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    <Identifier>mbi000272</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000272</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002729</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die Entwicklung des Zeitschriftenbestands an der Medizinischen Bibliothek der Charit&#233; in den Jahren 2005&#8211;2013</Title>
      <TitleTranslated language="en">Development of the journal holdings at the Medical Library of the Charit&#233; 2005&#8211;2013</TitleTranslated>
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          <Lastname>Paepcke</Lastname>
          <LastnameHeading>Paepcke</LastnameHeading>
          <Firstname>Ulf</Firstname>
          <Initials>U</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Medizinische Bibliothek der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, Deutschland, Tel.: &#43;49-(0)30-450 576 261<Affiliation>Medizinische Bibliothek der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>ulf.paepcke&#64;charite.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Charit&#233;</Keyword>
      <Keyword language="en">Berlin</Keyword>
      <Keyword language="en">Medical Library</Keyword>
      <Keyword language="en">journal holdings</Keyword>
      <Keyword language="en">journal management</Keyword>
      <Keyword language="de">Charit&#233;</Keyword>
      <Keyword language="de">Berlin</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinische Bibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Zeitschriften</Keyword>
      <Keyword language="de">Bestandsentwicklung</Keyword>
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    <DatePublished>20130913</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>13</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Strategische Entwicklung von Medizinbibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>08</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Durch ein Berliner Landesgesetz wurde 2005 die &#8222;Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin&#8220; in ihrer heutigen Organisationsform geschaffen. Der Artikel beschreibt die Auswirkungen auf die beteiligten medizinischen Bibliotheken, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung des Zeitschriftenbestands bis ins Jahr 2013 liegt, seine ver&#228;nderte Zusammensetzung, Nutzung und m&#246;gliche k&#252;nftige Entwicklung.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In 2005 the &#8220;Charit&#233; &#8211; University Medicine Berlin&#8220; was created in its existing organizational structure by a law passed by the Berlin state parliament. The article describes the repercussions this had on the medical libraries involved with a focus on the development of the journal holdings up to 2013, how its composition has changed since then, its usage and possible future development.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Das Jahr 2005 war f&#252;r die Charit&#233; ein sehr bedeutsames Jahr, da am 5. Dezember ein neues Berliner Universit&#228;tsmedizingesetz in Kraft trat, das die Grundlage f&#252;r die heutige Struktur und Organisationsform der &#8222;Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin&#8220; bildet mit deren vier Standorten Campus Benjamin Franklin (CBF), Campus Buch (CBB), Campus Mitte (CCM) und Campus Virchow-Klinikum (CVK) <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Bis dahin bildete der Campus Benjamin Franklin als Universit&#228;tsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) den