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<GmsArticle>
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    <Identifier>mbi000276</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000276</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002765</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Durch Kooperation und Vernetzung zu neuen Aufgabenfeldern &#8211; Serviceentwicklung in der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim</Title>
      <TitleTranslated language="en">Opening up new tasks through cooperation and networking &#8211; service development in the Library for the Medical Faculty of Mannheim</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
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          <Lastname>Semmler-Schmetz</Lastname>
          <LastnameHeading>Semmler-Schmetz</LastnameHeading>
          <Firstname>Martina</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, Deutschland<Affiliation>Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Bibliothek, Mannheim, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>semmler-schmetz&#64;medma.uni-heidelberg.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Lastname>Metzendorf</Lastname>
          <LastnameHeading>Metzendorf</LastnameHeading>
          <Firstname>Maria-Inti</Firstname>
          <Initials>MI</Initials>
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          <Affiliation>Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Bibliothek, Mannheim, Deutschland</Affiliation>
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        <Email>maria-inti.metzendorf&#64;medma.uni-heidelberg.de</Email>
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        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical library</Keyword>
      <Keyword language="en">Mannheim</Keyword>
      <Keyword language="en">networking</Keyword>
      <Keyword language="en">service development</Keyword>
      <Keyword language="en">library strategy</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinbibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Mannheim</Keyword>
      <Keyword language="de">Vernetzung</Keyword>
      <Keyword language="de">Serviceentwicklung</Keyword>
      <Keyword language="de">Bibliotheksstrategie</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20130913</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>13</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Strategische Entwicklung von Medizinbibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>12</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg dient der Literatur- und Informationsversorgung f&#252;r Forschung, Lehre, Fort- und Weiterbildung an der Universit&#228;tsmedizin Mannheim. Neue, zukunftsorientierte Aufgabenfelder, die &#252;ber die klassischen bibliothekarischen Arbeitsschwerpunkte hinausgehen, erschlie&#223;t sich die Bibliothek durch enge Kooperation und Vernetzung mit den zentralen Einrichtungen und Abteilungen, Arbeitskreisen und Multiplikatoren innerhalb der Universit&#228;tsmedizin Mannheim. Neue Services f&#252;r die Zielgruppe der Studierenden richten sich vor allem auf den Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens, w&#228;hrend f&#252;r Mitarbeiter in den Einrichtungen, Kliniken und Instituten der Universit&#228;tsmedizin zeitlich und r&#228;umlich flexible Informations- und Beratungsangebote entwickelt werden. Die j&#252;ngste Kooperation mit Akteuren auf dem Gebiet der evidenzbasierten Medizin hat einen innovativen Service &#8222;Systematische Literaturrecherche&#8220; hervorgebracht, der &#196;rzte und Wissenschaftler bei der Erstellung von F&#246;rderantr&#228;gen zu klinischen Studien sowie systematischen &#220;bersichtsarbeiten und Leitlinien unterst&#252;tzt. Mit entsprechenden kostenpflichtigen Services testet die Bibliothek nun auch eine &#214;ffnung ihrer neuen Angebote f&#252;r &#196;rzte, Wissenschaftler und Angeh&#246;rige von Gesundheitsberufen in der Region.