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    <Identifier>mbi000230</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000230</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002301</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Systematisches Innovationsmanagement</Title>
      <TitleTranslated language="en">Systematic innovation management</TitleTranslated>
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          <Lastname>Georgy</Lastname>
          <LastnameHeading>Georgy</LastnameHeading>
          <Firstname>Ursula</Firstname>
          <Initials>U</Initials>
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        <Address>Fachhochschule K&#246;ln, Institut f&#252;r Informationswissenschaft, Claudiusstr. 1, 50678 K&#246;ln (Postadresse: Gustav-Heinemann-Ufer 54, 50968 K&#246;ln), Deutschland, Tel.: 0221&#47;8275-3922<Affiliation>Fachhochschule K&#246;ln, Institut f&#252;r Informationswissenschaft, K&#246;ln, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>ursula.georgy&#64;fh-koeln.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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      <Keyword language="en">innovation</Keyword>
      <Keyword language="en">innovation management</Keyword>
      <Keyword language="en">technology trends</Keyword>
      <Keyword language="en">idea generation</Keyword>
      <Keyword language="en">open innovation</Keyword>
      <Keyword language="en">innovation communication</Keyword>
      <Keyword language="de">Bibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Innovation</Keyword>
      <Keyword language="de">Innovationsmanagement</Keyword>
      <Keyword language="de">Technologietrends</Keyword>
      <Keyword language="de">Ideengenerierung</Keyword>
      <Keyword language="de">Open Innovation</Keyword>
      <Keyword language="de">Innovationskommunikation</Keyword>
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    <DatePublished>20111229</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>11</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in K&#246;ln 2011: "Innovativ denken, strategisch planen, praktisch umsetzen"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>15</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Dienstleistungsunternehmen (hier Bibliotheken) stehen heute im gleichen Wettbewerb wie Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Daher ist es auch f&#252;r Bibliotheken entscheidend, Trends fr&#252;hzeitig zu erkennen und Kundenbed&#252;rfnisse zu erf&#252;llen. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu k&#246;nnen, m&#252;ssen sich auch Bibliotheken mit dem Thema Innovationsmanagement auseinander setzen. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Public institutions (here libraries) are in competition with each other in the same way like companies of the producing industra. Therefore it is crucial for libraries to identify trends early and to respond to customer needs focused and purposefully. This requires a systematic innovation management of libraries.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Kundenorientierung im Kontext von Dienstleistungsqualit&#228;t">
      <MainHeadline>Kundenorientierung im Kontext von Dienstleistungsqualit&#228;t</MainHeadline><Pgraph>Bibliotheken sind prim&#228;r Dienstleister, und damit stehen ihre Dienstleistungen auch im Vordergrund des Angebo<TextGroup><PlainText>tspo</PlainText></TextGroup>rtfolios. Kundenorientierung ist heute wesentlicher Bestandteil des strategischen Handelns sowohl von Unternehmen als auch von Non-Profit-Organisationen &#8211; NPOs, d.h. es gilt dem Kunden die Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die ihm einen gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Nutzen bringen. Eng verkn&#252;pft damit sind die Qualit&#228;t sowie die Attraktivit&#228;t des Angebotes. Bruhn definiert Dienstleistungsqualit&#228;t wie folgt: &#8222;Dienstleistungsqualit&#228;t ist die F&#228;higkeit eines Anbieters, die Beschaffenheit einer prim&#228;r intangiblen und der Kundenbeteiligung bed&#252;rfenden Leistung aufgrund von Kundenerwartungen auf einem bestimmten Anforderungsprofil zu erstellen. Sie bestimmt sich aus der Summe der Eigenschaften bzw. Merkmale der Dienstleistung, bestimmten Anforderungen gerecht zu werden.