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<GmsArticle>
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    <Identifier>mbi000170</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000170</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0001709</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die Fachbibliothek Medizin an der Johannes-Gutenberg-Universit&#228;t Mainz</Title>
      <TitleTranslated language="en">The Medical Branch Library at the Johannes-Gutenberg-University Mainz</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Geisel</Lastname>
          <LastnameHeading>Geisel</LastnameHeading>
          <Firstname>Heike</Firstname>
          <Initials>H</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Fachbibliothek Medizin, Universit&#228;tsbibliothek Mainz, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>H.Geisel&#64;ub.uni-mainz.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Schweizer</Lastname>
          <LastnameHeading>Schweizer</LastnameHeading>
          <Firstname>Stefanus</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Fachbibliothek Medizin, Universit&#228;tsmedizin, Geb&#228;ude 602, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, Deutschland<Affiliation>Fachbibliothek Medizin, Universit&#228;tsbibliothek Mainz, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>S.Schweizer&#64;ub.uni-mainz.de</Email>
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      <Publisher>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical library</Keyword>
      <Keyword language="en">University Library Mainz</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinbibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Universit&#228;tsbibliothek Mainz</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20090902</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>9</Volume>
        <Issue>2-3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Medizinbibliotheken an Hochschulen in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>42</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Die Fachbibliothek Medizin (FBM) wurde 1969 gegr&#252;ndet. Sie ist eine ausgelagerte Abteilung der Zentralbibliothek auf dem Gel&#228;nde der Universit&#228;tsklinik und stellt den Studierenden und Mitarbeitern der klinischen und klinisch-theoretischen Medizin ortsnah alle bibliothekarischen Dienstleistungen zur Verf&#252;gung. Im traditionellen Bibliotheksservice wird der Schwerpunkt auf die Ausleihe inklusive Lehrbuchsammlung gelegt, im digitalen Bereich auf elektronische Zeitschriften und B&#252;cher. Die etablierten Kurse und Lehrveranstaltungen werden durch zielgruppenorientierte Webseiten und Online-Tutorials erg&#228;nzt. </Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>The Medical Library (Fachbibliothek Medizin (FBM)) was founded in 1969 as a Department of the Central University Library (Zentralbibliothek), and is located within the grounds of the University Medical Center in Mainz. The purpose of the library is to provide all services for students and staff of clinical and clinical-theoretical medicine. Traditional library services focus on media lending, including the textbook collection. In the digital domain, emphasis is on electronic journals and books. The well-established courses and lectures are enhanced through group-specific orientated websites and online tutorials.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Fachbibliothek Medizin in Mainz">
