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<GmsArticle>
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    <Identifier>dgkh000032</Identifier>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="en">Indikationen und Wirkstoffauswahl zur antiseptischen Therapie sekund&#228;r heilender Wunden</Title>
      <TitleTranslated language="de">Indications and agent selection for the antiseptic therapy of secondarily healing wounds </TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Kramer</Lastname>
          <LastnameHeading>Kramer</LastnameHeading>
          <Firstname>Axel</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Walther-Rathenau-Str. 49 a, 17489 Greifswald, Tel.: 03834-515542, Fax.: 03834-515541<Affiliation>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Greifswald, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>kramer&#64;uni-greifswald.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>M&#252;ller</Lastname>
          <LastnameHeading>M&#252;ller</LastnameHeading>
          <Firstname>Gerald</Firstname>
          <Initials>G</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universit&#228;t, Greifswald, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
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        <PersonNames>
          <Lastname>Assadian</Lastname>
          <LastnameHeading>Assadian</LastnameHeading>
          <Firstname>Ojan</Firstname>
          <Initials>O</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Klinisches Institut f&#252;r Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, Medizinische Universit&#228;t Wien, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien - Universit&#228;tskliniken, Wien, &#214;sterreich</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf, K&#246;ln</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Wundantiseptik</Keyword>
      <Keyword language="de">Indikationen</Keyword>
      <Keyword language="de">Wirkstoffauswahl</Keyword>
      <Keyword language="de">Polihexanid</Keyword>
      <Keyword language="de">Octenidin</Keyword>
      <Keyword language="de">PVP-Iod</Keyword>
      <Keyword language="de">Taurolidin</Keyword>
      <Keyword language="de">ungeeignete Wirkstoffe</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20060830</DatePublished>
      <DateRepublished>20080408</DateRepublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1863-5245</ISSN>
        <Volume>1</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Krankenhaushygiene Interdisziplin&#228;r</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Krankenhaushyg Interdiszip</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Die infizierte Problemwunde</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>32</ArticleNo>
    <Erratum>
      <DateLastErratum>20080408</DateLastErratum>
      <Pgraph>Als Vorname des Autors M&#252;ller wurde irrt&#252;mlich &#34;Georg&#34; angegeben.</Pgraph>
    </Erratum>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Damit chronische Wunden in prim&#228;r heilende Wunden &#252;berf&#252;hrt werden, muss neben dem geeigneten chirurgischen Vorgehen - insbesondere Wund-Debridement - die Behandlung der ausl&#246;senden Grundkrankheit beachtet werden. In der Prophylaxe von Wundinfektionen, aber auch bei der Behandlung bestehender Wundinfektionen spielen Wundantiseptika eine wesentliche Rolle.</Pgraph>
      <Pgraph>Solange eine klinisch manifeste Infektion auf die Wunde beschr&#228;nkt ist und nicht h&#228;matogen streut, ist die Indikation zur Anwendung von Wundantiseptika gegeben. Bei systemischer Beteiligung ist zus&#228;tzlich eine antimikrobielle Chemotherapie erforderlich. </Pgraph>
      <Pgraph>Antiseptika sind nur nach sorgf&#228;ltiger Indikationsstellung anzuwenden. Andernfalls k&#246;nnen St&#246;rungen der Wundheilung resultieren. F&#252;r chronische schlecht heilende Wunden und f&#252;r Verbrennungswunden ist Polihexanid als Mittel der 1. Wahl anzusehen. Auf Grund neuer in vitro Befunde ist allerdings Octenidin-dihydrochlorid bez&#252;glich seiner therapeutischen Breite Polihexanid &#252;berlegen. Diese Befunde machen die Ausweitung der Anwendung von Octenidin-dihydrochlorid auch auf chronische Wunden in niedrigeren Konzentrationen als bisher &#252;blich m&#246;glich.</Pgraph>
