<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>mbi000349</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000349</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0003499</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Medizindokumente in Hochschulrepositorien: Auswertung von Repositorien mit medizinischer Fakult&#228;t</Title>
      <TitleTranslated language="en">Medical documents in university repositories:  Evaluation of repositories with medical faculty</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Weiner</Lastname>
          <LastnameHeading>Weiner</LastnameHeading>
          <Firstname>Oliver</Firstname>
          <Initials>O</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Breiter Weg 10, 24105 Kiel, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Kiel, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>weiner&#64;ub.uni-kiel.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">open access</Keyword>
      <Keyword language="en">open access repositories</Keyword>
      <Keyword language="en">scholarly literature electronic archive</Keyword>
      <Keyword language="en">types of documents in open access repositories</Keyword>
      <Keyword language="de">Open Access</Keyword>
      <Keyword language="de">Open-Access-Repositorien</Keyword>
      <Keyword language="de">Hochschulschriftenserver</Keyword>
      <Keyword language="de">Dokumentarten in Open-Access-Repositorien</Keyword>
      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in Basel 2015</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20151221</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>15</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB Jahrestagung in Basel 2015: Bibliotheken im Fluss</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>22</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>In der vorliegenden Arbeit werden die Hochschulrepositorien von <TextGroup><PlainText>35 a</PlainText></TextGroup>usgew&#228;hlten Universit&#228;ten mit medizinischer Fakult&#228;t ausgewertet und miteinander verglichen. Untersuchungsgegenstand sind die Gesamtgr&#246;&#223;e der Repositorien und die darin durch die jeweiligen medizinischen Fakult&#228;ten eingestellten Dokumente. Im Weiteren werden die &#8222;Medizindokumente&#8220; nach den Dokumentarten Hochschulschriften, Zeitschriftenartikel, B&#252;cher und Buchbeitr&#228;ge untersucht. </Pgraph><Pgraph>Die Arbeit fokussiert sich im Verlauf auf die in den Open-Access-Repositorien eingestellten Zeitschriftenartikel und versucht zu ergr&#252;nden, welche Gegebenheiten und Motivationen ein breites Einstellen von wissenschaftlichen Publikationen beg&#252;nstigen oder behindern k&#246;nnen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>This article provides an analysis of thirty-five carefully selected institutional repositories (IRs) along with a comparison among themselves. These repositories are run by universities with medical faculties within their profile. The article focuses on the overall size (number of documents) and on the publications that are stored in the IRs by the respective medical faculty. Furthermore, the medical publications will be examined by type: graduate theses, journal articles, books and book chapters. This text concentrates on journal articles which are stored in open access repositories and tries to figure out the factors and motivations which might encourage or form an obstacle to publishing scientific publications in a broader scale.