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    <Identifier>mbi000057</Identifier>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Marketing 2.0 f&#252;r Medizinbibliotheken</Title>
      <TitleTranslated language="en">Marketing 2.0 for medical libraries</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Obst</Lastname>
          <LastnameHeading>Obst</LastnameHeading>
          <Firstname>Oliver</Firstname>
          <Initials>O</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Zweigbibliothek Medizin, Universit&#228;ts- &#38; Landesbibliothek, Domagkstrasse 9, 48149 M&#252;nster, Deutschland, Tel: &#43;49&#47;251.83-58550, Fax: &#43;49&#47;251.83-52583<Affiliation>Zweigbibliothek Medizin, Universit&#228;ts- &#38; Landesbibliothek, M&#252;nster, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>obsto&#64;uni-muenster.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">web 2.0, marketing</Keyword>
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      <Keyword language="de">&#214;ffentlichkeitsarbeit</Keyword>
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    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20070726</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>7</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Marketing 2.0 f&#252;r Medizinbibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>05</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Marketing und &#214;ffentlichkeitsarbeit sind f&#252;r Medizinbibliotheken essentielle Faktoren, die einen wichtigen Platz in der strategischen Ausrichtung einnehmen und die Einbettung in die Organisation und die Kundenbindung positiv beeinflussen. Der Wegfall des Informationsmonopols, die Informationsflut und der zunehmende Wettbewerb verst&#228;rken die Notwendigkeit f&#252;r Marketingaktivit&#228;ten. Grundlegende Prinzipien des Marketings und der &#214;ffentlichkeitsarbeit werden erl&#228;utert und mit Beispielen aus der Zweigbibliothek Medizin M&#252;nster illustriert. Neue Methoden wie Weblog-Marketing und Virales Marketing werden dargestellt.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>For medical libraries marketing and public relations are essential factors, which are important for strategic planning. They positively affect the imbedding into the organization and the customer relationship. The decrease of the information monopoly, the flood of information and the increasing competition strengthen the necessity for marketing activities. Fundamental principles of marketing and public relations are described and illustrated with examples from the Branch Library of Medicine at M&#252;nster. New methods such as weblog marketing and viral marketing are presented.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="A. Marketing?">
      <MainHeadline>A. Marketing?</MainHeadline>
      <Pgraph>Es gibt eine ganze Reihe von Gr&#252;nden f&#252;r Bibliotheksmarketing. Mit Marketing ist beileibe nicht nur das sprichw&#246;rtliche Klappern gemeint, das zum Handwerk geh&#246;rt, sondern vielmehr ein weit dar&#252;ber hinaus gehender Prozess, der die Gesamtheit der Bibliothek und ihrer Wirkung innerhalb der Fakult&#228;t umfasst. Es geht also nicht nur darum, Gutes zu tun und dar&#252;ber zu reden, sondern vielmehr in einem komplexen Ablauf von Bed&#252;rfnis- und Marktanalysen erfolgreiche Informationsprodukte zu erstellen. </Pgraph>
      <Pgraph>Wie in Verwaltung und Klinik ist auch in Bibliotheken das Denken in Arbeitsabl&#228;ufen und Aufgabenbereiche weitverbreitet. Als Dienstleistungsunternehmen gilt es jedoch &#8211; neben der Optimierung der internen Arbeitsabl&#228;ufe &#8211; auch auf die Au&#223;enwirkung zu achten. Dabei stellen sich zwei wichtige Fragen: 1. Welche Dienstleistungen werden angeboten&#63; 2. Welche Dienstleistungen werden ben&#246;tigt&#63; Sich Dienstleistungen als Produkte vorzustellen, die von Bibliothek - &#228;hnlich wie von einer Fabrik - auf einen Bedarf hin hergestellt werden, ist eine wichtige Voraussetzung f&#252;r eine Bibliothek, die im Stande ist, sich den Informationsbed&#252;rfnissen der Kunden flexibel anzupassen. </Pgraph>
      <Pgraph>Bei der Planung von Marketing und &#214;ffentlichkeitsarbeit darf die zeitliche und r&#228;umliche Umwelt der Bibliothek keinesfalls vernachl&#228;ssigt werden, ist es doch oft ausschlaggebend f&#252;r Erfolg und Misserfolg. Der heutige Kunde hat andere Anspr&#252;che als der Kunde vor zehn Jahren und der Kunde in zehn Jahren will wiederum anders von der Bibliothek bedient und umworben werden. Wenn man sich die Gegenwart anschaut, dann sind hier deutlich zwei Entwicklungen feststellen, die den Bibliotheks-Kundenkontakt (aus dem ja die so wichtige Kundenbindung entsteht) entscheidend pr&#228;gen wird: </Pgraph>
      <Pgraph>1. Die hoch interaktiven und produktiven M&#246;glichkeiten des Internets, die seit einigen Jahren entstehen, werden von den Nutzern begeistert aufgenommen und f&#228;rben &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; ihre Erwartungen an alles, was ihnen die heutige Bibliothek anbietet. Diese &#8222;neuen&#8220; M&#246;glichkeiten werden mit den Begriffen Web 2.0 oder Social Software bezeichnet, ihre Markenzeichen hei&#223;en Google, YouTube, MySpace, StudiVZ oder del.icio.us. </Pgraph>
      <Pgraph>2. Durch ihre hohe Interaktivit&#228;t und die Einbeziehung des Nutzers, der diese Dienste selber mitgestalten und sch&#246;pferisch ausformen kann, erzeugen sie eine hohe Kundenbindung und dienen damit den bibliothekarischen Marketingprojekten idealerweise als Vorbild. Auf einen kurzen Nenner gebracht, bietet sich im Web 2.0 die M&#246;glichkeit einer gleichwertigen Interaktion zwischen Bibliothekaren und Benutzern mit beiderseitigem Nutzen; die Summe solcher Beziehungen kann eine lebendige Community zwischen Bibliothek und Nutzer entstehen lassen. </Pgraph>
      <Pgraph>Marketing wird selbst f&#252;r &#8218;Staatsmonopolbetriebe&#8217; wie Universit&#228;tsbibliotheken immer unverzichtbarer. Die Gr&#252;nde daf&#252;r sind vielf&#228;ltig und naheliegend:</Pgraph>
      <SubHeadline>1. Informationsmonopol</SubHeadline>
      <Pgraph>Bibliotheken besitzen kein Monopol f&#252;r Information mehr. W&#228;hrend De-facto-Monopole in Form wissenschaftlicher Zeitschriften existieren, trifft dies f&#252;r die Informationsverteilung nicht zu. Zeitschriftenartikel und B&#252;cher k&#246;nnen direkt beim Autor, in PubMed Central, auf der Homepage des Verlags, bei 38m, bei Amazon, Google, Infotrieve oder einem der vielen Open Access Archive beschafft werden. Die Bibliothek ist nur einer von zahlreichen Vermittlern, wenn vielleicht auch oft noch der kosteng&#252;nstigste &#8211; zumindest f&#252;r die Benutzer, nicht jedoch f&#252;r den Unterhaltstr&#228;ger <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Bibliothek hat weder ein Monopol auf die Literaturbeschaffung noch auf die Beantwortung von Fragen, die sich unseren Benutzern im Wissenschafts- oder Klinikalltag stellen. Wie man wei&#223;, wird zuallererst ein Kollege oder ein sonstiger Experte konsultiert, erst wenn das nicht hilft oder nicht m&#246;glich ist, greift man zu seiner eigenen Sammlung von Textb&#252;chern und Zeitschriften bevor man eine MEDLINE-Recherche macht oder sich den Ressourcen der Bibliothek zuwendet. Das Prinzip lautet, dass die naheliegendste und erfolgversprechendste Informationsquelle benutzt wird, bevor weiter entfernte angezapft werden. Aus Studien zur Zeitschriftenbenutzung kennen wir dasselbe Ph&#228;nomen: Eine Ressource mit einzigartiger und sonst nicht verf&#252;gbarer Information (nur in gedruckten Form vorliegende Zeitschriften) wird nicht mehr benutzt, wenn der Zugang sich subjektiv verschlechtert, d.h. nicht mehr den gestiegenen Anspr&#252;chen (one-click access) gen&#252;gt.</Pgraph>
      <Pgraph>Wie Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> zeigt, hat die Wichtigkeit von bibliothekseigenem (und nur um diesen geht es hier) Inhalt in den letzten Jahren stetig abgenommen. Open Access und Nationallizenzen beschleunigen die Abw&#228;rtsbewegung, da immer mehr Content auch ohne eine Bibliothek vor Ort zug&#228;nglich wird. Wenn man 1980 mit 100&#37; gleichsetzt, dann betr&#228;gt die Wichtigkeit der Bibliotheksinhalte heute nur noch die H&#228;lfte - nach der zugegebenerma&#223;en subjektiven Einsch&#228;tzung des Autors. (In dieser Kurve sind Abok&#252;rzungen aufgrund der Zeitschriftenpreiskrise nicht eingerechnet.)</Pgraph>
      <SubHeadline>2. Un&#252;bersichtlichkeit</SubHeadline>