Fachbereich Humanmedizin der Freien Universit&#228;t Berlin (FU), und die Standorte Mitte und Virchow-Klinikum waren die Medizinische Fakult&#228;t der Humboldt-Universit&#228;t zu Berlin (HU). Das Virchow-Klinikum war als Universit&#228;tsklinikum Rudolf Virchow (UKRV) urspr&#252;nglich auch ein eigenst&#228;ndiger Medizinischer Fachbereich der FU gewesen, bevor es im Jahr 1996 mit der &#8222;alten&#8220; Charit&#233; in Mitte verbunden und damit Teil der HU geworden war. Mit dem Universit&#228;tsmedizingesetz von 2005 wurde eine Konstruktion geschaffen, wie es sie in dieser Form bisher in Deutschland noch nicht gab: Die fusionierten Klinika bilden seither die gemeinsame Medizinische Fakult&#228;t von FU und HU.</Pgraph><Pgraph>Ziel dieser Fusion war es, langfristig j&#228;hrlich 98 Mio. EUR an Staatszuschuss einzusparen. Dies entspricht genau der Summe, die der Berliner Senat durch eine Umwandlung des UKBF in ein regul&#228;res st&#228;dtisches Krankenhaus hatte einsparen wollen. Aufgrund massiver Proteste, die auch vom Wissenschaftsrat unterst&#252;tzt wurden, lie&#223; er von diesem Vorhaben jedoch ab und stimmte der Neustrukturierung der Universit&#228;tsmedizin in der beschriebenen Form zu, verband dies jedoch mit der genannten finanziellen Auflage.</Pgraph><SubHeadline>Wie gingen die Medizinischen Bibliotheken mit dieser Situation um&#63;</SubHeadline><Pgraph>Bereits Ende 2005 wurde mit einem Bestandsabgleich der vorhandenen Ressourcen begonnen. Zum Zeitpunkt der Fusion gab es seitens der HU Medizinische Bibliotheken am Campus Charit&#233; Mitte und am Campus Virchow-Klinikum im Wedding, die unter der einheitlichen Leitung des Bibliotheksleiters in Mitte standen. Seitens der FU gab es eine zentrale Medizinische Bibliothek am UKBF in Steglitz sowie eine zum UKBF geh&#246;rende Bibliothek f&#252;r die Zahnmedizin in Wilmersdorf, die zwar aus dem Etat der Medizinischen Bibliothek finanziert wurde, aber ansonsten organisatorisch weitgehend selbstst&#228;ndig war.</Pgraph><Pgraph>Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> gibt f&#252;r die Jahre 2007&#8211;2013 einen &#220;berblick &#252;ber die Entwicklung des Zeitschriftenbestands, um die es in diesem Beitrag ausschlie&#223;lich gehen soll. Die &#252;berproportional ansteigende Anzahl von Zug&#228;ngen &#252;ber &#8222;Pakete&#8220; im Jahr 2011 ist dadurch zu erkl&#228;ren, dass durch den Einsatz des Link-Resolvers SFX ab diesem Jahr erstmals eine genauere Ermittlung dieser Bestandszahl m&#246;glich wurde, die auch viele nicht zur Medizin geh&#246;rende Titel mit beinhaltet.</Pgraph><Pgraph>Wie sich aus den Zahlen ablesen l&#228;sst, fand eine deutliche Entwicklung hin zu elektronischen Zeitschriften statt. Die damaligen Medizinischen Bibliotheken der FU und der HU waren seit Ende der 1990er Jahre Mitglied im Friedrich-Althoff-Konsortium (FAK), das f&#252;r seine Mitglieder in Berlin und Brandenburg Vertr&#228;ge f&#252;r elektronische Zeitschriften, Datenbanken und andere elektronische Ressourcen abschlie&#223;t. Angesichts der &#8222;Streulage&#8220; der Institute und Kliniken der Charit&#233; &#252;ber das gesamte Berliner Stadtgebiet hinweg, war die M&#246;glichkeit des Umstiegs auf elektronische Angebote der ideale Weg, um die Gesamtheit der Mitarbeiter&#42; und Studierenden buchst&#228;blich fl&#228;chendeckend mit Informationen zu versorgen.