      <MainHeadline>Die Fachbibliothek Medizin in Mainz</MainHeadline>
      <SubHeadline>Geschichte und Aufgabe der Bibliothek</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Fachbibliothek Medizin (FBM) wurde 1969 als &#8222;Medizinische Abteilung&#8220; der Universit&#228;tsbibliothek (UB) gegr&#252;ndet. Sie hatte einen Vorg&#228;nger in der &#8222;Medizinischen Zentralbibliothek&#8220; des Klinikums, die von 1958&#8211;1968 existierte. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Entfernung zwischen Campus und Klinikum betr&#228;gt ca. 20 Minuten f&#252;r Fu&#223;g&#228;nger, bzw. 10 Minuten mit dem Auto; eine direkte Verbindung mit &#246;ffentlichen Verkehrsmitteln existiert inzwischen nicht mehr. </Pgraph>
      <Pgraph>Vor diesem Hintergrund erfolgte die Gr&#252;ndung der &#8222;Medizinischen Abteilung&#8220; der UB und deren Ansiedlung auf dem Kliniksgel&#228;nde auch in der Absicht, dem medizinischen Personal und den Studierenden der klinischen Semester schnell und bequem die ben&#246;tigte Literatur zur Verf&#252;gung zu stellen. Au&#223;erdem sollte diese neue Abteilung gleichzeitig Aufgaben einer Fachbereichsbibliothek erf&#252;llen. Die Best&#228;nde der fr&#252;heren &#8222;Medizinischen Zentralbibliothek&#8220; wurden in die &#8222;Medizinische Abteilung&#8220; eingegliedert. </Pgraph>
      <Pgraph>Ab Januar 1971 wurde in der Bibliothek eine Ausleihe eingerichtet, &#252;ber die Monographien und Zeitschriften aus der Zentralbibliothek ausgeliehen werden konnten, au&#223;erdem eine Fernleihstelle. Im Januar 1984 zog die Fachbibliothek Medizin (dieser Name wurde erst 1988 offiziell) in ein anderes Geb&#228;ude auf dem Kliniksgel&#228;nde um (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). Die ehemalige Personalkantine musste zun&#228;chst f&#252;r die Zwecke der Bibliothek umgebaut werden. So wurde ein offener Innenhof durch Installierung einer selbsttragenden Regalanlage und eine Dachaufstockung zum 3-st&#246;ckigen Zeitschriftenmagazin. Der Speisesaal wurde zum Lesesaal (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) und in weiteren R&#228;umlichkeiten wurden ein B&#252;ro, die Ausleihe und die Lehrbuchsammlung eingerichtet.</Pgraph>
      <Pgraph>Seit 1990 geh&#246;rt die FBM ausschlie&#223;lich zur Zentralbibliothek. Damit wurden manche Schwierigkeiten der Vergangenheit beseitigt, die sich aus verteilten Zust&#228;ndigkeiten ergaben. Nichtsdestotrotz blieb eine Situation &#8222;zwischen den St&#252;hlen&#8220; weiterhin bestehen. So ist f&#252;r alles, was mit dem Geb&#228;ude verbunden ist, die Klinik zust&#228;ndig. Alles bewegliche Mobiliar, einschlie&#223;lich Computer, Kopierer u.&#228;. f&#228;llt in die Zust&#228;ndigkeit des Campus. </Pgraph>
      <Pgraph>Weitere Anpassungsprozesse blieben nicht aus. Gr&#246;&#223;ere Ver&#228;nderungen standen mit der Einf&#252;hrung von computergest&#252;tzten Arbeitsg&#228;ngen an. Die Umstellung der Ausleihe auf EDV-Verbuchung geh&#246;rte zu den ersten Ver&#228;nderungen. Wobei in der FBM die gr&#246;&#223;te Schwierigkeit darin bestand, eine entsprechende Leitung zu legen, die eine Verbindung zur Zentralbibliothek auf dem Campus herstellte. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Katalogisierung der Best&#228;nde der FBM erfolgte komplett in der Zentralbibliothek. 1992 wurde die &#8222;Zentrale Bestellkartei&#8220; f&#252;r medizinische Literatur in die FBM verlegt. Zum einen sollten die einzelnen Kliniksbibliotheken (es gab zu unterschiedlichen Zeiten bis zu 35 Klein- und Kleinstbibliotheken auf dem Gel&#228;nde) einen Ansprechpartner in der N&#228;he haben, zum anderen war vorgesehen, den Bestand dieser Bibliotheken f&#252;r den Katalog zu erfassen. Aus diesem Grunde wurde es n&#246;tig, die EDV weiter auszubauen und einen PC f&#252;r die Katalogisierung aufzustellen. 1995 war es endlich soweit, die Leitung stand.</Pgraph>