      <Pgraph>Das Internet ist f&#252;r eine zunehmende Un&#252;bersichtlichkeit bei der Unterscheidung der Informationsanbieter verantwortlich. Wenn ein Fakult&#228;tsangeh&#246;riger einen Artikel der Zeitschrift <Mark2>Blood</Mark2> sucht, geht er beim ersten Mal vielleicht noch &#252;ber den Bibliothekskatalog oder die EZB, danach legt er sich aber einen Bookmark auf die Homepage von <Mark2>Blood</Mark2>. Wei&#223; er beim n&#228;chsten Zugriff noch, dass er die Artikel dieser Zeitschrift nur deshalb im Volltext herunterladen kann, weil die Medizinbibliothek <Mark2>Blood</Mark2> online abonniert hat&#63; Vielleicht ist ihm dies nicht einmal beim ersten Zugriff klar gewesen. Wozu ist diese Information auch f&#252;r ihn wichtig&#63; F&#252;r die Bibliothek ist es dagegen u.U. lebenswichtig, dass den Kunden und Unterhaltstr&#228;gern bewusst ist, dass es die Bibliothek ist und kein anderer, die f&#252;r die freie Zug&#228;nglichkeit dieser Informationsquellen verantwortlich ist. Da die einst enge Beziehung zwischen Informationseink&#228;ufer und Informationsnutzer durch die zunehmende Virtualisierung des Angebots verschwindet, ist eine ebenso verst&#228;rkte &#214;ffentlichkeitsarbeit als Gegenbewegung notwendig. Dies ist ein wichtiger Marketingaspekt, der insbesondere durch Informationsprodukte wie die vorgestellten geleistet wird.</Pgraph>
      <SubHeadline>3. Entr&#228;umlichung </SubHeadline>
      <Pgraph>Unsere akademischen Nutzer kommen nicht mehr in die Bibliothek und nutzen die Ressourcen der Bibliothek fast ausschlie&#223;lich &#252;ber das Hochschulnetz. Eine von uns durchgef&#252;hrte Umfragestudie ergab, dass nur die H&#228;lfte unserer Benutzer &#246;fter als einmal im Monat die Bibliothek in der Domagkstra&#223;e aufsucht, dagegen 90&#37; die Bibliothek im Internet. Betrachtet man unsere Top-Kunden, wird die Diskrepanz noch deutlicher: Lediglich 3&#37; kommen mehrmals pro Woche in die Bibliothek, dagegen 69&#37; auf unsere Homepage &#8211; 36&#37; sogar jeden Tag. Dieser Prozess wird von uns gew&#252;nscht und forciert: Wenn die Nutzer nicht in die Bibliothek kommen, bringen wir die Bibliothek halt zu ihnen. Das geschieht, indem wir m&#246;glichst viele unserer Angebote ins Internet stellen, aber auch indem wir durch Weblogs, Newsfeeds, Newsletter, Zeitungen, Besuche und jede auch nur m&#246;gliche Art der Kommunikation auf unsere Dienstleistungen aufmerksam machen. Hier spielt das Internet eine immer gr&#246;&#223;ere Rolle: Bei einer Evaluierung unserer insgesamt 64 verschiedenen Dienstleistungen waren alleine neun der zehn attraktivsten nur &#252;ber das Internet zug&#228;nglich <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline>4. Kundenbindung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die obigen Entwicklungen - das Verschwinden des Informationsmonopols, die virtuelle Un&#252;bersichtlichkeit und die zunehmende Entr&#228;umlichung - f&#252;hren ob man es will oder nicht geradewegs zu <Mark1>dem</Mark1> Horrorszenario f&#252;r Marketingexperten: dem Verlust der Kundenbindung. Der Begriff Kundenbindung bezieht sich auf &#8222;den Aufbau und die Aufrechterhaltung einer Gesch&#228;ftsbeziehung als eine nicht zuf&#228;llige Folge von Markttransaktionen zwischen Lieferanten und Kunden&#8220; <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline>5. Auf dem Pr&#252;fstand</SubHeadline>
      <Pgraph>Im Zeitalter knapper Kassen im Gesundheitswesen, steigender Ausgaben f&#252;r Forschung und Entwicklung, h&#246;herer Anforderungen an Qualit&#228;t und Sicherheit, einer rapide fortschreitenden technologischen Entwicklung und einer stetig wachsender Informationsflut, selbst&#228;ndiger Universit&#228;tskliniken und leistungsorientierter Ressourcenvergabe richtet sich der Blick auch vielerorts auf die Medizinbibliotheken. Auch wir stehen zunehmend auf dem Pr&#252;fstand und m&#252;ssen unseren Wert f&#252;r die jeweilige Mutterorganisation beweisen &#8211; wenn nicht heute, so doch morgen.</Pgraph>
      <SubHeadline>6. Im Wettbewerb</SubHeadline>
      <Pgraph>Innerhalb von Universit&#228;ten, Medizinischen Fakult&#228;ten und Krankenh&#228;usern konkurrieren Bibliotheken mit anderen Einrichtungen um Ressourcen wie Geld, Raum, Personal oder einfach nur um Aufmerksamkeit. Dass Bibliotheken dabei objektiv im Wettbewerb stehen, scheint sich noch nicht &#252;berall herumgesprochen zu haben. In diesem Sinne ist es wichtig und richtig, auch einmal von Kunden an statt immer nur von &#8222;Nutzern&#8220; zu sprechen, da es die Sinne und Wahrnehmung f&#252;r die Dienstleistungsebene sch&#228;rft. Teilweise ist aber der Begriff &#8222;Kunde&#8220; an sich bereits verp&#246;nt <TextLink reference="4"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline>7. Klischees</SubHeadline>
      <Pgraph>Nicht zuletzt gilt es den g&#228;ngigen Klischees, wie Bibliothekare aussehen, was sie sind und welche Arbeit sie &#252;blicherweise verrichten, entgegenzutreten und ein eigenes, modernes Bild unserer T&#228;tigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln. Dies ist nicht nur f&#252;r die Reputation der Bibliothek und die Wahrnehmung der Bibliothekare als kompetente Informationsfachleute immens wichtig, sondern auch f&#252;r die berufliche Karriere (und f&#252;r die zuk&#252;nftigen Stellenangebote, wenn die Bibliothek eines Tages doch mal geschlossen wird ...).</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="B. Marketing!">
      <MainHeadline>B. Marketing!</MainHeadline>
      <SubHeadline>Am Anfang war SWOT</SubHeadline>
      <Pgraph>Am Beginn jeder Marketingaktivit&#228;t steht ein detaillierte Analyse der St&#228;rken und Schw&#228;chen der Bibliothek bzw. der gegenw&#228;rtigen Chancen und Risiken. Die so genannte SWOT-Analyse stellt daf&#252;r ein geeignetes Werkzeug dar. SWOT steht f&#252;r:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <OrderedList>
          <ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1."><Mark1>S</Mark1>trengths (St&#228;rken)</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2."><Mark1>W</Mark1>eaknesses (Schw&#228;chen)</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3."><Mark1>O</Mark1>pportunities (M&#246;glichkeiten)</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4."><Mark1>T</Mark1>hreats (Bedrohungen)</ListItem>
        </OrderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Welche Gebiete werden bei einer SWOT-Analyse typischerweise betrachtet&#63;</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1"> Allgemeine Unternehmenscharakteristika </ListItem>
          <ListItem level="1"> Produkte und Dienstleistungen </ListItem>
          <ListItem level="1"> Vertriebsorganisation </ListItem>
          <ListItem level="1"> Marktkommunikation (Kundenorientierung)</ListItem>
          <ListItem level="1"> Preise und Konditionen </ListItem>
          <ListItem level="1"> Herstellung, Beschaffung </ListItem>
          <ListItem level="1"> Finanzen, Kostenstruktur </ListItem>
          <ListItem level="1"> Personal </ListItem>
          <ListItem level="1"> Management und Organisation </ListItem>
          <ListItem level="1"> Informationsmanagement </ListItem>
          <ListItem level="1"> Kunden(ein)bindung</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Eine Analyse der St&#228;rken und Schw&#228;chen kann informell z.B. in einer Focus Group oder - formell und statistisch abgesichert - mittels einer Umfrage erfasst werden. </Pgraph>
      <SubHeadline2>Focus Groups</SubHeadline2>
      <Pgraph>Daten &#252;ber Informationsbed&#252;rfnisse von Bibliothekskunden werden in Deutschland meistens durch Umfragen gewonnen. Focus Groups stellen einen weiteren erfolgversprechenden Weg dar. 8-10 &#196;rzte, Wissenschaftler oder Studenten werden zu einer Art Diskussionsrunde eingeladen. Ein Moderator &#8211; je neutraler desto besser &#8211; stellt ihnen die intern ausget&#252;ftelten Fragen. Der Bibliotheksleiter kann als Protokollant teilnehmen, muss sich aber zur&#252;ckhalten. In der sich dann meist sehr lebhaft entwickelnden Diskussion werden viele Vorschl&#228;ge gemacht, Ideen eingebracht sowie Kritik ge&#228;u&#223;ert. Alles sollte unkommentiert bleiben, um das Brainstorming nicht zu st&#246;ren. Eventuell sollte die Diskussion aufgezeichnet werden, da bei nochmaligen Anh&#246;ren meist weitere Hinweise auf Nutzerw&#252;nsche gefunden werden. Anfangs sollten wohlgesonnene Nutzer eingeladen werden, um das Prinzip m&#246;glichst stressfrei zu testen. Den Zeitproblemen gerade im medizinischen Bereich kann durch Einladung zur Mittagszeit und Angebot eines kleinen Imbiss kreativ begegnet werden. Focus Groups stellen ein m&#228;chtiges Werkzeug dar, sowohl die St&#228;rken und Schw&#228;chen der Bibliothek auszuloten als auch die Kundenbindung zu verbessern <TextLink reference="5"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Umfragen</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die Ergebnisse von Umfragen k&#246;nnen in einem so genannten Aktionsportfolio zusammengestellt werden (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) <TextLink reference="6"></TextLink>. Was ist ein Portfolio&#63; Die abgefragten Dienstleistungen werden nach ihrer Bewertung bez&#252;glich Wichtigkeit und Zufriedenheit in ein Koordinatensystem eingetragen. Dieses erlaubt es nun, die Serviceleistungen in vier Gruppen zu unterscheiden und diesen bestimmte Aktionen zuzuordnen: Diejenigen Angebote, die eine hohe Wichtigkeit aber eine niedrige Zufriedenheit verzeichnen (Rechteck links oben), sind <Mark2>sofort zu verbessern</Mark2>. Diejenigen mit niedriger Wichtigkeit und niedriger Zufriedenheit (Rechteck links unten) sind <Mark2>mittelfristig zu verbessern</Mark2>, w&#228;hrend die Angebote mit hoher Wichtigkeit und hoher Zufriedenheit (Rechteck rechts oben) <Mark2>langfristig zu verbessern</Mark2> sind. Dienstleistungen mit niedriger Wichtigkeit aber hoher Zufriedenheit (Rechteck rechts unten) sind zu <Mark2>festigen</Mark2>. </Pgraph>
