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    <Identifier>mbi000321</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000321</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0003210</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Markt und Strategie. Die Marktstudie von ZB MED und ihre Ergebnisse</Title>
      <TitleTranslated language="en">Market and strategy &#8211; results of the ZB MED market study</TitleTranslated>
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        <Address>Stabsstelle Produkt- und Innovationsmanagement, Referent des Direktors, ZB MED &#8211; Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, Gleueler Stra&#223;e 60, 50931 K&#246;ln, Deutschland, Tel.: &#43;49 (0)221&#47;478-70 60<Affiliation>ZB MED &#8211; Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, K&#246;ln, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>fabian.gail&#64;zbmed.de</Email>
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          <LastnameHeading>Korwitz</LastnameHeading>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">ZB MED &#8211; Leibniz Information Centre for Life Sciences</Keyword>
      <Keyword language="en">market study</Keyword>
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      <Keyword language="de">Marktstudie</Keyword>
      <Keyword language="de">GAP-Analyse</Keyword>
      <Keyword language="de">Ergebnisse</Keyword>
      <Keyword language="de">Handlungsempfehlung</Keyword>
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    <DatePublished>20141219</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>14</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Mannheim 2014: "Medizinbibliotheken: Information˛"</IssueTitle>
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    <ArticleNo>24</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>F&#252;r die zukunftsorientierte Aufstellung von ZB MED ist es unabdingbar, genaue Kenntnis &#252;ber die M&#228;rkte und die Zielgruppen zu haben und das Produktportfolio so an den Bed&#252;rfnissen der Kundinnen und Kunden auszurichten. Aus diesem Grund wurde eine gro&#223;e externe Marktstudie durchgef&#252;hrt, um verl&#228;ssliche Fakten als Grundlage f&#252;r die weitere strategische und operative Ausrichtung zu erhalten. Der Artikel umrei&#223;t das methodische Vorgehen der Marktstudie und pr&#228;sentiert anschlie&#223;end wichtige Ergebnisse f&#252;r ZB MED. Zun&#228;chst wurden M&#228;rkte und Zielgruppen mit Hilfe von Sekund&#228;rdaten erfasst und quantifiziert. Auf dieser Grundlage wurde die empirische Erhebung konzipiert, die sich in explorative Interviews zur Vorbereitung, eine Online-Umfrage und anschlie&#223;ende Fokusgruppen-Interviews gliedert. Abschlie&#223;end wurden die Erkenntnisse mit Hilfe einer Gap-Analyse hinsichtlich des abgeleiteten Handlungsbedarfes f&#252;r ZB MED ausgewertet. Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt auf der Erl&#228;uterung des methodischen Vorgehens und der Vorstellung einzelner Befragungsergebnisse. Diese gliedern sich nach den relevanten Marktsegmenten: Management von Fachinformation, Publizieren und Vernetzen. Die vorgestellte Marktstudie dient als Grundlage f&#252;r die Entwicklung neuer Services und die Anpassung bestehender sowie als Fundament f&#252;r die andauernde Entwicklung der Gesamtstrategie von ZB MED, die den Handlungsrahmen bis zum Jahr 2020 beschreibt. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In order to guarantee a future-oriented positioning of ZB MED it is indispensable to have an exact knowledge of the market and the target groups so that the product portfolio can be aligned to the needs of the customers. For this reason, a large-scale external market study was realized to get reliable facts as a basis for the strategic and operative development of ZB MED. This article describes the methodology of the market study and presents the important results for ZB MED. At first, markets and target groups were identified and quantified with the help of secondary data. On this basis, the empirical investigation was designed. Parts of that were explorative interviews as preparative task, an online survey and subsequent focus group interviews. Finally, the results were analyzed with the aid of a gap analysis to identify needs for action. The main focus of this article is the presentation of the methodological approach and of specific results of the survey. These refer to the relevant market segments: management of information, publication services and networking. The market study presented here is the basis for the development of new services and the adaption of existing ones. It is the groundwork for the continuous development of the ZB MED strategy describing the scope of action till 2020.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Als ZB MED im Jahre 2011 regul&#228;r durch externe Gutachterinnen und Gutachter im Auftrag der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert wurde, war noch nicht abzusehen, dass mit deren Ergebnis der Startschuss f&#252;r einen umfassenden Prozess der Strategieentwicklung und Neuorganisation erfolgen sollte. Im Ergebnis der Evaluierung wurde zwar 2012 festgestellt, dass ZB MED eine &#8222;unverzichtbare Dienstleistungsfunktion&#8220; erf&#252;llt und im bibliothekarischen Kerngesch&#228;ft sehr gut aufgestellt sei. Gleichzeitig hei&#223;t es aber: &#8222;F&#252;r den Fortbestand der Einrichtung ist es notwendig, eine &#252;bergeordnete Gesamtstrategie ohne Verzug zu entwickeln und so bald wie m&#246;glich schrittweise umzusetzen&#8220; (<TextLink reference="1"></TextLink>, S. 3). Zum einen dient das der nachhaltigen Ermittlung von Bed&#252;rfnissen der Kundinnen und Kunden und der Ausrichtung an diesen, zum anderen ist die Gesamtstrategie Basis f&#252;r die Profilierung im Service. Dazu kommen verst&#228;rkte anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. </Pgraph><Pgraph>Seit dieser Evaluierung ist bereits viel passiert und es zeigt sich, dass die Evaluierung eher einen guten Ansto&#223; darstellte, grunds&#228;tzliche strategische Fragen systematisch anzugehen. Entsprechend den Forderungen der Evaluierung wurde das Projekt &#8222;Strategie- und Neuorganisationsprozess ZB MED&#8220; mit 20 Arbeitspaketen unter der Leitung von Elke Roesner mit Beratung durch Prof. Mumenthaler von der HTW Chur und mit Fabian Gail als Projektassistenten aufgesetzt. Wichtige Arbeitspakete umfassten unter anderem:  </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Die Organisationsstruktur wurde in eine Matrix umgewandelt, in der unterst&#252;tzende Querschnittsbereiche den Programmbereichen gegen&#252;ber stehen, welche die Dienstleistungen f&#252;r die Kundinnen und Kunden anbieten. In diesem Rahmen wurde auch der Standort Bonn (ehemalige ZBL) mit seinen Funktionen in die neue Matrixstruktur integriert, um die Zusammenarbeit zu verbessern. </ListItem><ListItem level="1">Auf Grundlage des &#8222;Gesetz zu Errichtung einer Stiftung &#8218;Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin&#8216;&#8220; vom 19.12.2013 firmiert ZB MED seit dem 1.1.2014 als Stiftung &#246;ffentlichen Rechts. In der Kommunikation nach au&#223;en tritt sie unter dem Namen &#8222;ZB MED &#8211; Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften&#8220; auf. </ListItem><ListItem level="1">Die gemeinsame Berufung einer W2-Professur sowie die Besetzung von drei Doktorandenstellen in Kooperation mit der Universit&#228;t Bonn sind zum Sommersemester 2015 vorgesehen, die ZB MED-Leitung wird nach dem altersbedingten Ausscheiden des derzeitigen Direktors Ulrich Korwitz durch eine W3-Professur besetzt werden. ZB MED plant hier ein &#228;hnliches Vorgehen wie die ZBW &#8211; Leibniz-Informationszentrum Wirtschaftswissenschaften in Kiel und Hamburg, an deren Spitze seit mehreren Jahren Prof. Dr. Klaus Tochtermann steht und auch den Forschungsteil der Einrichtung leitet.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Eine Kernforderung aus der Evaluierung bildete die Aufforderung zur Entwicklung eines Forschungskonzeptes und einer &#252;bergeordneten Gesamtstrategie. Als zentrale Herausforderung dabei stellte sich die valide Ermittlung der relevanten Zielgruppen und ihrer Bed&#252;rfnisse mit Hilfe einer entsprechenden belastbaren, systematischen und &#252;berregionalen Markt- und Zielgruppenstudie heraus. </Pgraph><Pgraph>Mit Unterst&#252;tzung von Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen wurden hierzu Sondermittel bereitgestellt, aus denen sowohl die Projektassistenz als auch die Markstudie selbst finanziert werden konnten. </Pgraph><Pgraph>Zwar wurden bereits zuvor durch ZB MED kleinere Studien durchgef&#252;hrt, die Mittel von Bund und Land erlaubten jetzt aber den &#8222;gro&#223;en Wurf&#8220;. Mit der Beauftragung der Heinold, Spiller &#38; Partner Unternehmensberatung GmbH aus Hamburg konnte ZB MED wichtige Methodenkompetenz einkaufen und nachnutzen sowie die ausdr&#252;cklich gew&#252;nschte externe Sicht als Grundlage der Strategieentwicklung realisieren. </Pgraph><Pgraph>Auf diese Weise wurde in enger Abstimmung ein empirisches Fundament f&#252;r die Strategieentwicklung von <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> erstellt, als zentraler Baustein des Projektes &#8222;Strategie- und Neuorganisationsprozess ZB MED&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>. Im Folgenden wird ein Einblick in Methodik und praktisches Vorgehen bei der Erstellung einer Marktstudie gegeben. Die zu Grunde liegende Systematik wird erl&#228;utert und auf die Einordnung in den Prozess der Strategieentwicklung verwiesen. Zus&#228;tzlich werden ausgew&#228;hlte Ergebnisse vorgestellt, auf deren Grundlage sich ZB MED auf den Weg von der Bibliothek zum Informationszentrum gemacht hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Bed&#252;rfnisse erfragen">