&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink> Wesentlicher Aspekt dieser Definition ist die Kundenerwartung, denn letztendlich entscheidet sie alleine &#252;ber den Erfolg oder Misserfolg eines Angebots.</Pgraph><Pgraph>Bibliotheken neigen dazu, Angebote anderer Bibliotheken (auch aus dem Ausland) zu &#252;bernehmen. Dies ist im Bereich Dienstleistungen durchaus &#252;blich und auch statthaft, doch bedarf es einer individuellen Anpassung auf den eigenen Markt und die eigenen Marktsegmente. Systematisches Innovationsmanagement erleichtert die explizite Ausrichtung auf die Kundenbed&#252;rfnisse der eigenen Einrichtung.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Innovation">
      <MainHeadline>Innovation</MainHeadline><Pgraph>Deutschland hat sich seit den 1970er Jahren von einer Produktionsgesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. So lag der Anteil der Bruttowertsch&#246;pfung im Jahr 2008 bei &#252;ber 70&#37;, wobei die Besch&#228;ftigtenquote in diesem Zeitraum von rund 45&#37; auf mehr als 70&#37; stieg <TextLink reference="2"></TextLink>. Damit sind Bibliotheken wesentlicher Bestandteil dieser Dienstleistungsgesellschaft und m&#252;ssen mit dieser noch fortschreitenden Entwicklung Schritt halten. Und Schritt halten bedeutet in diesem Kontext auch Innovation.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r den Begriff Innovation existieren zahlreiche Definitionen. Zentraler Aspekt bei Innovationsprozessen ist jedoch, dass durch systematische, zielgerichtete Prozesse neue Ideen in neuartige Dienstleistungen umgesetzt werden und diese erfolgreich im Markt platziert werden, und dass &#8222;&#91;das&#93; Produkt oder &#91;die&#93; Dienstleistung tats&#228;chlich neue Komponenten bzgl. ihrer technischen Aspekte, Verwendung, Bedienungsfreundlichkeit etc. gegen&#252;ber dem bisherigen Stand der Technik aufweisen.&#8220; <TextLink reference="3"></TextLink> Nach Trommsdorff <TextLink reference="4"></TextLink> lassen sich Innovationen einteilen in:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">inkrementale Innovation &#8211; Technologie und Markt alt, nur leicht ver&#228;ndert,</ListItem><ListItem level="1">technische Innovation &#8211; neue Technologie, alter Markt,</ListItem><ListItem level="1">Marktinnovation &#8211; neuer Markt, alte Technologie und</ListItem><ListItem level="1">radikale Innovation &#8211; neue Technologie, neuer Markt.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Radikale Innovationen sind die Seltenheit, dies gilt auch f&#252;r Produkte. Zahlreiche Dienstleistungsinnovationen sind eher den inkrementalen Innovationen zuzuordnen. Dies l&#228;sst sich damit begr&#252;nden, dass sich bei Dienstleistungen zahlreiche Innovationen auf interne Prozesse beziehen, so dass diese Innovationen nicht direkt, sondern nur indirekt f&#252;r den Kunden erkennbar sind, z.B. durch einen gr&#246;&#223;eren Komfort bzw. k&#252;rzere Prozesse etc. So kann es z.B. sein, dass eine Bibliothek ihre &#214;ffnungszeiten verl&#228;ngern kann, da sie in einem anderen Bereich die Prozesse optimiert hat, so dass nun Personal in diesem kundenintensiven Bereich eingesetzt werden kann <TextLink reference="3"></TextLink>. Zudem l&#228;sst sich unschwer ablesen, dass das Risiko bei einer inkrementalen Innovation am niedrigsten ist. Trotzdem sollten bei allen Formen von Innovationen beim Kunden positive Reize ausgel&#246;st werden, damit er die Innovation auch in Anspruch nimmt.</Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus lassen sich Innovationen auch in Market-Pull- und Technology-Push-Innovationen einteilen. Die Pull-Innovationen werden durch die (Kunden)-Nachfrage hervorgerufen und haben &#8211; aufgrund des bereits vorhandenen Bed&#252;rfnisses &#8211; h&#246;here Erfolgschancen als Pull-Innovationen, deren Absatzmarkt erst geschaffen werden muss <TextLink reference="3"></TextLink>. Dies bedeutet, dass sich der Nutzen f&#252;r den Kunden unmittelbar erschlie&#223;en muss und der Verlust, der m&#246;glicherweise mit der Innovation verbunden ist (z.B. gewohntes Handeln, gewohnte Handhabung eines Ger&#228;tes), m&#246;glichst gering zu halten ist. Kahneman und T<TextGroup><PlainText>versk</PlainText></TextGroup>y <TextLink reference="5"></TextLink> sprechen von Verlustaversion: Verluste f&#252;hren zu einer deutlich gr&#246;&#223;eren Ver&#228;rgerung als gleich hohe Wertzuw&#228;chse&#47;Gewinne. Muss der Kunde mit einer Innovation also sein gewohntes Handeln oder die Handhabung g&#228;nzlich &#228;ndern, sinkt die Bereitschaft, eine Innovation zu nutzen, wenn nicht der Nutzen deutlich &#252;berwiegt (Bsp. klassisches Mobiltelefon &#8211; Smartphone). Damit wird deutlich, dass der Kunde auf jeden Fall mit jeder Innovation auch einen &#8211; im &#252;bertragenen Sinne &#8211; Wertzuwachs erfahren sollte, der dann auch fr&#252;hzeitig dem Kunden kommuniziert werden sollte (s. Abs. Innovationskommunikation). Dann gelingt es auch, mit einer Innovation die Wertsch&#246;pfung beim Kunden zu unterst&#252;tzen und zu erh&#246;hen.</Pgraph><SubHeadline>Der Innovationsprozess</SubHeadline><Pgraph>Innovationsmanagement stellt einen komplexen Prozess dar, der sich nach Pleschak und Sabisch durch folgende Eigenschaften charakterisiert: Komplexit&#228;t, Mehrstufigkeit, Zukunftsorientierung, Unsicherheit und Risiko, Kreativit&#228;t sowie Durchsetzbarkeit <TextLink reference="6"></TextLink>. Der Innovationsprozess gliedert sich in mehrere Stufen. Im Allgemeinen sind dies mindestens die</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Ideengenerierung und -bewertung,</ListItem><ListItem level="1">Konzepterstellung,</ListItem><ListItem level="1">Entwicklung,</ListItem><ListItem level="1">Pilotanwendung&#47;Prototyperstellung sowie die</ListItem><ListItem level="1">Markteinf&#252;hrung.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Grunds&#228;tzlich erscheint es jedoch auch f&#252;r Bibliotheken sinnvoll, systematisch Marktforschung zu betreiben. Sie m&#252;ssen genau dar&#252;ber informiert sein, wie der Markt, in dem sie pr&#228;sent ist, gepr&#228;gt ist sowie wie und von wem er ma&#223;geblich beeinflusst wird. Zudem ist es wichtig, dass sich Bibliotheken mit Technologietrends auseinander setzen, da Bibliotheken vielfach Technologien f&#252;r ihre Dienstleistungen ben&#246;tigen, z.B. E-Books, Tablet-PCs, Mobile Phones, IT-Infrastruktur etc. Sofern sie Trends nicht rechtzeitig erkennen und nicht in ihre Strategie integrieren, werden sie kaum als innovative Einrichtungen wahrgenommen werden. Hilfestellung liefern hier z.B. Unternehmen wie Gartner, die Trendberichte f&#252;r verschiedene Industriebereiche anbieten, z.B. den &#8222;Gartner Hype Cycle for Emerging Technologies&#8220; <TextLink reference="7"></TextLink>. Besonders interessant ist an dieser Darstellung, dass jede Technologie einer Phase zugeordnet ist und dass eine Zeitspanne angegeben wird, innerhalb derer Technologien voraussichtlich eine wichtige