      <Pgraph>Das Portfolio-Rechteck wird von einer imagin&#228;ren Diagonalen, die von links unten nach rechts oben verl&#228;uft, in zwei gleiche Dreiecke zerschnitten. Dienstleistungen, die in der N&#228;he dieser Diagonalen liegen, haben den gleichen Grad an Wichtigkeit wie Zufriedenheit. Diese Dienste gelten zun&#228;chst als ausgewogen, es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Dienstleistungen, die unterhalb der Diagonalen liegen, stellen die prinzipiellen <Mark1>St&#228;rken</Mark1> einer Bibliothek dar. Je weiter eine Dienstleistung oberhalb dieser Diagonale liegt, desto unzufriedener sind die Kunden relativ zur Wichtigkeit (&#61;<Mark1>Schw&#228;chen</Mark1>) und desto schneller muss gehandelt werden. Bei den studentischen Bed&#252;rfnissen betrifft dies insbesondere den Internetzugang in der Bibliothek, die Anzahl der Lern- und Arbeitspl&#228;tze, die Lern- und Arbeitsbedingungen, die Lehrb&#252;cher und die Kopierer. Diesen f&#252;nf Schwachstellen wird die Bibliothek sich als erstes zuwenden m&#252;ssen. </Pgraph>
      <Pgraph>Seine Feststellungen sollte man stets in Relation zu potentiellen Mitbewerbern setzen. Machen Sie sich dazu eine &#220;bersicht wie Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> und tragen Sie Ihre Bibliothek sowie Ihre vier wichtigsten Mitbewerber ein, wie hier an einem Beispiel zum Buch- und Zeitschriftenbestand demonstriert.</Pgraph>
      <SubHeadline>Dann kam 4P</SubHeadline>
      <Pgraph>Neben der SWOT-Analyse gibt es die vier P&#8217;s des Marketings. Diese Unterteilung beruht auf der Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Vertriebspolitik: Die vier P&#8217;s des Marketing sind <Mark2>Produkt, Preis, Place, Promotion </Mark2><TextLink reference="7"></TextLink>. Manche f&#252;gen noch drei weitere Komponenten hinzu: <Mark1><Mark2>P</Mark2></Mark1><Mark2>ersonen, </Mark2><Mark1><Mark2>P</Mark2></Mark1><Mark2>rozesse und </Mark2><Mark1><Mark2>P</Mark2></Mark1><Mark2>hysische Erscheinung </Mark2><TextLink reference="8"></TextLink>. Bleiben wir bei den ersten vier Kriterien, stellt sich die Frage, was diese f&#252;r eine heutige Bibliothek bedeuten &#8211; eine Bibliothek eingebettet in und konfrontiert mit Nutzergemeinschaften&#63;</Pgraph>
      <SubHeadline2>Produkt</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die Bibliotheksinhalte werden immer weniger wichtig (s.o.), die Dienstleistungen dagegen wichtiger. Produkte sind also weniger Massenware, als vielmehr auf den individuellen Nutzer passgenau zurechtzuschneiden. Beispiele: RSS-Feeds von Neuerscheinungen, Newsfeeds zu seinem Doktorthema, zu seiner Einrichtung, Krankheit, etc pp. Dazu braucht man Nutzerprofile, die z.B. mit speziellen Dienstleistungen wie Ausleihe von PDAs und PDA-Anwendungen generiert werden k&#246;nnen. </Pgraph>
      <Pgraph> </Pgraph>
      <SubHeadline2>Preis </SubHeadline2>
      <Pgraph>Bibliotheksprodukte kosten doch nichts, was haben sie also mit &#8222;Preis&#8220; zu tun&#63; Das stimmt selbst auf den ersten Blick nicht mehr: Die Zeitschriftenpreiskrise und die zahlreichen Versuche, subito-Preise auf ein marktgerechtes Niveau zu heben, haben der &#214;ffentlichkeit bewusst gemacht, dass auch bibliothekarischen Dienstleistungen etwas kosten. Ist die Bibliothek das Geld wert, das wir in sie stecken&#63;, fragt sich der Unterhaltstr&#228;ger. Welche geldwerten Vorteile verschafft sie uns&#63;, fragen sich die Kunden. Die Open Access-Diskussion ist ein weiteres Beispiel daf&#252;r, wie schnell der Etat von Bibliotheken f&#252;r andere Zwecke verwendet werden kann - wenn auch nur gedanklich: Statt Zeitschriftenabos sollen aus dem Etat nun Article Publication Charges bezahlt werden <TextLink reference="9"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Jeder Benutzer kann sich weltweit ein Bild &#252;ber die Artikelpreise machen und so die Preise von Bibliotheken, Dokumentlieferanten und Verlagen vergleichen. Er kann also zu den f&#252;r ihn besten Bedingungen einkaufen. Dies setzt den einzelnen Anbieter enorm unter Druck, denn jetzt muss er der weltweiten Konkurrenz Paroli bieten. </Pgraph>
      <Pgraph> </Pgraph>
      <SubHeadline2>Place </SubHeadline2>
      <Pgraph>Die Bibliothek ist kein Tanker, der inmitten der Hochschule vor Anker liegt, sondern als Schnellboot st&#228;ndig in Bewegung, st&#228;ndig auf der Suche nach dem Ort, wo der Nutzer gerade fragend die Stirn runzelt. Ihn dort abzuholen, wo er sich gerade mit seiner ganz konkreten Fragestellung aufh&#228;lt, in seinem virtuellen Labor, seiner Online-Community, seiner E-Learning-Plattform, seiner Second Life-Hochschule (die er gerade nicht verlassen kann), macht eine erfolgreiche Bibliothek aus. Dagegen: Nicht ge&#246;ffnet zu haben, nicht vor Ort zu sein, nicht vielf&#228;ltig ansprechbar und kontaktbereit zu sein (via Email, IM, Skype, Blog) sind Sargn&#228;gel f&#252;r Bibliotheken. &#8222;Alles sofort, jederzeit und kostenlos&#8220; <TextLink reference="10"></TextLink> sind die drei Haupt-Schl&#252;sselw&#246;rter f&#252;r zufriedene Kunden.</Pgraph>
      <Pgraph> </Pgraph>
      <SubHeadline2>Promotion </SubHeadline2>
      <Pgraph>Bereits 1996 hat Oenicke in Online-Marketing die Entwicklung des Web 2.0 vorweg genommen <TextLink reference="7"></TextLink>: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation>
          <Mark2>Des weiteren wird die Promotion durch die Interaktivit&#228;t charakterisiert. Das hei&#223;t, der Kunde kann selbst als Sender in Aktion treten, was dem gesamten Marktgeschehen einen sehr dynamischen Charakter verleihen wird. Das f&#252;hrt zu einer Massenkommunikation im wortw&#246;rtlichen Sinn, denn Massen k&#246;nnen von nun an miteinander kommunizieren. Wesentlich f&#252;r die Online-Marketing-Kommunikation ist, sich dieser Entwicklungen bewusst zu sein und sich ihnen zu stellen. Denn es scheint, dass der Dialog gerade einer den wichtigsten k&#252;nftigen Erfolgsdeterminanten ist. </Mark2>
        </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Web 2.0 ist Massenkommunikation und Masseninteraktivit&#228;t, der Nutzer ist Konsument und Produzent von Metainformation, was dem gesamten Bibliotheks-Nutzer-Tandem einen sehr dynamischen Charakter verleiht.</Pgraph>
      <SubHeadline>Kundenbindung</SubHeadline>
      <Pgraph>Der Verlust der Kundenbindung &#8211; wenn auch aus anderen Gr&#252;nden &#8211; wird bereits seit l&#228;ngerer Zeit in &#246;ffentlichen Bibliotheken beobachtet. Dort existieren Marketingmodelle und Versuche, den wichtigen Markt der inaktiv gewordenen Kunden wieder zur&#252;ckzugewinnen. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation><Mark2>&#91;Mit einer&#93; Befragung von Kunden, die den Weg zur Bibliotheksnutzung wiederentdeckt haben, &#91;...&#93; soll die Frage beantwortet werden, ob eine R&#252;ckeroberung dieser wichtigen Kundengruppe &#252;berhaupt m&#246;glich ist. Eine Antwort w&#228;re f&#252;r alle &#246;ffentlichen Bibliotheken von Nutzen, die im harten Konkurrenzkampf um die Freizeit der Menschen um ihr Fortbestehen bangen m&#252;ssen &#91;...&#93;. Allerdings haben gerade diese eine ganz wesentliche Waffe in der Hand: den Zugang zu einem gro&#223;en und leicht &#252;ber ihre Mitgliederkarteien erreichbaren Markt &#8211; den Markt der inaktiv gewordenen Kunden. In Begriffen des Marketings gesprochen befindet sich diese Zielgruppe in einem &#187;kaufbereiten Zustand&#171;, d.h., es d&#252;rfte wesentlich leichter sein, diese Menschen anzusprechen, als solche, die noch nie eine Bibliothek benutzt haben.</Mark2> <TextLink reference="11"></TextLink> </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r Medizinbibliotheken geht der gro&#223;e Wettbewerb allerdings nicht um die Freizeit, sondern um die (noch knappere) Arbeitszeit unserer Nutzer. Auch in Medizinbibliotheken gibt es M&#246;glichkeiten, Kunden aus dem Ausleihsystem herauszufiltern, die l&#228;ngere Zeit inaktiv waren, und diese nach Gr&#252;nden f&#252;r das Fernbleiben zu befragen. Ebenso kann man die Verwaltung des Klinikums um eine Liste aller Wissenschaftler bitten, die dort angestellt sind, diese eventuell mit anderen Listen (Ausleihe, Fernleihe, usw. &#8211; so verf&#252;gt die Zweigbibliothek Medizin M&#252;nster durch das subito-Projekt der kostenfreien Dokumentenlieferung &#252;ber eine Liste der aktiven Nutzer von Zeitschriftenaufs&#228;tzen) abgleichen oder eine gezielte Umfrage starten: &#34;Haben Sie schon einmal Bibliotheksressourcen benutzt und wenn nein, warum nicht&#63;&#34; </Pgraph>