      <Pgraph>Folgende Wirkstoffe sind  zur Wundantiseptik als kritisch einzuordnen: Chlorhexidin, 8-Chinolinol, Nitrofural, Phenolderivate, Quats, Silbernitrat, Silbersulfadiazin, Tosylchloramidnatrium, Triclosan und Wasserstoffperoxid. Als obsolet f&#252;r die Wundantiseptik sind Farbstoffe und organische Quecksilberverbindungen anzusehen.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>For chronic wounds to become primarily healing wounds, not only the appropriate surgical procedure - especially wound debridement - but also the treatment of the causative basic disease must be taken into consideration. In both the prophylaxis of wound infections and the treatment of existing wound infections, wound antiseptics play a crucial role.</Pgraph>
      <Pgraph>As long as a clinically manifest infection is confined to the wound and has not spread hematogenically, the indication for application of wound antiseptics is given. Should systemic involvement exist, antimicrobial chemotherapy is additionally required. </Pgraph>
      <Pgraph>Antiseptics must only be used following careful determination of indication. Impaired wound healing can otherwise result. For chronically poorly healing wounds and burns, polihexanide is the agent of first choice. However, based on new in-vitro findings, octenidine dihydrochloride is superior to polihexanide in terms of therapeutic spectrum. These findings enable a broader application of octenidine dihydrochloride to include use on chronic wounds at lower concentrations than usual. </Pgraph>
      <Pgraph>The following agents must be viewed critically in terms of their use as wound antiseptics: chlorhexidine, 8-chinolinol, nitrofural, phenol derivates, quats, silver nitrate, silver sulphadiazine, tosylchloramide sodium, triclosan, and hydrogen peroxide. As wound antiseptics, dyes and organic mercury compounds are obsolete.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1. Einleitung">
      <MainHeadline>1. Einleitung</MainHeadline>
      <Pgraph>W&#228;hrend in den letzten Jahren erfolgreich neue M&#246;glichkeiten der Wundbehandlung etabliert wurden, z. B. die VAC-Therapie, die Anwendung von Maden und Medihoney, und gegenw&#228;rtig neue M&#246;glichkeiten zur Verbesserung der Wundheilung Einzug halten wie wassergefiltertes Infrarot A und Elektrostimulation, ist der Einsatz systemischer Antiinfektiva vor allem wegen der weltweit zunehmenden Resistenzentwicklung an seine Grenzen gesto&#223;en. Hierbei ist zu ber&#252;cksichtigen, dass f&#252;r alle antiinfektiven Wirkstoffe der Grundsatz gilt, dass sie an den Infektionsort gelangen m&#252;ssen, was besonders f&#252;r systemische Antiinfektiva bei Mangeldurchblutung und&#47;oder ausgedehnter Nekrosebildung schwer oder nicht erreichbar ist. Aber auch sog. Lokalantibiotika, die nicht resorbiert werden und daher nur lokal anwendbar sind, haben ihre Bedeutung zur Wundbehandlung verloren, was in ihrer lediglich mikrobiostatischen Wirkungsweise, der gleichfalls relevanten Resistenzentwicklung und ihrer Zytotoxizit&#228;t begr&#252;ndet ist. Daher erh&#228;lt die Forderung nach Behandlungsalternativen mit effektiven und zugleich vertr&#228;glichen Antiseptika ihren besonderen Stellenwert. In all diesen F&#228;llen steht die chirurgische Intervention besonders an erster Stelle, parallel unterst&#252;tzt von lokaler Wirkstoffapplikation in Form der Wundantiseptik.</Pgraph>
      <Pgraph>Obwohl Antiseptika zu den &#228;ltesten Substanzen der Wundinfektionsbek&#228;mpfung z&#228;hlen, liegt bis heute ein betr&#228;chtliches Defizit evidenzbasierten Wissens zu ihrer Effektivit&#228;t und Anwendungsindikation vor. Auch eine in den letzten Jahren verst&#228;rkte Zuwendung zur Antiseptik und diverse Anwendungsempfehlungen gleichen fehlendes Wissen &#252;ber M&#246;glichkeiten und Grenzen der Wundantiseptik nicht aus. Die Ursache hierf&#252;r liegt zum einen an der einseitigen Schwerpunktforschung im Bereich systemischer Antiinfektiva, zum anderen an der bisher praktisch ausnahmslos empirisch erfolgten Einf&#252;hrung von Antiseptika, was vor allem in den hohen Kosten f&#252;r multizentrische Studien begr&#252;ndet ist. Um die hohen Kosten f&#252;r eine Arzneimittelentwicklung zu umgehen, ist aktuell die Tendenz zu beobachten, die Arzneimittelzulassung