</Pgraph><Pgraph>Die neue Struktur brachte allerdings zwei Nachteile mit sich:</Pgraph><Pgraph>Die Zahl der Mitarbeiter und Studierenden liegt seither konstant &#252;ber 10.000 Vollzeitkr&#228;ften (2012 gab es mehr als 3.000 &#196;rzte und Wissenschaftler an der Charit&#233; sowie rund 7.000 Studierende), was leider genau der Grenze entspricht, ab der bei vielen Verlagen eine Einstufung als &#8222;Gro&#223;einrichtung&#8220; mit entsprechend h&#246;heren Preisen erfolgt.</Pgraph><Pgraph>Zum zweiten waren in vielen F&#228;llen die Verlage trotz intensiver Verhandlungen angesichts der Gr&#246;&#223;e der Charit&#233; nicht bereit, beide oder auch nur eine der beiden &#8222;Mutteruniversit&#228;ten&#8220; in die Vertr&#228;ge mit einzubeziehen oder umgekehrt die Medizin in Vertr&#228;ge, die von den Universit&#228;tsbibliotheken von FU und HU abgeschlossen werden. Vorher hatten fast alle von Bibliotheken einer Universit&#228;t abgeschlossenen Vertr&#228;ge G&#252;ltigkeit f&#252;r die gesamte Universit&#228;t.</Pgraph><Pgraph>Auf der Habenseite ergaben sich andererseits aber nat&#252;rlich auch deutliche Einsparungen, da zahlreiche Doppel- und Mehrfachbez&#252;ge &#252;berfl&#252;ssig wurden.</Pgraph><Pgraph>Inzwischen kann man an der Charit&#233; den &#220;bergang von print zu e-only als vollzogen ansehen: von den 947 in 2013 laufenden Zeitschriften-Einzelabonnements au&#223;erhalb von Paketen sind nur noch 97 reine Print-Abos und dies auch nur, weil die herausgebenden Verlage diese Zeitschriften bisher noch nicht oder nur zu einem erheblich h&#246;heren Preis in elektronischer Form anbieten.</Pgraph><Pgraph>Zum Teil wurden bei gleichen Nettopreisen anstelle von e-only-Abonnements p&#43;e-Kombiabonnements gew&#228;hlt, wenn daf&#252;r nur der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7&#37; anstelle der sonstigen 19&#37; zu entrichten war. Sofern bei einer sp&#228;teren Abbestellung ein dauerhafter Online-Zugriff auf die bis dahin erworbenen Jahrg&#228;nge vertraglich gesichert war, gab es bei einer gr&#246;&#223;eren Anzahl dieser Titel eine Absprache mit der liefernden Zeitschriftenagentur, dass die gedruckten Hefte nicht mehr an die Bibliothek ausgeliefert, sondern sofort in das Dublettenlager der Agentur umgeleitet wurden. Viele Verlage haben jedoch in der Zwischenzeit die e-only-Preise entsprechend gesenkt oder den Mehrwertsteuersatz zumindest anteilig auf 19&#37; erh&#246;ht, so dass immer mehr Titel auf e-only umgestellt werden konnten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Finanzierung der Zeitschriften">
      <MainHeadline>Finanzierung der Zeitschriften</MainHeadline><Pgraph>Alle Zeitschriften werden zentral aus Mitteln der Bibliothek bezahlt, soweit es sich nicht um Titel handelt, die von der Verwaltung der Charit&#233; ben&#246;tigt werden.</Pgraph><Pgraph>&#220;ber Ab- oder Neubestellungen entscheidet bisher die Bibliothek. Am UKBF hatte es vor der Fusion eine Bibliothekskommission gegeben, welche diese Entscheidungen traf. Daf&#252;r war eine Aufteilung der laufenden Zeitschriftenabonnements in sogenannte Querschnittszeitschriften und in die rein fachbezogenen Titel vorgenommen worden. Der nach dem Abzug des Preises f&#252;r die Querschnittszeitschriften verbleibende Betrag wurde auf die einzelnen F&#228;cher bzw. F&#228;chergruppen verteilt, deren Vertreter dann von der Bibliothekskommission aufgefordert wurden, die Entscheidung &#252;ber Ab- bzw. Neubestellungen zu treffen, wobei es sich naturgem&#228;&#223; aufgrund einer zunehmenden Mittelknappheit zumeist um Ab- und nicht um Neubestellungen handelte. Dieses Modell wurde f&#252;r die neu geschaffene &#8222;Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin&#8220; nicht &#252;bernommen.