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The Library for the Medical Faculty of Mannheim of the University of Heidelberg supplies literature and information for research, teaching and further education purposes at the &#8220;Universit&#228;tsmedizin Mannheim&#8221;. Cooperation and networking with the central facilities, departments, working groups, and information multipliers result in new, future-oriented areas of work that go beyond traditional library tasks. New services for students focus primarily on academic research and writing skills, while information and consulting services which are flexible in terms of time and location are being developed for staff members of the clinical departments and institutes. The recent cooperation with actors in the field of evidence-based medicine has yielded the innovative service &#8220;systematic literature search&#8221; which is designed to support doctors and scientists in the preparation of grant proposals for clinical trials, systematic reviews, and guidelines. Currently, the library is widening access to its new services to include doctors, scientists, and other health practitioners in the region, and evaluating chargeable services for these user groups.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Rahmenbedingungen">
      <MainHeadline>Rahmenbedingungen</MainHeadline><Pgraph>Die Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg ist beheimatet an der Universit&#228;tsmedizin Mannheim &#8211; UMM,  zu der neben der Fakult&#228;t das Universit&#228;tsklinikum unter der Tr&#228;gerschaft der Stadt Mannheim geh&#246;rt.  Als Teil des Bibliothekssystems der Universit&#228;t Heidelberg dient die Bibliothek der Informations- und Literaturversorgung der Fakult&#228;t sowie ihrer Unterst&#252;tzung in Forschung und Lehre. Im Rahmen eines Etatzuschusses erf&#252;llt sie dar&#252;ber hinaus f&#252;r das Universit&#228;tsklinikum die Aufgabe der Literatur- und Informationsversorgung f&#252;r die &#228;rztliche Fort- und Weiterbildung. </Pgraph><Pgraph>Die Bibliothek samt Bibliotheksteam (aktuell 13 Mitarbeiter; Stellenumfang gesamt: 10,69 Vollzeit&#228;quivalente) ist 2001 in das damals neu errichtete Multifunktionale Forschungsgeb&#228;ude der Fakult&#228;t eingezogen und bietet im Hauptgeb&#228;ude sowie in einem 2008 hinzu gekommenen Erweiterungsbau eine Nutzfl&#228;che von insgesamt 1.680 m&#178;. Zu den aktiven prim&#228;ren Bibliotheksnutzern geh&#246;ren ca. 1.400 Studierende und ca. 600 Mitarbeiter von Fakult&#228;t und Klinikum. </Pgraph><Pgraph>Stellt sich die Bibliothek die Frage, wohin ihre Entwicklung in den n&#228;chsten Jahren gehen soll und muss, so steht dabei vor allem der Servicebedarf der genannten Nutzergruppen im Fokus. So unterschiedlich die Voraussetzungen dabei auch scheinen, so &#228;hnlich ist doch die Herangehensweise, derer sich die Bibliothek bedient, um ihr Dienstleistungsangebot zielgruppenorientiert und dynamisch zu planen und auszubauen. </Pgraph><Pgraph>Den Dreh- und Angelpunkt aller strategischen Planungen bilden Kooperation und Kommunikation, also Vernetzung, auf den verschiedensten Ebenen innerhalb der Fakult&#228;t und der Universit&#228;tsmedizin Mannheim sowie mit anderen Medizinbibliotheken &#8211; nicht zuletzt innerhalb der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen &#8211; AGMB e.V. Durch die gezielt gef&#246;rderte, regelm&#228;&#223;ige aktive Teilnahme an relevanten Arbeitsgruppen, Netzwerken und Initiativen einerseits sowie an Hospitanzen und informellen Treffen zum kollegialen Austausch andererseits, bieten sich f&#252;r das Bibliotheksteam umfangreiche M&#246;glichkeiten, Entwicklungsinitiativen zu ergreifen, Pr&#228;senz und Kompetenz zu zeigen und zugleich neue Erkenntnisse, L&#246;sungen und Impulse f&#252;r die eigene Arbeit mitzunehmen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Lernort Bibliothek, Bestandsentwicklung&#47; Erwerbungspolitik">