durch die Deklaration von Antiseptika  als Medizinprodukt zu umgehen <TextLink reference="20"></TextLink>. In Anbetracht dieser Situation besteht ein dringender Bedarf an randomisierten klinisch kontrollierten Doppelblindstudien mit anerkannten Zielparametern im direkten Vergleich etablierter Verfahren, die eine Bewertung des betreffenden Antiseptikums &#252;ber die jeweils spezifische Studie hinaus erm&#246;glichen. Ein Beispiel f&#252;r eine prospektive monozentrische randomisierte kontrollierte und in Parallelgruppen durchgef&#252;hrte partiell offene klinische Studie ist die Anwendung eines Hydrogels mit liposomalem PVP-Iod im Vergleich mit einem Chlorhexidin-haltigen Gazeverband auf nicht infizierten frischen Mesh graft-Transplantaten f&#252;r 3 d bei Brandwunden bzw. f&#252;r 5 d bei anderen Wunden. Hierbei erwies sich das Hydrogel mit liposomalem PVP-Iod dem Chlorhexidin-haltigen Gazeverband in der Neoepithelisation bei gleichzeitig h&#246;herer Wirksamkeit als signifikant &#252;berlegen <TextLink reference="29"></TextLink>.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2. Antiseptische Indikationen bei sekund&#228;r heilenden Wunden">
      <MainHeadline>2. Antiseptische Indikationen bei sekund&#228;r heilenden Wunden</MainHeadline>
      <Pgraph>Prinzipiell gilt der Grundsatz:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Lokale Wundinfektionen werden mit lokalen Antiinfektiva behandelt.</ListItem>
          <ListItem level="1">Systemische Infektionen, die von Wundinfektionen ihren Ausgang nehmen, sowie systemische Infektionen, die zu metastatischen Lokalinfektionen, z.B. Abszessen, f&#252;hren, werden i. d. Regel in Kombination von systemischen Antiinfektiva mit Antiseptika behandelt.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Eine infizierte Wunde mit klinischer Symptomatik muss aus folgenden Gr&#252;nden antiseptisch behandelt werden:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Solange eine Wunde infiziert ist, u. U. auch bereits als Folge bakterieller Besiedlung, verz&#246;gert sich der Wundheilungsprozess mit verl&#228;ngerter Heilungsdauer und u. U. mit Defektheilung.</ListItem>
          <ListItem level="1">Die Wundinfektion kann sich weiter ausbreiten und im ung&#252;nstigsten Fall in eine Sepsis m&#252;nden. </ListItem>
          <ListItem level="1">Eine Wunde mit Kolonisation oder Infektion durch multiresistente Erreger (z. B. MRSA) muss saniert werden, um eine Weiterverbreitung der Erreger zu verhindern.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>In Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> sind typische Indikationen der Antiseptik bei sekund&#228;r heilenden Wunden zusammengefasst, wobei die Anwendung in jedem Einzelfall sorgf&#228;ltig abzuw&#228;gen ist.</Pgraph>
      <Pgraph>Speziell bei chronischen Wunden ist die Antiseptik nur nach vorherigem Debridement bzw. chirurgischer Wundrevision erfolgreich. Leider wird immer wieder der Fehler begangen, eine unsauber belegte Wunde antiseptisch zu behandeln oder Granulation und Epithelisierung pharmakologisch (durch Salben oder Wundauflagen) f&#246;rdern zu wollen, ohne sie zuvor chirurgisch bzw. gegebenenfalls auch biochirurgisch (Madentherapie) zu debridieren. Bez&#252;glich des enzymatischen Wunddebridements bei kolonisierten oder infizierten Wunden l&#228;sst die widerspr&#252;chliche Datenlage keine abschlie&#223;ende Bewertung zu. Aus theoretischer &#220;berlegung m&#252;sste die Anwendung eines enzymatischen Debribements ohne t&#228;gliche Wundkontrolle und mechanische Abtragung des gebildeten Detritus kritisch gesehen werden, da durch Aufl&#246;sung bestehender Strukturen ein N&#228;hrboden mit idealen Voraussetzungen zur Bakterienvermehrung entsteht. Als proteolytisch-enzymatische Substanzen werden haupts&#228;chlich Fibrinolysin, DNAse (meist als Kombination Fibrinolysin&#47;DNAse), Papain (selten), Clostridiopeptidase A (Collagenase), und experimentell Enzymkombinationen aus <Mark2>Euphausia superba</Mark2> (antarktischer Krill) eingesetzt. G&#252;nstigen Ergebnissen klinischer Studien <TextLink reference="34"></TextLink>, <TextLink reference="26"></TextLink> steht eine randomisierte kontrollierte Studie an 84 Patienten mit Beinulzera, die &#252;ber 21 d mit Fibrinolysin, DNAse oder Placebo behandelt