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Open-Access-Repositorien (OAR) sind an den meisten Universit&#228;ten in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz bereits seit Jahren eingef&#252;hrt und stellen einen wesentlichen Baustein in der Open-Access-Strategie der jeweiligen Hochschule dar. Hochschulrepositorien erm&#246;glichen unmittelbar einen freien und direkten Zugriff auf das Wesentliche, die wissenschaftliche Information in Form einer Dissertation oder Verlagspublikation. Bibliotheken werden hierbei als wichtige Akteure beschrieben, wenn es um das Thema Open Access (OA) geht <TextLink reference="1"></TextLink>. Die Bereiche &#8222;Betreiben von Hochschulschriftenservern, Verwalten der Publikationsfonds und Vermittlung des Open-Access-Gedankens&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink> sind vielerorts als Aufgabe an den Universit&#228;tsbibliotheken angesiedelt oder werden zumindest ma&#223;geblich von deren Mitarbeitern mit betreut.</Pgraph><Pgraph>Nachdem an den meisten deutschen Hochschulen OAR online gegangen sind, viele Verlage durch eigene Open-Access-Policies den Autoren Zweitverwertungsoptionen erm&#246;glichen  und die Bundesrepublik Deutschland 2014 das Zweitverwertungsrecht (&#167; 38 (4) Urheberrechtsgesetz (UrhG)) verabschiedet hat &#8211; wie sieht es nun &#8222;in den Repositorien&#8220; aus&#63; </Pgraph><Pgraph>Die vorliegende Arbeit m&#246;chte einen besonderen Blick auf den Beitrag von Medizinbibliotheken in Hochschulrepositorien werfen. Welche Dokumentarten sind in den Repositorien zu finden&#63; Haben es sich die Medizinbibliotheken zur Aufgabe gemacht in ihrem Bereich auf die Autoren (&#196;rzte und wissenschaftliche Mitarbeiter) einzuwirken und  f&#252;r eine Ver&#246;ffentlichung ihrer Publikationen in den Repositorien zu werben&#63; Wie gro&#223; sind die Anteile an Zeitschriftenartikeln, B&#252;chern und Buchbeitr&#228;gen in den Hochschulrepositorien ausgew&#228;hlter Universit&#228;ten mit medizinischer Fakult&#228;t&#63;</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methoden">
      <MainHeadline>Methoden</MainHeadline><Pgraph>Die vorliegende Arbeit untersucht, ausgehend von der DINI-Liste <TextLink reference="2"></TextLink>, 35 Hochschulrepositorien von Universit&#228;ten mit angeschlossener medizinischer Fakult&#228;t. Gegenstand der Untersuchung ist die Gesamtgr&#246;&#223;e der Repositorien und im Weiteren der Anteil an Medizindokumenten, eingestellt durch die jeweilige medizinische Fakult&#228;t. Von besonderem Interesse sind hierbei die Zusammensetzung nach den Dokumentarten Hochschulschriften (Dissertationen und Habilitationen), Zeitschriftenartikel, B&#252;cher und Buchbeitr&#228;ge und sonstige Dokumentarten.</Pgraph><Pgraph>Von den 35 deutschen medizinischen Fakult&#228;ten <TextLink reference="3"></TextLink> konnten die Universit&#228;t Halle-Wittenberg und die Universit&#228;t K&#246;ln nicht in die Auswertung genommen werden, da in deren Repositorien die Medizindokumente der Medizinischen Fakult&#228;t nicht eindeutig zugeordnet werden konnten.</Pgraph><Pgraph>Da die Untersuchung erstmalig auf der Jahrestagung der AGMB 2015 in Basel vorgestellt wurde, sind auch die Universit&#228;ten von Basel und Z&#252;rich mit in die Auswertung genommen worden. Sie erg&#228;nzen die Ergebnisse aus Deutschland und geben einen, wenn auch nicht repr&#228;sentativen, Eindruck &#252;ber Hochschulrepositorien in der Schweiz.</Pgraph><Pgraph>Je nach der eingesetzten Dokumentenserversoftware (wie z.B. DSpace, ePrints, MyCore, OJS oder Opus) boten die OAR unterschiedlich gute Recherchem&#246;glichkeiten.</Pgraph><Pgraph>Die Suchkriterien &#8222;Gesamtrepositoriumsgr&#246;&#223;e, Anteil Medizindokumente und Dokumentarten&#8220; lie&#223;en sich bei den meisten OAR mit Hilfe der Browserfunktion und der erweiterten Suchfunktion zusammentragen. Aber nicht bei allen ausgewerteten OAR  kam eine Dokumentenserversoftware  zum Einsatz. Bei 2 Universit&#228;ten (MH Hannover, Universit&#228;t L&#252;beck) wurden die Dokumente durch HTML Linklisten angeboten, die per &#8222;Handausz&#228;hlung&#8220; ausgewertet werden mussten. Auch betreiben einige Universit&#228;ten (z.B. Universit&#228;t G&#246;ttingen, LMU M&#252;nchen) separate Repositorien f&#252;r Hochschulschriften und Publikationen. Die Ergebnisse wurden dementsprechend addiert.