Rolle im Markt spielen und die Masse der Bev&#246;lkerung erreichen werden. Gartner unterscheidet folgende Phasen des Technologielebenszyklus:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Technology Trigger &#8211; technologischer Ausl&#246;ser,</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Peak of Inflated Expectations &#8211; Phase der &#252;berzogenen Erwartungen,</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Through of Disillusionment &#8211; Tal der Entt&#228;uschung, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Slope of Enlightenment &#8211; Pfad der &#8222;Erleuchtung&#8220; und </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Plateau of Productivity &#8211; Plateau der Produktivit&#228;t <TextLink reference="7"></TextLink>.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Selbstverst&#228;ndlich k&#246;nnen solche Vorhersagen nur als Orientierungshilfe dienen und m&#252;ssen f&#252;r die einzelnen M&#228;rkte konkretisiert und individuell analysiert werden. Sie helfen jedoch, in immer schneller ver&#228;ndernden M&#228;rkten den &#220;berblick zu bekommen bzw. zu erhalten. Gartner beschreibt es wie folgt: &#8222;Hype Cycles help organizations understand the landscape of technology maturity and markets, and to decide which technology innovations to adopt, postpone or ignore, and when is the time to adopt.&#8220; <TextLink reference="8"></TextLink> Und f&#252;r Bibliotheken ist es im Rahmen eines systematischen Innovationsmanagements hilfreich, zu identifizieren, wo sich Bibliotheks-relevante Technologien auf der Kurve befinden, um dann entscheiden zu k&#246;nnen, wo Bibliotheken und Bibliothekare entlang dieser Kurve &#8222;leben&#8220; und wo sie k&#252;nftig &#8222;leben&#8220; m&#246;chten bzw. m&#252;ssen. Als Orientierung kann hier die Diffusionskurve nach R<TextGroup><PlainText>oger</PlainText></TextGroup>s <TextLink reference="9"></TextLink> dienen. Ca. 2,5&#37; der Unternehmen&#47;Organisationen sind tats&#228;chlich den &#8222;Innovators&#8220; zuzuordnen. Zu den &#8222;Early Adopters&#8220; z&#228;hlen rund 13,5&#37; der Unternehmen&#47;Organisationen, zu der &#8222;Early Majority&#8220; ca. 34&#37;, zu der &#8222;Late Majority&#8220; ebenfalls ca. 34&#37; und zu den &#8222;Leggards&#8220; ca. 16&#37;. Deutlich wird daraus auch, dass eine Einrichtung nicht mehr als innovativ bezeichnet werden kann, wenn sie den letzten beiden Segmenten zugeordnet werden, d.h. eine Technologie&#47;Innovation einf&#252;hrt, wenn sie bereits bei der Mehrheit der Einrichtungen zum Standardangebot geh&#246;ren.</Pgraph><Pgraph>Neben der Marktforschung erscheint auch eine begleitende Innovationskommunikation sinnvoll, damit die Kunden zum Zeitpunkt der Markteinf&#252;hrung entsprechend &#252;ber die Innovationen informiert sind und die Vorteile kennen, damit sie m&#246;glichst kurz nach der Markteinf&#252;hrung eine neue Dienstleistung in Anspruch nehmen. Der Diffusionsprozess nach Rogers gilt grunds&#228;tzlich auch f&#252;r die Kundenseite. Es sind nur wenige, die unmittelbar nach Erscheinen von Neuigkeiten diese auch kaufen. Es ist aber wichtig, dass diese Zahl m&#246;glichst hoch ist, denn sie agieren als Multiplikatoren. Gelingt es nicht, gleich zu Beginn eine ausreichend gro&#223;e Zahl an Kunden f&#252;r eine Innovation zu begeistern, l&#228;uft man Gefahr, dass die Innovation, bevor sie &#252;berhaupt erfolgreich wird, wieder vom Markt verschwindet. Die Portfolioanalyse im Marketing unterscheidet bei den Produkten&#47;Dienstleistungen </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">&#8222;Question Marks&#8220; &#8211; hohe Investitionen im Bereich der Innovation; das &#220;berleben der Produkte&#47;Dienstleistungen ist noch ungewiss; hoher Werbeaufwand,</ListItem><ListItem level="1">&#8222;Stars&#8220; &#8211; hoher Umsatz und Profit; oft Trendprodukte,</ListItem><ListItem level="1">&#8222;Cash Cows&#8220; &#8211; mittlerer Profit mit gleichbleibendem Umsatz; geringe Kosten f&#252;r Werbung; vielfach traditionelle Produkte,</ListItem><ListItem level="1">und &#8222;Poor Dogs&#8220; &#8211; geringer Marktanteil, geringer Profit; Produkte haben nur noch geringen Marktanteil; Entscheidung muss gef&#228;llt werden, ob sie vom Markt genommen werden. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>F&#252;r Innovationen bedeutet dies, dass erst Dienstleistungen, die erfolgreich aus der Einf&#252;hrungsphase hervorgehen, zu &#8222;Stars&#8220; werden. Sofern das Wachstum dann zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt nur noch gering steigt oder stagniert, wird der &#8222;Star&#8220; zur &#8222;Cash Cow&#8220;. Zu &#8222;Poor Dogs&#8220; werden die Angebote, wenn sie nur noch einen geringen Marktanteil haben und somit zu Auslaufprodukten werden. Ist nun z.B. die Innovationskommunikation unzureichend, kann es sein, dass aus einem &#8222;Question Mark&#8220; direkt ein &#8222;Poor Dog&#8220; wird oder das Angebot direkt wieder vom Markt genommen werden muss.</Pgraph><Pgraph>Im Folgenden soll detaillierter nur auf die Bereiche Ideengenerierung und Innovationskommunikation eingegangen werden.</Pgraph><SubHeadline>Ideengenerierung und Open Innovation</SubHeadline><Pgraph>Bei der Ideengenerierung geht es vor allem darum, eine m&#246;glichst gro&#223;e Zahl von Ideen zur Verf&#252;gung zu haben, um aus diesen ausw&#228;hlen zu k&#246;nnen. Schwierig ist es, wenn die Zahl der Ideen gering ist, so dass nur noch in geringem Umfang eine weitere Reduktion stattfinden kann. Die Gefahr ist gro&#223;, sich mit zweit- oder drittbesten L&#246;sungen begn&#252;gen zu m&#252;ssen.</Pgraph><Pgraph>Eine Befragung hat ergeben, dass in Bibliotheken und &#246;ffentliche Informationseinrichtungen der gr&#246;&#223;te Teil der Beitr&#228;ge zu Innovationen von der F&#252;hrungs- und Leitungsebene kommt. Erst mit Abstand werden die Mitarbeiter genannt <TextLink reference="3"></TextLink>. Im Mittelpunkt stehen aber eindeutig die internen Faktoren, d.h., dass auch die Innovationen von innen kommen und eine externe Orientierung eine eher untergeordnete Rolle spielt. Hier spricht man auch von &#8222;Closed Innovation&#8220;. Die Innovationen bzw. die Ideeng<TextGroup><PlainText>ener</PlainText></TextGroup>ierung erfolgt durch einen kleinen Kreis von Spezialisten aus der Bibliothek, obwohl eine maximale Orientierung an den Kundenbed&#252;rfnissen erfolgen soll. Als Gegensatz zum Prinzip der &#8222;Closed Innovation&#8220; hat sich mehr und mehr das Prinzip der &#8222;Open Innovation&#8220; durchgesetzt. Nach Chesbrough ist &#8222;Open Innovation &#91;...&#93; die &#214;ffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen und damit die aktive strategische Nutzung der Au&#223;enwelt zu Vergr&#246;&#223;erung des eigenen Innovationspotenzials.&#8220; <TextLink reference="10"></TextLink> Im Mittelpunkt steht somit die Einbindung Externer. Das k&#246;nnen Kunden, aber auch Nichtkunden mit Branchenkenntnissen, Mitglieder von Innovation Communities etc. sein. Damit besteht die M&#246;glichkeit, die Basis der Ideen deutlich zu erweitern, um dann die besten Ideen umsetzen zu k&#246;nnen. Inzwischen gibt es eine Reihe von Plattformen, die auch von Unternehmen genau f&#252;r diesen Zweck genutzt werden: Dazu dienen offene Ideenplattformen wie <Hyperlink