      <Pgraph>Mittels Content Management Systemen ist es prinzipiell m&#246;glich, ein computergest&#252;tztes Kundenmanagement oder auch <Mark2>Customer Relationship Management</Mark2> <TextLink reference="12"></TextLink> durchzuf&#252;hren. Bereits jetzt ist es Praxis bei gro&#223;en Internetunternehmen wie Amazon oder Google, durch Sammeln und Auswerten von Kundendaten detaillierte Einblicke in pers&#246;nliche, individuelle Entscheidungsprozesse zu erhalten. Datamining und intelligente Filter helfen, aus Nutzer-Tracking und - Profilen Vorhersagen &#252;ber das zuk&#252;nftige Informationsverhalten abzuleiten und hochindividuelle Dienstleistungen wie z.B. Current Awareness Dienste, Google AdSense, personalisierte Websuchen <TextLink reference="13"></TextLink>, usw. anzubieten. Bei dieser Profil-Erstellung helfen die zu profilierenden Nutzer kr&#228;ftig mit &#8211; denn ihnen werden Gegenleistungen daf&#252;r versprochen (Google hat dies mit seinen Tools zur Perfektion getrieben). </Pgraph>
      <Pgraph>Auch Bibliotheken k&#246;nnen hier mitmischen, wenn auch nicht in einem so gro&#223;en und professionellen Ma&#223;stab: Loggt sich der Nutzer heute in den Karlsruher OPAC ein, erh&#228;lt er die neuesten Anschaffungen zu seinen Lieblingsthemen angezeigt. Aber auch jeder Fachreferent kann sich Personalisierungs-Tools wie z.B. Bulkmailer bedienen und damit Hunderte oder Tausende von Studenten und Fachwissenschaftler pers&#246;nlich ansprechen.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation><Mark2>&#8222;Kundenzufriedenheit erh&#246;ht die Wechselbarrieren, pers&#246;nliche und exklusive Behandlung der Kunden erh&#246;ht die Kundenbindung, monet&#228;re Anreize erh&#246;hen die Wechselkosten und immunisieren den Kunden gegen Angebote des Wettbewerbs.&#8220;</Mark2> <TextLink reference="14"></TextLink> </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>&#34;Monet&#228;re Anreize f&#252;r Kunden&#34; klingt auf den ersten Blick zwar abwegig f&#252;r stattliche Bibliotheken, sind aber de facto f&#252;r &#246;ffentliche Unternehmen wie den unsrigen, die durch den Steuerzahler finanziert werden, quasi systemimmanent. Im Sinne dieser Definition d&#252;rften sich also Bibliotheken, die auf <Mark2>Kundenzufriedenheit</Mark2> sowie eine <Mark2>pers&#246;nliche und exklusive Behandlung</Mark2> setzen, kaum Sorgen um die Kundenbindung machen.</Pgraph>
      <SubHeadline>&#214;ffentlichkeitsarbeit</SubHeadline>
      <Pgraph>Wie transportieren Sie Ihre Entscheidungen, sei es &#252;ber Zeitschriften(ab)bestellungen, &#252;ber Erweiterungen&#47;K&#252;rzungen von Angeboten oder &#252;ber (Nicht)Teilnahme an Konsortien in die &#214;ffentlichkeit&#63; Was hat man &#252;berhaupt f&#252;r M&#246;glichkeiten, etwas bekannt zu machen&#63; In der Regel wird die Bibliothekskommission informiert, ein Aushang in der Bibliothek oder neuerdings auf der Homepage gemacht. Eine kurze Mitteilung in der Klinikumspostille oder der Tageszeitung d&#252;rfte dagegen schon zur Ausnahme z&#228;hlen. Generell sollten so viele Kan&#228;le wie m&#246;glich genutzt werden, denn die Aufmerksamkeitsspanne (gerade von Klinik&#228;rzten) ist doch eher begrenzt und die Konkurrenzsituation mit anderen Brosch&#252;ren und Personen, die um Aufmerksamkeit buhlen, sehr stark. Aufmerksamkeit kann man durch aktive Mitgestaltung erh&#246;hen, was eine starke Lanze f&#252;r die Benutzung von interaktiven Web 2.0-Diensten in der &#214;ffentlichkeitsarbeit bricht. </Pgraph>
      <Pgraph>Wie &#8211; eher ern&#252;chternde &#8211; Untersuchungen der ETH Z&#252;rich zeigten, werden durch intensivste Werbung und Aussch&#246;pfung der &#252;blichen Informationskan&#228;le lediglich 40&#37; aller Interessenten erreicht. Bei einer Umfrage zu e-Journals antworteten 80&#37; der Teilnehmer, wie sie denn auf elektronische Zeitschriften aufmerksam geworden w&#228;ren: &#8222;Durch ihre Umfrage&#33;&#8220; <TextLink reference="15"></TextLink> </Pgraph>
      <Pgraph>Generell sollten daher weitere Kan&#228;le genutzt werden, wie z.B. Weblogs und RSS. Die in aller Regel zu Widerspruch reizenden Bibliotheksentscheidungen gilt es nicht nur zu verbreiten, sondern vielmehr zu erkl&#228;ren und argumentativ zu untermauern. Argumente werden dann am besten wahrgenommen, wenn man mitdiskutieren kann und wenn man sie von Mitgliedern seiner eigenen Gruppe &#8211; den Peers &#8211; h&#246;rt. Mit dem offenen Anspruch von Blogs und ihrer M&#246;glichkeit der Interaktion f&#252;hlen sich die Nutzer als gleichwertig akzeptiert und beteiligen sich aktiv. Im Gegenzug erf&#228;hrt die Bibliothek mehr &#252;ber ihre Nutzer und ihre Bed&#252;rfnisse. Sie wird durch die Nutzerkommentare und -Argumente dazu animiert, ihre eigene Haltung besser, detaillierter und verst&#228;ndlicher darzulegen. Sympathien sollen f&#252;r die Bibliothek geweckt und Bef&#252;rworter der Bibliothekspolitik mit Munition versehen werden. Dabei gilt es immer, die Bibliothek als integralen und notwendigen Bestandteil der Mutterorganisation darzustellen, auf Bed&#252;rfnisse nicht nur prompt reagierend und diese erledigend, sondern vorausschauend zu befriedigen, noch ehe sich die Kunden selbst deren bewusst geworden sind. </Pgraph>
      <SubHeadline>Virales Marketing</SubHeadline>
      <Pgraph>Was ist virales Marketing&#63; Wikipedia <TextLink reference="16"></TextLink> beschreibt es als Marketingform, <Mark2>die existierende soziale Netzwerke ausnutzt, um Aufmerksamkeit auf Marken, Produkte oder Kampagnen zu lenken, indem Nachrichten sich epidemisch, wie ein Virus ausbreiten. Die Verbreitung der Nachrichten basiert damit also letztlich auf Mundpropaganda, also der Kommunikation zwischen den Kunden oder Konsumenten</Mark2>.</Pgraph>
      <Pgraph>Virales Marketing nutzt die Tatsache aus, dass im Web 2.0 dem Peer das meiste Vertrauen geschenkt wird, nicht der Firma. Wenn der Freund also etwas &#252;ber Coca-Cola wei&#223;, wird dies eher geglaubt &#8211; selbst wenn er es nur als Ger&#252;cht aufgeschnappt hat &#8211; als wenn Coca-Cola eine Verlautbarung macht. Auch wenn dieses Glaubw&#252;rdigkeitsph&#228;nomen vielleicht f&#252;r Bibliotheken nicht so existenziell ist, da es sich hier um eine hochvertrauensvolle Institution handelt, funktionieren diese &#8222;neuen&#8220; Marktmechanismen im Bibliotheks-Benutzer-Verh&#228;ltnis ebenso. Wie leicht lassen sich &#252;ber die Ger&#252;chtek&#252;che, d.h. Mundpropaganda, Serviceangebote verbreiten oder schlecht machen&#33; Wissen &#252;ber erweiterte &#214;ffnungszeiten werden sich auch ohne gro&#223;es Zutun der Bibliothek in Windeseile in der Nutzerschaft ausbreiten. Wie kann die Bibliothek diesen passiven Effekt nun im Sinne eines viralen Marketings (VM) aktiv f&#252;r sich ausnutzen&#63; Beim VM geht es in erster Linie nicht um Kundenempfehlungen, die z.B. aus einem jahrelangen Vertrauensverh&#228;ltnis zur Bibliothek entstanden sind, sondern es wird versucht, spontane Gelegenheitsempfehlungen zu instrumentalisieren <TextLink reference="17"></TextLink>. VM funktioniert theoretisch mit jedem Medium, wird aber fast nur im Internet eingesetzt, da sich dort die Marketing-Ger&#252;chte &#252;ber Weblogs, Community-Foren, Emails und Podcasts dank einer ultrakurzen Inkubationszeit schnell ausbreiten. S. Langner z&#228;hlt drei Ziele viraler Kampagnen auf, diese treffen auch f&#252;r Bibliotheken zu <TextLink reference="17"></TextLink>: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <OrderedList>
          <ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1."> Steigerung der Markenbekanntheit</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2."> Gewinnung von Kundeninformationen</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3."> Erh&#246;hung der Produktnutzung</ListItem>