      <MainHeadline>2 Bed&#252;rfnisse erfragen</MainHeadline><SubHeadline>2.1 Markt- und Zielgruppenanalyse  </SubHeadline><Pgraph>Die systematische, empirische Erhebung von Bed&#252;rfnissen durch Bibliotheken und Informationszentren als Grundlage f&#252;r die Gestaltung des Angebotes erfolgt in einem schwierigen Umfeld. Die Menge der verf&#252;gbaren Informationen w&#228;chst kontinuierlich an, die Medienformate und Zugriffsoptionen sind im st&#228;ndigen Wandel begriffen, die Qualit&#228;t der Inhalte wird immer un&#252;berschaubarer. Bibliotheken geraten in ihrer Vermittlerfunktion zwischen Autorinnen und Autoren sowie Leserinnen und Lesern durch den Vormarsch des Internets unter Druck. Dabei geht es ihnen genauso wie zahlreichen Verlagen und Handelsunternehmen, die durch die Nutzung von Online-Angeboten und digitaler Formate teilweise einfach umgangen werden k&#246;nnen. Den Produzierenden f&#228;llt es immer leichter, ihre Leistungen direkt den Konsumierenden anzubieten ohne hierzu auf professionelle Mittler angewiesen zu sein. Gleichzeitig erlebt das traditionelle Gesch&#228;ftsmodell der Bibliotheken eigentlich sogar eine Renaissance: Nutzen statt Besitzen ist der Schlachtruf  in der &#8222;Share-Economy&#8220;. Ob als Carsharing oder in der &#220;berlassung  privater Unterk&#252;nfte als Ferienwohnung, durch die Vernetzungsm&#246;glichkeiten des Internets wachsen die Angebote zur gemeinschaftlichen Nutzung von Eigentum derzeit in alle Richtungen und machen deutlich, wie zeitgem&#228;&#223; doch der Ansatz von Bibliotheken eigentlich ist. </Pgraph><Pgraph>Angesichts der Herausforderungen des rasanten technologischen Fortschrittes und der Beschr&#228;nkungen des Urheberrechtes steht ZB MED als Einrichtung der Informationsinfrastruktur vor besonderen Problemen. So gilt es, die herausragenden gedruckten und digitalen Inhalte auch &#252;berregional in der gew&#252;nschten Form zug&#228;nglich zu machen. Zus&#228;tzlich m&#252;ssen die Arbeitsweisen der Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftler f&#252;r die Entwicklung neuer Services bekannt sein, um konkrete Probleme f&#252;r die Forschenden in Medizin, Gesundheits-, Ern&#228;hrungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften auch wirklich l&#246;sen zu k&#246;nnen. Dabei bewegt sich <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> in sehr dynamischen M&#228;rkten, mit deren Ver&#228;nderungsgeschwindigkeit sie Schritt halten muss. </Pgraph><Pgraph>Um die eigenen Ressourcen mit entsprechenden Dienstleitungen m&#246;glichst effizient einsetzen zu k&#246;nnen, m&#252;ssen die relevanten M&#228;rkte identifiziert und auf Zukunftsf&#228;higkeit &#252;berpr&#252;ft werden. Ebenso gilt es, die Zielgruppen zu identifizieren und Informationen &#252;ber Bedarfe der Zielgruppen zu sammeln. Das Ziel ist es, in der Folge die Ressourcen f&#252;r Dienstleistungen auf den M&#228;rkten und f&#252;r die Zielgruppen einzusetzen, f&#252;r die es den h&#246;chsten Nutzen bringt und deren Unterst&#252;tzung dem satzungsgem&#228;&#223;en Auftrag dient. Zu diesem Zweck ist eine Positionierung und Schwerpunktsetzung von gro&#223;er Bedeutung, was durch die Formulierung einer l&#228;ngerfristigen und empirisch untermauerten Strategie erfolgt. Gleichzeitig dient diese der Orientierung &#8211; sowohl f&#252;r die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ZB MED als auch f&#252;r die Geldgeber. In der vorgestellten Markstudie geht es somit explizit nicht darum, bestehende Dienstleistungen von ZB MED entlang existierender Nutzerinnen und Nutzer zu pr&#252;fen, sondern um eine sehr offene Ermittlung von Arbeitsweisen, Bedarfen und Potentialen f&#252;r die langfristige strategische Ausrichtung. Die Marktstudie von ZB MED wurde von Heinold, Spiller &#38; Partner Unternehmensberatung GmbH im Jahr 2013 durchgef&#252;hrt und gliedert sich in drei Teile: Markt- und Zielgruppenanalyse, empirische Erhebung und Gap-Analyse.</Pgraph><Pgraph>Mit der <Mark2>Markt- und Zielgruppenanalyse</Mark2> wurde durch Ehrhardt Heinold das Feld f&#252;r die folgende empirische Erhebung abgesteckt. Dabei handelt es sich um das Ergebnis von &#8222;desk research&#8220; als Auswertung existierender Studien, interner Dokumente und zahlreicher Gespr&#228;che. Auf diese Weise wurden alle M&#228;rkte erfasst, auf denen sich ZB MED mit seinen aktuellen Dienstleistungen bewegt. Au&#223;erdem erfasste Herr Heinold alle aktuellen, aber auch potentiellen Zielgruppen. Es folgte die Bewertung, sowohl hinsichtlich der reinen Gr&#246;&#223;e der M&#228;rkte und Zielgruppen als auch bez&#252;glich ihres Potentials f&#252;r <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup>. </Pgraph><Pgraph>Aktuelle technische Trends und Wettbewerber auf den M&#228;rkten fanden dabei ebenso Ber&#252;cksichtigung wie z.B. neu entstehende Berufsgruppen und Studieng&#228;nge im Bereich der Gesundheitswissenschaften. Die identifizierten Hauptm&#228;rkte wurden soweit m&#246;glich in homogene Teilm&#228;rkte segmentiert. Als Ma&#223;gabe f&#252;r die strategische Bewertung wurde von Herrn Heinold der Ansatz des &#8222;blue ocean&#8220; gew&#228;hlt. Im Gegensatz zu einem &#8222;red ocean&#8220; sucht ZB MED unges&#228;ttigte M&#228;rkte, d.h. M&#228;rkte, in denen keine &#8222;Haie&#8220; f&#252;r eine scharfe Konkurrenzsituation sorgen. Im Idealfall geht es vielmehr darum, durch die intelligente Entwicklung von Services neue M&#228;rkte zu schaffen und in bestehenden die &#8222;&#246;kologischen Nischen&#8220; im &#246;ffentlichen Interesse zu besetzen und auf diese Weise die Forschungsinfrastruktur in Deutschland voran zu bringen. Mit dieser Ma&#223;gabe begegnete ZB MED auch der besonderen Situation als &#246;ffentlich finanzierter Einrichtung, deren Marktverst&#228;ndnis von den Bewertungskriterien renditeorientierter privatwirtschaftlicher Einrichtungen abweicht. Im Ergebnis konnte durch diese Analyse im ersten Schritt ein erstes Raster aus M&#228;rkten und Zielgruppen entwickelt werden, das die Vorlage f&#252;r die systematische Abfrage der Zielgruppen in der empirischen Erhebung bildete. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> zeigt die betrachteten Zielgruppen, Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> stellt die verschiedenen M&#228;rkte von ZB MED dar. </Pgraph><Pgraph>Dieser Artikel konzentriert sich bei der Auswertung der Markstudie auf den Hauptmarkt &#8222;Management von Fachinformationen&#8220; bzw. seine Teilm&#228;rkte &#8222;Recherchieren und Beschaffen&#8220; und &#8222;Verarbeiten und Organisieren&#8220;. Ferner liegt ein Fokus auf dem Teilmarkt &#8222;Publikationsdienstleistungen&#8220; im Hauptmarkt &#8222;Publizieren&#8220;. Die Bed&#252;rfnisse der Kundinnen und Kunden, um die sich der Hauptmarkt &#8222;Vernetzung&#8220; dreht, wurden vor allem im Hinblick auf die eigene Community und die Zielgruppe der &#8222;Multiplikatoren&#8220; (vor allem Bibliothekarinnen und Bibliothekare) in die Auswertung einbezogen (siehe Kapitel 3.5) </Pgraph><Pgraph>Die <Mark2>empirische Erhebung</Mark2> bildet den zweiten Teil der Markstudie und gliedert sich wiederum in drei Teile. Sie wurde durch Gert und Hanne Autz von der in&#95;to&#95;mind GmbH begleitet, die f&#252;r die empirischen Arbeiten mit Herrn Heinold kooperierten. So wie die Markstudie das Herzst&#252;ck des Projektes &#8222;Strategie- und Neuorganisationsprozess ZB MED&#8220; ist, so ist die empirische Erhebung und die Befragung der Kundinnen und Kunden das Herzst&#252;ck der Markstudie selbst. Sie wird im folgenden Kapitel detaillierter behandelt. </Pgraph><Pgraph>Den dritten Teil der Markstudie bildet die <Mark2>Gap-Analyse</Mark2>, in der die Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse durch einen Abgleich mit dem aktuellen Angebot von ZB MED erfolgte. &#8222;Gap&#8220; bezeichnet auf Englisch die &#8222;L&#252;cke&#8220;, mit welcher hier der Unterschied zwischen der aktuellen Situation und einer ermittelten idealen Situation bezeichnet wird. Dabei wird unterschieden zwischen einer &#8222;strategischen L&#252;cke&#8220; und der Frage &#8222;Was soll getan werden&#63;&#8220; und einer &#8222;operativen L&#252;cke&#8220;, bei der die Frage gestellt wird, &#8222;Wie sollen wir es tun&#63;&#8220; (vgl. Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Konkret bedeutet eine strategische L&#252;cke, dass auf einem relevanten Markt f&#252;r eine relevante Zielgruppe kein Angebot von ZB MED existiert. Eine operative L&#252;cke ergibt sich entsprechend, wenn zwar ein Angebot vorliegt, dass in seiner Form jedoch ungeeignet ist, die existierenden Bed&#252;rfnisse anzusprechen und zu befriedigen. Mit der Gap-Analyse findet die &#220;bertragung der Befragungsergebnisse auf ZB MED in Kombination mit den aufgezeigten M&#246;glichkeiten zur Marktpositionierung aus der Markt- und Zielgruppenanalyse statt. Die Ergebnisse selbst wurden Gegenstand zahlreicher Diskussionen in den internen und externen Gremien der Strategieentwicklung. Die Auswertung der Marktstudie und die strategischen Schl&#252;sse von ZB MED sind Gegenstand einer weiteren Ver&#246;ffentlichung <TextLink reference="2"></TextLink>. Schwerpunkte des vorliegenden Artikels sind das Vorgehen f&#252;r eine erfolgreiche Marktstudie sowie die Pr&#228;sentation ausgew&#228;hlter Befragungsergebnisse. </Pgraph><SubHeadline>2.2 Empirische Erhebung </SubHeadline><SubHeadline2>2.2.1 Explorative Interviews</SubHeadline2><Pgraph>Die empirische Erhebung selbst, die entlang des Rasters der Markt- und Zielgruppenanalyse erfolgte, gliedert sich ebenfalls wieder in drei Teile: Explorative Interviews, Online-Erhebung, Fokusgruppen-Interviews.</Pgraph><Pgraph>Angesichts des hohen Aufwands einer repr&#228;sentativen quantitativen Befragung mit Hilfe eines Online-Fragebogens ist es entscheidend, den zu Grunde liegenden Fragebogen gr&#252;ndlich vorzubereiten. Die Fragen m&#252;ssen nicht nur verst&#228;ndlich formuliert sein, sie m&#252;ssen sich auch an der Arbeits- und Lebenswirklichkeit der Befragten orientieren und Erkenntnisse liefern, die f&#252;r zu treffende Entscheidungen von Bedeutung sind. Aus diesem Grund wurden, abweichend von der urspr&#252;nglichen Planung, zun&#228;chst <Mark2>explorative Interviews</Mark2> gef&#252;hrt. Solche qualitativen Erhebungen dienen dazu, das zu untersuchende &#8222;Feld&#8220; zu er&#246;ffnen. Gerade wenn es darum geht, Unbekanntes in Erfahrung zu bringen, ist dies der geeignete erste Schritt. Mit &#8222;qualitativ&#8220; ist dabei nicht die Wertigkeit der Befragung bezeichnet, sondern in Abgrenzung zu &#8222;quantitativ&#8220; ein hermeneutischer Ansatz der empirischen Sozialforschung. Hier wird z.B. mit einzelnen Gespr&#228;chen versucht, individuelle Lebens- und Arbeitssituationen zu verstehen. Im Anschluss kann dann induktiv von solchen Einzelf&#228;llen auf das Allgemeine gefolgert und Hypothesen generiert werden. Diese k&#246;nnen dann mit quantitativen Methoden repr&#228;sentativ gepr&#252;ft werden (vgl. <TextLink reference="3"></TextLink>, S. 378-80&#93;. Ganz praktisch bedeutete dies f&#252;r ZB MED, dass zun&#228;chst einzelne Mitglieder der identifizierten Zielgruppen in relativ offenen Gespr&#228;chen interviewt wurden (Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>). Dies geschah mit Hilfe eines Leitfadens, der sich an den zuvor identifizierte M&#228;rkten und der Arbeitswirklichkeit der Befragten orientierte. </Pgraph><Pgraph>Die 15 Gespr&#228;che wurden jeweils von Herrn Autz gef&#252;hrt, unter teilnehmender Beobachtung eines Vertreters oder einer Vertreterin von ZB MED. Mit Einverst&#228;ndnis der Interviewten wurden die Gespr&#228;che zur sp&#228;teren Auswertung aufgezeichnet. Der Leitfaden diente dabei vor allem der Sicherstellung einer vollst&#228;ndigen Abdeckung aller Themen. Er wurde im Zuge eines pers&#246;nlichen, offenen Gespr&#228;chs eher beil&#228;ufig abgefragt. Auf diese Weise konnte der befragte Experte bzw. die Expertin selbst Schwerpunkte im Gespr&#228;ch setzen, die dann ggf. vertieft wurden. Die Vertreterinnen und Vertreter von ZB MED brachten sich hier vor allem im Vorfeld der Entwicklung des Leitfadens mit ein, im Gespr&#228;ch selbst wurden lediglich einzelne Nachfragen zu speziellen Themen gestellt und diese so fachlich vertieft. </Pgraph><Pgraph>Das F&#252;hren qualitativer Interviews ist ein methodisches Handwerk und nicht mit einem einfachen Gespr&#228;ch zu verwechseln, auch wenn dies auf den ersten Eindruck so wirken mag. Im Zentrum stehen die zu Befragenden und ihre Auffassungen, Werte, Meinungen und Einsch&#228;tzungen entlang der vorformulierten Themen. Es ist in jedem Fall zu vermeiden, sich  als Interviewer in Argumentationen zu verstricken oder Rechtfertigungen zu liefern. Auch die Formulierung eigener Ansichten und Positionen sollte nur sehr vorsichtig und &#252;berlegt erfolgen. Im Zentrum der Interviews stehen die zu Befragenden mit ihren Wertsetzungen und Problemlagen ihrer Arbeitswirklichkeit, welche die Grundlage f&#252;r die Entwicklung forschungsf&#246;rdernder Services von ZB MED bilden.</Pgraph><SubHeadline2>2.2.2 Online-Umfrage</SubHeadline2><Pgraph>Nachdem die Markt- und Zielgruppenanalyse (Kapite<TextGroup><PlainText>l 2.1</PlainText></TextGroup>) das Raster der Zielgruppen und M&#228;rkte bzw. Themenfelder festgelegt hatte und die explorativen Interviews Einblicke in die jeweiligen Arbeitswelten und konkreten Problemlagen erm&#246;glichten, konnte mit der Entwicklung des Online-Fragebogens begonnen werden. Es galt ein sehr breites Spektrum an Themen und Zielgruppen abzufragen, welches sowohl nach der pers&#246;nlichen Rolle (z.B. Promovierende, Studierende) als auch der Institution (z.B. universit&#228;r, au&#223;eruniversit&#228;r) differenziert wurde. Auf diese Weise entstanden 28 Kategorien der Befragung (Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>Durch entsprechende Eintragungen zu Beginn des Fragebogens (Anhang 1 <AttachmentLink attachmentNo="1"/>) ordneten sich die Befragten selber in ihre Rollen ein und die Fragen wurden so an die jeweiligen Rollen angepasst. Die gr&#246;&#223;ten Abweichungen innerhalb der gestellten Fragen ergaben sich f&#252;r die Zielgruppe der Bibliothekarinnen und Bibliothekare, da hier sehr spezielle Themen wie z.B. die gew&#252;nschte Rolle von ZB MED bei Lizenzverhandlungen angesprochen wurden. Fragen zum Themenfeld &#8222;Publizieren&#8220; wurden z.B. dagegen st&#228;rker an Forschende gerichtet als an Studierende. </Pgraph><Pgraph>Insgesamt ergibt sich durch die Zusammenf&#252;hrung von M&#228;rkten und Zielgruppen ein Online-Fragebogen mit <TextGroup><PlainText>114 S</PlainText></TextGroup>eiten (Anhang 1 <AttachmentLink attachmentNo="1"/>). Die tats&#228;chliche Anzahl an Fragen und damit die L&#228;nge des Fragebogens f&#252;r einen Befragten oder eine Befragte unterscheidet sich stark durch die unterschiedlichen Rollen und die jeweilig gestellten Fragen und  Antwortm&#246;glichkeiten. Entlang des Themenkomplexes &#8222;<Mark2>Recherche&#8220;</Mark2> wurde gefragt wer, wo, in welchem Umfang und wie recherchiert, welche Aspekte dabei besonders wichtig sind und welche Werkzeuge genutzt werden. Zum Thema <Mark2>&#8222;Beschaffen&#8220;</Mark2> wurden die am h&#228;ufigsten genutzten Medien und gew&#252;nschten Formate und Beschaffungskan&#228;le abgefragt sowie die Zahlungsbereitschaft f&#252;r digitale Zug&#228;nge eruiert. Es folgten im Bereich <Mark2>&#8222;Publizieren&#8220;</Mark2> Fragen zu existierenden Bedarfen sowie existierenden und gew&#252;nschten Formaten der Vermittlung von Informationskompetenz und zu gew&#228;hlten Publikationswegen unter besonderer Ber&#252;cksichtigung von Open Access, im Themengebiet <Mark2>&#8222;Verarbeiten und Organisieren&#8220;</Mark2> Fragen zur Nutzung von Literaturverwaltungssystemen. </Pgraph><Pgraph>Die Online-Umfrage fand zwischen dem 17. Juli und dem 1. September 2013 statt, der sogenannten &#8222;Feldzeit&#8220;. Die Antworten erfolgten entlang vorformulierter Antwortoptionen, als Angabe eines Grades der Zustimmung oder Ablehnung zu einer formulierten Aussage, mittels einer stufigen Antwortskala oder auch durch die Angabe in Prozenten. Fragen mit offenen Antwortm&#246;glichkeiten wurden bewusst vermieden und nur abschlie&#223;end eingesetzt, da sich solche innerhalb quantitativer Methodik und der gro&#223;en Zahl der Frageb&#246;gen nur schwer auswerten lassen. </Pgraph><Pgraph>Wie auch das F&#252;hren qualitativer Interviews ist das Aufstellen eines zielf&#252;hrenden quantitativen Fragebogens ein eigenes Handwerk. Gerade angesichts der Komplexit&#228;t der Markt- und Zielgruppen war externer methodischer Sachverstand hier &#228;u&#223;erst hilfreich, denn die Auswahl der Frageform und Antwortoptionen k&#246;nnen erhebliche Auswirkungen auf den empirischen Gehalt einer Studie haben. Neben der Zweckm&#228;&#223;igkeit f&#252;r die Gewinnung nutzbarer Informationen muss dabei immer versucht werden, die Meinung der Befragten z.B. durch die Formulierung der Frage selbst und die vorgegebenen Antwortm&#246;glichkeiten so gering wie m&#246;glich zu beeinflussen. Wenngleich die Abstimmung zu den fachlichen Inhalten des Online-Fragebogens trotz externer Begleitung nach wie vor einen hohen Aufwand f&#252;r ZB MED bedeutete, so kann dieser Aufwand f&#252;r den Erfolg der Marktstudie doch als gute Investition betrachtet werden. </Pgraph><Pgraph>Neben der inhaltlich zielf&#252;hrenden und methodisch sauberen Formulierung war die Programmierung des Fragebogens durch die Firma in&#95;to&#95;mind GmbH ein weiterer wichtiger Schritt. Programmierung und Formulierung erfolgten in einem kontinuierlichen Austausch &#252;ber die jeweils aktualisierte und getestete Version zwischen dem externen Dienstleister sowie Elke Roesner, Birte Lindst&#228;dt, Ulrike Ostrzinski und Fabian Gail auf der Seite von ZB MED. Die gr&#246;&#223;te Herausforderung bildete jedoch die Sicherstellung der Repr&#228;sentativit&#228;t und damit vor allem die Gewinnung einer ausreichenden Zahl und Durchmischung von Befragungsteilnehmerinnen und Befragungsteilnehmern. Auf diesen Aspekt wird in Kapitel 2.3 noch detaillierter eingegangen.