      <MainHeadline>Lernort Bibliothek, Bestandsentwicklung&#47;Erwerbungspolitik</MainHeadline><Pgraph>Neue Services f&#252;r die Studierenden werden in enger Zusammenarbeit mit der Fachschaft entwickelt, mit deren Vertretern regelm&#228;&#223;ige Treffen stattfinden. Auch wurden bereits mehrfach gemeinsame Antr&#228;ge f&#252;r Studiengeb&#252;hren bzw. Qualit&#228;tssicherungsmittel zur Finanzierung von Projekten gestellt, die der Verbesserung der Infrastruktur f&#252;r die Lehre dienen. H&#228;ufige kleinere, zielgruppenspezifische Online-Umfragen zu speziellen Serviceangeboten tragen dar&#252;ber hinaus zur Bedarfsanalyse bei. </Pgraph><Pgraph>Die Gestaltung der Bibliothek als Lernort mit entsprechender Infrastruktur im Rahmen der r&#228;umlichen Gegebenheiten zu optimieren, ist eines der zentralen Ziele. Dieser Aspekt ist eng verkn&#252;pft mit der Frage der zuk&#252;nftigen Erwerbungspolitik. So gehen Ma&#223;nahmen zur r&#228;umlichen Umgestaltung des Benutzungsbereiches einher mit der sukzessiven Reduzierung des Printzeitschriftenbestandes zugunsten elektronischer Zeitschriften, ein Prozess, der erst im Zuge eines Umdenkens auch auf Seiten der &#196;rzte und Wissenschaftler in den letzten Jahren Fahrt aufnehmen konnte. Die Anfang 2013 ver&#246;ffentlichte, von der AGMB, der Deutschen Zentralbibliothek f&#252;r Medizin <TextGroup><PlainText>(ZB MED)</PlainText></TextGroup> und der Bayerischen Staatsbibliothek erarbeitete Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte medizinische Fachzeitschriften <TextLink reference="1"></TextLink>, an der die Bibliothek teilnimmt, schafft dar&#252;ber hinaus die Grundlagen zur schrittweisen Reduzierung des Magazinbestandes und Verlagerung von Freihandbest&#228;nden in das Archiv. Wo immer Raum entsteht, wird dieser zur Einrichtung weiterer Lese- und WLAN-Arbeitspl&#228;tze genutzt. </Pgraph><Pgraph>Betrachtet man das Verh&#228;ltnis von gedruckten und elektronischen Ressourcen im Buchbereich, so werden E-Books in der Lehrbuchsammlung vorl&#228;ufig weiterhin nur ein erg&#228;nzendes, nicht ein die gedruckten Ausgaben ersetzendes Angebot sein, w&#228;hrend die Entwicklung im Bereich der Monographienerwerbung hingeht zu  einer st&#228;rkeren Verlagerung auf elektronische Ressourcen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von E-Books einerseits und des sinkenden Bibliotheksetats andererseits werden ab 2013 st&#228;rker nutzergesteuerte Erwerbungsmodelle realisiert werden (Stichwort <Mark2>patron-driven-acquisition</Mark2>, PDA), um die knappen Mittel zielgerichtet einzusetzen. Ein Test des E-Book-Aggregators ebrary wird dazu dienen, Erfahrungen mit dem neuen Gesch&#228;ftsmodell zu sammeln und die zuk&#252;nftige E-Book-Erwerbung zu planen. Dabei entspricht der Fokus auf nutzergesteuerten Modellen den Forderungen Werner Tannhofs, um &#8222;die Bed&#252;rfnisse aus sich ver&#228;ndernden Informations- und Nutzungsverhalten der Studenten &#91;&#8230;&#93; zu befriedigen &#91;&#8230;&#93;, unter der notwendigen Voraussetzung eines Strategiewechsels zu &#8216;Access&#8217; und &#8216;Just in Need&#8217;&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Bibliothek als Teaching Library">