      <Pgraph>Nach und nach hielt die Technik in der Bibliothek Einzug, zwar unter teilweise sehr schweren Geburtswehen, aber doch unaufhaltsam. So mussten die Bibliotheksnutzer noch bis 1992 die Zeitschriftenbest&#228;nde der Universit&#228;t in 2 gro&#223;en gebundenen B&#252;chern recherchieren. &#196;nderungen wurden von Hand eingetragen, bei neuen Titeln wurden maschinengeschriebene Zettel an entsprechender Stelle eingeklebt. Das Bibliothekspersonal arbeitete zwar schon mit Microfiches, aber bis man auch die Bibliotheksnutzer diese Medien nutzen lie&#223;, dauerte es seine Zeit. Mit einiger Verz&#246;gerung wurde auch der Online-Katalog in der FBM nutzbar.</Pgraph>
      <Pgraph>Im Jahr 2000 kam f&#252;r die Bibliothek netzwerktechnisch der Durchbruch durch einen Kooperationsvertrag mit der EDV-Abteilung des Klinikums. Es gab jetzt EDV-Betreuer vor Ort, die sich auch redlich m&#252;hten, unsere W&#252;nsche mit den M&#246;glichkeiten und verschiedenen Richtlinien (wie z.B. Schutz der Patientendaten im Kliniksnetz) in Einklang zu bringen. Ende 2000 konnten wir den Nutzern der Bibliothek endlich die M&#246;glichkeit bieten, an acht Clients Literatur im Internet zu recherchieren und auf elektronische Zeitschriften zuzugreifen. </Pgraph>
      <Pgraph>Es gab aber nicht nur Ver&#228;nderungen bei der Technik, es musste immer mehr Platz eingeplant werden &#8211; auch f&#252;r die Technik, aber insbesondere f&#252;r Zeitschriften, Lehrbuchsammlung, Lesesaal. In der Lehrbuchsammlung gab es mehrere Umr&#228;umaktionen, immer mit dem Ziel, auch das letzte Qu&#228;ntchen Platz auszunutzen und noch mehr B&#252;cher &#8218;hineinzupressen&#8217;. Der Bestand der Lehrbuchsammlung wuchs fast unaufhaltsam, obwohl immer wieder &#228;ltere Auflagen aussortiert wurden. Nur der Raum konnte nicht mitwachsen, der blieb immer gleich bei ca. 40 qm. Im letzten Stadium, vor dem gro&#223;en Umbau 2005 hatten wir sogar die Fenster mit Regalen zugestellt und damit 330 laufende Regalmeter in diesem Raum untergebracht. </Pgraph>
      <Pgraph>Der gro&#223;e Umbau 2005 wurde dadurch m&#246;glich, dass im Untergeschoss der Bibliothek mehrere R&#228;ume frei wurden, die bis dahin fremdgenutzt waren. Das Geb&#228;ude ist in einen Hang gebaut, wodurch sich auch im Untergeschoss an 2 Seiten Fenster befinden. Auf der einen Fensterseite entstanden die ersten richtigen B&#252;ros f&#252;r die Mitarbeiter. Vorher gab es nur 1 B&#252;ro im Erdgeschoss, alle anderen hatten ihre Arbeitspl&#228;tze im Publikumsbereich. Auch ein Sozialraum fehlte, der jetzt ebenfalls im Untergeschoss eingerichtet werden konnte. </Pgraph>