</Pgraph><Pgraph>Die Man&#246;vriermasse f&#252;r den Abschluss neuer Abonnements konnte sich die Bibliothek bisher durch die Ausnutzung aller Gelegenheiten verschaffen, auf g&#252;nstigere Bezugsbedingungen umzustellen, wie z.B. die Umstellung auf Paketvertr&#228;ge, Allianz- und Konsortiallizenzen, &#196;nderungen von Bezugsformaten usw.</Pgraph><Pgraph>Bei gr&#246;&#223;eren Paketvertr&#228;gen, die f&#252;r mehrere Jahre abgeschlossen werden, wird vorher die Zustimmung des Kaufm&#228;nnischen Leiters der Fakult&#228;t eingeholt, wodurch sichergestellt wird, dass die daf&#252;r notwendigen Mittel einschlie&#223;lich der fest vereinbarten maximalen j&#228;hrlichen Preissteigerungen auch f&#252;r die gesamte Vertragsdauer bereitstehen werden. Solche Paketvertr&#228;ge bestehen seit mehreren Jahren z.B. mit Springer, Thieme, Elsevier, <TextGroup><PlainText>Wiley</PlainText></TextGroup>-Blackwell und der BMJ Publishing Group.</Pgraph><Pgraph>Auch an Allianzlizenzen, die durch die F&#246;rderung seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit finanziellen Vorteilen f&#252;r die teilnehmende Einrichtung verbunden sind, beteiligt sich die Bibliothek, wie z.B. bei Lippincott, Williams and Wilkins, Oxford University Press und Karger.</Pgraph><Pgraph>An Erwerbungsmitteln stehen der Bibliothek 2013 insgesamt knapp 2,3 Mio EUR zur Verf&#252;gung. Davon entfallen auf Zeitschriften mehr als 1,9 Mio EUR. Das sind sehr stattliche Betr&#228;ge, die aber mit dazu dienen, die Rahmenbedingungen f&#252;r die vielf&#228;ltigen Forschungsaktivit&#228;ten der Charit&#233; zu schaffen, deren Erfolg sich nicht zuletzt in j&#228;hrlichen Drittmitteleinwerbungen in H&#246;he von rund <TextGroup><PlainText>150 Mio</PlainText></TextGroup> EUR widerspiegelt. Dass die Bibliothek aber nicht durchgehend in jedem Jahr seit 2005 mehr Geld zur Verf&#252;gung hatte als im jeweiligen Vorjahr zeigen Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> und Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>, die die Erwerbungsausgaben von 2005 bis 2013 sowie den Anteil, den daran die Ausgaben f&#252;r Zeitschriften ausmachen, wiedergeben.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Entwicklung des Bestands an Print-Zeitschriften">
      <MainHeadline>Die Entwicklung des Bestands an Print-Zeitschriften</MainHeadline><Pgraph>Durch die Fusionen der gro&#223;en und ehemals selbstst&#228;ndigen Einrichtungen gab es eine Vielzahl von Mehrfachexemplaren im Zeitschriftenbestand. Dieser Bestand vergr&#246;&#223;erte sich im Laufe der Jahre nach 2005 noch dadurch, dass zahlreiche Kliniken und Institute, die bis dahin eigene mehr oder weniger umfangreiche Bibliotheken gehabt hatten, innerhalb der Charit&#233; umziehen und ihre Bibliotheken aufl&#246;sen mussten, da die neuen R&#228;ume durchweg deutlich weniger Platz boten. </Pgraph><Pgraph>Ziel der Bibliothek war es, nach einer Bestandsbereinigung von jedem vorhandenen Print-Titel ein m&#246;glichst vollst&#228;ndiges Exemplar zur&#252;ckzubehalten. Der damit verbundene Arbeitsaufwand hinsichtlich Bestandsabgleich, erforderlicher L&#252;ckenerg&#228;nzungen und Teilverlagerung von Best&#228;nden war allerdings enorm.