wurden, entgegen. Zwischen den Gruppen konnte kein signifikanter Unterschied gefunden werden <TextLink reference="5"></TextLink>. Nach dem Erscheinen von 3 Arbeiten einer niederl&#228;ndischen Arbeitsgruppe zur Krillanwendung gab es ab 1998 keine Publikationen dieser Gruppe zu dieser Thematik. Die einzige klinische Studie mit proteolytischem Enzym des arktischen Krills <Mark2>Euphausia superba</Mark2> vergleicht in einer randomisierten kontrollierten Studie an 31 Patienten mit ven&#246;sen Beinulzera Krill-Enzym vs. einer nicht-enzymatischen &#8222;Routine-Behandlung&#8220;. Die Dauer der Wundreinigung betrug in der Krill-Gruppe 7 d, in der Kontrollgruppe 10 d. Die Autoren berichten &#252;ber keine Nebenwirkungen durch den Einsatz von Krill-Enzym <TextLink reference="39"></TextLink>. Nur in einer der Studien f&#252;hrten Infektionen zum Studienausschluss von Patienten, ansonsten wurde die mikrobielle Situation nicht untersucht, so dass keine Aussagen zum Erregerverhalten auf proteolytisch behandelten Wunden m&#246;glich sind.</Pgraph>
      <Pgraph>Finden sich im Sp&#228;tstadium einer Wundheilungsst&#246;rung trockene Nekrosen, ist jegliche lokale Behandlung au&#223;er der chirurgischen Nekrosektomie als falsch zu bezeichnen. Ist die Wunde sauber, also frei von Bel&#228;gen und Schorfbildungen, soll die Granulation gef&#246;rdert werden. Ist der Wundgrund vollst&#228;ndig granuliert, ist es sinnvoll, die Epithelisierung anzuregen.</Pgraph>
      <Pgraph>Wurde die Entscheidung zur lokalen antiseptischen Therapie getroffen, ist der klinische Erfolg mindestens t&#228;glich zu bewerten, ggf. erg&#228;nzt durch mikrobiologische Diagnostik, um die Anwendungsdauer auf das erforderliche Minimum zu begrenzen (meist reichen 2-6 d). Leider werden in der Praxis Antiseptika ohne Ber&#252;cksichtigung des Therapieerfolgs nicht selten Wochen und Monate (bei chronischen Wunden) angewendet, ohne die eigentliche Ursache der schlechten Wundheilung zu behandeln. Das induziert letztendlich auch bei gut vertr&#228;glichen Pr&#228;paraten eine verz&#246;gerte Wundheilung und verd&#228;chtigt das Antiseptikum zu Unrecht der Wirkungslosigkeit.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3. Voraussetzungen zur Behandlung sekund&#228;r heilender Wunden">
      <MainHeadline>3. Voraussetzungen zur Behandlung sekund&#228;r heilender Wunden</MainHeadline>
      <Pgraph>Folgende Faktoren bestimmen die effektive Behandlungsstrategie <TextLink reference="13"></TextLink>, <TextLink reference="15"></TextLink>:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Anamneseerhebung mit Risikoanalyse der der Wundentstehung zugrunde liegenden Erkrankung</ListItem>
          <ListItem level="1">Analyse der speziellen Wundverh&#228;ltnisse (Pathophysiologie, Risiken) </ListItem>
          <ListItem level="1">Kl&#228;rung, ob eine Wundinfektion vorliegt (mikrobiologisch, ggf. zus&#228;tzlich laborklinisch) oder diese prophylaktisch verhindert werden muss (z.B. bei Immunsuppression)</ListItem>
          <ListItem level="1">Regelung der Zust&#228;ndigkeit mit Auswahl der Beteiligten f&#252;r das Behandlungsteam, verbunden mit interdisziplin&#228;rem Erfahrungsaustausch der an der Wundbehandlung Beteiligten (z. B. Chirurg, Dermatologe, Phlebologe, Angiologe, Onkologe, Diabetologe, Klinische Mikrobiologen&#47;Krankenhaushygieniker)</ListItem>
          <ListItem level="1">Festlegung der Wundbehandlung (chirurgisches Vorgehen, Antiseptik, Wundauflage, weitere Behandlung)</ListItem>
          <ListItem level="1">Dokumentation zur Erfahrungssicherung.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Sofern m&#246;glich, sind chronische Wunden durch chirurgisches Vorgehen (Debridement, plastische Deckung in Verbindung mit vorausgehender Antiseptik) in prim&#228;r heilende Wunden zu &#252;berf&#252;hren. Erfahrungen der Kiefer-Gesichts-Chirurgie zeigen, dass auch nach einer Wundlatenzzeit von &#62;6 h, anders als bei der Wundversorgung sonst empfohlen, i.d.R. durch die besonders gute Durchblutung des Gesichts eine prim&#228;re Wundnaht zu komplikationsloser Heilung f&#252;hrt, was auch f&#252;r chronische Wunden gilt. Besonders bei chronischen Wunden kommt es darauf an, den Circulus vitiosus (z. B. Minderdurchblutung &#8594; Nekrose &#8594; Infektion &#8594; Nekrose) zu durchbrechen. Durch Wundbehandlung (Debridement, Stimulation der Wundheilung, ggf. Antiseptik) und gleichzeitige Behandlung der Grundkrankheit ist der chirurgische Eingriff konsequent vorzubereiten. Bei guten Durchblutungsverh&#228;ltnissen und in Abwesenheit einer floriden Infektion sowie von Nekrosen gelingt auch bei chronischen Wunden durch geeignete chirurgische Techniken (Haut-Muskel-Lappen u. &#228;.) ein einzeitiger Wundverschluss.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4. Anforderungen an Antiseptika">