      <Pgraph>W&#228;hrend des Umbaus wurde das ganze 3 Stockwerke umfassende Zeitschriftenmagazin (ca. 1&#189; km gebundene Zeitschriftenb&#228;nde) bewegt und komplett ins Untergeschoss verfrachtet. Im 1. Stock des ehemaligen Innenhofs wurde ein Freihandbereich mit medizinischer Literatur ab Erscheinungsjahr 2000 eingerichtet; diese Literatur war vorher im geschlossenen Magazin der Zentralbibliothek untergebracht. Im Erdgeschoss wurde die Lehrbuchsammlung auf 2 zusammenh&#228;ngende R&#228;ume verteilt (ca. 110 qm). In der ehemaligen Ausleihe entstanden ein Gruppenarbeitsraum und eine Garderobe mit Schlie&#223;f&#228;chern. Die Ausleihe und die Lesesaalaufsicht wurden in der Mitte des Erdgeschosses zusammengelegt (<TextGroup><PlainText>Abbildung 3 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>).</Pgraph>
      <SubHeadline>Traditionelle Bibliotheksaufgaben</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Fachbibliothek Medizin bietet von Ausleihe &#252;ber Fernleihe, Auskunft, Lesesaal, Gruppenarbeitsraum und PC-Pool alle bibliothekarischen Dienstleistungen an.</Pgraph>
      <Pgraph>Ausleihe und Lehrbuchsammlung sind das Herzst&#252;ck der Bibliothek, nicht nur bildlich gesprochen. Durch die Zusammenlegung von Ausleihe und Aufsichtsplatz einschlie&#223;lich allgemeiner Auskunft ist hier eine zentrale Anlaufstelle entstanden, die auch Zugang zu allen weiteren R&#228;umlichkeiten der Bibliothek bietet: Lehrbuchsammlung, Lesesaal, PC-Pool, Zeitschriftenmagazin. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Lehrbuchsammlung &#8222;klinische Medizin&#8220; bietet den Studierenden die ben&#246;tigte Literatur in Mehrfachexemplaren. Im Freihandbereich findet man weiterf&#252;hrende Literatur. B&#252;cher aus der Lehrbuchsammlung k&#246;nnen <TextGroup><PlainText>4 Wochen</PlainText></TextGroup> ausgeliehen werden, eine Verl&#228;ngerung der Leihfrist ist nicht m&#246;glich. B&#252;cher aus dem Freihandbereich haben ebenfalls eine Leihfrist von 4 Wochen (Bedienstete Semesterleihe), diese kann allerdings im Bedarfsfall verl&#228;ngert werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Nach einem Pilotprojekt in der Zentralbibliothek liefen in der FBM Mitte 2008 die Vorbereitungen zur Umstellung der Ausleihe auf RFID an. Ab Anfang August wurde zun&#228;chst der Lesesaalbestand, dann die Best&#228;nde von Freihandbereich und Lehrbuchsammlung mit speziellen Funklabels ausgestattet. Anfang September installierte die Firma Bibliotheca die n&#246;tige Hardware: Spezialpads an den Ausleihpl&#228;tzen, einen Selbstverbucher f&#252;r die Bibliotheksnutzer und das Sicherheitsgate am Ausgang der Bibliothek. Im Oktober 2008 wurde der Selbstverbucher offiziell in Betrieb genommen und seitdem von den Studierenden auch gerne genutzt. Die R&#252;cknahme konnte aus Platzmangel nicht automatisiert werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Im Lesesaal findet sich neben Lexika, W&#246;rterb&#252;chern, Handb&#252;chern und speziellerer Literatur auch jeweils <TextGroup><PlainText>1 Exemplar</PlainText></TextGroup> der aktuellsten Auflage der Titel aus der Lehrbuchsammlung. Die vorhandenen 74 Arbeitspl&#228;tze werden gut genutzt und reichen zu Pr&#252;fungszeiten kaum aus. </Pgraph>
      <Pgraph>Auch der PC-Pool, der nur durch eine Holzschiebewand vom Lesesaal getrennt ist, wird so gut genutzt, dass sich zeitweise Warteschlangen bilden. Die  Bibliotheksnutzer k&#246;nnen an 20 PCs recherchieren, wobei 12 PCs f&#252;r l&#228;ngeres Arbeiten gedacht sind; 8 PCs sind auf Stehtischen montiert &#8211; hier kann mal schnell im Katalog recherchiert werden, oder man kann e-mails abfragen. Der Internetzugang an den Ger&#228;ten ist frei, im Hintergrund laufen allerdings ein Proxy-Server und eine Filtersoftware, um den Aufruf unerw&#252;nschter Seiten zu verhindern. Daneben sind Office-Programme und der Zugang zum Terminalserver der Universit&#228;t mit Spezialprogrammen installiert.</Pgraph>