      <MainHeadline>Die Bibliothek als Teaching Library</MainHeadline><Pgraph>Eine enge Kooperation der Bibliothek besteht seit jeher auch mit dem Studiendekanat bzw. dem Gesch&#228;ftsbereich Studium und Lehrentwicklung der Fakult&#228;t, was unter anderem dazu f&#252;hrte, dass Bibliothekskurse zur Vermittlung von Informationskompetenz bereits 2004 in das Medizincurriculum integriert wurden. Betrachtet man aktuelle Erfordernisse und Herausforderungen f&#252;r die Bibliothek auf diesem Sektor der Services f&#252;r die Zielgruppe der Studierenden, so decken sich die Ergebnisse gezielter Umfragen sowie die  R&#252;ckmeldungen aus Auskunftsgespr&#228;chen  erneut mit den Forderungen Werner Tannhofs. Zur Zukunft der Teaching Library erkl&#228;rt er, es m&#252;sse &#8222;vielerorts eine neue Richtung hin auf das wissenschaftliche Arbeiten (Plagiat, Zitat, Urheberrecht, wissenschaftliches Schreiben und Publizieren, Literaturverwaltung, Web 2.0-Tools) eingeschlagen werden&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Diese Erkenntnis best&#228;tigend, richten sich aktuelle und zuk&#252;nftige Serviceentwicklungen der Bibliothek als Teaching Library vor allem auf den Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens &#8211; mit Angeboten f&#252;r Doktoranden und Teilnehmer der an der Fakult&#228;t belegbaren Masterstudieng&#228;nge. So findet seit Sommer 2012 einmal im Monat ein Doktorandenkurs statt, den die Bibliothek neu entwickelt und mit Promotionsb&#252;ro, Promotionsausschuss, Forschungsreferent, Studiendekanat  und Fachschaft abgestimmt hat. Die Inhalte des Kurses orientieren sich an den Phasen des Promotionsprozesses und vermitteln den Teilnehmern &#252;ber die allgemeine Einf&#252;hrung hinaus einen &#220;berblick &#252;ber die f&#252;r die Fakult&#228;t geltenden Rahmenbedingungen sowie die vor Ort gegebene Infrastruktur. Die dreist&#252;ndige Veranstaltung wird jeweils durch den Vorsitzenden des Promotionsausschusses er&#246;ffnet. Erg&#228;nzt wird das Angebot durch einen von der Bibliothek erstellten Kurs auf der E-Learning-Plattform der Universit&#228;t, in dem verschiedenste Inhalte zum wissenschaftlichen Arbeiten in  Selbstlern-Tutorials vermittelt werden. Tutorials zum Themenbereich Urheberrecht&#47;Zitieren wird die Bibliothek im n&#228;chsten Schritt detaillierter ausarbeiten. Au&#223;erdem soll der Doktorandenkurs in Kooperation mit der Abteilung f&#252;r Medizinische Statistik weiterentwickelt und um Inhalte zu statistischer Analyse und internem Dokumentationswesen erg&#228;nzt werden. </Pgraph><Pgraph>Weitere Kooperationsstr&#228;nge ergeben sich f&#252;r die Bibliothek durch die Zusammenarbeit mit dem Dekanat und der Fachschaft in einer projektbezogenen Arbeitsgruppe zur Optimierung der Webseiten zur Promotion sowie durch die Teilnahme am 2010 gegr&#252;ndeten E-Learning-Arbeitskreis der Fakult&#228;t, der sich mit dem Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre befasst und zum Ziel hat, ein Netzwerk f&#252;r interessierte Fakult&#228;tsmitglieder zu bieten (Webseite des E-Learning-AK: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.umm.uni-heidelberg.de&#47;elearning&#47;e-learning-ak">http:&#47;&#47;www.umm.uni-heidelberg.de&#47;elearning&#47;e-learning-ak</Hyperlink>).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mobile Services f&#252;r &#196;rzte und Wissenschaftler">
      <MainHeadline>Mobile Services f&#252;r &#196;rzte und Wissenschaftler</MainHeadline><Pgraph>Die Gruppe der &#196;rzte und Wissenschaftler an der Universit&#228;tsmedizin Mannheim ist als zweite zentrale Zielgruppe f&#252;r die Bibliothek zun&#228;chst weit schwieriger direkt erreichbar als die der Studierenden. Umso wichtiger ist es auch hier, durch Kommunikation und Vernetzung die Dienstleistungen der Bibliothek bekannt zu machen, Servicebedarf zu ermitteln und neue Angebote in enger Abstimmung mit der Zielgruppe entwickeln zu k&#246;nnen. Unbedingt erforderlich hierzu ist ein entsprechend umfangreicher Personaleinsatz