</Pgraph><SubHeadline2>2.2.3 Fokusgruppen-Interviews</SubHeadline2><Pgraph>Den letzten Teil der empirischen Erhebung im Rahmen der Markstudie von ZB MED bildeten die Fokusgruppen-Interviews. Hierbei handelt es sich ebenfalls um qualitative Interviews, im Unterschied zu den explorativen Interviews aus Kapitel 2.2.1 allerdings um vertiefende Interviews mit stringenter Struktur, die zudem in Gruppen erfolgten. W&#228;hrend zu Beginn der Erhebung sehr offen gefragt wurde, um das Feld f&#252;r die folgende Befragung abzustecken und die jeweiligen Arbeitssituationen zu verstehen, m&#252;ssen jetzt gewonnene Erkenntnisse fokussiert und gezogene Schl&#252;sse gepr&#252;ft werden. Konkret bedeutet dies, dass neue Produktideen bzw. Abwandlungen bestehender Produkte Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppen vorgestellt werden. </Pgraph><Pgraph>Die resultierenden Diskussionen werden ebenfalls anhand entsprechender Leitf&#228;den moderiert und durch die teilnehmende Beobachtung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ZB MED begleitet. Neben der st&#228;rkeren Fokussierung der Fragestellung und der Vorstellung konkreter Produktideen macht gerade die Gruppensituation einen weiteren Unterschied zu den explorativen Interviews aus, da hier eine gewisse Gespr&#228;chsdynamik entsteht. Der Austausch von Argumenten und die Diskussion von Standpunkten in einer Gruppendiskussion liefern wichtige Einblicke f&#252;r das Verst&#228;ndnis der Sicht von Kundinnen und Kunden und helfen, zu einer abschlie&#223;enden Bewertung der Erkenntnisse und zum &#220;bertrag auf konkrete Dienstleistungen zu gelangen. </Pgraph><Pgraph>Neben der Moderation und der Gewinnung von Teilnehmenden ist aus jetziger Sicht f&#252;r die gelungene Durchf&#252;hrung solcher Fokusgruppen-Interviews vor allem die Vorbereitung der jeweiligen Pr&#228;sentationen und des Gespr&#228;chsleitfadens als erfolgskritisch zu nennen. Um in knapp bemessener Zeit und Aufmerksamkeitsspanne viele Aspekte beleuchten zu k&#246;nnen, m&#252;ssen grundlegende Gedanken und zu diskutierende Optionen klar, eindeutig und m&#246;glichst visuell pr&#228;sentiert werden. F&#252;r die Nachbereitung ist es wichtig, sich &#252;ber das Format des Protokolls bzw. der Aufzeichnungen zu einigen, damit eine Diskussion und Auswertung der Ergebnisse auch &#252;ber den Kreis der direkten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sinnvoll m&#246;glich ist. Zum Zeitpunkt der Ver&#246;ffentlichung dieses Artikels sind die Fokusgruppen-Interviews in <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> noch nicht abgeschlossen.</Pgraph><SubHeadline>2.3 Repr&#228;sentativit&#228;t der Befragung</SubHeadline><Pgraph>Eine wichtige Anforderung von ZB MED und deren Geldgebern f&#252;r die Marktstudie war Repr&#228;sentativit&#228;t, also die Sicherstellung, dass sich aus den erhobenen Informationen auch empirisch valide R&#252;ckschl&#252;sse auf die Grundgesamtheit ziehen lassen, die ja nicht komplett befragt werden kann. Der &#252;bliche Weg hierzu w&#228;re die zuf&#228;llige Auswahl einer Stichprobe von ausreichender Gr&#246;&#223;e aus der Grundgesamtheit. Hierf&#252;r m&#252;sste diese allerdings nicht nur bekannt, sondern auch erreichbar sein. Ein vollst&#228;ndiges Adressverzeichnis aller ermittelten Mitglieder der Zielgruppen zu erstellen, um eine Zufallsstichprobe zu ziehen, ist jedoch nicht realistisch und vom Aufwand her auch nicht als wirtschaftlich tragbar anzusehen. An Stelle einer Zufallsstichprobe wurde daher der pragmatische Ansatz einer systematisch ausgew&#228;hlten Stichprobe gew&#228;hlt, wobei der Versuch, die Grundgesamtheit zu erreichen, nicht aus den Augen verloren wurde. Zentraler Erfolgsfaktor f&#252;r die Repr&#228;sentativit&#228;t ist die koordinierte Gewinnung von Befragungsteilnehmerinnen und Befragungsteilnehmern. Das beauftragte Unternehmen in&#95;to&#95;mind GmbH lieferte hierzu vor allem technischen Support z.B. durch das Aufbereiten von Datens&#228;tzen und die Einweisung in das Programm Supermailer, mit dem individualisierte Einladungen zur Befragung verschickt wurden. Die Kontaktaufnahme erfolgte durch ZB MED selbst, denn der Status als &#246;ffentliche Einrichtung mit der entsprechenden Vernetzung versprach gerade im Bereich der Forschung und der Bibliotheken einen einfacheren Zugang. Nur der Bereich der Industrie verblieb bei der Gewinnung von Kontakten in externer Hand. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Befragung wurde der Ansatz gew&#228;hlt, gezielt Institutionen innerhalb der ermittelten Zielgruppen &#252;ber deren Leitungen anzusprechen, um dann innerhalb dieser Institutionen mittels der internen E-Mail-Verteiler jeweils Vollerhebungen durchzuf&#252;hren. Unterst&#252;tzt durch entsprechende Begleitschreiben des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit (BMG) und des NRW Landesministeriums f&#252;r Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) konnten so die folgenden Institutionen f&#252;r die Teilnahme durch den Direktor Herrn Korwitz eingeladen werden: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Alle Professorinnen und Professoren und alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den deutschen Universit&#228;ten und Hochschulen bzw. deren Dekanate f&#252;r die F&#228;cher Medizin, Gesundheit, Ern&#228;hrung, Agrar, Umwelt, </ListItem><ListItem level="1">alle Studierenden an den deutschen Universit&#228;ten und Hochschulen &#252;ber die Dekanate f&#252;r die F&#228;cher Medizin, Gesundheit, Ern&#228;hrung, Agrar, Umwelt und &#252;ber die Studierendensekretariate an den jeweiligen Universit&#228;ten und Hochschulen, </ListItem><ListItem level="1">alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bibliotheken der Universit&#228;ten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschenden Industrieunternehmen in den relevanten F&#228;chern, teilweise auch zus&#228;tzlich &#252;ber Verteilerlisten von ZB MED, </ListItem><ListItem level="1">alle Max Planck-Institute, alle Institute der Leibniz-Gemeinschaft, alle Fraunhofer-Institute, alle Helmholtz-Zentren, Forschungsinstitute des Bundes und der L&#228;nder sowie Dachverb&#228;nde in den f&#252;r ZB MED relevanten F&#228;chern, </ListItem><ListItem level="1">alle forschenden Pharma-Unternehmen, </ListItem><ListItem level="1">die 20 bedeutendsten, im Lebensmittelbereich forschenden Unternehmen, </ListItem><ListItem level="1">alle Landes&#228;mter in den Bereichen Medizin, Gesundheit, Ern&#228;hrung, Agrar, Umwelt, </ListItem><ListItem level="1">die Kassen&#228;rztlichen Vereinigungen in den Bundesl&#228;ndern Sachsen, Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, mit der Bitte, jeweils eine Zufallsstichprobe von <TextGroup><PlainText>500 n</PlainText></TextGroup>iedergelassenen &#196;rzten anzuschreiben (diese Auswahl wurde vom Bundesverband empfohlen), </ListItem><ListItem level="1">22 nicht dem Universit&#228;tsbereich angeh&#246;rende Gro&#223;kliniken oder Klinikverb&#228;nde, </ListItem><ListItem level="1">einzelne Dachverb&#228;nde in den Bereichen Medizin, Gesundheit, Ern&#228;hrung, Agrar, Umwelt.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Durch die Anonymit&#228;t der Befragung gibt es leider keine M&#246;glichkeit, vollst&#228;ndig nachzuvollziehen, inwiefern die Weiterleitung der Einladungen zur Befragung jeweils innerhalb der kontaktierten Institutionen auch erfolgt ist. Insgesamt ergaben sich allerdings erfreuliche Anzahlen verwertbarer Frageb&#246;gen (Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>Insgesamt konnte f&#252;r die Marktstudie von ZB MED auf 2.387 verwertbare Frageb&#246;gen zugegriffen werden. Um eine m&#246;glichst breite Streuung der Befragung sicherstellen und um Verzerrungen herausfiltern zu k&#246;nnen, wurde im Rahmen der Befragung zus&#228;tzlich nach den ersten beiden Ziffern der Postleitzahl gefragt. So konnte die Beurteilung der Repr&#228;sentativit&#228;t der Befragungsergebnisse nicht nur hinsichtlich der Auswahl und der Anzahl in den jeweiligen Zielgruppen vorgenommen werden, sondern auch hinsichtlich ihrer r&#228;umlichen Verteilung innerhalb Deutschlands.