</Pgraph><Pgraph>Die Situation wurde auch nicht einfacher dadurch, dass die Fakult&#228;tsleitung im Sommer 2009 beschloss, dass die Bibliothek am Campus Virchow-Klinikum k&#252;nftig die Funktion einer Bibliothekszentrale &#252;bernehmen und die &#252;brigen Bibliotheken nur noch den Status von Zweigbibliotheken mit einem entsprechend reduzierten Bestand haben sollten. Ende 2010 wurde dann die Zweigbibliothek am Campus Benjamin Franklin geschlossen, da mit der nach der Fusion deutlich verringerten Stellenanzahl nicht mehr alle vier Bibliotheksstandorte ad&#228;quat betrieben werden konnten.</Pgraph><Pgraph>Au&#223;erdem musste 2010 aufgrund Charit&#233;-interner Planungen ein gro&#223;er Teil der Magazinr&#228;ume der Bibliothek in Mitte ger&#228;umt werden. Es war eine gl&#252;ckliche F&#252;gung, dass der Medizinischen Bibliothek zu jenem Zeitpunkt Magazinstellfl&#228;chen im Berliner Landesarchiv angeboten wurden, f&#252;r welche die Universit&#228;tsbibliothek der HU bis 2015 die Nutzungsrechte besa&#223;, weil sich die HU seinerzeit an den Baukosten des Archivs beteiligt hatte.</Pgraph><Pgraph>Dadurch ergab sich die M&#246;glichkeit, ein zentrales Zeitschriftenmagazin einzurichten, wo fast der komplette Zeitschriftenbestand der Medizinischen Bibliothek untergebracht wurde. Lediglich die laufenden Jahrg&#228;nge und aktuelle Titel, die nicht online verf&#252;gbar waren, wurden in der Bibliothekszentrale am Campus Virchow-Klinikum in Freihand aufgestellt. </Pgraph><Pgraph>Am Campus Mitte und am Campus Virchow-Klinikum gab es &#8211; historisch bedingt &#8211; zwei unterschiedliche Signatursysteme. Auf eine Vereinheitlichung wurde angesichts der Gr&#246;&#223;e des Zeitschriftenbestands verzichtet, so dass es jetzt parallel zwei Signatursysteme gibt.</Pgraph><Pgraph>Da am Campus Benjamin Franklin die Zeitschriften alphabetisch aufgestellt waren, mussten die von dort in R&#228;ume des Landesarchivs zu verlagernden Best&#228;nde zuvor Band f&#252;r Band signiert werden.</Pgraph><Pgraph>Durch die Entfernung von Dubletten aus dem gedruckten Zeitschriftenbestand konnte der Umfang dieses Bestands deutlich verkleinert werden. Alle Dubletten wurden mit erfreulich guter Resonanz &#252;ber Dublettenlisten &#252;berregional f&#252;r eine kostenlose &#220;bernahme angeboten. Erstes Zugriffsrecht hatte jedoch in jedem Fall das Institut f&#252;r Geschichte der Medizin der Charit&#233;, das &#252;ber eine eigene Bibliothek mit einer recht umfangreichen Sammlung verf&#252;gt.</Pgraph><Pgraph>Das zentrale Zeitschriftenmagazin wird zweimal w&#246;chentlich von Bibliotheksmitarbeitern aufgesucht, um die eingegangenen Magazinbestellungen zu bearbeiten. &#220;ber eine dort eingerichtete Scan-Station k&#246;nnen, wo dies vom Urheberrecht abgedeckt ist, die bestellten Aufs&#228;tze direkt elektronisch an die Besteller geschickt werden oder aber an die Bibliothek in Mitte, wo zentral die Fernleihe f&#252;r die Medizinische Bibliothek angesiedelt ist.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Bibliothek am Virchow-Klinikum bot sich durch die Verlagerung fast des gesamten Bestands an gedruckten Zeitschriften die M&#246;glichkeit, zwei neue Leses&#228;le (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) mit rund 70 zus&#228;tzlichen Arbeitspl&#228;tzen einzurichten sowie nach der Aufl&#246;sung der Zweigbibliothek am Campus Benjamin Franklin die dortige Lehrbuchsammlung in den Bestand der Lehrbuchsammlung am Campus Virchow-Klinikum zu integrieren.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Nachweis der Best&#228;nde">