      <MainHeadline>4. Anforderungen an Antiseptika</MainHeadline>
      <Pgraph>Bevor f&#252;r ein Antiseptikum eine klinische Anwendungsstudie in Frage kommt, ist der Wirksamkeitsnachweis in vitro zu f&#252;hren. F&#252;r prophylaktische Aufgabenstellungen werden mikrobiozide Wirkstoffe ben&#246;tigt. F&#252;r therapeutische Indikationen k&#246;nnen ggf. mikrobiostatische Wirkstoffe ausreichend sein, wie das Beispiel der Therapie von Mykosen zeigt. Bei der Antiseptik chronischer Wunden sind therapeutische und prophylaktische Zielsetzungen flie&#223;end miteinander verbunden, d. h. w&#228;hrend in einem bestimmten Wundareal noch die Erregerbek&#228;mpfung dominiert, &#252;berwiegt in einem anderen bereits die Erregerdistanzierung zur Abwehr einer neuerlichen gef&#228;hrdenden Besiedlung.</Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r die mikrobiozide Wirksamkeit im quantitativen Suspensionstest wird auf der Grundlage der europ&#228;ischen Normanforderungen an Desinfektionsmittel und Antiseptika innerhalb der empfohlenen Einwirkungszeit ein Reduktionsfaktor &#8805; 5 lg-Stufen ohne Belastung und &#8805; 3 lg-Stufen mit Eiwei&#223;- bzw. Blutbelastung empfohlen <TextLink reference="27"></TextLink>. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass diese Grenzen im Sinne der Wundinfektionstherapie bzw. -pr&#228;vention am Patienten nicht evidenzbasiert sind, sondern sich empirisch an Grenzwerte internationaler Vereinbarungen zur Desinfektionsmittelpr&#252;fung orientieren. Ob ein geforderter Grenzwert von &#8805; 3 lg-Stufen zur lokalen Wundinfektionstherapie ad&#228;quat ist, ist noch in keiner Studie bewertet worden. Kompliziert wird die Situation noch dadurch, dass die lg-Stufenreduktion abh&#228;ngig vom Erreger, der Art der Wunde und dem Anwendungsverfahren ist.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Anforderungen an die mikrobiozide Wirksamkeit werden von den derzeit am h&#228;ufigsten angewandten Wirkstoffen PVP-Iod, Octenidin-dihydrochlorid und Polihexanid ausnahmslos erf&#252;llt, jedoch nicht z. B. von Mercurochrom, Wasserstoffperoxid und Farbstoffen. Der Wirkstoff Taurolidin weist insofern eine Besonderheit auf, als er auf Grund seines Wirkungsmechanismus einer langsamen Formaldehydabspaltung <TextLink reference="28"></TextLink> in vitro die erforderliche bakteriozide Wirksamkeit erst nach Einwirkungszeiten zwischen 6 und 24 h entfaltet <TextLink reference="35"></TextLink>. Damit ist eine antiseptische Effektivit&#228;t nur bei Langzeitapplikation, z. B. bei kontinuierlicher Sp&#252;l-Saug-Drainage einer lavagebed&#252;rftigen Peritonitis, im Allgemeinen in Kombination mit systemischen Antiinfektiva erreichbar. Zus&#228;tzlich zur antiseptischen Wirksamkeit <TextLink reference="36"></TextLink> gilt als eigentlicher Angriffspunkt von Taurolidin der Proteinanteil des Protein-Lipopolysaccharid-Komplexes von Bakterien und Pilzen. Die Zellmembrananteile werden chemisch vernetzt, so dass eine durch sie induzierte Freisetzung von Entz&#252;ndungsmediatoren (TNF-alpha, Interleukin-1) reduziert werden soll. Experimentell konnte gezeigt werden, dass die intraperitoneale oder systemische Gabe von Taurolidin sowohl die sepsisinduzierten Serumspiegel von TNF-alpha und Interleukin-1 senkt als auch die &#220;berlebensrate nach Peritonitisinduktion signifikant erh&#246;ht <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="28"></TextLink>, <TextLink reference="40"></TextLink>, <TextLink reference="30"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein weiterer wichtiger Aspekt f&#252;r Wundantiseptika ist die lokale Vertr&#228;glichkeit. Wichtige Basisinformationen erh&#228;lt man aus der Zyto- und Gewebetoxizit&#228;t. Voraussetzung f&#252;r die Vergleichbarkeit von