</Pgraph><Pgraph>Neben der Zusammensetzung der Stichprobe h&#228;ngt die Repr&#228;sentativit&#228;t einer Befragung von weiteren Einflussfaktoren ab. So wird zun&#228;chst eine tolerierte Abweichung (Alpha) definiert, die f&#252;r diesen Fall 5&#37; betr&#228;gt. Hinzu kommt die Standardabweichung, die sich aus der Streuung der Antworten um den jeweiligen Mittelwert errechnet. Aus diesen beiden Werten und dem konkreten Stichprobenumfang sowie der Gr&#246;&#223;e der Antwortskala ergibt sich das Konfidenzintervall. 95&#37; der so berechneten Intervalle enthalten den tats&#228;chlichen Grundgesamtheitsparameter. Je nach Gr&#246;&#223;e des Konfidenzintervalls im Kontext der zugeh&#246;rigen Frage kann also ermittelt werden, ob das ermittelte Ergebnis eine repr&#228;sentative Aussage erm&#246;glicht oder nicht (vgl. <TextLink reference="3"></TextLink>, S. 268-9 und <TextLink reference="4"></TextLink>, S. 10-2). Nicht repr&#228;sentative Aussagen wurden entsprechend herausgefiltert. Gleiches galt f&#252;r die Antworten von Zielgruppen, f&#252;r die nicht mindestens 50 ausgef&#252;llte Frageb&#246;gen vorlagen. Aus diesem Grund wurden die Antworten von Zielgruppen im Bereich der Praktiker, soweit dies durch die Einheitlichkeit der Fragestellung m&#246;glich war, aggregiert. Zus&#228;tzlich wurde ein Fokusgruppen-Interview, abweichend von der urspr&#252;nglichen Planung, daf&#252;r genutzt, niedergelassene &#196;rztinnen und &#196;rzte zu befragen, die nicht im ausreichenden Umfang an der Befragung teilgenommen haben. Die Ergebnisse dieses Interviews konnten zwar nicht in die quantitative Erhebung einflie&#223;en, lieferten jedoch trotzdem wichtige Einblicke in diesen Bereich. </Pgraph><Pgraph>Insgesamt l&#228;sst sich festhalten, dass der doch erhebliche Aufwand zur Gewinnung von Befragungsteilnehmerinnen und Befragungsteilnehmern von ZB MED-Seite mit gro&#223;em Erfolg belohnt wurde. Der hohe Differenzierungsgrad erm&#246;glichte den pr&#228;zisen Abgleich der Antworten innerhalb der verschiedenen Rollen. Die hohe Beteiligung bei einer zentralen Zielgruppe wie den Forschenden (Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Promovierende) unterstreicht die Aussagekraft und den Wert dieser Marktstudie f&#252;r ZB MED.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Zentrale Ergebnisse der Marktstudie von ZB MED">
      <MainHeadline>3 Zentrale Ergebnisse der Marktstudie von ZB MED</MainHeadline><SubHeadline>3.1 Allgemeine Erkenntnisse</SubHeadline><Pgraph>Der vollst&#228;ndige Endbericht zur Marktstudie von ZB MED von Herrn Heinold umfasst 135 Seiten und kann an dieser Stelle nur ansatzweise wiedergegeben werden <TextLink reference="4"></TextLink>. Die Auswertung der Ergebnisse im Ende August abgeschlossenen Projekt &#8222;Strategie- und Neuorganisationsprozess ZB MED&#8220; ist zudem Gegenstand einer weiteren Ver&#246;ffentlichung <TextLink reference="2"></TextLink>, so dass in diesem Kapitel zun&#228;chst nur auf einzelne wichtige Befragungsergebnisse der Online-Umfrage selbst eingegangen wird. Ein grunds&#228;tzliches Ergebnis zur Verwendung der erhobenen Informationen f&#252;r die Ausrichtung von ZB MED soll mit der ZB MED-Matrix (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) jedoch schon an dieser Stelle zur besseren Orientierung in den folgenden Kapiteln gezeigt werden. </Pgraph><Pgraph>Mit Hilfe der Ergebnisse der Marktstudie und im Rahmen der anschlie&#223;enden Diskussion in den Strategiegremien wurden sowohl die Zielgruppen von ZB MED als auch die zu strategischen Handlungsfeldern weiterentwickelten M&#228;rkte priorisiert und zueinander in Beziehung gesetzt. Hier wird deutlich, dass zum Beispiel die Bibliotheken als Multiplikatoren bei den Zielgruppen an Bedeutung gewinnen, w&#228;hrend die Anwenderinnen und Anwender von Wissen, zu denen auch die niedergelassenen &#196;rztinnen und &#196;rzte geh&#246;ren, eher in den Hintergrund treten. Die Forschenden bleiben an wichtigster Stelle stehen und die ihnen angebotenen Dienstleistungen richten sich nat&#252;rlich auch an Studierende und Menschen aus der Praxis, soweit diese in einer forschenden Rolle t&#228;tig sind. Die noch leeren Felder zwischen den Achsen gilt es nun aktuell mit entsprechend bedarfsorientierten Dienstleistungen zu f&#252;llen. </Pgraph><Pgraph>Die aufgef&#252;hrten M&#228;rkte bzw. strategischen Handlungsfelder dienen in den folgenden Kapiteln auch zur Gliederung der pr&#228;sentierten Ergebnisse. Diese M&#228;rkte orientieren sich am Wissenschaftskreislauf im Arbeitszyklus Forschender (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>), der mit Hilfe der Ergebnisse der Befragung durch das Dienstleistungsangebot von <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> abgedeckt wird. </Pgraph><Pgraph>Ein weiteres eher allgemeines Ergebnis aus der Auswertung der Online-Umfrage ist die Akzeptanz des Begriffes &#8222;Lebenswissenschaften&#8220;, die vor dem Hintergrund der zu pr&#252;fenden, verst&#228;rkt interdisziplin&#228;ren Aufstellung von ZB MED von Bedeutung ist. Bei der Frage, ob sich die Befragten mit ihrer T&#228;tigkeit in diesem Begriff wiederfinden, antworten 88&#37; der Endnutzerinnen und Endnutzer (Gesamtheit der Befragten) mit &#8222;ja&#8220;. Da trotz entsprechender Bem&#252;hungen auch fachfremde Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Befragung teilnahmen, ist dies als sehr guter Wert f&#252;r die Neuerfindung von ZB MED als &#8222;Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften&#8220; zu betrachten. </Pgraph><Pgraph>Besonders interessant bei der <Mark2>Untersuchung disziplin&#252;bergreifender Interessen der Forschenden</Mark2> ist <TextGroup><PlainText>Tabelle 6 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="6" imgType="table"/> zur Frage nach Fachgebieten, die jenseits des eigenen als interessant angesehen werden. </Pgraph><Pgraph>Tabelle 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="table"/> zeigt die als interessant genannten Fachdisziplinen jenseits der eigenen, wobei der Grad der F&#228;rbung die St&#228;rke der Korrelation zwischen Fachgebieten anzeigt. Aus Sicht von ZB MED wird deutlich, dass es einen gro&#223;en Zusammenhang zwischen Medizin- und Gesundheits- sowie zwischen Gesundheits- und Ern&#228;hrungswissenschaften gibt. Ebenfalls gro&#223; ist der Zusammenhang zwischen Umwelt- und Agrarwissenschaften untereinander, sowie ebenfalls mit den Ern&#228;hrungswissenschaften, die so eine Art Scharnier zwischen den F&#228;chern der Lebenswissenschaften bei ZB MED bilden. Das zudem insgesamt recht hohe Interesse an Thematiken der Sozial- und Naturwissenschaften spricht f&#252;r die weiter zu st&#228;rkende Vernetzung der zentralen Fachbibliotheken, wie sie im Rahmen von GOPORTIS ja bereits erfolgt. M&#246;glicherweise zeigt sich in der starken Korrelation mit Mathematik- und Naturwissenschaften auch ein verst&#228;rktes Interesse an Methodenwissen, was in den Fokusgruppen-Interviews weiter verfolgt werden wird. </Pgraph><Pgraph>Eine weitere wichtige allgemeine Erkenntnis ist die Bedeutung der <Mark2>Vermittlung von Informationskompetenz</Mark2>. Dies gilt sowohl f&#252;r ZB MED als auch im verst&#228;rkten Ma&#223;e f&#252;r Universit&#228;tsbibliotheken. Die im Rahmen der Digitalisierung sich stark wandelnde Informationslandschaft bringt traditionell denkende Bibliothekarinnen und Bibliothekare augenscheinlich in eine Art Identit&#228;tskrise. Die Neudefinition als Informations-Profis und eine entsprechende Positionierung gegen&#252;ber den Forschenden als zukunftsorientierte Fachleute ist in vollem Gang. Insbesondere das Feld der Vermittlung von Informationskompetenz ist hier von h&#246;chster Bedeutung. Um entsprechendes Fachwissen platzieren zu k&#246;nnen, muss von Seiten der potentiellen Kundinnen und Kunden allerdings zuerst auch ein Bedarf erkannt werden. Die Umfrage zeigt jedoch, dass dieser immer vor allem bei den anderen erkannt wird (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Eine denkbar schlechte Voraussetzung f&#252;r ZB MED k&#246;nnte man meinen, um mit neuen Formaten der Vermittlung von Informationskompetenz auf nennenswerte Nachfrage bei freiwilligen Veranstaltungen zu sto&#223;en, z.B. als zentraler Dienstleister f&#252;r die lokalen Universit&#228;tsbibliotheken. Wie es den Anschein hat, sind jedoch Pflichtveranstaltungen zur Informationskompetenz bei den Forschenden dennoch eher die Ausnahme als die Regel (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Aus der allt&#228;glichen Erfahrung entsteht der Eindruck, dass durch die hohe Informationsf&#252;lle z.B. auch bei unsystematischer Recherche f&#252;r viele Forschende gar nicht erst das Gef&#252;hl eines Mangels an Informationskompetenz zu Stande kommt. </Pgraph><Pgraph>Die Vorstellung und Sammlung von &#8222;best-practice&#8220;-Beispielen und die Demonstration der Vorteile fachkompetenter Informationsrecherche bilden daher wohl eine gemeinsame Herausforderung von Bibliotheken und Informationszentren zur Etablierung in der Forschung. Gl&#252;cklicherweise scheint zumindest &#252;ber die Gesamtheit der Befragten hinweg noch Bewusstsein f&#252;r den Wert methodisch sauberer Informationsrecherche und -verarbeitung zu bestehen, wie Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/> zeigt.