      <Pgraph>Im Zeitschriftenmagazin befinden sich sowohl gebundene Zeitschriftenb&#228;nde als auch die Einzelhefte laufender Jahrg&#228;nge. Eine regul&#228;re Auslage mit allen laufenden Zeitschriftenheften fiel der Erweiterung des PC-Pools zum Opfer. Daher werden die Einzelhefte laufender Jahrg&#228;nge jetzt im Anschluss an die gebundenen Jahrg&#228;nge aufgestellt. Durch das immer gr&#246;&#223;ere Angebot an elektronischen Zeitschriften ist die Nutzung der gedruckten Zeitschriftenbest&#228;nde stark r&#252;ckl&#228;ufig.</Pgraph>
      <Pgraph>Auch die Fernleihe war mit den Jahren einem starken Wandel unterworfen. In der Zeit vor der Computerisierung fehlten in der FBM teilweise die traditionellen Nachweisinstrumente. Es gab einen Zettelkatalog mit der medizinischen Literatur aus Zentralbibliothek und FBM; es gab einen Bandkatalog mit dem &#8222;Gesamtverzeichnis der Zeitschriften&#8220; der Universit&#228;t; und es gab neben wenigen Zeitschriften- und Aufsatzbibliographien den &#8222;Index Medicus&#8220;, der exzessiv genutzt wurde &#8211; nicht nur von den Mitarbeitern. </Pgraph>
      <Pgraph>Ein erstes modernes Hilfsmittel waren Zeitschriftenkataloge auf Microfiche. Sp&#228;ter wurden immer mehr Kataloge &#252;ber das Internet abrufbar. Jetzt hatten wir mehr M&#246;glichkeiten bei der Bearbeitung der Fernleihen und nutzten diese auch eifrig. Daher blieb zun&#228;chst trotz sinkender Fernleihzahlen die Bearbeitungszeit fast gleich. Bis Mitte der 1990er Jahre waren &#252;ber 1000 bearbeitete Fernleihen in Spitzenmonaten keine Seltenheit, sp&#228;ter pendelte sich die Zahl bei ca. 500 pro Monat ein. Heute gibt es viele lizensierte Zeitschriften, au&#223;erdem k&#246;nnen die Bibliotheksnutzer vieles am PC direkt bestellen &#8211; sei es &#252;ber die verschiedenen Dokumentlieferdienste oder die 2006 in Mainz eingef&#252;hrte Online-Fernleihe. Die Zahl der traditionellen &#8222;rosa Fernleihscheine&#8220; in der FBM kann man inzwischen fast an den Fingern einer Hand abz&#228;hlen. </Pgraph>
      <Pgraph>Mit dem Anschluss der FBM an den ILV (Interner Leihverkehr der medizinischen Bibliotheken) stieg das Bestellvolumen wieder st&#228;rker an. Dieser nur den Mitarbeitern des Fachbereichs vorbehaltene Service wurde Anfang 2008 offiziell eingef&#252;hrt und erfreut sich gro&#223;er Beliebtheit. </Pgraph>
      <SubHeadline>Die digitale Bibliothek</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Mediziner geh&#246;rten Ende der 1990er-Jahren innerhalb der Universit&#228;t zu den Early Adopter der elektronischen Angebote. Insbesondere die elektronischen Zeitschriften wurden und werden intensiv genutzt. Die M&#246;glichkeit, das Angebot vom Arbeitsplatz bzw. von au&#223;erhalb zu nutzen, tr&#228;gt entscheidend dazu bei. Der Fachbereich Medizin unterst&#252;tzte den Ausbau des Angebots an elektronischen Medien 2001 in einem eigenen Projekt.</Pgraph>
      <Pgraph>Bei den Datenbanken wird insbesondere Pubmed genutzt. Andere Datenbanken wie die Cochrane-Library oder Web of Science werden von Kennern, d.h. eher selten genutzt. Der Journal Citation Reports erfreut sich eher zwangsl&#228;ufig einer intensiven Nutzung, weil die leistungsorientierte Mittelvergabe innerhalb des Fachbereichs eng an die Impakt-Faktoren gekn&#252;pft ist. </Pgraph>