f&#252;r die &#214;ffentlichkeitsarbeit der Bibliothek, die wiederum in engem Kontakt steht mit der Wissenschaftskommunikation der Fakult&#228;t und der &#214;ffentlichkeitsarbeit des Universit&#228;tsklinikums. </Pgraph><Pgraph>&#196;rzte und Wissenschaftler decken ihren prim&#228;ren Literatur- und Informationsbedarf in der Regel durch die Nutzung der elektronischen Bibliotheksangebote vom eigenen Arbeitsplatz aus. Im Klinik- bzw. Arbeitsalltag fehlt ihnen zumeist die Zeit, weiterf&#252;hrende Beratung in der Bibliothek zu suchen oder neue Informationen auf deren Webseiten zu verfolgen. Die Konsequenz ist, dass sie h&#228;ufig nur ein sehr unvollst&#228;ndiges Bild davon haben, welche Ressourcen ihnen tats&#228;chlich zur Verf&#252;gung stehen, wie diese optimal zu nutzen sind bzw. wie die Bibliothek sie in ihrer Arbeit unterst&#252;tzen kann. Daher ist die Entwicklung mobiler, zeitlich flexibel gestalteter Angebote f&#252;r diese Zielgruppe von besonderer Bedeutung. </Pgraph><Pgraph>Nach Durchf&#252;hrung gezielter Fokusgruppen-Interviews zur konkreten Ausgestaltung solcher Angebote, kommt die Bibliothek seit Ende 2010 nach dem Vorbild der Kollegen der ZB Medizin M&#252;nster mit ihren &#8222;Hausbesuchen&#8220; in die Kliniken und Institute der UMM, um &#196;rzte und Wissenschaftler, aber auch Pflege- und Verwaltungspersonal vor Ort zu informieren (Webseite mit Servicebeschreibung und Kontaktformular: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.umm.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;hausbesuche&#47;">http:&#47;&#47;www.umm.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;hausbesuche&#47;</Hyperlink>). Je nach vorab ermitteltem Bedarf werden dabei neben allgemeinen &#220;berblicksveranstaltungen auch ma&#223;geschneiderte Termine zur Vertiefung spezieller Themen angeboten, die h&#228;ufig auf Wunsch in Fr&#252;hbesprechungen oder Fortbildungseinheiten am Nachmittag integriert werden und nicht selten Folgetermine nach sich ziehen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass ein solcher mobiler Dienst nicht zum Selbstl&#228;ufer wird, auch wenn der ein oder andere Termin durch Mundpropaganda entsteht. Vielmehr ist regelm&#228;&#223;ige akribische und &#8222;fl&#228;chendeckende&#8220; &#214;ffentlichkeitsarbeit erforderlich, die sich gezielt an Multiplikatoren, wie in diesem Fall vor allem die Fortbildungsbeauftragten der Kliniken und Institute wendet. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Bibliothek als Partnerin der Wissenschaft">
      <MainHeadline>Die Bibliothek als Partnerin der Wissenschaft</MainHeadline><Pgraph>Sind die bisher genannten Dienstleistungen f&#252;r die Zielgruppe der &#196;rzte und Wissenschaftler mittelbarer Natur, so sieht die Bibliothek aktuell und zuk&#252;nftig ein zentrales Entwicklungsfeld auch in der Erarbeitung von Services, mit denen sie die Wissenschaft direkt unterst&#252;tzt und sich als deren Partnerin etabliert.</Pgraph><Pgraph>Bereits seit 2007 f&#252;hrt die Bibliothek f&#252;r das Dekanat bibliometrische Analysen zur quantitativen Bewerberevaluation im Rahmen laufender Berufungsverfahren der Fakult&#228;t durch. Als Reaktion auf vermehrte Anfragen aus den Kliniken und Instituten der UMM bietet die Bibliothek bibliometrische Analysen auf der Grundlage der Daten aus Web of Science und den Journal Citation Reports inzwischen auch f&#252;r Angeh&#246;rige bzw. wissenschaftliche Arbeitsgruppen der UMM an.