</Pgraph><SubHeadline>3.2 Recherchieren und Beschaffen </SubHeadline><Pgraph>Im Rahmen der Markstudie bildet &#8222;Recherchieren und Beschaffen&#8220; einen Teilmarkt des Hauptmarktes &#8222;Management von Fachinformationen&#8220;, stellt aber zugleich das aktuell wichtigste Bet&#228;tigungsfeld von ZB MED dar. &#8222;Recherchieren und Beschaffen&#8220; leitet sich dabei aus der Sicht der Kundinnen und Kunden ab, die Fachinformationen finden und erhalten wollen. Der Begriff &#8222;Beschaffen&#8220; ist daher nicht mit den Beschaffungsvorg&#228;ngen im Rahmen der T&#228;tigkeit einer Bibliothek zu verwechseln. </Pgraph><Pgraph>Die identifizierten zentralen Trends, die in diesem Teilmarkt handlungsleitend sein werden, sind die erw&#228;hnte drastische Zunahme der Informationsmenge und Beschaffungswege insgesamt sowie die wachsende Vielfalt der Medienformate als Tr&#228;ger von Informationen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Bedeutung von Services gegen&#252;ber der reinen Bereitstellung von Inhalten w&#228;chst, die in gr&#246;&#223;erem Ma&#223;e &#8222;kuratiert&#8220; werden m&#252;ssen, um den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen &#220;berblick in der Informationslandschaft zu erleichtern. Weitere Trends f&#252;r &#8222;Recherchieren und Beschaffen&#8220; sind die verst&#228;rkte Nutzung von mobilen Endger&#228;ten und der Bedarf einer entsprechenden Anpassung von Services und Dienstleistungen an diese Ger&#228;te. Metadaten und Referenzierungen gewinnen ebenfalls an Bedeutung, um die passgenaue Auffindbarkeit abzusichern und die intelligente Verkn&#252;pfung von Informationen zu erleichtern. F&#252;r die Suche stehen immer ausgefeiltere Discovery-Systeme zur Verf&#252;gung, die verst&#228;rkt nach Relevanz filtern m&#252;ssen. Ein eher neuer Trend ist die &#8222;soziale Suche&#8220;, bei der z.B. &#252;ber soziale Netzwerke Hinweise zu Informationen aus den Literaturhinweisen der befreundeten bzw. fachlich nahen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler formuliert werden. Dieser Trend geht einher mit einer verst&#228;rkten Personalisierung der Suche, die sich auch an der jeweiligen individuellen Suchhistorie und ggf. auch an Daten zu den Suchenden orientiert. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Online-Umfrage interessierte ZB MED im Bereich &#8222;Recherchieren und Beschaffen&#8220; zun&#228;chst vor allem die Nutzung verschiedener Recherchewerkzeuge (<TextGroup><PlainText>Abbildung 7 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/> und Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Wie aus den Grafiken deutlich wird, werden die Angebote von Google in beiden Gruppen stark frequentiert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Medizin und Gesundheit zeigen zudem eine deutliche Pr&#228;ferenz f&#252;r PubMed. Die Angebote von ZB MED mit MEDPILOT und GREENPILOT werden etwas weniger stark genutzt. Gleichzeitig sind Online-Bibliothekskataloge allgemein relativ stark vertreten. </Pgraph><Pgraph>Jenseits der konkreten Rechercheinstrumente wurden auch die f&#252;r wichtig erachteten Eigenschaften solcher Instrumente bei den Forschenden insgesamt abgefragt, um zu einer differenzierteren Bewertung der Befragungsergebnisse gelangen zu k&#246;nnen (Abbildung 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Hier wird deutlich, dass es nicht prim&#228;r konkrete Funktionalit&#228;ten, sondern die Vertrautheit im Umgang und die (korrespondierende) schnelle Erfassung der Suchkriterien ist, die den Befragten wichtig sind. </Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich zu den verwendeten Recherchetools und den gew&#252;nschten Eigenschaften wurden auch die von den Forschenden pr&#228;ferierten Formate der genutzten Quellen im Rahmen der Online-Umfrage erhoben (Abbildung 10 <ImgLink imgNo="10" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Ein signifikanter Unterschied bei den F&#228;chern zeigte sich nicht, so dass die Gruppe der Forschenden hier gesamt betrachtet wurde. Es wird deutlich, dass elektronische Fachzeitschriften pr&#228;feriert werden, es folgt die Nutzung von Open-Access-Angeboten und gedruckten Zeitschriftenartikeln. Forschungsdaten bilden ebenfalls eine wichtige Quelle. Gedruckte B&#252;cher spielen immer noch eine gro&#223;e, wenn auch nachgeordnete Rolle. Ihre Bedeutung wird von den Studierenden allerdings h&#246;her eingesch&#228;tzt. </Pgraph><Pgraph>Passend zu den pr&#228;ferierten Quellen sind auch die ge&#228;u&#223;erten W&#252;nsche der Forschenden hinsichtlich der Angaben zu Beschaffungsoptionen aussagekr&#228;ftig. Von 90&#37; werden hier die &#8222;Angaben zur Verf&#252;gbarkeit als digitale Quelle&#8220; und von 87&#37; die &#8222;Angaben zur Verf&#252;gbarkeit als Online-Ausgabe&#8220; genannt. </Pgraph><Pgraph>Interessant, aber interpretationsbed&#252;rftig, sind die Ergebnisse zur Frage nach weitergehenden Services eines Informationszentrums wie ZB MED. So ist das Interesse an kostenpflichtiger Auftragsrecherche eher gering. Die Nutzung von Themenportalen mit laufend aktualisierter Literatur wird jedoch durchaus in Betracht gezogen, sodass dieses Thema in den Fokusgruppen weiter vertieft werden wird (vgl. <TextLink reference="4"></TextLink>, S. 63-4).</Pgraph><SubHeadline>3.3 Verarbeiten und Organisieren</SubHeadline><Pgraph>Der Bereich &#8222;Verarbeiten und Organisieren&#8220; leitet sich von einem Teilmarkt des Hauptmarktes &#8222;Management von Fachinformationen&#8220; ab, auf dem es um die Bed&#252;rfnisse geht, bereits zug&#228;ngliche Informationen f&#252;r die wissenschaftliche Arbeit zu erschlie&#223;en und am eigenen Arbeitsplatz zu organisieren. Dabei geht es f&#252;r ZB MED einerseits darum, Software-Tools selbst zu entwickeln und zur Verf&#252;gung zu stellen und sich anderseits als Partner in Kooperationen f&#252;r die Entwicklung solcher Tools anzubieten bzw. den Zugang auf die eigenen Datenbest&#228;nde im Interesse der Kundinnen und Kunden zu erm&#246;glichen. Die Bedeutung des Bereiches &#8222;Verarbeiten und Organisieren&#8220; basiert unter anderem auf der Annahme aus der Markt- und Zielgruppenanalyse, dass deutlich mehr Informationen beschafft als gelesen bzw. verarbeitet werden. Korrespondierend mit der Annahme einer weiter wachsenden Informationsflut gilt es daher, Techniken und Technologien zu entwickeln, auch aus bereits vorliegenden Informationen oder Daten durch entsprechende Kombinationen Wissen zu generieren. </Pgraph><Pgraph>Im Fokus der Online-Umfrage ging es hier zun&#228;chst vor allem um Programme zur Literaturverwaltung. Es wurde untersucht, mit welchen technischen Hilfsmitteln gesammelte Informationen durch die Kundinnen und Kunden im Arbeitsalltag organisiert und so auch zielf&#252;hrender verarbeitet werden (Tabelle 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="table"/>). </Pgraph><Pgraph>Quer &#252;ber die Rollen und Fachgebiete der Befragten hinweg zeigt sich in der Online-Umfrage eine deutliche Dominanz von EndNote, mit weitem Abstand gefolgt von Reference Manager und Citavi. Insgesamt wurde im Rahmen der Interpretation der Ergebnisse durch die Strategiegremien deutlich, dass der Bereich &#8222;Verarbeiten und Organisieren&#8220; als strategisches Handlungsfeld gr&#246;&#223;er zu sehen ist. Analyseinstrumente, personalisierte Software-Tools sowie die Integration solcher Dienstleistungen in virtuelle Plattformen gewinnen f&#252;r die Forschung kontinuierlich an Bedeutung. Neue Techniken wie das Data- oder Textmining l&#246;sen sich von den hergebrachten Formaten und Leistungen einer klassischen Bibliothek und werden k&#252;nftig das Bild des Leibniz-Informationszentrums Lebenswissenschaften pr&#228;gen. Um sich hier profilieren zu k&#246;nnen, wird ZB MED den Auftrag aus der Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft 2011 ausf&#252;hren und verst&#228;rkt eigene, anwendungsorientierte Forschung betreiben. Hierzu erfolgen die Besetzung einer W2- und einer W3-Professur im Bereich &#8222;Knowledge Discovery&#8220; in Kooperation mit lokalen Universit&#228;ten sowie die zus&#228;tzliche Besetzung von Doktorandenstellen. Gleichzeitig gilt es, das Profil von ZB MED f&#252;r Kooperationen zu sch&#228;rfen, um bestm&#246;gliche Services f&#252;r die Kundinnen und Kunden entwickeln zu k&#246;nnen. Ein entsprechendes Forschungskonzept ist in Arbeit, die Vorbereitungen von Besetzungsverfahren laufen. Aus Sicht von ZB MED wird ein &#228;hnliches Vorgehen wie das unseres GOPORTIS-Partners ZBW im Bereich einer verst&#228;rkten Forschungsarbeit angestrebt.