Wirkstoffen ist die Pr&#252;fung im gleichen Testverfahren. Selbstverst&#228;ndlich d&#252;rfen in vitro Befunde nicht isoliert bewertet, sondern m&#252;ssen in Beziehung zu Ergebnissen tierexperimenteller und klinischer Studien gesetzt werden. F&#252;r moderne Antiseptika ist die Auffassung nicht zutreffend, dass Xenobiotika generell zytotoxischer als Antibiotika sind (Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>). In der FL-Zellkultur besa&#223; PVP-Iod die geringste Zytotoxizit&#228;t, gefolgt von Polihexanid, Polymyxin B und Tosylchloramidnatrium mit jeweils identischen Quotienten. Taurolidin stellt eine Besonderheit dar, weil selbst bei komplettem Ersatz des Zellkulturmediums (MEM) durch Taurolidin 2&#37; L&#246;sung keine zytotoxische Wirkung im Vergleich zur Kontrolle feststellbar war. </Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r den Vergleich der Vertr&#228;glichkeit von Wundantiseptika eignet sich der von uns als Biokompatibilit&#228;tsindex (BI) benannte Quotient unter der Voraussetzung, dass die Testung auf Mikrobiozidie und Zytotoxizit&#228;t unter den gleichen Versuchsbedingungen durchgef&#252;hrt worden ist. Der BI ergibt sich aus dem Quotienten von IC<Subscript>50</Subscript> und der Konzentration, die im quantitativen Suspensionstest gegen&#252;ber Bakterien mindestens 3 lg-Stufen Reduktion bewirkt. Ein Wert &#62;1 beschreibt eine gute Vertr&#228;glichkeit, ein Wert &#60;1 eine schlechte mikrobiozide Wirksamkeit, verbunden mit hoher Zytotoxizit&#228;t. In Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/> sind exemplarisch BI f&#252;r ausgew&#228;hlte antiseptische Wirkstoffe f&#252;r das System M&#228;usefibroblasten (L929-Zellen, ATCC CCL1)&#47;<Mark2>E. coli </Mark2>(ATCC 11229) bzw. <Mark2>S. aureus</Mark2> (ATCC 6538) auf der Grundlage eigener Tests angegeben.</Pgraph>
      <Pgraph>AgNO<Subscript>3 </Subscript>und Silbersulfadiazin erreichen gegen&#252;ber <Mark2>E. coli</Mark2> in der Anwendungskonzentration von 1&#37; maximal 1 lg-Stufe Reduktion innerhalb 30 min. Gegen&#252;ber <Mark2>S. aureus</Mark2> sind diese Wirkstoffe inaktiv. 10&#37; Silberprotein ist wirksam gegen&#252;ber <Mark2>E. coli</Mark2>, aber unwirksam gegen&#252;ber <Mark2>S. aureus</Mark2>. Demzufolge resultieren f&#252;r Ag-haltige Pr&#228;parate keine oder sehr schlechte BI-Werte.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Merkmal der Zytotoxizit&#228;t ist geeignet f&#252;r ein Screening, erscheint jedoch zur Voraussage der Wundvertr&#228;glichkeit auf Grund der hohen Empfindlichkeit der Monolayerschicht der Zellkultur  und wegen ihrer fehlenden Gewebematrix weniger geeignet <TextLink reference="11"></TextLink>. Deshalb haben wir den Explantationstest von Kallenberger et al. <TextLink reference="8"></TextLink> als spezielle Form eines Gewebekulturtoxizit&#228;tstests weiterentwickelt <TextLink reference="12"></TextLink>. In &#220;bereinstimmung zum Zytotoxizit&#228;tstest wurden die g&#252;nstigsten Resultate mit Polihexanid, PVP-Iod-L&#246;sung, Ethanol und Taurolidin erhalten. Diese Befunde stehen in &#220;bereinstimmung zur Irritationspotenz im H&#252;hnereitest an der Chorioallantoismembran (HET-CAM), in dem Polihexanid nicht nur PVP-Iod-L&#246;sung, sondern auch der Mehrzahl antibiotischer Augentropfen an Vertr&#228;glichkeit &#252;berlegen war <TextLink reference="19"></TextLink>. Auch auf Grund tierexperimenteller Untersuchungen ergaben sich analoge Schlussfolgerungen (Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>). Eine endg&#252;ltige Bewertung ist in jedem Fall erst nach der klinischen Pr&#252;fung am Patienten m&#246;glich.</Pgraph>
      <Pgraph>Bei einer Bewertung antiseptischer Pr&#228;parate zur Therapie sekund&#228;r heilender Wunden ist zu ber&#252;cksichtigen, dass eine optimale Wundbehandlung nur unter Beachtung und Abw&#228;gung aller Aspekte des chirurgischen Vorgehens, der hygienischen Ma&#223;nahmen einschlie&#223;lich der Ber&#252;cksichtigung toxisch&#47;allergischer Risiken erzielbar ist. Das erfordert interdisziplin&#228;re Kooperation und wissenschaftliche Grundlagenarbeit zum Nutzen der klinischen Anwendung.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5. Auswahlkriterien f&#252;r Wundantiseptika und Bewertung ausgew&#228;hlter Wirkstoffe">