      <MainHeadline>Nachweis der Best&#228;nde</MainHeadline><Pgraph>Der gesamte Bestand an gedruckten Zeitschriften ist sowohl in einem Allegro-Zeitschriftenkatalog der Medizinischen Bibliothek als auch in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen. Im Zeitschriftenkatalog sind ebenso elektronische Best&#228;nde enthalten; in der Hauptsache sind dies die Online-Versionen von bestehenden Print-Best&#228;nden und E-only-Einzelabos. Besonders vorteilhaft ist bei diesem Katalog, dass Print- und Online-Version eines Titels jeweils in einem Datensatz zusammengefasst sind, was die &#220;bersichtlichkeit f&#252;r die Nutzer sehr erh&#246;ht.</Pgraph><Pgraph>Aufgrund der gro&#223;en Anzahl von elektronischen Titeln, die &#252;ber Paketvertr&#228;ge bezogen werden, ist ein vollst&#228;ndiger Nachweis im lokalen Zeitschriftenkatalog nicht mit vertretbarem Aufwand zu leisten. Weit vollst&#228;ndiger nachgewiesen sind diese Titel &#252;ber die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) und durch die regelm&#228;&#223;ige Datenlieferungsroutine der EZB auch in der ZDB. Mittels Daten&#252;bertragung aus der ZDB in das Aleph-Bibliothekssystem der Charit&#233; erfolgt der Nachweis der gedruckten und elektronischen Zeitschriften auch im Gesamt-Online-Katalog (&#8222;Aleph-OPAC&#8220;).</Pgraph><Pgraph>Seit Herbst 2011 setzt die Medizinische Bibliothek das Verlinkungssystem SFX ein, welches seither das umfassendste Nachweisinstrument f&#252;r elektronische Titel darstellt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Nutzung des Bestands">
      <MainHeadline>Nutzung des Bestands</MainHeadline><Pgraph>Die Nutzung der lizenzierten elektronischen Zeitschriften ist enorm. J&#228;hrlich wird auf mehr als 1,5 Millionen Artikel zugegriffen. Dabei ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, wie oft auch Titel genutzt werden, die im Rahmen von Paketvertr&#228;gen zug&#228;nglich sind, jedoch nur zu den Randgebieten der Medizin geh&#246;ren oder eigentlich ganz fachfremd sind. Es l&#228;sst sich daraus eine zumindest indirekte Best&#228;tigung f&#252;r die Richtigkeit des Abschlusses von Paketvertr&#228;gen ableiten.</Pgraph><Pgraph>Doch trotz des umfangreichen eigenen Zeitschriftenbestands wurden im vergangenen Jahr rund 8.000 Fernleihbestellungen von Charit&#233;-Mitarbeitern aufgegeben. Die Bestellungen gehen &#252;ber ein elektronisches Bestellformular, das von den Charit&#233;-Mitarbeitern online ausgef&#252;llt wird, in der Bibliothek ein, die dann den (preis-)g&#252;nstigsten Lieferweg aussucht. &#220;ber den Internen Leihverkehr (ILV), an dem die Charit&#233; gemeinsam mit 14 anderen deutschen Medizinbibliotheken teilnimmt, konnten knapp 1.000 dieser Anforderungen erledigt werden. Wenn etwas nicht &#252;ber den ILV zu bekommen ist, wird f&#252;r Charit&#233;-Mitarbeiter in der Regel eine &#8222;subito-Bestellung&#8220; aufgegeben. Die Kosten daf&#252;r werden aus dem Bibliotheksetat beglichen. F&#252;r die Bestellungen von Studierenden, die nicht &#252;ber den ILV erledigt werden k&#246;nnen, wird der Deutsche Leihverkehr genutzt. F&#252;r Bibliotheksbenutzer, die nicht zur Charit&#233; geh&#246;ren, werden keine Fernleihbestellungen durchgef&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph>Umgekehrt konnten aus dem eigenen Bestand rund 4.000 Fernleihbestellungen anderer Bibliotheken erfolgreich bearbeitet werden. Rund 1.500 davon gelangten &#252;ber den ILV in die Bibliothek.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Wie wird es weitergehen&#63;">