href="http:&#47;&#47;openideas.biz&#47;">Openideas.biz</Hyperlink>, <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.atizo.com&#47;">Atizo.com</Hyperlink>, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.openinnovators.de&#47;">OpenInnovators.de</Hyperlink>, <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.innocentive.com&#47;">Innocentive.com</Hyperlink>, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;springspotters.com&#47;springspotters&#47;">Springspotters.com</Hyperlink> sowie <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.psfk.com&#47;">Psfk.com</Hyperlink>. Dar&#252;ber hinaus gibt es z.B. auch Brainstorming-P<TextGroup><PlainText>ortale f&#252;r</PlainText></TextGroup> kreative Querdenker wie <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.brainr.de&#47;">Brainr.de</Hyperlink> oder <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.brainfloor.com&#47;">Brainfloor.com</Hyperlink>. Eine Alternative besteht &#252;ber eigene bibliotheksinterne Plattformen, &#252;ber die z.B. die Zentralbibliothek f&#252;r Wirtschaftswissenschaften einen Ideenwettbewerb ausgelobt hat: &#8222;Die ZBW l&#228;dt Sie ein zu ihrem ersten Open Innovation-Ideenwettbewerb &#8211; The EconBiz Challenge: Ideas for Tomorrow&#39;s Economists. Gesucht werden Ideen f&#252;r technologiegest&#252;tzte Services f&#252;r die Wirtschaftswissenschaft.&#34; <TextLink reference="11"></TextLink> Gewinner waren eine Doktorandin aus Osnabr&#252;ck, ein Professor aus M&#252;nchen und ein Ingenieur <TextLink reference="12"></TextLink>. Interessant ist dabei, dass niemand der Gewinner des Wettbewerbs aus dem bibliothekarischen Umfeld stammt. Auf diese Potenziale sollten auch Bibliotheken nicht verzichten, auch wenn Bibliotheken &#8222;Lead User&#8220; (eigene anspruchsvolle, fortschrittliche Kunden) sowie Kunden mit Fachkenntnissen und Nichtkunden mit Branchenkenntnissen als besonders geeignet f&#252;r Open Innovation halten <TextLink reference="3"></TextLink>. Ber&#252;cksichtigt werden sollte im Rahmen der Ideenfindung aber auch, dass viele der Ideen au&#223;erhalb der Unternehmen generiert werden, z.B. im Urlaub oder in der Freizeit. Bibliotheken m&#252;ssen Umgebungen schaffen, die die Mitarbeiter dazu animieren, ihre kreativen Potenziale auch au&#223;erhalb des Arbeitsplatzes einzusetzen.</Pgraph><SubHeadline>Innovationskommunikation</SubHeadline><Pgraph>&#8222;Innovationskommunikation wird &#91;&#8230;&#93; definiert, als systematische Initiierung Kommunikationsprozessen mit internen und externen Stakeholdern, in denen technische, &#246;konomische oder soziale Neuerungen bef&#246;rdert werden sollen.&#8220; <TextLink reference="13"></TextLink> Dabei kommen nach Zerfa&#223; und Ernst <TextLink reference="14"></TextLink> der Innovationskommunikation u.a. folgende Funktionen zu:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Vermittlungsfunktion,</ListItem><ListItem level="1">Bekanntmachungsfunktion,</ListItem><ListItem level="1">Dialogfunktion,</ListItem><ListItem level="1">Beobachtungsfunktion,</ListItem><ListItem level="1">Vermarktungs- und Absatzfunktion,</ListItem><ListItem level="1">Begleitfunktion sowie</ListItem><ListItem level="1">Reputations- und Imagefunktion.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Innovationskommunikation erfasst sowohl die externen als auch die internen Kunden.  Insbesondere wenn es um Prozessinnovationen geht, ist die interne Kommunikation von hoher Bedeutung, da sie auch unmittelbare Auswirkung auf die Mitarbeiter bzw. insgesamt auf die Personalsituation haben kann. Prozessinnovation kann gleichzeitig auch Personaleinsparung bedeuten bzw. &#196;ngste bzgl. eines Personalabbaus sch&#252;ren. Diesen Aspekt ber&#252;cksichtigen Zerfa&#223; und Huck in ihrer Definition, die sie explizit auf die interne Kommunikation ausrichten: &#8222;Innovationskommunikation als wesentlicher Teil der Unternehmens- bzw. Organisationskommunikation ist die systematisch geplante, durchgef&#252;hrte und evaluierte Kommunikation von Neuerungen mit dem Ziel, Verst&#228;ndnis f&#252;r und Vertrauen in die Innovation zu entwickeln &#91;...