      <MainHeadline>5. Auswahlkriterien f&#252;r Wundantiseptika und Bewertung ausgew&#228;hlter Wirkstoffe</MainHeadline>
      <Pgraph>Bei der Auswahl sind in erster Linie folgende Kriterien zu ber&#252;cksichtigen:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Mikrobiozide Wirksamkeit in vitro einschlie&#223;lich der &#220;berpr&#252;fung der Wirkungsbeeinflussung durch Eiwei&#223;, Blut und pH-Einfl&#252;sse, dabei ist die Kenntnis der Geschwindigkeit der Wirkungsentfaltung und der Dauer der Wirksamkeit von praktischer Bedeutung</ListItem>
          <ListItem level="1">in klinischen Studien nachgewiesene Effektivit&#228;t </ListItem>
          <ListItem level="1">fehlende mikrobielle Resistenzentwicklung</ListItem>
          <ListItem level="1">Wundvertr&#228;glichkeit </ListItem>
          <ListItem level="1">kein Risiko systemischer Nebenwirkungen.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <SubHeadline>5.1 Wirkstoffe zur kurzzeitigen Anwendung </SubHeadline>
      <Pgraph><Mark1>Iodophore:</Mark1> PVP-Iod ist gegen das infrage kommende Erregerspektrum in vitro innerhalb 30 s sowohl ohne als auch mit Proteinbelastung mikrobiozid wirksam. In vitro ist zus&#228;tzlich die  Inhibition von Entz&#252;ndungsmediatoren (Expression bakterieller Exotoxine, Hemmung &#252;berschie&#223;ender Mediatorfreisetzung, Verringerung humaner Immuneffektorzellen, Inaktivierung gewebezerst&#246;render Enzyme) nachgewiesen <TextLink reference="9"></TextLink>. Die Anwendung der Iodophore ist allerdings durch die potentielle Resorptionstoxizit&#228;t limitiert. Folgende Kontraindikationen sind zu beachten: Hyperthyreote Schilddr&#252;senerkrankungen, Dermatitis herpetiformis Duhring, &#220;berempfindlichkeit gegen Iod sowie Anwendung vor und nach Radioiodtherapie. Bei folgenden Situationen ist die Anwendung sorgf&#228;ltig abzuw&#228;gen und die Schilddr&#252;senfunktion zu kontrollieren: blande Knotenstruma, Gravidit&#228;t, Stillzeit, Anwendung bei Fr&#252;h- und Neugeborenen sowie bei S&#228;uglingen bis zum 6. Lebensmonat und langfristig wiederholte Anwendung auf Wunden ohne Kenntnis des Schilddr&#252;senstatus <TextLink reference="14"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Octenidin-dihydrochlorid:</Mark1> Octenidin-dihydrochlorid ist in seiner mikrobioziden Wirksamkeit PVP-Iod gleichwertig, wobei allerdings keine Wirkung gegen bakterielle Sporen vorhanden ist. Im Unterschied zu PVP-Iod findet auf Wunden keine Resorption statt <TextLink reference="22"></TextLink>. Bei dermaler Applikation am Versuchstier ergaben sich analog wie bei einem PVP-Iod-basierten Pr&#228;parat keine Hinweise auf neurotoxische Reaktionen <TextLink reference="17"></TextLink>. Vergleichbar wie f&#252;r Iodophore  gibt es keinerlei Anhaltspunkte f&#252;r karzinogene, mutagene, teratogene, embryotoxische und fertilit&#228;tsbeeintr&#228;chtigende Risiken. Im Unterschied zu Iodophoren wurden bisher keine Allergien gegen Octenidin-dihydrochlorid bekannt.</Pgraph>
      <Pgraph>Zur&#252;ck liegende Befunde zur h&#246;heren Zyto- und Gewebetoxizit&#228;t der Kombination Octenidin-dihydrochlorid mit Phenoxyethanol im Vergleich zu Iodophoren und Polihexanid bed&#252;rfen auf Grund aktueller Befunde der kritischen Einordnung. In vitro geht Octenidin-dihydrochlorid mit Zellen bzw. Proteinen Wechselwirkungen ein, die zur Bildung stabiler Komplexe f&#252;hren. Hierbei handelt es sich um eine bisher nicht beschriebene Wechselwirkung eines Antiseptikums mit Zellen bzw. Matrixbestandteilen. Das d&#252;rfte sich in vivo g&#252;nstig auf die Vertr&#228;glichkeit auswirken, weil nur die oberste Zellschicht mit dem Wirkstoff exponiert wird und dieser aus den gebildeten Komplexen in geringer Konzentration wieder in die Umgebung abgegeben wird und damit weiter bioverf&#252;gbar bleibt. Zugleich k&#246;nnte durch die &#8222;Wundversiegelung&#8220; eine nachfolgende bakterielle Kolonisation unterbunden werden &#91;bisher unver&#246;ffentlichte Studienergebnisse&#93;. Das steht in &#220;bereinstimmung zu klinischen Erfahrungsberichten bei der antiseptischen Prim&#228;rversorgung von Sch&#252;rf-, Biss- und Schnittwunden sowie der Anwendung 1:1 verd&#252;nnter L&#246;sung bei schwerer Verbrennung <TextLink reference="33"></TextLink>. Bei Zugrundelegung des BI ist