      <Pgraph>Mit Stand 08&#47;2009 werden campusweit 2970 elektronische Zeitschriften lizenziert (Auswahl in der EZB: Fachgebiet Medizin, gelbe und gelb-rote Schaltung). Im Datenbankinfosystem DBIS firmieren 223 Datenbanken unter Medizin, darunter 17 von der Universit&#228;t lizenzierte, <TextGroup><PlainText>2 Einzelplatz-Datenbanke</PlainText></TextGroup>n sowie 14 von der DFG finanzierte. Die aktuell ca. 400 E-Books werden seit 1,5 Jahren angeboten und als Erg&#228;nzung des gedruckten Angebots gut angenommen. Das klinische Informationssystem up-to-date wird seit kurzem von der Universit&#228;tsmedizin finanziert.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Fachbibliothek Medizin legt einen weiteren Schwerpunkt auf informative Webseiten (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;1747.php">http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;1747.php</Hyperlink>). Neben allgemeinen Informationen werden wichtige Rechercheinstrumente zielgruppenorientiert aufbereitet. Erg&#228;nzt wird das Angebot durch Online-Tutorials (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;5856.php">http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;5856.php</Hyperlink>) zu verschiedenen Themen und ein Download-Center (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;3128.php">http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;3128.php</Hyperlink>) u.a. mit Kurs-Skripten.</Pgraph>
      <SubHeadline>Organisatorische Einbettung in die Universit&#228;t</SubHeadline>
      <Pgraph>Zwischen allen St&#252;hlen &#8211; so k&#246;nnte die Situation der FBM beschrieben werden. Im Januar 2009 wurde die Universit&#228;tsmedizin, eine selbst&#228;ndige K&#246;rperschaft des &#246;ffentlichen Rechts, gegr&#252;ndet. Neben der eigentlichen Krankenversorgung umfasst die K&#246;rperschaft auch den Bereich Forschung und Lehre. Gleichzeitig ist die Universit&#228;tsmedizin rechtlich ein Teil der Universit&#228;t. </Pgraph>
      <Pgraph>Wir haben uns daf&#252;r entschieden, die FBM organisatorisch bei der Universit&#228;tsbibliothek zu belassen, weil sehr viele Hintergrundsarbeiten wie z.B. die Bearbeitung der Medien oder auch die Verwaltung der elektronischen Angebote, in der Zentralbibliothek geleistet werden. Leider ist aber bis dato nicht klar, wer denn diese Leistungen nun bezahlt &#8211; Universit&#228;t oder Universit&#228;tsmedizin. Auch in anderen Bereichen gibt es fast nur Sonderl&#246;sungen, so ist die FBM beispielsweise netzwerktechnisch in einer &#8222;Demilitarisierten Zone&#8220; im IT-Nirvana zwischen Uninetz und Kliniknetz. Dieser Status hat manchmal reizvolle Vorteile mit individuellen und unb&#252;rokratischen L&#246;sungen, manchmal ergeben sich daraus aber auch jahrelange z&#228;he Verhandlungen bis eine Standardleistung zu Stande kommt.</Pgraph>
      <Pgraph>Der vorklinische Bereich ist auf dem Universit&#228;tscampus ans&#228;ssig und wird bibliothekarisch von der Zentralbibliothek versorgt.</Pgraph>
      <SubHeadline>Einbindung in Medizin-Curricula, Schulungen und F&#252;hrungen</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Bibliothek wird zwar formal nicht an curricul&#228;ren Lehrveranstaltungen beteiligt, gleichwohl erf&#228;hrt das Schulungsangebot eine quasi-curricul&#228;re Einbindung. Im 7. Semester des Medizinstudiums ist eine dringend empfohlene Lehrveranstaltung &#8222;Wissenschaftliches Bibliographieren&#8220; mit einer Semesterwochenstunde vorgesehen. Diese Veranstaltung wird im Wesentlichen vom