</Pgraph><SubHeadline>3.4 Publikationsdienstleistungen</SubHeadline><Pgraph>Der Bereich &#8222;Publikationsdienstleistungen&#8220; leitet sich von einem identifizierten Teilmarkt im Hauptmarkt &#8222;Publizieren&#8220; ab, in dem sich gem&#228;&#223; der Markstudie noch der Teilmarkt &#8222;Publikationssysteme&#8220; befindet, in dem ZB MED auch agiert. Bedient wird hier das Bed&#252;rfnis nach der Publikation und Verbreitung von Fachinformationen, welches im wissenschaftlichen Betrieb sowohl f&#252;r Personen als auch f&#252;r Institutionen eine Kernt&#228;tigkeit und wesentlich f&#252;r den Aufbau von Reputation ist. Eine besondere Ber&#252;cksichtigung erf&#228;hrt in der Online-Umfrage der Bereich der Open-Access-Publikation, da der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur ein hoch aktuelles Thema ist. Gerade die in weiten Teilen mit &#246;ffentlichen Mitteln gef&#246;rderte Forschung soll der &#214;ffentlichkeit kostenfrei zug&#228;nglich gemacht werden. In diese Richtung weist zumindest die aktuelle Planung der EU im Rahmen von &#8222;Horizon 2020&#8220; sowie zahlreiche Debatten und Initiativen der Wissenschaftspolitik (Allianzinitiative, Open Access u.v.m.). Im Rahmen der Untersuchung des Marktes f&#252;r Publikationsdienstleistungen sind in jedem Fall die Modelle des &#8222;Green Open Access&#8220; (self-archiving bzw. Zweitver&#246;ffentlichung in Repositorien, in der Regel kostenfrei) und &#8222;Gold Open Access&#8220; (Erstver&#246;ffentlichung, oft mit Kosten f&#252;r Autor&#47;Autorin oder publizierende wissenschaftliche Einrichtung verbunden) zu betrachten. </Pgraph><Pgraph>Die Trends zur wachsenden Menge der Informationen und der Vielfalt ihrer Formate aus &#8222;Recherchieren und Beschaffen&#8220; gilt auch f&#252;r die &#8222;Publikationsdienstleistungen&#8220;. Letztlich tragen sie sogar in erheblichem Umfang zu dieser Entwicklung bei. Da Open-Access-Ver&#246;ffentlichungen online erfolgen, entstehen hier immer neue M&#246;glichkeiten der Darstellung und der Erstellung, die zuvor durch das Print-Format eingeschr&#228;nkt waren. Auch das vorherrschende Format pdf bildet diese M&#246;glichkeitsvielfalt immer noch unzul&#228;nglich ab. Insgesamt ist der Ansatz des Open Access auf dem Vormarsch und auch etablierte Verlage bet&#228;tigen sich zunehmend in diesem Bereich. Je nach Fachbereich ist die Anerkennung solcher Publikationen innerhalb der wissenschaftlichen Community noch etwas geringer, da das Wissen &#252;ber die hier ebenfalls angewendeten Review-Verfahren oft unzul&#228;nglich ist und auch nicht geringe Lobby-Anstrengungen unternommen wurden, den Trend zum Open Access zur Bewahrung traditioneller Gesch&#228;ftsmodelle auszubremsen. Ma&#223;geblich f&#252;r die Akzeptanz durch die Forschenden ist aber immer noch der Impact Factor, den auch Open-Access-Zeitschriften inzwischen verst&#228;rkt aufweisen k&#246;nnen. Hinsichtlich der Sichtbarkeit einer Ver&#246;ffentlichung, die k&#252;nftig verst&#228;rkt im Mittelpunkt des Interesses liegen d&#252;rfte, bietet Open Access Vorteile. Gleichzeitig existiert weiterhin hoher Bedarf an Innovationen z.B. der Entwicklung alternativer Metriken, neuer Verfahren zur Qualit&#228;tssicherung, der Nutzung neuer Technologien z.B. zum kollaborativen Publizieren aber auch der Festigung nachhaltiger Gesch&#228;ftsmodelle.</Pgraph><Pgraph>Gerade der Einsatz f&#252;r Open Access zeichnete ZB MED bereits in der Vergangenheit aus, nicht zuletzt mit dem eigenen Angebot &#8222;German Medical Science&#8220;, das Open-Access-Publizieren in Kooperationen mit medizinischen Fachgesellschaften m&#246;glich macht. Insgesamt hat sich dieser Bereich in den letzten Jahren als sehr lebendiges Feld erwiesen, mit zahlreichen neuen, auch kommerziellen Anbietern. Der Wettbewerb w&#228;chst und verwandelt den Markt, im Sinne der Marktstudie, immer mehr vom &#8222;blue ocean&#8220; zum &#8222;red ocean&#8220; (siehe Kapitel 1.1). Da aber auch der Markt best&#228;ndig w&#228;chst, scheint es hier dennoch Raum zur Positionierung zu geben. </Pgraph><Pgraph>Die Markt- und Zielgruppenanalyse sieht f&#252;r ZB MED hier die Gelegenheit, sich mit einem fachlichen Ansatz zu positionieren, gegen&#252;ber dem bislang allgemein vorherrschenden institutionellen Ansatz. Die insgesamt schwierige Etablierung nachhaltiger Gesch&#228;ftsmodelle wiederum bietet einer &#246;ffentlich finanzierten Einrichtung die Chancen, hier auch jenseits von Verwertungszw&#228;ngen rein im Sinne Ihres satzungsgem&#228;&#223;en Auftrages die Bed&#252;rfnisse ihrer Kundinnen und Kunden zu befriedigen und die Forschungsinfrastruktur in Deutschland zukunftsorientiert zu bereichern. Dies betrifft in starkem Ma&#223;e den Bereich Open Access. Die Bedeutung dieser Publikationsform wird von Forschenden als sehr wichtig eingesch&#228;tzt (Abbildung 11 <ImgLink imgNo="11" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Quer &#252;ber alle Rollen, Zielgruppen und F&#228;cher hinweg publizieren die Befragten aktuell zu rund 50&#37; in traditi<TextGroup><PlainText>on</PlainText></TextGroup>ellen Verlagszeitschriften. 25&#8211;29&#37; der Ver&#246;ffentlichungen erfolgen allerdings bereits in Open-Access-Fo<TextGroup><PlainText>rm</PlainText></TextGroup>aten, w&#228;hrend die restlichen Ver&#246;ffentlichungen als &#8222;graue <TextGroup><PlainText>Literatur</PlainText></TextGroup>&#8220; (Nicht-Verlagspublikation) erfolgen (<TextGroup><PlainText>Abbildung 12 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="12" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Innerhalb des Themenbereiches &#8222;Publikationsdienstleistungen&#8220; wurde auch der Frage nachgegangen, inwiefern Forschungsdaten f&#252;r die Arbeit der Forschenden bzw. f&#252;r die Entwicklung von Angeboten durch ZB MED eine Rolle spielen k&#246;nnten. Diese Daten bilden eine wichtige Quelle f&#252;r die wissenschaftliche Arbeit der Befragten (siehe auch Abbildung 9  <ImgLink imgNo="9" imgType="figure"/> ). Gerade hinsichtlich der als heikel erachteten Frage nach der Bereitschaft zum Teilen von Forschungsdaten ergaben sich hier folgende Ergebnisse (Abbildung 13 <ImgLink imgNo="13" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Im Rahmen der Online-Umfrage wurde zus&#228;tzlich die relativ konkrete Idee formuliert, dass Forschungsdaten in einer von einem Informationszentrum betriebenen, zentralen Datenbank gesammelt werden w&#252;rden. Dies dient der verbesserten Nachnutzung unter Ber&#252;cksichtigung individueller Rechte. Eine regelm&#228;&#223;ige Nutzung nannten hier 11&#37; der Forschenden, 30&#37; k&#246;nnten sich eine gelegentliche Nutzung vorstellen. 37&#37; der Befragten gaben jedoch als Antwort an &#8222;Eventuell, das ist jetzt noch nicht zu beurteilen&#8220;. Insgesamt wird hier die Grenze einer quantitativen Befragung deutlich, wenn die Komplexit&#228;t eines Themenfeldes die Abfrage in standardisierten Antwortm&#246;glichkeiten schwierig macht. Der Themenbereich &#8222;Forschungsdaten&#8220; wird daher ebenfalls in den Fokusgruppen weiter vertieft werden. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass in jedem Fall zwischen Datens&#228;tzen, die Ver&#246;ffentlichungen zu Grunde liegen, und anderen unterschieden werden muss. </Pgraph><SubHeadline>3.5 ZB MED als Dienstleister f&#252;r Bibliotheken</SubHeadline><Pgraph>Als &#8222;Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin&#8220;, wie es weiterhin im offiziellen Namen von ZB MED hei&#223;t, war auch die Frage nach einer m&#246;glichen &#8222;zentralen&#8220; Rolle innerhalb der Bibliothekscommunity ein wichtiger Aspekt der Marktstudie, der auch im Verlauf der explorativen Interviews an Gewicht gewann. Die zahlreiche Teilnahme der Kolleginnen und Kollegen war hier entsprechend hilfreich und motivierend.</Pgraph><Pgraph>Im Hinblick auf ein m&#246;gliches verst&#228;rktes Engagement von ZB MED im Rahmen der Beschaffung ergab sich bei den befragten Universit&#228;tsbibliotheken folgendes Bild (Abbildung 14 <ImgLink imgNo="14" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Wie die Grafik zeigt, existiert ein Interesse an allen vorgeschlagenen zentralen Dienstleistungen, wobei ein zentraler Nachweis aller fachspezifischen Open-Access-Angebote besonders pr&#228;feriert wird. Es wird aber auch deutlich, dass der Anteil der Antworten &#8222;Kann ich nicht beantworten&#8220; sehr hoch ist. Daher m&#252;ssen auch diese Themen noch vertieft werden, bevor eindeutige Schl&#252;sse gezogen werden k&#246;nnen. &#196;hnliches gilt f&#252;r die in Abbildung 15 <ImgLink imgNo="15" imgType="figure"/> dargestellten Antworten, wobei es zumindest den Anschein hat, als w&#252;rden Publikationsfonds nicht generell als Aufgabe f&#252;r ZB MED angesehen werden.</Pgraph><Pgraph>Etwas klarere Aussagen finden sich bei der Frage nach der m&#246;glichen Rolle der &#8222;Zentralbibliothek&#8220; f&#252;r den fachlichen Austausch (Abbildung 16 <ImgLink imgNo="16" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Einer Verst&#228;rkung des Austausches in bestehenden Gremien wird klar der Vorzug vor der Gr&#252;ndung neuer Gremien gegeben. Der Wunsch nach st&#228;rkerer Koordinierung und F&#246;rderung des Austausches zeigt sich auch im Wunsch nach der Bereitstellung zentraler Dienste wie z.B. einer Online-Plattform oder der Sammlung von Nutzungsdaten und fachspezifischen Probleml&#246;sungen. Dass hier Handlungsbedarf f&#252;r ZB MED gesehen wird zeigt sich darin, dass nur acht Mal angegeben wurde, dass die aktuelle Rolle von ZB MED genau stimmt. </Pgraph><Pgraph>Insgesamt erfreulich aus Sicht von ZB MED ist, dass insbesondere das eigene Recherche-Tool MEDPILOT in der Fachcommunity bekannt ist und auch Wertsch&#228;tzung erf&#228;hrt, wie Abbildung 17 <ImgLink imgNo="17" imgType="figure"/> zeigt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Fazit und Pl&#228;doyer">