      <MainHeadline>Wie wird es weitergehen&#63;</MainHeadline><Pgraph>Bisher wurden gedruckte Zeitschriftenb&#228;nde ausnahmslos in einem Exemplar archiviert und auch dann im Bestand belassen, wenn daf&#252;r inzwischen elektronische Backfiles verf&#252;gbar sind. Was aber antwortet man dem Kaufm&#228;nnischen Leiter der Fakult&#228;t, der f&#252;r das Bibliotheksbudget verantwortlich ist, wenn man von ihm gefragt wird, ob es denn wirklich notwendig sei, im &#8222;Elektronischen Zeitalter&#8220; bei j&#228;hrlich ca. 2.000 Bestellungen aus den im zentralen Zeitschriftenmagazin vorhandenen Print-Zeitschriften diese selbst zu archivieren und ob man ben&#246;tigte Aufs&#228;tze nicht auch kosteng&#252;nstiger &#252;ber Lieferdienste beschaffen k&#246;nne&#63; Rein kaufm&#228;nnisch gesehen ist dies sicherlich eine durchaus berechtigte Frage. Die Zahl der Bestellungen hat jedoch seit Mai 2012 sichtbar und kontinuierlich zugenommen, seit die Bibliothek &#252;ber das SFX-Men&#252; auch eine Dokumentbestelloption mit Hilfe des automatisierten Artikelbestell- und -verwaltungssystems &#8222;Doctor-Doc&#8220; anbietet. Der Einsatz des von Schweizer Kollegen entwickelten und an die Charit&#233;-Bed&#252;rfnisse angepassten Programms hat die Bestellm&#246;glichkeiten f&#252;r Charit&#233;-Angeh&#246;rige deutlich erleichtert.</Pgraph><Pgraph>Die Frage nach der finanziellen Vertretbarkeit, weiterhin einen umfangreichen Bestand an Print-Zeitschriften zu erhalten, stellt sich auch ganz konkret f&#252;r die Bibliothek, da inzwischen feststeht, dass das Berliner Landesarchiv durch die &#220;bertragung neuer Pflichtaufgaben die der HU eigentlich bis 2015 zur Nutzung zustehenden R&#228;ume bereits ab 2014 ben&#246;tigen wird, so dass die Medizinische Bibliothek ihre Best&#228;nde bis Ende 2013 anderweitig unterbringen muss.</Pgraph><Pgraph>Die Leitung der Charit&#233; hat der Bibliothek jedoch bereits klar bedeutet, dass eine Anmietung von externen R&#228;umlichkeiten aus Kostengr&#252;nden nicht in Frage kommen wird. Es wird daher seit einiger Zeit nach m&#246;glichst gro&#223;en Fl&#228;chen an einem der Charit&#233;-Standorte gesucht, wo die Magazinbest&#228;nde weitgehend zusammenh&#228;ngend untergebracht werden k&#246;nnen. Sollte dies nicht in dem erforderlichen Umfang gelingen, dann m&#252;sste der Bestand entsprechend reduziert werden. In diesem Fall w&#228;ren zun&#228;chst die Titel betroffen, f&#252;r die &#8211; hoffentlich &#8211; dauerhaft elektronische Backfiles aufgrund von National- bzw. Allianzlizenzen oder eigener Abonnements zur Verf&#252;gung stehen.</Pgraph><Pgraph>Diese Backfiles sind aber gar nicht so selten z.T. fehlerhaft oder unvollst&#228;ndig. Die Medizinische Bibliothek der Charit&#233; unterst&#252;tzt daher sehr nachdr&#252;cklich und durch ihre eigene Teilnahme die Initiative der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB), in Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek f&#252;r Medizin (ZB MED) und der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) sowie m&#246;glichst vielen anderen Teilnehmerbibliotheken daf&#252;r zu sorgen, dass wenigstens zwei Printexemplare von Zeitschriften, die zur Medizin und deren Randgebieten geh&#246;ren, auf Dauer in Deutschland verf&#252;gbar bleiben <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Zusammenfassender R&#252;ck- und Ausblick">
