage &#8222;Orte des Selbststudiums&#8220; durch das Hochschul-Informations-System (HIS) gaben nur 15&#37; der befragten Medizinstudierenden an, ihre Hochschule zum Zwecke des Selbststudiums als Lernort aufzusuchen. Demgegen&#252;ber gaben 77&#37; der Befragten an, lieber Zuhause f&#252;r ihr Medizinstudium zu lernen <TextLink reference="4"></TextLink>. Nimmt man diese 15&#37; als potenzielle Bibliotheksbenutzer wahr, stellen sie trotzdem die Medizinbibliotheken hinsichtlich ihres Angebotes an Lernarbeitspl&#228;tzen vor eine Herausforderung. An vielen Standorten reichen die Raumkapazit&#228;ten der Medizinbibliotheken nicht aus, um dem Wunsch der Medizinstudierenden nach Lernpl&#228;tzen gerecht zu werden. </Pgraph><Pgraph>Damit sich Medizinbibliotheken zu einem attraktiven Lernort entwickeln k&#246;nnen, steht ausreichend Platz an erster Stelle. Wir haben die Teilnehmer der Umfrage nach den zur Verf&#252;gung stehenden Quadratmetern (Qm) an Benutzungsfl&#228;che gefragt und diese in Relation zu der Anzahl an Medizinstudierenden am jeweiligen Universit&#228;tsstandort gestellt.</Pgraph><Pgraph>Die Unterschiede zwischen den Bibliotheken sind bei den zur Verf&#252;gung stehenden Qm Benutzungsfl&#228;che sehr gro&#223;. Wird die Benutzungsfl&#228;che der Anzahl an Medizinstudierenden gegen&#252;bergestellt, verdeutlicht dies die Unterschiede beim zur Verf&#252;gung stehenden Raum noch mehr. Bei einigen Bibliotheken ist die Weiterentwicklung zu einem Lernort mit einem vielseitigen Angebot an Lernumgebungen aufgrund des geringen Raumes nur schwer realisierbar (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Im Weiteren wurde nach den zur Verf&#252;gung stehenden Lernarbeitspl&#228;tzen gefragt (Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Ausgehend von den Lernarbeitspl&#228;tzen hat es uns interessiert, wie viele Computerarbeitspl&#228;tze den Studierenden in den R&#228;umlichkeiten der Medizinbibliotheken angeboten werden (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Es bleibt f&#252;r die n&#228;chsten Jahre zu beobachten, ob die Anzahl der Computerarbeitspl&#228;tze aus- oder abgebaut wird. Die Aufgabe, Studierenden einen mit EDV-Ger&#228;ten ausgestatteten Arbeitsplatz zu stellen, tritt in Zeiten von Onlinedienstleistungen und WLAN sowie eigenen Endger&#228;ten wie Laptop, Tablet und Smartphone immer mehr in den Hintergrund. WLAN-Netze gewinnen hingegen immer mehr an Bedeutung. Selbstverst&#228;ndlich wurde die Frage nach Zugang zum universit&#228;tseigenen WLAN bei allen 18 Bibliotheken positiv beantwortet.</Pgraph><Pgraph>Obwohl in der HIS-Studie viele Medizinstudierende angegeben haben, lieber eigenst&#228;ndig als in der Gruppe zu Lernen, sollten Medizinbibliotheken sich darauf einstellen und f&#252;r diese Lernform ein breites Angebot an Gruppenarbeitsr&#228;umen zur Verf&#252;gung stellen (Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>). </Pgraph><SubHeadline>Kooperation mit der Hochschule&#47;Fakult&#228;t</SubHeadline><Pgraph>Bei der Ausrichtung der Zusammenarbeit ist die organisatorische Einbindung in die Hochschule, in die medizinische Fakult&#228;t oder das Universit&#228;tsklinikum entscheidend. Viele Medizinbibliotheken sind Zweig-, Bereichs- oder Fachbibliothek einer Universit&#228;tsbibliothek, hier muss die Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakult&#228;t initiativ ersucht werden, wenn diese nicht per se etabliert ist. Dabei gibt es unterschiedliche Bezeichnungen der Zusammenarbeit, wie den Bibliotheksrat oder die Bibliothekskommission. Hier sind meistens Professorinnen und Professoren und&#47;oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten, die entscheidende Impulse aus Forschung und Lehre f&#252;r das Angebots- und Haushaltsspektrum der Bibliothek geben. </Pgraph><Pgraph>Bei eigenst&#228;ndigen Medizinbibliotheken, die meistens direkt in eine Fakult&#228;t oder eine Medizinische Hochschule eingebunden sind, besteht die Zusammenarbeit situativ durch Ankaufvorschl&#228;ge oder in Form von Kooperationsprojekten.