</Pgraph><Pgraph>Daneben hat die Bibliothek in den letzten Jahren einen erh&#246;hten Bedarf an umfassender Beratung zu komplexen Literaturrecherchen festgestellt. Hintergrund der Anfragen sind meist F&#246;rderantr&#228;ge zu klinischen Studien sowie die Erstellung oder Aktualisierung von systematischen &#220;bersichtsarbeiten und Leitlinien. Anfang 2012 wurde deshalb das Projekt &#8222;Systematische Literaturrecherche&#8220; gestartet, um zu eruieren, ob diese Form der Forschungsunterst&#252;tzung als neues Aufgabenfeld in Frage kommt. Hierf&#252;r wurden vor allem im Rahmen einer Kooperation mit der Chirurgischen Klinik an der UMM Pilotrecherchen durchgef&#252;hrt, Kontakt mit verschiedenen Akteuren aufgenommen (darunter Statistiker der Fakult&#228;t, Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Chirurgie, Deutsches Cochrane Zentrum und Cochrane Information Retrieval Methods Group) sowie ein Schwerpunkt auf der AGMB Jahrestagung 2012 initiiert, auf dem die Dienstleistung gemeinsam er&#246;rtert wurde. </Pgraph><Pgraph>Ziel des neuen Service ist es, wissenschaftliche Arbeitsgruppen bei der Entwicklung und Umsetzung optimaler Recherchestrategien sowie der effizienten Verwaltung der Rechercheergebnisse zu unterst&#252;tzen. Der Aufwand f&#252;r eine derartige Recherche, bei der ein Informationsspezialist in Abh&#228;ngigkeit des Themas mehrere Literaturdatenbanken sowie die wichtigsten Register klinischer Studien durchsucht, umfasst ca. 30&#8211;60 Arbeitsstunden. Die Projektverantwortliche hat sich durch Besuche von Fortbildungen (Systematische Literaturrecherche am Deutschen Cochrane Zentrum und zwei Workshops f&#252;r fortgeschrittene Recherchetechniken am York Health Economics Consortium), die Lekt&#252;re von internationalen Fachaufs&#228;tzen sowie den Austausch mit Suchexperten der Cochrane Collaboration in das Thema eingearbeitet. Ein weiterer Mitarbeiter wird derzeit in die Assistenz und Vertretung eingef&#252;hrt.</Pgraph><Pgraph>Offizieller Startschuss f&#252;r die neue Dienstleistung war im April 2013 die von der Bibliothek organisierte und gut besuchte wissenschaftliche Veranstaltung &#8222;Besser entscheiden durch gesichertes Wissen &#8211; Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis&#8220;, die in Kooperation mit der Chirurgischen Klinik und dem Deutschen Cochrane Zentrum stattfand, um das neue Angebot innerhalb der UMM bekannt zu machen (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). </Pgraph><Pgraph>Aufgrund der gesammelten Erfahrungen wird die Dienstleistung &#8222;Systematische Literaturrecherche&#8220; je nach Bed&#252;rfnissen der Nutzer abgestuft angeboten werden. Die Kontakte zum Deutschen Cochrane Zentrum sollen weiter intensiviert werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit und Ausblick">
      <MainHeadline>Fazit und Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Durch intensive Kooperation und Vernetzung mit den zentralen Einrichtungen, Arbeitskreisen, Initiativen und Multiplikatoren der Universit&#228;tsmedizin Mannheim gewinnt die Bibliothek regelm&#228;&#223;ig die M&#246;glichkeit, sich zu positionieren, Entwicklungsimpulse aufzunehmen und selbst die Gestaltung neuer Services f&#252;r ihre prim&#228;ren Zielgruppen zu initiieren. &#220;ber das unmittelbare Mannheimer Umfeld hinaus er&#246;ffnen die enge Kooperation mit der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg sowie der Blick auf andere Medizinbibliotheken im Hochschulbereich weitere Gestaltungsm&#246;glichkeiten und Perspektiven. </Pgraph><Pgraph>Vor Ort f&#246;rdert der &#8222;gute Draht&#8220; zu den Entscheidungstr&#228;gern der Fakult&#228;t den Handlungsspielraum f&#252;r innovative Projekte. Aufgrund der r&#228;umlichen Entfernung der Mannheimer Fakult&#228;t zu den zentralen Universit&#228;tseinrichtungen in Heidelberg ist au&#223;erdem eine eigene &#8222;Vollversorgung&#8220; mit Bibliotheksdienstleistungen sowie den IT-Services einer eigenen EDV-Abteilung f&#252;r den Mannheimer Campus erforderlich. Auch von dieser spezifischen Konstellation profitiert die Bibliothek, da sie so Eigenst&#228;ndigkeit bei der Entwicklung neuer Aufgabenfelder gewinnt und bei der technischen Konzeption und Umsetzung neuer Projekte auf kurzen Wegen die Unterst&#252;tzung der  fakult&#228;tseigenen IT-Abteilung erf&#228;hrt, mit der sie in engem Austausch steht. Dass Handlungsspielr&#228;ume und Flexibilit&#228;t wiederum in der Praxis genutzt werden, ist nur m&#246;glich mit einem fachlich und personell gut aufgestellten, sich regelm&#228;&#223;ig fortbildenden, engagierten und innovationsbereiten Bibliotheksteam.