      <MainHeadline>4 Fazit und Pl&#228;doyer</MainHeadline><Pgraph>Wie in den vorangegangen Kapiteln deutlich wurde, ist die methodisch saubere und aussagekr&#228;ftige Erhebung von Informationen ein sehr aufwendiges Projekt. Ohne entsprechende finanzielle und personelle Unterst&#252;tzung h&#228;tte auch ZB MED dies nicht in dieser Form leisten k&#246;nnen. Der Ansatz einer strategischen und l&#228;ngerfristigen Ausrichtung auf Grundlage empirischer Erkenntnisse und entlang der tats&#228;chlichen und zu erwartenden Bedarfe der aktuellen und potentiellen Kundinnen und Kunden ist durch nichts zu ersetzen. Im vollen Bewusstsein der methodischen Anspr&#252;che der empirischen Sozialforschung lohnt sich hier wohl oft auch ein pragmatischer Ansatz. F&#252;r viele Institutionen ohne entsprechende Sondermittel l&#228;sst sich der hier skizzierte Weg wohl auch in kleinerem Umfang bestreiten. Mit einer engeren Auswahl an M&#228;rkten, Zielgruppen und Themen sind auch systematisch vorbereitete und ausgewertete Interviews und Gespr&#228;che allein schon ein guter Einstieg in die Erweiterung des Horizontes. Die Vorbereitung und Durchf&#252;hrung solcher Studien in Teams hilft gegen den &#8222;Tunnelblick&#8220;, der sich m&#246;glicherweise durch die eigene T&#228;tigkeit und den damit verbundenen Blickwinkel ergibt. Externe Unterst&#252;tzung und ein wirklich neutraler Blick helfen zu einer unvoreingenommenen Bewertung von Einsch&#228;tzungen zu gelangen.  </Pgraph><Pgraph>Die &#220;berwindung einer Binnensicht, die zu oft nur das Naheliegende im Blick hat, sich mehr an technischen Mitteln denn an Zwecken orientiert oder sich zu oft in Diskussionen &#252;ber Machbarkeit und Ressourcen verstrickt, lohnt in jedem Fall die M&#252;he. Gerade wenn die Erstellung einer Markstudie oder die Durchf&#252;hrung einer Markt- und Zielgruppenanalyse als Auftakt f&#252;r einen permanenten Dialog mit Kundinnen und Kunden verstanden wird, ist mit ziemlicher Sicherheit davon auszugehen, dass die Bem&#252;hungen auch Fr&#252;chte tragen. Dies wird sich in Form von Services und Produkten auswirken, die deutlich machen, dass die Problemlagen und Interessen der Kundinnen und Kunden verstanden worden sind und ernstgenommen werden. Das Ziel, realistische Chancen und messbare Effekte zu erkennen, wurde erreicht. Zus&#228;tzlich diente die umfangreiche Studie der Erweiterung des eigenen Denkhorizontes und zur Reflektion vermeintlicher Wahrheiten in einem sich stetig wandelnden Umfeld. Mit eigenen Mitteln wird ZB MED in Zukunft in Anlehnung an die gemachten Erfahrungen und unter Nutzung der gelernten Methoden kleinere Studien durchf&#252;hren, um bez&#252;glich der Markt- und Zielgruppen auf den Laufenden zu bleiben.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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      <Tables>
        <Table format="png">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Zielgruppen von ZB MED (vgl. &#91;4&#93;, S. 38)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <Table format="png">
          <MediaNo>2</MediaNo>
          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Untergliederung der M&#228;rkte von ZB MED (&#91;4&#93;, S. 18)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
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          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Teilnehmende bei den explorativen Interviews (&#91;4&#93;, S. 8)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <Table format="png">
          <MediaNo>4</MediaNo>
          <MediaID>4</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: Zielgruppenkategorien (&#91;4&#93;, S. 9)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <Table format="png">
          <MediaNo>5</MediaNo>
          <MediaID>5</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 5: Anzahl der ausgewerteten Frageb&#246;gen nach Bereich und Zielgruppe (vgl. &#91;4&#93;, S. 38)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <Table format="png">
          <MediaNo>6</MediaNo>
          <MediaID>6</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 6: Interdisziplinarit&#228;t der Endnutzer und Forschenden (&#91;4&#93;, S. 46)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <Table format="png">
          <MediaNo>7</MediaNo>
          <MediaID>7</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 7: Verwendung von Literaturverwaltungsprogrammen durch Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <NoOfTables>7</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <Figure format="png" height="414" width="731">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Gap-Analyse &#91;5&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="548" width="763">
          <MediaNo>2</MediaNo>
          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Produktmatrix von ZB MED</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <MediaNo>3</MediaNo>
          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Wissenschaftskreislauf</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <MediaNo>4</MediaNo>
          <MediaID>4</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Abbildung 4: Einsch&#228;tzungen der Recherchekompetenz </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="523" width="982">
          <MediaNo>5</MediaNo>
          <MediaID>5</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Veranstaltungen zu Informationskompetenz von Hochschulbibliotheken</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <MediaNo>6</MediaNo>
          <MediaID>6</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Bereiche f&#252;r die Vermittlung von Informationskompetenz (&#91;4&#93;, S. 48)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="529" width="983">
          <MediaNo>7</MediaNo>
          <MediaID>7</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Zugangswege zu Literatur f&#252;r Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter aus den Bereichen Ern&#228;hrung, Umwelt, Agrar </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="529" width="983">
          <MediaNo>8</MediaNo>
          <MediaID>8</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Zugangswege zu Literatur f&#252;r Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin und Gesundheit</Mark1> </Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="525" width="985">
          <MediaNo>9</MediaNo>
          <MediaID>9</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 9: Wichtige Eigenschaften von Recherchewerkzeugen f&#252;r Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="528" width="986">
          <MediaNo>10</MediaNo>
          <MediaID>10</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 10: Wichtigkeit bestimmter Publikationstypen f&#252;r Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="528" width="982">
          <MediaNo>11</MediaNo>
          <MediaID>11</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 11: Anteil von Open-Access-Publikationen an der Literaturproduktion eines Forschungsbereichs </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="528" width="986">
          <MediaNo>12</MediaNo>
          <MediaID>12</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 12: Publikationsverhalten von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="528" width="982">
          <MediaNo>13</MediaNo>
          <MediaID>13</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 13: Bereitschaft zur Bereitstellung von empirischen Datens&#228;tzen </Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 14: Gew&#252;nschte Dienstleistungen von ZB MED f&#252;r Hochschulbibliotheken im Bereich Beschaffung</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 15: Gew&#252;nschte Dienstleistungen von ZB MED f&#252;r Hochschulbibliotheken im Bereich Publizieren</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 16: Rolle von ZB MED im fachlichen Austausch </Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 17: Von Hochschulbibliotheken genutzte Recherche-Instrumente </Mark1></Pgraph></Caption>
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