      <MainHeadline>Zusammenfassender R&#252;ck- und Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Durch die Schaffung der &#8222;Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin&#8220; und die damit einhergehende Zusammenlegung der Medizinischen Bibliotheken entstand 2005 ein sehr umfangreicher und vielf&#228;ltiger Bestand an gebundenen Print-Zeitschriften. Seitdem fand eine fast komplette Umstellung von Print-Abos auf e-only-Abos statt, die mit einer weiteren und sehr deutlichen Vergr&#246;&#223;erung des angebotenen Titelspektrums einherging. Dadurch konnte eine buchst&#228;blich fl&#228;chendeckende Versorgung der Charit&#233;-Angeh&#246;rigen erreicht werden, deren Arbeits- und Studienpl&#228;tze sich auf insgesamt vier Standorte innerhalb des Berliner Stadtgebiets verteilen.</Pgraph><Pgraph>Trotz des gro&#223;en Online-Angebots, aus dem 2012 mehr als 1,5 Millionen Aufs&#228;tze heruntergeladen wurden, ist die Fernleihe nicht &#252;berfl&#252;ssig geworden. &#220;ber sie wurden im selben Jahr rund 8.000 Zeitschriftenartikel aus anderen Bibliotheken beschafft.</Pgraph><Pgraph>Wie lange dieses augenblicklich sehr umfassende Angebot an Online-Zeitschriften und &#228;lteren gedruckten B&#228;nden erhalten werden kann, wird haupts&#228;chlich davon abh&#228;ngen, ob die Charit&#233; in der Lage sein wird, der Medizinischen Bibliothek die daf&#252;r notwendigen finanziellen Mittel zur Verf&#252;gung zu stellen bzw. mit Hinblick auf den Printbestand die zu seiner Unterbringung erforderlichen R&#228;umlichkeiten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Der Autor dankt Frau Manuela Gregor f&#252;r die Zusammenstellung und Aufbereitung des Zahlenmaterials sowie eine kritische Durchsicht des Manuskripts.</Pgraph><SubHeadline>Geschlechtsunspezifische Formulierung</SubHeadline><Pgraph>&#42; Der Verzicht auf die gleichzeitige Nennung der weiblichen und m&#228;nnlichen Schreibweise erfolgt ausschlie&#223;lich aus Gr&#252;nden der besseren Lesbarkeit des Textes.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle>Berliner Universit&#228;tsmedizingesetz</RefTitle>
        <RefYear>2005</RefYear>
        <RefJournal>Gesetz- und Verordnungsblatt f&#252;r Berlin</RefJournal>
        <RefPage>739-54</RefPage>
        <RefTotal>Berliner Universit&#228;tsmedizingesetz. Gesetz- und Verordnungsblatt f&#252;r Berlin. 2005;61(42):739-54.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland. Verf&#252;gbar unter: http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;papoopro&#47;index.php&#63;menuid&#61;107&#38;downloadid&#61;365&#38;reporeid&#61;164</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;papoopro&#47;index.php&#63;menuid&#61;107&#38;downloadid&#61;365&#38;reporeid&#61;164</RefLink>
      </Reference>
    </References>
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          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1:  Entwicklung der Zeitschriftenabonnements von 2007 bis 2013 aufgeteilt nach Bezugsarten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Entwicklung des Erwerbungsetats der Medizinischen Bibliothek und der anteiligen Ausgaben f&#252;r Zeitschriften von 2005 bis 2013</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1:  Entwicklung der Erwerbungsausgaben der Medizinischen Bibliothek und der anteiligen Ausgaben f&#252;r Zeitschriften von 2005 bis 2013</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Einer von zwei im Jahr 2010 neu eingerichteten Leses&#228;len nach Aufl&#246;sung mehrerer Zeitschriftenfreihandmagazine in der Bibliothekszentrale am Campus Virchow-Klinikum (Bildnachweis: U. Paepcke)</Mark1></Pgraph></Caption>
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