</Pgraph><Pgraph>Neben den seit Jahren im Dauerfokus stehenden Dienstleistungen f&#252;r die Zielgruppe der Studierenden gewinnt die Herausforderung, auch f&#252;r die Gruppe der &#196;rzte und Wissenschaftler ein &#252;ber die &#8222;Kernversorgung&#8220; mit Literatur und Information hinausgehendes, ad&#228;quates Serviceangebot zu schaffen, zunehmend an Bedeutung. Zus&#228;tzlich zu den bereits genannten Aufgabenfeldern stellt die Unterst&#252;tzung und Beratung der Wissenschaftler beim Open-Access-Publizieren einen weiteren zentralen Dienst dar, der an der Universit&#228;t Heidelberg allerdings f&#228;cher&#252;bergreifend von der Universit&#228;tsbibliothek angeboten wird, die mit der Koordinierung der Open-Access-Aktivit&#228;ten der Universit&#228;t beauftragt ist (Webseite Open Access Policy: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.uni-heidelberg.de&#47;universitaet&#47;profil&#47;openaccess&#47;">http:&#47;&#47;www.uni-heidelberg.de&#47;universitaet&#47;profil&#47;openaccess&#47;</Hyperlink>). Die Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim nimmt an der unter der Federf&#252;hrung der UB im Fr&#252;hjahr 2013 neu gegr&#252;ndeten Open Access Arbeitsgruppe teil, die dem Informationsaustausch innerhalb des Bibliothekssystems der Universit&#228;t Heidelberg sowie der Diskussion von geplanten Projekten dient.</Pgraph><Pgraph>Einen ganz neuen Weg schlie&#223;lich beschreitet die Bibliothek mit kostenpflichtigen Dienstleistungen f&#252;r externe Nutzer. Aufmerksam geworden durch die &#214;ffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Hausbesuche und systematischen Literaturrecherchen, richten auch niedergelassene &#196;rzte und externe Einrichtungen Anfragen an die Bibliothek, die sich nicht im Rahmen der regul&#228;ren Auskunftsdienste bearbeiten lassen. So bietet die Bibliothek nun bei Bedarf auch kostenpflichtige ma&#223;geschneiderte und mobile Kurse (wie z.B. umfassende Literaturrecherchetrainings) sowie systematische Literaturrecherchen f&#252;r Externe an. Inwieweit diese &#214;ffnung der Services f&#252;r &#196;rzte, Wissenschaftler und Angeh&#246;rige von Gesundheitsberufen in der Region sich bew&#228;hrt bzw. als neues Aufgabenfeld nachhaltig realisierbar ist, werden die kommenden Erfahrungen zeigen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorinnen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) e.V.</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2013</RefYear>
        <RefBookTitle>Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) e.V. Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland.  Januar 2013. Verf&#252;gbar unter: http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;papoopro&#47;index.php&#63;menuid&#61;107&#38;reporeid&#61;164</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;papoopro&#47;index.php&#63;menuid&#61;107&#38;reporeid&#61;164</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Tannhof W</RefAuthor>
        <RefTitle>Das deutsche wissenschaftliche Bibliothekswesen jenseits der Bibliothek 2.0 &#8211; Zukunft jetzt gestalten</RefTitle>
        <RefYear>2013</RefYear>
        <RefJournal>Zeitschrift f&#252;r Bibliothekskultur</RefJournal>
        <RefPage>5-13</RefPage>
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