</Pgraph><Pgraph>Einige OAR wurden als Hochschulbibliographie und Volltextserver in Kombination genutzt (z.B. RWTH Aachen, Universit&#228;t Regensburg). Alle Eintr&#228;ge der Hochschulbibliographie wurden nicht ber&#252;cksichtigt. </Pgraph><Pgraph>Es wurden nur echte Downloaddateien mit in die Auswertung genommen. Dateien mit Sperrfrist (Embargo Restriction) oder begrenztem Zugriff (lizensierte Dokumente) wurden nicht gewertet. Ferner wurden nur echte Volltexte mitgez&#228;hlt. Eintr&#228;ge, die einer Kurzfassungen oder Abstracts entsprachen, fanden ebenfalls keine Ber&#252;cksichtigung.</Pgraph><Pgraph>Die Auswertung spiegelt den Stand Ende Juli 2015 wieder.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><Pgraph>In den OAR der 35 ausgew&#228;hlten Universit&#228;ten befanden sich insgesamt 289.132 Dokumente aller zugeh&#246;rigen Fakult&#228;ten, Einrichtungen und Dokumentarten (<TextGroup><PlainText>Abbildung 1 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Insgesamt hatten die medizinischen Fakult&#228;ten <TextGroup><PlainText>71.148 Dokumente</PlainText></TextGroup> in die Repositorien eingestellt, was einen Anteil von 24,6&#37; entspricht. </Pgraph><Pgraph>Der Anteil Medizindokumente in den OAR kann als &#252;berdurchschnittlich gro&#223; angesehen werden, wenn man die Tatsache ber&#252;cksichtigt, dass die Medizin nur eine Fakult&#228;t im Angebotsspektrum der Universit&#228;ten darstellt.  </Pgraph><Pgraph>Die Medizin gilt als ein sehr publikationsfreudiges Fachgebiet. Bereits 2001 wurde von einem t&#228;glichen Publikationsaufkommen von 6.000 Artikeln in medizinischen Zeitschriften ausgegangen <TextLink reference="4"></TextLink>. Dass in der Medizin die meisten Zeitschriftenartikel im Vergleich zu anderen Fachgebieten verfasst werden, st&#252;tzt die Untersuchung von Butler und Visser f&#252;r Publikationen an australischen Universit&#228;ten <TextLink reference="5"></TextLink>. Der Anteil an Medizindokumenten in den OAR k&#246;nnte dementsprechend sogar noch gr&#246;&#223;er im Vergleich zu anderen Fakult&#228;ten ausfallen.</Pgraph><Pgraph>Vergleicht man in Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/> die Gr&#246;&#223;e der Hochschulrepositorien miteinander, fallen die Repositorien der Universit&#228;t Frankfurt am Main, der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen und der Universit&#228;t Z&#252;rich auf. Diese Repositoriengr&#246;&#223;en heben sich deutlich von den &#252;brigen Universit&#228;ten ab, was sicherlich auch auf die Gr&#246;&#223;e der Universit&#228;ten zur&#252;ckzuf&#252;hren ist. </Pgraph><Pgraph>Die  Gr&#246;&#223;e einer Universit&#228;t mit vielen Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern spielt im Verh&#228;ltnis zum Publikationsaufkommen sicherlich eine gro&#223;e Rolle. Aber viel Publizieren hei&#223;t noch nicht, dass die Dokumente auch in OAR eingestellt werden. Universit&#228;ten, die nach Studierendenzahlen zu den Top 10 in Deutschland z&#228;hlen, unterhalten nicht unbedingt auch die gr&#246;&#223;ten Repositorien. </Pgraph><Pgraph>Das Engagement der Universit&#228;ten in Sachen Open Access ist sicherlich ein ebenso wichtiger Faktor, wenn man ein erfolgreiches OAR betreiben m&#246;chte. Gibt es an der Hochschule eine verbindliche OA-Strategie oder sind nur unverbindliche Empfehlungen ausgesprochen worden&#63; An der Universit&#228;t Z&#252;rich sind z.B. die wissenschaftlichen Mitarbeiter angehalten ihre Publikationen in das Repositorium ZORA einzustellen, solange keine urheberrechtlichen Bedenken einer Ver&#246;ffentlichung entgegenstehen <TextLink reference="6"></TextLink>. Die Verpflichtung der Wissenschaftler anstelle einer freiwilligen Beteiligung scheint in die richtige Richtung zu f&#252;hren.