</Pgraph><SubHeadline>Welche Serviceangebote bieten Sie an&#63;</SubHeadline><Pgraph>Bei der Beantwortung dieser Frage zeigt sich eine gro&#223;e Bandbreite an Angeboten, die vielfach &#252;ber das klassische Bibliotheks- und Schulungsangebot hinausgehen. Der Klassiker &#8222;Schulungen zur Literaturrecherche&#8220; wird h&#228;ufig erg&#228;nzt durch spezielle Dokumentlieferdienste, die m&#246;glichst schnell und unkompliziert nicht vor Ort verf&#252;gbare Literatur bereitstellen, oft jenseits der klassischen Fernleihe. Schulungen und Sprechstunden zum korrekten Zitieren mit Literaturverwaltungsprogrammen vervollst&#228;ndigen das jeweilige Schulungsangebot.</Pgraph><Pgraph>Die Zielgruppe der Studierenden, die neben dem Studium an ihrer Promotion arbeiten, wird von einigen Medizinbi<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>liotheken mit wohlklingenden Angeboten in die Bibliothek gelockt: Die &#8222;Toolbox Wissenschaftliches Arbeiten&#8220; der Kolleginnen der &#196;ZB Hamburg oder die Kursreihe &#8222;Fit f&#252;r die Diss&#8220; der Kolleginnen und Kollegen der UB Ulm seien hier als Beispiele genannt.</Pgraph><Pgraph>Die &#8222;Coffee Lectures&#8220; haben sich bereits in zwei Einrichtungen dauerhaft etabliert. Hier werden in kurzer Zeit und lockerer Atmosph&#228;re die wichtigsten Bibliotheksa<TextGroup><PlainText>n</PlainText></TextGroup>gebote vorgestellt. </Pgraph><Pgraph>Selten angeboten werden Auftragsrecherchen. Die Aufforderung &#8222;Book a Librarian&#8220; der Kolleginnen und Kollegen aus Mannheim war zum Zeitpunkt der Umfrage auf dem Feld der systematischen Literaturrecherche noch einzigartig. </Pgraph><SubHeadline>&#214;ffentlichkeitsarbeit</SubHeadline><Pgraph>Marketing f&#252;r Bibliotheksangebote ist mittlerweile selbstverst&#228;ndlich. In der Umfrage wurde gefragt, welche Kommunikationskan&#228;le Medizinbibliotheken konkret nutzen und mit welchem Erfolg.</Pgraph><Pgraph>Die meisten Bibliotheken gaben als Antwort an, dass sie dahin gehen, wo die Nutzer sind &#8211; sowohl virtuell als auch vor Ort. Als Einstieg wird die Erstsemestereinf&#252;hrung genannt, bei der die Bibliothek sich als Serviceeinrichtung der Hochschule vorstellen kann. Auch das &#8222;Ersti-Caf&#233;&#8220; der ZBmed M&#252;nster vervollst&#228;ndigt das Angebot f&#252;r diese Zielgruppe. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r Studierende, die selten zur Uni gehen, ist eine gute Pr&#228;senz in Moodle und sonstigen Online-Lernplattformen wichtig, um die Sichtbarkeit zu erh&#246;hen und auf Bibliotheksangebote zu verlinken. </Pgraph><Pgraph>Schwieriger ist es, die Gruppe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erreichen. Die Nutzung findet ausnahmslos digital statt, so dass auch nur hier ein Kontakt m&#246;glich ist. Regelm&#228;&#223;ige Newsletter und Intranet-Hinweise wurden hier am h&#228;ufigsten genannt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Zukunftsperspektiven">