        </OrderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Das Benzin im Motor einer VM-Kampagne ist typischerweise ein attraktives Empfehlungsobjekt, dass vom Erstnutzer per Knopfdruck an seine Freunde weitergegeben werden kann und in irgendeiner Weise auf die Institution verweist. Wir erinnern uns an die &#228;u&#223;erst erfolgreiche Moorhuhn-Spiel&#47;Johnnie Walker-Kampagne. Das Objekt der Begierde muss Idealerweise f&#252;nf Bedingungen erf&#252;llen: Es sollte <Mark2>unterhalten</Mark2> sowie <Mark2>neu</Mark2>, <Mark2>n&#252;tzlich</Mark2>, <Mark2>kostenlos</Mark2> und <Mark2>leicht</Mark2> <Mark2>verteilbar</Mark2> sein <TextLink reference="18"></TextLink>. Weiterleitungen (Empfehlungen) k&#246;nnen belohnt werden. </Pgraph>
      <Pgraph>Eine Bibliothek wird jetzt sicher kein Ballerspiel verteilen, und der Unterhaltungswert bibliothekarischen Marketings wird sich auch hier in Grenzen halten, aber die &#252;brigen vier Punkte kann man relativ leicht bedienen: Denken wir nur an n&#252;tzliche Tipps, wie man komplizierte Wege zum Ausweis, zur Literatur genial verk&#252;rzen kann, an eine Library Toolbar (s.u.), die das Wetter oder Vorlesungstermine anzeigt oder an die lustigen Werbevideos f&#252;r Bibliothek in YouTube. Zur Belohnung eignen sich z.B. Fernleihgutscheine oder Einmal-frei-Mahngeb&#252;hren.</Pgraph>
      <SubHeadline>Guerilla-Marketing</SubHeadline>
      <Pgraph>Leichter umzusetzen als virales Marketing ist das so genannte &#8222;Guerilla-Marketing&#8220;. Letzteres bezeichnet laut Wikipedia &#8222;die Wahl ungew&#246;hnlicher Aktionen im Marketing, die mit untypisch geringem Mitteleinsatz eine gro&#223;e Wirkung erzielen sollen&#8220; <TextLink reference="18"></TextLink>. Felix Holzapfel f&#252;hrt in seinem Weblogbuch <Mark2>Guerilla Marketing: Online, Mobile &#38; Crossmedia</Mark2> <TextLink reference="19"></TextLink> aus, dass es sich beim Guerilla Marketing (GM) eher um eine Philosophie handele und nicht um einen festgelegten Katalog bestimmter Ma&#223;nahmen oder ein Routine-Vorgehen. GM steht vielmehr f&#252;r ein bestimmtes Verhalten, eine innewohnende Kreativit&#228;t des Marketings. GM:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">
            <Mark2>Ist &#252;berraschend und einfach anders</Mark2>
          </ListItem>
          <ListItem level="1">
            <Mark2>Ist unberechenbar, niemals m&#252;de oder tr&#228;ge</Mark2>
          </ListItem>
          <ListItem level="1">
            <Mark2>Hei&#223;t handeln entsprechend dem &#8222;Maximalprinzip&#8220;</Mark2>
          </ListItem>
          <ListItem level="1">
            <Mark2>Hei&#223;t gut und pr&#228;zise planen</Mark2>
          </ListItem>
          <ListItem level="1"><Mark2>Bedeutet stets den entscheidenden Schritt voraus sein</Mark2> <TextLink reference="20"></TextLink> </ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Jeder dieser Aussagen k&#246;nnte auch von Bibliotheken unterschrieben werden. Gerade f&#252;r eine Institution wie die Bibliothek, die man nicht gerade mit Attributen wie Kreativit&#228;t, Spontaneit&#228;t (igitt&#33;), Unberechenbarkeit, Proaktivit&#228;t in Verbindung bringen w&#252;rde, k&#246;nnte GM &#252;berraschende Erfolge zeitigen. Das Image der Bibliothek w&#252;rde sich allerdings vom allzeit berechenbaren Bibliotheksdampfer zu etwas anderem (positiverem&#33;) wandeln, das vielleicht manchem (Mitarbeiter) zu unstet erscheinen mag. (Bei einem Brainstorming an der Zweigbibliothek Medizin M&#252;nster wurde als Zukunftsaufgabe der Bibliothek u.a. genannt: &#8222;Mal f&#252;nf Jahre nichts &#228;ndern.&#8220;).</Pgraph>
      <Pgraph>Gelungene GM-Kampagnen k&#246;nnen als kreative Vorbilder f&#252;r Bibliotheks-Aktionen dienen und auch im viralen Marketing benutzt werden. GM ist allerdings nicht mit viralem Marketing gleichzusetzen, es stellt eher einen &#220;berbegriff dar und ist medienunabh&#228;ngiger als jenes. Die Theorie zu GM ist im Guerilla Marketing Buch, fantasievolle Beispiele sind im gleichnamigen Blog zu finden <TextLink reference="21"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline>Image</SubHeadline>
      <Pgraph>Nicht nur Werbung f&#252;r die Bibliothekspolitik zu betreiben, sondern diese auch transparent zu machen, wird von den Kunden positiv wahrgenommen. Benutzt man dazu auch noch die allerneuesten Technologien, sei es virales Marketing, Social Software oder Handheld Computer, dann ist der Aha-Effekt auf Benutzerseite gewiss. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation><Mark2>What is the &#8220;street value&#8221; of your library online&#63;</Mark2> <TextLink reference="22"></TextLink> </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Ein umsichtig geplantes, koordiniert und professionell ausgef&#252;hrtes Marketingkonzept bietet die Chance, das Image der Bibliothek als solches immens zu steigern, und dies - wie wir aus der Werbung wissen &#8211; unabh&#228;ngig von der realen Angebotsqualit&#228;t. In Zeiten knapper Kassen kommt die alte Marketing-Weisheit wieder zum Tragen, dass nicht die objektive Service-Verschlechterung die entscheidende Negativ-Empfindung ausl&#246;st, sondern die Art und Weise wie diese Verschlechterung kommuniziert wird: Die Emotionen entstehen nur dann, wenn man keinen Grund f&#252;r die Verschlechterung erkennen kann und sich als ohnm&#228;chtig gegen&#252;ber einer gro&#223;en, undurchsichtig operierenden Organisation ansieht. Macht der Zugf&#252;hrer aber eine Durchsage, in der er sich f&#252;r die Versp&#228;tung entschuldigt und als genauen Grund Gleisarbeiten benennt, dann l&#228;sst sich die Wartezeit sehr viel leichter ertragen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Politik</SubHeadline>
      <Pgraph>In einer gro&#223;en medizinischen Fakult&#228;t mit angegliedertem Uniklinikum wie der unsrigen ist eine lediglich informelle Informationspolitik &#8211; so n&#246;tig wie diese auch ist &#8211; doch letztendlich aufgrund der schieren Gr&#246;&#223;e der Klientel zum Scheitern verurteilt. Einzelne wichtige Entscheidungen z.B. der Bibliothekskommission oder des Dekanats kann man so zwar am besten beeinflussen, meist gilt es aber nutzergruppen&#252;bergreifend Information zu verteilen und f&#252;r Verst&#228;ndnis zu werben. Angesichts einer Anzahl von 60 Instituts- und Klinikdirektoren, 120 Professoren, 1.000&#43; wissenschaftlichen, 5.000 weiteren Mitarbeitern und 3.000 Studenten ist dies selbstredend nur formell zu leisten &#8211; und sei es durch den personalisierten Serienbrief per Hauspost oder E-Mail. </Pgraph>
      <Pgraph>Aspekte der Meinungsf&#252;hrerschaft, Nutzungslenkung, Kundenmanipulation und &#8211; Einbindung spielen eine nicht zu untersch&#228;tzende Rolle bei der Wahl und Intensit&#228;t von PR-Produkten. Alles in allem gilt es nicht nur wie das Kaninchen auf die Schlange &#34;Benutzerzufriedenheit&#34; zu starren, sondern auch die <Mark2>Unique Selling Points</Mark2> zu beachten, wie John van Loo r&#228;t <TextLink reference="23"></TextLink> &#8211; auch wenn aus seiner Schilderung ein geh&#246;riger Frust &#252;ber die oft unverst&#228;ndliche und undurchsichtige Art herauszuh&#246;ren ist, wie Entscheidungen in der Fakult&#228;t getroffen werden:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation>
          <Mark2>&#34;As already mentioned the library has two publics, its funding source and its users. This is considerably more complex than in the case of a profit making organization. Library revenue and user success are not interdependent. The library may be providing a satisfactory service but not obtaining increased funds and vice versa. It could be that the library&#39;s continued financial support will come less from its actual ability or willingness to meet clients needs. It is paid for what it deserves, not what it earns. It is paid for not alienating important clients rather than for satisfying any one group.&#34;</Mark2>
        </Indentation>
      </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="C. Informations- produkte">
      <MainHeadline>C. Informationsprodukte</MainHeadline>
      <Pgraph>Als Marketinginstrument f&#252;r Dienstleistungen und Sprachrohr f&#252;r eine Informierung des Kunden hat die Zweigbibliothek Medizin ein abgestuftes Angebot von Produkten entwickelt. Dabei spielen die M&#246;glichkeiten des Internets eine zentrale, aber keinesfalls ausschlie&#223;liche Rolle. Die Kaskade bestand sieben Jahre lang &#8211; von 1997 bis 2004 &#8211; aus drei Produkten, zu denen sich nach dem Relaunch der Webseite ein tagesaktueller Nachrichtendienst &#8222;Aktuelles&#8220; auf der Homepage gesellte, der per RSS abonniert werden konnte. Vor kurzem wurde &#8222;Aktuelles&#8220; auf eine Blog-Software portiert und die Informationsinhalte der nun vier Produkte enger miteinander verzahnt, um Synergien besser nutzen zu k&#246;nnen. Gleichzeitig kam ein Podcast als w&#246;chentliches &#8222;Bibliotheksradio&#8220; hinzu. Bei der Distribution kommen damit insgesamt f&#252;nf Medienformen (Print, Email, Homepage, RSS, Podcast) zum Einsatz (Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>). </Pgraph>