</Pgraph><Pgraph>Hochschulschriften bilden einen wesentlichen Bestandteil an den Dokumenten in den OAR. F&#252;r die Anzahl der Dokumente ist es u.a. entscheidend, wann die M&#246;glichkeit zur elektronischen Dissertation in den Promotionsordnungen der einzelnen Fakult&#228;ten aufgenommen worden ist. Je fr&#252;her Dissertationen Eingang in die OAR gefunden haben, umso eher konnte die Anzahl an Dokumenten kontinuierlich wachsen.</Pgraph><Pgraph>Der Anteil an Hochschulschriften bei den Medizindokumenten stellt mit 65,57&#37; bei 46.842 Dokumenten den h&#246;chsten Wert (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>). Im Wesentlichen handelt es sich bei den Hochschulschriften um Dissertationen mit einem geringf&#252;gigen Anteil an Habilitationen. Als n&#228;chstgr&#246;&#223;te Einheit z&#228;hlen schon die Zeitschriftenartikel mit einem Anteil von 30,98&#37; bei 22.044 Dokumenten. </Pgraph><Pgraph>Es kann davon ausgegangen werden, dass in einem Jahr wesentlich mehr medizinische Zeitschriftenartikel als medizinische Dissertationen verfasst werden. Das Verh&#228;ltnis Dissertationen zu Zeitschriftenartikel in den Repositorien m&#252;sste demnach eher umgekehrt sein. </Pgraph><Pgraph>Die Dokumentenart medizinische B&#252;cher und Buchbeitr&#228;ge f&#228;llt mit 736 Dokumenten bei 1,03&#37; in den Repositorien kaum ins Gewicht. Bei der stichprobenartigen Einsichtnahme der Suchergebnisse fiel auf, dass darunter nur wenige Verlagspublikationen zu finden waren. Die eingesehenen Dokumente waren vielmehr meist Konferenzbeitr&#228;ge oder Monografien in Eigen- oder Institutsver&#246;ffentlichung.</Pgraph><Pgraph>Unter &#8222;Andere Dokumentarten&#8220; sind alle weiteren Dokumentarten zusammengefasst. Darunter sind im wesentlichen Tagungs- und Kongressschriften, Audio- und Videodateien, Vorlesungsskripte oder Verwaltungs- und Fakult&#228;tsdokumente zu verstehen, die bei 1.526 Dokumenten einen Anteil von 2,14&#37; einnehmen. </Pgraph><Pgraph>Wie viele Zeitschriftenartikel finden sich nun in die OAR der einzelnen Universit&#228;ten&#63; </Pgraph><Pgraph>Von den 35 untersuchten Hochschulrepositorien sind in nur 14 Repositorien medizinische Zeitschriftenartikel in nennenswerter Anzahl eingestellt (&#62;100). Die Untergrenze ist hierbei willk&#252;rlich gew&#228;hlt. </Pgraph><Pgraph>Nur 3 Hochschulrepositorien liegen bei &#252;ber 2.000 Zeitschriftenartikeln, wobei die Schere dabei von 9.108 bis <TextGroup><PlainText>2.048 Zeitschriftenartikeln</PlainText></TextGroup> sehr weit auseinander geht (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>). Besonders beeindruckend ist die Anzahl Zeitschriftenartikel im OAR der Universit&#228;t Z&#252;rich, wo sich die Verpflichtung der Forschenden eine Kopie ihrer publizierten Arbeiten zu hinterlegen mit einem Anteil von 89,9&#37; bemerkbar macht <TextLink reference="6"></TextLink>. Doch auch die Hochschulrepositorien der Universit&#228;ten Frankfurt am Main, LMU M&#252;nchen, G&#246;ttingen und Erlangen lassen erkennen, dass es einen Willen zur Umsetzung von Open Access gibt und dieser auch praktisch umgesetzt wird. Viele der eingestellten Dokumente sind aus einem Publikationsfond gef&#246;rderte Open-Access-Zeitschriftenartikel, in dem sich das Einstellen der Dokumente in OAR bereits als eine F&#246;rderbedingung ergibt <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Mehrheit der Universit&#228;ten weist keine medizinischen Zeitschriftenartikel in nennenswerter Anzahl auf. Eine