Fachreferenten f&#252;r Medizin, wenn auch als Gastdozent unter dem Dach des Instituts f&#252;r Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin, bestritten. Durch diese Veranstaltung werden ca. 20&#37; der Studierenden dieses Semesters erreicht. Sehr erfolgreich bietet die FBM im ca. 3-w&#246;chigen Rhythmus auch Pubmed-Kurse an. Diese auf Doktoranden zugeschnittenen Kurse, die im Mittel von 11 Personen besucht werden, f&#252;gen sich thematisch und organisatorisch sehr gut in die Reihe der Doktoranden-Kurse des Instituts f&#252;r Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik ein (Statistik-Kurs sowie Kurs zur formalen Gestaltung der Doktorarbeit). Die in Kooperation mit der Zentralbibliothek angebotenen Endnote-Kurse werden gut besucht (alle 4&#8211;6 Wochen durchschnittlich 10 Teilnehmer). Freie Bibliotheksf&#252;hrungen werden auf Grund der geringen Nachfrage nicht mehr angeboten, gelegentlich wird eine Fachf&#252;hrung f&#252;r Auszubildende der Gesundheitsfachberufe nachgefragt, zunehmend auch in Verbindung mit einer Recherche-Einf&#252;hrung.</Pgraph>
      <SubHeadline>Kontakt</SubHeadline>
      <Pgraph>Fachbibliothek Medizin<LineBreak></LineBreak>Geb&#228;ude 602<LineBreak></LineBreak>Langenbeckstr. 1<LineBreak></LineBreak>55131 Mainz<LineBreak></LineBreak>Tel.: (06131) 17-2536<LineBreak></LineBreak>Fax: (06131) 17-3412<LineBreak></LineBreak>fbm&#64;ub.uni-mainz.de <LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;1747.php">http:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;1747.php</Hyperlink> </Pgraph>
      <SubHeadline>Kennzahlen der Bibliothek (Stand: Ende 2008)</SubHeadline>
      <Pgraph>Medizinstudierende (Vorklinik &#43; Klinik): 3459</Pgraph>
      <Pgraph>Fl&#228;che der Bibliothek: ca. 600 qm</Pgraph>
      <Pgraph>Zahl der MitarbeiterInnen der Bibliothek: 7 Personen auf 6 Vollzeitstellen</Pgraph>
      <Pgraph>Arbeitspl&#228;tze: insgesamt 116, davon 74 im Lesesaal, 20 Gruppenarbeitspl&#228;tze, 20 PC-Arbeitspl&#228;tze sowie je 1 in der Lehrbuchsammlung und im Zeitschriftenbereich</Pgraph>
      <Pgraph>Entleihungen 2008: 39.190</Pgraph>
      <Pgraph>Besucher 2008 (elektronische Z&#228;hlanlage): 137.684</Pgraph>
      <Pgraph>ILV-Bestellungen: 694 nehmend, 135 gebend</Pgraph>
      <Pgraph>Best&#228;nde: 3.700 B&#228;nde im Lesesaal, 9.600 B&#228;nde in der Lehrbuchsammlung, 2.800 B&#228;nde im Freihandbereich</Pgraph>
      <Pgraph>Zeitschriften: 34.600 Zeitschriftenb&#228;nde, 180 laufende Zeitschriften, 2.900 lizenzierte elektronische Zeitschriften</Pgraph>
    </TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Hoyer S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Jost K</RefAuthor>
        <RefAuthor>Wichert S</RefAuthor>
        <RefTitle>Ausbildung - Tutorials in Bild und Ton - Ein Projekt mit Auszubildenden an der Fachbibliothek Medizin der UB Mainz</RefTitle>
        <RefYear>2008</RefYear>
        <RefJournal>BuB</RefJournal>
        <RefPage>532-3</RefPage>
        <RefTotal>Hoyer S, Jost K, Wichert S. Ausbildung - Tutorials in Bild und Ton - Ein Projekt mit Auszubildenden an der Fachbibliothek Medizin der UB Mainz. BuB. 2008;60(7-8):532-3.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Geisel H</RefAuthor>
        <RefAuthor>Anderhub A</RefAuthor>
        <RefTitle>Informationsversorgung mit Netzprodukten - der Sonderfall Medizin</RefTitle>
        <RefYear>2002</RefYear>
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