      <Pgraph>Daneben werden noch weitere Informationsprodukte angeboten, die aber nicht aus eigenen Inhalten generiert werden, sondern aus Web-Nachrichtentickern bestehen. Diese sind einzigartig und nirgendwo sonst erh&#228;ltlich, da sie speziell f&#252;r die Informationsbed&#252;rfnisse unserer Kunden zusammengestellt wurden. Als Beispiele m&#246;gen gelten: UKM Aktuelles: die Pressemeldungen der Uniklinikums, MedizinNews: die Nachrichten aus der Tagespresse, PubMed-Artikel: die ver&#246;ffentlichten Artikel der Fakult&#228;t, gemergte RSS-Feeds als SDI-Dienste (s.u.).</Pgraph>
      <SubHeadline>Aktuelles</SubHeadline>
      <Pgraph>Der Nachrichtendienst &#8222;Aktuelles&#8220; wird seit dem Relaunch der Webseite im Jahre 2004 angeboten. Tagesaktuelle News, die nicht auf den Erscheinungstermin des Newsletters am Freitag warten k&#246;nnen, geh&#246;ren hierhin. Darunter z&#228;hlen z.B. Ausf&#228;lle bei den elektronischen Zeitschriften, Ank&#252;ndigungen &#252;ber Serverarbeiten, Feiertagsregelungen, &#214;ffnungszeiten, etc. Die News wurden &#252;ber das Frontend phpMyAdmin direkt in eine mySQL-Datenbank eingegeben. Daraus wurde &#8222;on-the-fly&#8220; ein Exzerpt mit dem Titel und einigen angerissenen W&#246;rtern auf der Homepage gesteuert und die Vollanzeige, die sich hinter dem Link verbirgt. Des weiteren wurde aus der Datenbank ein RSS-Feed generiert, der allerdings leider keine Nutzungsstatistik erlaubte. Das Blog &#8222;Aktuelles&#8220; wird im n&#228;chsten Kapitel besprochen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Der Newsletter</SubHeadline>
      <Pgraph>Seit 1995 informiert die Zweigbibliothek ihre Kunden regelm&#228;&#223;ig per Email, seit 1997 per Mailingliste. In den zehn Jahren, die der <Mark2>Newsletter</Mark2> nun besteht, wurden insgesamt 470 Ausgaben verschickt. Der Newsletter versucht die Informationen aus &#8222;Bibliothek, Medizin und Fachpresse&#8220; m&#246;glichst komprimiert und &#39;H&#228;ppchenweise&#39; zu geben, trotzdem ist er meist l&#228;nger als drei Druckseiten. Wie wir wissen, entspricht dies nicht ganz den Bed&#252;rfnissen unserer Kunden, die gerne einen k&#252;rzeren Newsletter h&#228;tten. </Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r den Brief  wurden u.a. der Scout-Report, die ZEIT, die FAZ, die S&#252;ddeutsche, idw-online, der Spiegel und viele andere Infoquellen ausgewertet. Dieser Teil des Newsletters wurde bereits Anfang 2007 eingestellt, da zu jedem dieser Angebote mittlerweile RSS-Feeds angeboten wurden. </Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r das Marketing von Bibliotheksprodukten ist es besonders wichtig, dass immer wieder neue Ideen und darauf aufbauend Dienstleistungen entwickelt werden. Nach dem so genannten Lifecycle-Management ist ein Produkt nicht als statisch zu betrachten, sondern ver&#228;ndert seine &#34;Marktperformance&#34; mit dem Lebensalter. Nach der Entstehung folgt eine Phase des Wachstums, die zum Reifestadium &#252;berleitet. W&#228;hrend das Wachstum von hohen Zuwachsraten gekennzeichnet ist, sinken diese in der Reifephase und verschwinden in Phase 4, der Markts&#228;ttigung. Die Bedeutung des Produkts &#34;<Mark2>im Dienstleistungskatalog der Bibliothek sinkt, bis es schlie&#223;lich aus dem Angebot herausgenommen werden muss und damit seinen Lebenszyklus beendet (Degenerationsphase)</Mark2>&#34; <TextLink reference="24"></TextLink>. Offensichtlich ist dies gerade beim Newsletter eingetreten: Seit einigen Jahren stagnieren die Abonnentenzahlen, der Service ist in die Jahre gekommen und kann mit neuen interaktiven Angeboten nicht mehr mithalten. Die Entwicklung eines neuen Produktes (Weblog &#8222;Aktuelles&#8220;) war also zum einen unverzichtbar, um weiter im Gesch&#228;ft zu bleiben, zum anderen, um die Bed&#252;rfnisse der Kunden wieder besser zu treffen.</Pgraph>
      <SubHeadline>med: Zeitschrift</SubHeadline>
      <Pgraph>Warum heutzutage noch eine gedruckte Zeitschrift&#63; &#196;hnlich wie der Papp-Polizist, der mit erhobenem Zeigefinger vor einem ver&#228;nderten Verkehrsschild steht, bedarf es auch in unserer interaktiven Web 2.0-Welt eines vertrauten Mediums, um erst einmal die Aufmerksamkeit f&#252;r diese sch&#246;ne neue Welt zu wecken. Gegen&#252;ber und neben der elektronischen Version bietet die Zeitschrift mehrere Vorteile: Auslage in der Bibliothek und in der Personalkantine, dadurch starke physische Pr&#228;senz. Sie hat einen hohen Aufmerksamkeitswert, wirkt professioneller, erreicht andere&#47;weitere Nutzergruppen, nimmt Werbeanzeigen auf.</Pgraph>
      <Pgraph>Insgesamt erzeugt eine gedruckte Zeitschrift mit einem gediegenen, vierfarbigen Layout eine h&#246;here Aufmerksamkeit und ein besseres Image als ein Flat-Ascii-Newsletter (2007 wurde die Bibliothekszeitung vollkommen erneuert und ein neuer Name gew&#228;hlt). Und nicht nur das: Man kann auch mehr damit machen. Man kann die Zeitschrift Nutzern in die Hand dr&#252;cken, man kann direkt darauf verweisen, neu berufenen Professoren kann man in einer Informationsmappe die letzten drei, vier Ausgaben zuschicken und ihnen damit das gew&#252;nschte Bild der Bibliothek vermitteln: professionell, kompetent, engagiert, freundlich. </Pgraph>
      <Pgraph>Als &#8222;Aufmacher&#8220; f&#252;r jedes Heftes wird ein Thema von zentraler Wichtigkeit f&#252;r unsere Klientel benutzt. Meist wird dabei versucht, Gast-Editoren zu finden, die mit einem Foto abgebildet werden und so einen zus&#228;tzlichen Blickfang bilden. Oft dienen zuf&#228;llige Begegnungen oder Beitr&#228;ge in Diskussionsgruppen als Anlass, jemanden anzusprechen und um einen Artikel zu bitten. Meistens wird der Bitte gerne entsprochen, es sogar als Ehre empfunden und um Belegexemplare gebeten. Auf diese Art und Weise wird mit einer relativ geringen Eigenleistung zu einer wesentlichen Aufwertung des jeweiligen Heftes beigetragen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Autoren der eigenen Fakult&#228;t gelegt. Diese sind zum einen leicht anzusprechen, zum anderen den Lesern bekannt und k&#246;nnen damit eher Qualit&#228;t versprechen und Interesse wecken.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="D. Web 2.0">
      <MainHeadline>D. Web 2.0</MainHeadline>
      <Pgraph>Bibliotheksmarketing ist ein kontinuierlicher Prozess, der die Gesamtheit der Bibliothek und ihre Wirkung auf die Nutzerschaft umfasst. Die Kommunikation mit dem Nutzer stellt ein zentrales Marketinginstrument dar. Nichts erscheint daf&#252;r geeigneter als die neuen Social Software-Anwendungen, die dem Nutzer eine aktive Rolle zuweisen &#8211; er soll an den Dienstleistungen teilnehmen und sie mitgestalten. Die Bibliothekskunden sind sowohl Nutzer als auch Produzent von Medien und Dienstleistungen und erwarten, dass diese neue Rolle auch von den Bibliotheken unterst&#252;tzt wird <TextLink reference="22"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation><Mark2>Web 2.0 technologies are a disruptive force that&#8217;s changing the way that messages about products and brands are delivered and received. The rise of social media powered by Web 2.0 is a dramatic change for marketing just as the printing press was for communications.</Mark2> <TextLink reference="23"></TextLink> </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Die pers&#246;nliche Interaktion stellt im Marketing eine conditio sine qua non dar. Gerade im Zeitalter der Entr&#228;umlichung von Information und Nutzer ist der pers&#246;nliche Kontakt von zentraler Bedeutung. Nicht umsonst hei&#223;t es: Wen man von Angesicht zu Angesicht kennt, dessen Etat wird man nicht so schnell beschneiden. Im Gegensatz zu Einbahnstra&#223;enverlautbarungen ohne Kommentarm&#246;glichkeit zeugt die Interaktivit&#228;t des Web 2.0 von einer offenen, nutzerorientierten Mentalit&#228;t: Die Bibliothek stellt sich dem Nutzer und l&#228;dt in zu einer Diskussion und der Erstellung gemeinsamen Contents ein. Als zentrales Erfolgskriterium wird in der Marketingliteratur der Begriff der <Mark2>Kundenbindung</Mark2> hervorgehoben, der als &#8222;Aufbau und Aufrechterhaltung einer Gesch&#228;ftsbeziehung als eine nicht zuf&#228;llige Folge von Markttransaktionen zwischen Lieferanten und Kunden&#8220; definiert wird <TextLink reference="3"></TextLink>. Das Ziel von Web 2.0 und das Potenzial einer intensiven Interaktivit&#228;t k&#246;nnte kaum besser formuliert werden: &#8222;Durch ihre hohe Interaktivit&#228;t und Einbeziehung des Nutzers dienen Web 2.0-Dienste ganz explizit dem Aufbau und der Aufrechterhaltung einer auf gegenseitigen Nutzen ausgerichteten Beziehung als eine nicht zuf&#228;llige Folge einer pers&#246;nlichen, Web 2.0-Kommunikation zwischen Bibliothekaren und Benutzern. Eine lebendige Community zwischen Bibliothek und Nutzer besteht aus der Summe solch gleichwertiger Beziehungen.&#8220; Mit ihrem offenen Anspruch und der M&#246;glichkeit der Interaktion f&#252;hlen sich die Nutzer als gleichwertig akzeptiert und beteiligen sich aktiv. Im Gegenzug erf&#228;hrt die Bibliothek mehr &#252;ber ihre Nutzer und ihre Bed&#252;rfnisse. Sie wird durch die Nutzerkommentare und -Argumente dazu animiert, ihre eigene Haltung besser, detaillierter und verst&#228;ndlicher darzulegen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Weblogs </SubHeadline>