Anzahl Zeitschriftenartikel unter 100 ist kein Beleg f&#252;r eine nachhaltige Open-Access-Strategie. Sollten OA-F&#246;rderfonds zur Verf&#252;gung stehen, werden diese scheinbar nicht angenommen. Werden die F&#246;rderm&#246;glichkeiten abgerufen, fehlt es scheinbar an Motivation oder Unterst&#252;tzung die Dokumente einzustellen. Einige Dutzend Zeitschriftenartikel im OAR k&#246;nnen auch auf nur ein bis zwei Autoren zur&#252;ckzuf&#252;hren sein, die retrospektiv ihr &#8222;Lebenswerk&#8220; eingestellt haben. Letztendlich kann die Untersuchung aber keinen Aufschluss dar&#252;ber geben, welchen Anteil jeweils die OA-gef&#246;rderten oder die nach dem Zweitver&#246;ffentlichungsrecht eingestellten Zeitschriftenartikel haben. </Pgraph><Pgraph>Die Entscheidung keine Zeitschriftenartikel in die OAR aufzunehmen kann durch einige Bibliotheken bewusst getroffen worden sein, um nicht in Konflikt mit dem Urheberrecht zu geraten. Unsicherheiten gibt es noch viele. Im Zweitver&#246;ffentlichungsrecht nach &#167; 38 UrhG ist zwar niedergeschrieben, dass wissenschaftliche Beitr&#228;ge, die im Rahmen von &#252;ber zur H&#228;lfte durch &#246;ffentliche Mittel gef&#246;rderte Forschungsarbeiten entstanden sind, in OAR eingestellt werden d&#252;rfen <TextLink reference="10"></TextLink>, dieses sich aber nicht auf rein universit&#228;re Forschungsarbeiten bezieht. &#8222;Rein universit&#228;re Forschung und deren Ergebnisse sind somit n&#228;mlich vom Zweitver&#246;ffentlichungsrecht ausgenommen&#8220; <TextLink reference="11"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Bezieht sich die Zweitver&#246;ffentlichung auf die Open-Access-Policies der Verlage, besteht auch keine absolute Rechtssicherheit. Eine Abfrage der OA-Verlags-Policies  &#252;ber die Sherpa&#47;RoMEO-Datenbank der University of Nottingham wird zwar breit empfohlen, eine Rechtsgarantie ist hier aber  von niemanden zu erwarten.  </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Der &#252;berwiegende Anteil an Medizindokumenten in OAR sind Hochschulschriften. Der Umstand, dass die Abgabe einer elektronischen Dissertation in vielen Promotionsordnungen erm&#246;glicht oder verpflichtend festgelegt wurde, beg&#252;nstigt diese Anzahl. Jedoch verkehrt dieser Umstand das Verh&#228;ltnis von Hochschulschriften zu den wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln im Fach Medizin. Es m&#252;ssten viel mehr medizinisch-wissenschaftliche Zeitschriftenartikel als Hochschulschriften in den OAR vertreten sein. </Pgraph><Pgraph>Die Anzahl der Medizinpublikationen in den OAR h&#228;ngt stark von der finanziellen F&#246;rderung, Serviceleistung beim Einstellen der Dokumente und Verpflichtungen zum Einstellen ab.</Pgraph><Pgraph>Die F&#246;rderbedingungen Open Access zu publizieren reichen von der kompletten Kosten&#252;bernahme durch einen OA-Publikationsfond bis hin zu Autorenrabatten bei OA-Zeitschriften&#47;Verlagen (z.B. BiomedCentral&#47;Universit&#228;t Kiel). Es kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass nur OA-gef&#246;rderte medizinische Zeitschriftenartikel in den OAR eingestellt sind. Die Open-Access-Policies der einzelnen Verlage erlauben auch die Zweitver&#246;ffentlichung wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel durch den Autor in institutionellen Repositorien. Dies wird mit Sicherheit durch einige, dem OA-Gedanken nahestehende Wissenschaftler wahrgenommen &#8211; auch wenn davon ausgegangen werden kann, dass es sich hier eher um eine Minderheit handelt. Die Unsicherheiten im Zweitver&#246;ffentlichungsrecht nach &#167; 38 UrhG behindern zus&#228;tzlich ein breites Einstellen von Zeitschriftenartikeln in die Repositorien. </Pgraph><Pgraph>Ob und in welchem Umfang Wissenschaftler ihr Zweitver&#246;ffentlichungsrecht in OAR wahrnehmen, h&#228;ngt in hohem Ma&#223;e von der Betreuung und Serviceleistung der Repositorienbetreiber, den Universit&#228;tsbibliotheken, ab.