      <MainHeadline>Zukunftsperspektiven</MainHeadline><Pgraph>&#220;ber die Zukunft von Bibliotheken im Allgemeinen wurde schon viel und kontrovers diskutiert. Die Bandbreite an m&#246;glichen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Bibliotheksangebote reicht von der kompletten Abschaffung der Bibliotheken bis hin zur buchlosen Digitalbibliothek. </Pgraph><Pgraph>Die Dienstleistungen, die in der Umfrage als zukunftstr&#228;chtig genannt wurden, lassen sich grob in zwei Gruppen unterscheiden: Zum einen die Unterst&#252;tzung von Wissenschaftlern im Publikationsprozess, wie beispielsweise die F&#246;rderung von Open Access, zum anderen die Unterst&#252;tzung von Studierenden durch attraktive R&#228;umlichkeiten und aktuelle Lehrbuchangebote. </Pgraph><Pgraph>Exemplarisch sei hier folgende Umfrageantwort einer Kollegin genannt: &#8222;The mission of librarians is to improve society through facilitating knowledge creation in their communities&#8220;.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Die Umfrage unter den AGMB-Medizinbibliotheken an Hochschulen hat gezeigt, dass die Bedingungen und Gegebenheiten der Bibliotheken sehr unterschiedlich sind und keine Bibliothek mit einer anderen einfach vergleichbar ist.</Pgraph><Pgraph>Trotzdem sollten die Ergebnisse der Umfrage f&#252;r die einzelne Bibliothek einen Anhaltspunkt bieten, f&#252;r interne Revisionsabsichten aber auch zur externen Evaluation im hochschulpolitischen Kontext. </Pgraph><Pgraph>Mit der Perspektive auf die St&#228;rkung der medizinischen Fakult&#228;ten in der gesellschaftlichen Erwartung von besserer Medizinerausbildung und hochqualifizierter Forschung werden die Dienstleistungen von Medizinbibliotheken, die sich flexibel den ge&#228;nderten Rahmenbedingungen anpassen k&#246;nnen, weiterhin dringend ben&#246;tigt.</Pgraph><Pgraph>Auch wenn ein direkter Vergleich der unterschiedlichen Einrichtungen nur schwer m&#246;glich ist, kann anhand der erhobenen Zahlen und Aussagen ein Stimmungsbild gezeichnet werden, dass &#252;berraschend positiv ist. Die personelle und finanzielle Ausstattung stellt sich insgesamt als gut und zukunftsf&#228;hig dar und zuk&#252;nftigen Herausforderungen wird proaktiv begegnet.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Obst O</RefAuthor>
        <RefTitle>Hochschulbibliotheksstatistik Medizin 1996</RefTitle>
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        <RefBookTitle>AGMB-Jahrestagung; 25.-27.09.2017; Wien</RefBookTitle>
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        <RefBookTitle>Orte des Selbststudiums: Eine empirische Studie zur zeitlichen und r&#228;umlichen Organisation des Lernens von Studierenden</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Vogel B, Woisch A. Orte des Selbststudiums: Eine empirische Studie zur zeitlichen und r&#228;umlichen Organisation des Lernens von Studierenden. Hannover: HIS Hochschul-Informations-System; 2013. (HIS:Forum Hochschule; 7&#47;2013). Verf&#252;gbar unter:  https:&#47;&#47;his-he.de&#47;fileadmin&#47;user&#95;upload&#47;Publikationen&#47;Forum&#95;Hochschulentwicklung&#47;fh-201307.pdf</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Durchschnittliche Verteilung der Stellenanteile</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Wochen&#246;ffnungsstunden</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Anzahl Mitarbeiter</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Etatverteilung nach Medienart</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Bestandsangaben elektronische Medien</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Qm Benutzungsfl&#228;che</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Lernarbeitspl&#228;tze</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Computerarbeitspl&#228;tze</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Lernarbeitspl&#228;tze in Gruppenr&#228;umen</Mark1></Pgraph></Caption>
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