      <Pgraph>Ein Weblog ist ein Logbuch im Web &#8211; ein Web-Tagebuch, in das man Beitr&#228;ge aller Art hineinschreiben kann. Ein Weblog (kurz Blog) besteht im Grunde aus ganz &#8222;normalen&#8221; Webseiten, die im Gegensatz zu den gewohnten statischen HTML-Seiten bei jedem Aufruf dynamisch aus einer Datenbank erzeugt werden. Eine zweite Besonderheit ist aber noch weitaus wichtiger: Weblogs erlauben Interaktivit&#228;t. Leser k&#246;nnen die Weblog-Beitr&#228;ge kommentieren und dadurch aktiv am Blog teilnehmen. Weblogs erlauben Interaktivit&#228;t nicht nur, sie ist sogar ein genuiner Bestandteil von Weblogs: Man muss Kommentare manuell ausschalten, will man das Blog nur als Einbahnstra&#223;e nutzen. Bibliotheksblogs, die sich an den Benutzer wenden, stellen eine hervorragende M&#246;glichkeit dar, der Bibliothek ein menschliches Gesicht, eine pers&#246;nliche Stimme zu geben.</Pgraph>
      <Pgraph>Klaus Eck nennt als Erfolgsfaktoren f&#252;r einen solchen Corporate Blog: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation><Mark2>Blog-Beitr&#228;ge &#91;&#8230;&#93; sollten kurz und pr&#228;gnant sein und m&#246;glichst schnell zur eigentlichen Botschaft f&#252;hren. Ein erfolgreiches Blog lebt durch die Authentizit&#228;t seiner Autoren. Je aktueller und authentischer die Texte eines Blogs sind, desto attraktiver wird das Blog f&#252;r viele Leser. Ein Blog sollte somit nicht als weitere Plattform f&#252;r klassische Werbebotschaften genutzt werden. </Mark2><TextLink reference="24"></TextLink> </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>In der Informationskaskade der Zweigbibliothek Medizin gab es zwei Nachrichtenkan&#228;le, die auf der Homepage miteinander konkurrierten: &#220;ber die ganz aktuellen Angelegenheiten informierte die Rubrik &#8222;Aktuelles&#8220; auf der Homepage, die w&#246;chentlichen Meldungen waren im Newsletter zu finden. Dies verwirrte Benutzer und Mitarbeiter. Mit der Blog-Software Wordpress wurden nun diese beiden Informationsstr&#228;nge vereinigt. &#196;hnlich wie bei der SUB Hamburg werden auf der Bibliothekshomepage Titel und kurze Exzerpte der Blog-Eintr&#228;ge angezeigt und von dort auf den Blog verwiesen. Wie gehabt, k&#246;nnen die Meldungen per RSS abonniert werden. Insgesamt l&#228;sst sich nun eine deutlich bessere Verzahnung der Informationsprodukte feststellen. W&#228;hrend fr&#252;her ein mehr oder weniger starkes Nebeneinander der einzelnen Publikationsorgane vorherrschte, zeichnet sich nun auch eine klare chronologische Strukturierung des Informationsflusses ab: </Pgraph>
      <Pgraph>Gestartet wird mit dem Weblog: Zuerst erscheinen die Meldungen (meist mit Bild) im Weblog &#8222;Aktuelles&#8220; und damit auch auf der Homepage. Der w&#246;chentliche Newsletter stellt im Wesentlichen lediglich eine Zusammenfassung der Weblog-Eintr&#228;ge der vergangenen Woche dar und ist als solches schnell und einfach zu erstellen. Er wird haupts&#228;chlich nur noch f&#252;r diejenige Klientel erstellt, die partout auf eine Benachrichtigung per Email bestehen und sich nicht mit RSS auskennen oder es lernen wollen &#8211; wahrscheinlich noch die absolute Mehrheit unserer Benutzer (800 Personen haben den Newsletter per Email abonniert, 40 die UKM-News per RSS).</Pgraph>
      <Pgraph>Die Zeitung &#8222;med&#8220; stellt dann die wichtigsten Blog-Beitr&#228;ge zusammen. Neu ist, dass im Heft nur noch kurz auf die Meldungen eingegangen wird &#8211; es wird lediglich als Anrei&#223;er benutzt &#8211; und dann auf die vollst&#228;ndigen und verlinkten Beitr&#228;ge im Blog verwiesen wird.</Pgraph>
      <Pgraph>Aber es gibt noch weitere Vorteile. Der Blog erm&#246;glicht eine Vereinheitlichung und Vereinfachung. Durch die Einbindung einer Vielzahl von RSS-Feeds kann die Seite sowohl dynamisch gestaltet werden als auch eine Portal-Funktion wahrnehmen. Zentral sind nat&#252;rlich Newsfeeds wie die Pressemeldungen des Uniklinikums, die Artikel der UKM-Forscher oder die Nachrichten aus der Fachpresse. Der Newsticker von Reuters Health soll ebenfalls eingebunden werden &#8211; vermutlich aber erst auf einer untergeordneten Seite. RSS-Feeds werden aber nicht nur vermittelt, sondern auch selber produziert: Die Beitr&#228;ge und Kommentare des Weblogs, aber auch einzelne Fachkategorien und Tags (Pharmazie, Chirurgie, Open Access) k&#246;nnen abonniert werden. </Pgraph>
      <Pgraph>Besonders hervorzuheben ist, dass Bibliotheksmitarbeiter die zugrundeliegende Software bereits durch das interne Blog <Mark2>auskunft</Mark2> sehr gut kennen und darum als Autoren gewonnen werden konnten.</Pgraph>
      <SubHeadline>Podcasts</SubHeadline>
      <Pgraph>Wieso bieten Zeitschriftenverlage und Nachrichtenagenturen mittlerweile Informationen in Form von Podcasts an&#63; Bei Podcasts handelt es sich um Audio- oder Videodateien, die &#252;ber das Internet ausgestrahlt werden, daher auch der Begriff Podcast &#61; iPod Broadcasting. Solcherart entstehen Radio- oder Fernsehbeitr&#228;ge, die nicht zu einer bestimmten Zeit konsumiert werden m&#252;ssen, sondern auf Abruf bereitstehen. Podcasts lassen sich auch als Newsfeed abonnieren. Die Zweigbibliothek Medizin nutzt dieses Medium, um die Neuigkeiten aus der Bibliothek als kontinuierliche Radiobeitr&#228;ge in Form eines Wochenr&#252;ckblicks anzubieten (available from:  <Hyperlink href="http:&#47;&#47;medbib.klinikum.uni-muenster.de&#47;mp3&#47;podcast.xml">http:&#47;&#47;medbib.klinikum.uni-muenster.de&#47;mp3&#47;podcast.xml</Hyperlink>). Schulungen zur medizinischen Literatursuche oder zum Web 2.0 sollen folgen, ebenso einzelne Vortr&#228;ge. </Pgraph>
      <Pgraph>Podcast-Marketing ist mittlerweile eine bekannte Form des Online-Marketings <TextLink reference="25"></TextLink>. Mit Podcasts k&#246;nnen bestimmte Zielgruppen sehr zielgenau erreicht werden, ohne die Marketingkampagne durch Streueffekte zu gef&#228;hrden. Podcast ist eine Medienform, die &#8211; &#228;hnlich wie RSS &#8211; immer &#246;fter als Format der Wahl im viralen Marketing eingesetzt wird, da der Unterhaltungs- und Spa&#223;faktor, insbesondere bei Video-Podcasts, einen gro&#223;en Empfehlungsanreiz darstellen.</Pgraph>
      <SubHeadline>RSS</SubHeadline>
      <Pgraph>Ein Weblog kann nicht nur als Webseite direkt besucht werden, sondern l&#228;sst sich auch per RSS-Feed <Mark2>abonnieren</Mark2>. Eine derartige Verbreitung von Information nennt man Syndication; eine der vielen Definitionen von RSS lautet auch <Mark2>Really Simple Syndication</Mark2> <TextLink reference="26"></TextLink>. Bekannte RSS-Feeds sind die Tagesschau-Nachrichten, die Heise Online News oder Nature Inhaltsverzeichnisse. Auch die aktuellen Bibliotheksinfos der Universit&#228;ts- und Landesbibliothek M&#252;nster k&#246;nnen per RSS abonniert werden <TextLink reference="27"></TextLink>. Neuere Versionen von Internetbrowsern erkennen automatisch, wenn auf einer Seite ein Newsfeed angeboten wird und blenden das entsprechende Icon in der Adresszeile ein.</Pgraph>
      <Pgraph>Ist es nicht zu fr&#252;h f&#252;r RSS, k&#246;nnen unsere Nutzer &#252;berhaupt mit diesem Format umgehen&#63; Noch 2005 war RSS unter unseren Newsletter-Abonnenten kaum bekannt und eine Umstellung w&#228;re ein Wagnis geworden <TextLink reference="28"></TextLink>, doch in diesem Jahr hat bereits die ermutigende Zahl von 40 Personen die Pressemeldungen des UKM &#252;ber unseren RSS Feed abonniert und durch das dazwischengeschaltete Blog wird die Hemmschwelle weiter verringert. </Pgraph>