</Pgraph><Pgraph>Dieser Umstand sollte durch die Bibliotheken als Chance verstanden werden, aktiver als OA-Handelnde t&#228;tig zu sein und somit st&#228;rker als Partner im Publikationsprozess von den Wissenschaftlern wahrgenommen zu werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle>Bibliotheken</RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Informationsplattform Open Access</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Informationsplattform Open Access. Bibliotheken. &#91;cited 2015 Sep 11&#93;. Available from:  https:&#47;&#47;www.open-access.net&#47;informationen-fuer-verschiedene-zielgruppen&#47;bibliotheken&#47;</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.open-access.net&#47;informationen-fuer-verschiedene-zielgruppen&#47;bibliotheken&#47;</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>DINI</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>DINI-Zertifikat. Liste der Repositorien</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>DINI. DINI-Zertifikat. Liste der Repositorien. Deutsche Initiative f&#252;r Netzwerkinformation e. V. &#91;cited 2015 Sep 11&#93;. Available from:  https:&#47;&#47;dini.de&#47;dini-zertifikat&#47;liste-der-repositorien&#47;</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;dini.de&#47;dini-zertifikat&#47;liste-der-repositorien&#47;</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Deutsche Hochschulmedizin e.V.</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2014</RefYear>
        <RefBookTitle>Landkarte Hochschulmedizin</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Deutsche Hochschulmedizin e.V. Landkarte Hochschulmedizin. Berlin: MFT, VUD; 2014 &#91;cited 2015 Sep 12&#93;. Available from:  http:&#47;&#47;landkarte.mft-online.de&#47;&#35;auswertung</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;landkarte.mft-online.de&#47;&#35;auswertung</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Mertens S</RefAuthor>
        <RefTitle>Medizinische Publikationen: Viel hei&#223;e Luft</RefTitle>
        <RefYear>2001</RefYear>
        <RefJournal>Dtsch Arztebl</RefJournal>
        <RefPage>A-3021-2</RefPage>
        <RefTotal>Mertens S. Medizinische Publikationen: Viel hei&#223;e Luft. Dtsch Arztebl. 2001;98(46):A-3021-2.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="5">
        <RefAuthor>Butler L</RefAuthor>
        <RefAuthor>Visser MS</RefAuthor>
        <RefTitle>Extending citation analysis to non-source items</RefTitle>
        <RefYear>2006</RefYear>
        <RefJournal>Scientometrics</RefJournal>
        <RefPage>327-44</RefPage>
        <RefTotal>Butler L, Visser MS. Extending citation analysis to non-source items. Scientometrics. 2006;66(2):327-44.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="6">
        <RefAuthor>UZH</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2012</RefYear>
        <RefBookTitle>Arbeiten mit Zora: Richtlinien</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>UZH. Arbeiten mit Zora: Richtlinien. Z&#252;rich: Hauptbibliothek Universit&#228;t Z&#252;rich; 2012 &#91;cited 2015 Sep 17&#93;. Available from:  http:&#47;&#47;www.oai.uzh.ch&#47;de&#47;arbeiten-mit-zora&#47;uebersicht</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.oai.uzh.ch&#47;de&#47;arbeiten-mit-zora&#47;uebersicht</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="7">
        <RefAuthor>Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main</RefAuthor>