&#93;.&#8220; <TextLink reference="15"></TextLink> Entscheidend f&#252;r die Innovationskommunikation ist, dass sie kontinuierlich und f&#252;r die angesprochene Zielgruppe auch verst&#228;ndlich ist. Wesentliche Aspekte dabei sind, dass Nutzwert, Anwendungsm&#246;glichkeiten und Komplexit&#228;t in einer Weise vermittelt werden, so dass die Hemmschwelle der Nutzung der Innovation m&#246;glichst gering anzusetzen ist. Die Befragung 2009 hat ergeben, dass Bibliotheken vor allem die indirekte Kommunikation im Rahmen der Innovationskommunikation bevorzugen (Pressemitteilung, Internet, Kundenmagazine, Newsletter). Erst an vierter Stelle werden spezielle Events wie Tag der offenen T&#252;r genannt, gefolgt von pers&#246;nlichen Kontakten sowie Messe und Tagungen <TextLink reference="3"></TextLink>. Ber&#252;cksichtigt man, dass indirekte Kommunikation &#252;berwiegend &#214;ffentlichkeitsarbeit ist, die auf Profilbildung und Image einer Einrichtung ausgerichtet ist, so darf bezweifelt werden, dass sie die Wirkung hat, eine Innovation ins unmittelbare Bewusstsein der Kunden zu r&#252;cken. Nach Rogers bedarf es f&#252;r den Erstkauf einer Innovation folgender Stufen <TextLink reference="9"></TextLink>: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Knowledge: das Wissen um eine Innovation, von ihr &#252;berhaupt erst erfahren,</ListItem><ListItem level="1">Persuation: von der Innovation und ihrem Nutzen &#252;berzeugt werden,</ListItem><ListItem level="1">Implementation: wo ist die Innovation erh&#228;ltlich, welche Voraussetzungen sind notwendig, wie hoch ist der Aufwand der Implementierung (z.B. bei technischen Ger&#228;ten),</ListItem><ListItem level="1">Decision: die Entscheidung f&#252;r und wider eine Innovation und</ListItem><ListItem level="1">Confirmation: die Entscheidung (sich selbst) best&#228;tigen.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Der Kunde w&#252;nscht heute in vielen F&#228;llen vor der Entscheidung eine weitere Phase: die des Ausprobierens. Diesem Wunsch kommen auch immer mehr Anbieter nach. Bibliotheken m&#252;ssen &#252;berlegen, wo und wie sie dies bei ihren jeweiligen Dienstleistungen realisieren k&#246;nnen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausblick">
      <MainHeadline>Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Der Beitrag konnte das Thema Innovation in Bibliotheken nur anrei&#223;en und ein paar zentrale Aspekte darstellen. Es ist festzustellen, dass das Thema Innovation in Bibliotheken bereits angekommen ist, es mangelt jedoch in vielen Einrichtungen unter der Systematisierung der Prozesse. Innovation sollte als Instrument verstanden werden, das in die strategische Planung der Bibliothek mit einbezogen wird. Aber Bibliotheken werden sich dieser Herausforderung stellen m&#252;ssen, wollen sie in den n&#228;chsten Jahren mit den Entwicklungen mithalten, die der Kunde von einer Bibliothek wie selbstverst&#228;ndlich auch erwarten wird.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Bruhn M</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2008</RefYear>
        <RefBookTitle>Qualit&#228;tsmanagement f&#252;r Dienstleistungen. Grundlagen, Konzepte, Methoden</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Bruhn M. Qualit&#228;tsmanagement f&#252;r Dienstleistungen. Grundlagen, Konzepte, Methoden. 7. Aufl. Berlin: Springer; 2008.</RefTotal>
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      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Statistisches Bundesamt</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2009</RefYear>
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