      <Pgraph>Als Beispiel f&#252;r ein innovatives Bibliotheksangebot m&#246;gen die Pressemeldungen des Universit&#228;tsklinikums M&#252;nster (UKM) dienen. Diese Nachrichten werden zwar &#252;ber eine PHP&#47;mySQL-Anwendung auf der UKM-Homepage angezeigt, ein RSS-Feed wird jedoch nicht angeboten &#8211; auch nicht nach beharrlichen Fragen. Mit dem Service Feed43 <TextLink reference="29"></TextLink> gelang es, diese Nachrichten von der Eingangsseite des Klinikums zu extrahieren und in einen RSS-Feed zu verwandeln <TextLink reference="30"></TextLink>. Nun k&#246;nnen diese News universell weiterverwendet, mit anderen Feeds gemischt und jedermann&#47;&#252;berall angeboten werden &#8211; im Bibliotheksblog, in der Library Toolbar oder in anderen Zusammenstellungen. </Pgraph>
      <Pgraph>Durch Extrahieren und Zusammenf&#252;hren von Feeds lassen sich thematisch einzigartige Newsfeeds individuell zurechtschneidern, wie z.B. s&#228;mtliche Nachrichten &#252;ber <Mark2>Hyperthyreose</Mark2> aus Reuters Health, bestimmten Wissenschaftsjournalen, der Tageszeitung, Pressemeldungen von Krankenh&#228;usern, PubMed-Suchen usw. &#8211; ein Analogon zu den fr&#252;heren SDI-Diensten der Bibliothek.</Pgraph>
      <SubHeadline>Library Toolbar</SubHeadline>
      <Pgraph>Die RSS-Feeds werden auch &#252;ber die <Mark2>Library</Mark2> <Mark2>Toolbar</Mark2> der Bibliothek verbreitet. Seit 2005 setzt die Zweigbibliothek Medizin die frei konfigurierbare Community Toolbar des Anbieters Conduit <TextLink reference="31"></TextLink> ein. Sie dockt am Browser des Benutzers an und liefert dem Benutzer alle Angebote der Bibliothek sozusagen frei Haus. Unabh&#228;ngig davon, wo sich der Benutzer gerade im Web aufh&#228;lt, kann er mit einem Klick die wichtigsten Bibliotheksdienstleistungen aufrufen, seien es Kataloge, Datenbanken, Nachrichten-Feeds oder Kontaktadressen. Um den Nutzern die Installation der Toolbar schmackhaft zu machen, wurden weitere n&#252;tzliche Quellen eingebunden: Das deutsche Telefonbuch, das Uni-Telefonbuch, den Google Pagerank, Uni-Newsfeeds, Uni-Publikationen, lokale Wettervorhersagen usw. &#8211; die Toolbar erlaubt schier unbegrenzte Erweiterungen <TextLink reference="32"></TextLink>.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="E. Fazit">
      <MainHeadline>E. Fazit</MainHeadline>
      <Pgraph>Das Kerngesch&#228;ft einer Bibliothek ist zun&#228;chst das Finden, Filtern, Verzeichnen und Archivieren von Informationen. Manche beschr&#228;nken sich darauf und vergessen, dass die Inhalte und Metadaten, die Frucht ihrer Arbeit, auch an den Mann gebracht &#8211; vermittelt - werden m&#252;ssen. Vermittlung ist Marketing par excellence. Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Bibliotheken auch immer das politische Geschehen beobachten und zu ihren Gunsten beeinflussen &#8211; auch dies ist Marketing. Das Soziale Web und seine Werkzeuge stellen m&#228;chtige Instrumente zur Unterst&#252;tzung dieser Aufgaben dar. </Pgraph>
      <Pgraph>Im Zeitalter von Scholarly Skywriting <TextLink reference="33"></TextLink> wird es aber auch f&#252;r den Fachreferenten immer wichtiger, die Nutzer dort aufzusuchen, wo sie sich befinden: In wissenschaftlichen Communities wie Connotea, Nature Network, Ning oder Xing. Der Erfolg des Fachreferenten der Zukunft ist davon abh&#228;ngig, ob er sich in diesen Communities auskennt und dort n&#252;tzliche Dienstleistungen anbieten kann.</Pgraph>
      <Pgraph>Blogger stellen mit ihrem Wissen und ihrer Einbettung in die verschiedenen Communities vielleicht bereits die Vorl&#228;ufer des &#8222;Bibliothekars der Zukunft&#8220; dar, der sich &#8211; ob mit oder ohne Bibliothek im Hintergrund &#8211; als Informationsexperte sicher und gewandt in den Internet-Communities der Nutzer bewegt. Er ist aufgrund seiner F&#228;higkeiten dazu pr&#228;destiniert, Portale und Nutzergemeinschaften aufzubauen und zu betreuen. Bibliothekarische Expertise und Informationskompetenz ist angesichts der Un&#252;bersichtlichkeit des Sozialen Webs notwendiger denn je <TextLink reference="34"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Darlene Fichter liefert eine sch&#246;ne Zusammenfassung des zuvor gesagten, weshalb ich ihre Ausf&#252;hrungen gerne an den Schluss stellen m&#246;chte <TextLink reference="22"></TextLink>. Sie nennt im folgenden sieben Faktoren f&#252;r erfolgreiche Marketingstrategien im Web 2.0: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>1. Learn about social media</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Alle Mitarbeiter der Bibliothek m&#252;ssen im Web 2.0 aktiv werden und es verstehen lernen, um zu begreifen wie die speziellen Angebote (YouTube, del.icio.us, ..) und Suchmaschinen (Technorati) funktionieren. Nur so k&#246;nnen sie das Wissen auch weitergeben und den Nutzern helfen.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>2. Create a Web 2.0 marketing plan</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Auch beim Marketing mit Web 2.0-Werkzeugen gilt: Es will strategisch geplant sein. Dabei gilt es kreativ zu sein und die Benutzer mit einzubeziehen.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>3. Participate&#33; Join the conversation</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Social Software oder Social Media ist keine Einbahnstra&#223;e, auch beim Marketing nicht, die man sich konservativ als typische Einbahnstra&#223;e vorstellt. Man kann die Webseite der Bibliothek mit angeboten wie z.B. Weblogs, Wikis, Tagging, Audio- und Video-Podcasts usw. anreichern. Beim allem gilt es zu beachten, dass sich die Benutzer aktiv beteiligen k&#246;nnen. Wenn die Benutzer nicht zur Bibliothek kommen, dann kann die Bibliothek die Foren und Communities der Nutzer aufsuchen. Doch dabei ist Achtung geboten, wie Anne Christensen aufzeigt <TextLink reference="35"></TextLink>: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation><Mark2>Die Einmischung von beh&#246;rdlichen Aufsehernaturen wie unsereinem muss mit dem n&#246;tigen Fingerspitzengef&#252;hl und am besten nach vorherigem pers&#246;nlichen Kontakt erfolgen, wie der ebenfalls sehr interessante Post des ACRL-Blogs mit dem Titel &#8220;What students think of authority figures in Facebook&#8221;</Mark2> <TextLink reference="36"></TextLink><Mark2> aufzeigt. Eine &#8211; zarte Hoffnung auf Chancen zum Mitspielen weckende &#8211; Antwort auf die Frage, ob bibliothekarisches Engagement bei Facebook und Co. von der Zielgruppe erw&#252;nscht ist:</Mark2> &#8220;For the most part, no. I&#8217;d much rather they stay out of it. However, I do have one professor who is known for being fairly hip. He&#8217;s on Facebook and I have no problem with this because I know he&#8217;s not going to abuse that position.&#8221;</Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>4. Be remarkable</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Da Social Media das virale Marketing unterst&#252;tzt, gilt es insbesondere mit frischen Ideen und Inhalten in den Nutzergemeinschaften pr&#228;sent zu sein. Einmal infiziert, breiten sich die Angebote der Bibliothek schon von selber aus.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>5. Help your library content travel</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Bei der Pr&#228;sentation der Bibliotheksinhalte gilt es in hohem Masse kreativ und imaginativ zu sein. Die M&#246;glichkeiten des Web 2.0 erscheinen endlos und so kann man auch die Inhalte (als Bookmark, Newsfeed, auf Web 2.0-Seiten wie Flickr, YouTube, usw.) an den Benutzer bringen, seien es nun Neuerwerbungen oder gerade zur&#252;ckgebrachte B&#252;cher.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Indentation>
          <Mark2>Slice and dice your content for dozens of specialized audiences.</Mark2>
        </Indentation>
      </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>6. Be part of the multimedia wave</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Audio- und Videomitschnitte von Autorenlesungen oder sonstigen Bibliotheksevents sind leicht zu erstellen und finden bei YouTube eine gro&#223;e &#214;ffentlichkeit.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>7. Monitor engagement and learn as you go</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Auch Marketing 2.0 sollte evaluiert werden, aber Nutzungszahlen k&#246;nnen leicht in die Irre f&#252;hren, da man auch wissen muss, wie engagiert die Nutzer bei der Sache sind. Trotzdem sollte man wissen, wie viele Leser der Bibliotheksblog hat, wie viele Nutzer schon mal einen Beitrag kommentiert oder als Bookmark angelegt haben, und wer die Bibliothek in welchem Zusammenhang in seinem eigenen Blog zitiert hat.</Pgraph>
    </TextBlock>
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              <Mark1>Abbildung 2: Portfolio einer Umfrage zur Benutzerzufriedenheit</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 1: Wichtigkeit von bibliothekseigenen Inhalten</Mark1>
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