        <RefAuthor>Stabstelle Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Open Access &#8211; freier Zugang zu Publikationen</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main, Stabstelle Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs. Open Access &#8211; freier Zugang zu Publikationen. &#91;cited 2015 Sep 21&#93;. Available from:  https:&#47;&#47;www.uni-frankfurt.de&#47;54800999&#47;Open-Access</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.uni-frankfurt.de&#47;54800999&#47;Open-Access</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="8">
        <RefAuthor>Universit&#228;tsbibliothek Erlangen-N&#252;rnberg</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2015</RefYear>
        <RefBookTitle>Open Access</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Universit&#228;tsbibliothek Erlangen-N&#252;rnberg. Open Access. 2015 &#91;cited 2015 Sep 21&#93;. Available from:  http:&#47;&#47;ub.fau.de&#47;open-access&#47;</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;ub.fau.de&#47;open-access&#47;</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="9">
        <RefAuthor>Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Open Access</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen. Open Access. G&#246;ttingen: Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen. &#91;cited 2015 Sep 21&#93;. Available from:  http:&#47;&#47;www.uni-goettingen.de&#47;de&#47;63123.html</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.uni-goettingen.de&#47;de&#47;63123.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="10">
        <RefAuthor>Bundesministerium der Justiz und f&#252;r Verbraucherschutz</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2015</RefYear>
        <RefBookTitle>Gesetz &#252;ber Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz). &#167; 38 Beitr&#228;ge zu Sammlungen</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Bundesministerium der Justiz und f&#252;r Verbraucherschutz &#91;Internet&#93;. Gesetz &#252;ber Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz). &#167; 38 Beitr&#228;ge zu Sammlungen. 2015 &#91;cited 2015 Sep 23&#93;. Available from:  http:&#47;&#47;www.gesetze-im-internet.de&#47;urhg&#47;&#95;&#95;38.html</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.gesetze-im-internet.de&#47;urhg&#47;&#95;&#95;38.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="11">
        <RefAuthor>Roos P</RefAuthor>
        <RefTitle>Freies Wissen f&#252;r alle&#63; Das neu eingef&#252;hrte Zweitver&#246;ffentlichungsrecht f&#252;r Urheber wissenschaftlicher Beitr&#228;ge</RefTitle>
        <RefYear>2015</RefYear>
        <RefJournal>DFN Mitteilungen</RefJournal>
        <RefPage>49-53</RefPage>
        <RefTotal>Roos P. Freies Wissen f&#252;r alle&#63; Das neu eingef&#252;hrte Zweitver&#246;ffentlichungsrecht f&#252;r Urheber wissenschaftlicher Beitr&#228;ge. DFN Mitteilungen. 2015;(88):49-53.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <Figure format="png" height="396" width="422">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Anteil Medizindokumente in den Hochschulrepositorien</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="653" width="951">
          <MediaNo>2</MediaNo>
          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Repositoriumsgr&#246;&#223;e und der Anteil Medizindokumente im Vergleich</Mark1> </Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="368" width="409">
          <MediaNo>3</MediaNo>
          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Verteilung nach Dokumentarten</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="643" width="1027">
          <MediaNo>4</MediaNo>
          <MediaID>4</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Anteil medizinische Zeitschriftenartikel in den OAR</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <NoOfPictures>4</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>