Octenidin-dihydrochlorid Polihexanid an therapeutischen Breite &#252;berlegen, weil die Wirksamkeit von Octenidin-dihydrochlorid deutlich h&#246;her ist, ohne dass die Zytotoxizit&#228;t in gleichem Ausma&#223; vorhanden ist. Durch seine starken Bindungseigenschaften an Makromolek&#252;l- und Zellbestandteile sowie die Bindung an oberfl&#228;chliche Zellbestandteile wird die Cytotoxizit&#228;t von Octenidin-dihydrochlorid gemindert, ohne dass es dabei zu Einbu&#223;en der antimikrobiellen Wirksamkeit kommt. Diese in vitro Befunde werden durch eine klinische Untersuchung unterst&#252;tzt, bei der im Vergleich zu Ringer-L&#246;sung bei 43 Patienten mit chronischen Ulcera unter der Behandlung mit einem Octenidin-dihydrochlorid -basierten Antiseptikum (tgl. &#252;ber 4 Wochen) die Infektionszeichen gemindert und die Granulation signifikant verbessert wurde. Eine negative Beeinflussung der Wundheilung wurde nicht beobachtet <TextLink reference="37"></TextLink>. Auch am Schwein war bei Applikation von Octenidin-dihydrochlorid im Vergleich zu Ringerl&#246;sung kein Unterschied im Wundheilungsverlauf feststellbar <TextLink reference="18"></TextLink>. Diese Befunde machen die Ausweitung der Anwendung von Octenidin-dihydrochlorid auch auf chronische Wunden m&#246;glich. Daneben erscheint die Anwendung auch in niedrigeren Konzentrationen als bisher m&#246;glich, ohne dass es zu prinzipiellen Wirksamkeitseinbu&#223;en kommt.</Pgraph>
      <Pgraph>Zus&#228;tzlich zur antimikrobiellen Wirklung  war in vitro in einem Vollblutmodell ohne und mit LPS-Gabe durch Octenidin-dihydrochlorid keine Stimulation von TNF-a nachweisbar. Ohne LPS-Zugabe war keine Freisetzung von PDGF-AB (Wachstumsfaktor), mit LPS dagegen dosisabh&#228;ngig eine Stimulierung nachweisbar <TextLink reference="23"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Polihexanid:</Mark1> Polihexanid kann ohne Risiken zur Wundantiseptik angewendet werden. Die im Vergleich zu Octenidin-dihydrochlorid und PVP-Iod in vitro l&#228;nger ben&#246;tigte Einwirkungszeit zum Erreichen &#8805; 5 lg kommt vermutlich in vivo nicht so stark zur Auswirkung, weil sich auch dieser Wirkstoff, wenn auch nicht so stark wie Octenidin-dihydrochlorid, an die Zellmatrix bindet. Zur Eradikation von Wundinfektionserregern durch einmalige Antiseptik ist beim aktuellen Wissensstand jedoch Octenidin-dihydrochlorid als Wirkstoff der Wahl anzusehen.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Alkohole:</Mark1> Ethanol kann prinzipiell auf Wunden angewendet werden (so wird seine Anwendung zur Nabelschnurantiseptik durch die In-vitro-Befunde im Explantationstest gest&#252;tzt; <TextLink reference="12"></TextLink>). Allerdings wird Ethanol zur Wundantiseptik aus Akzeptanzgr&#252;nden (Brennen) nur im Ausnahmefall bzw. nur als Kombinationspartner im Konzentrationsbereich bis 10&#37; eingesetzt. Im Unterschied dazu sind Propanole und Phenoxyethanole wegen ihrer Zytotoxizit&#228;t und Resorptionstoxizit&#228;t nicht als Wirkstoffe f&#252;r Wundantiseptika zu empfehlen.</Pgraph>
      <SubHeadline>5.2 Wirkstoffe zur wiederholten Anwendung auf chronischen schlecht heilenden bzw. besonders empfindlichen Wunden</SubHeadline>
      <Pgraph><Mark1>Polihexanid:</Mark1> Die mikrobiozide Wirkung von Polihexanid tritt erreger- und konzentrationsabh&#228;ngig vergleichsweise langsam ein (0,04&#37;ig in vitro innerhalb von 5-20 min; <TextLink reference="38"></TextLink>). Initial sollte daher bei verschmutzten und stark vereiterten Wunden die Anwendung mit 0,04&#37; Polihexanid begonnen werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Auf Grund der Gewebevertr&#228;glichkeit und der Wundheilungsf&#246;rderung <TextLink reference="18"></TextLink> ist Polihexanid als Mittel der 1. Wahl f&#252;r schlecht heilende chronische bzw. f&#252;r sehr empfindliche Wunden (z. B. Verbrennungswunden 2. Grades) sowie f&#252;r Lavagen einzuordnen <TextLink reference="31"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="21"></TextLink>, <TextLink reference="41"></TextLink>, <TextLink reference="42"></TextLink>, <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="22"></TextLink>, <TextLink reference="32"></TextLink>, gefolgt von Octenidin. Sofern das in Frage kommt, ist aufgrund der guten Vertr&#228;glichkeit und des fehlenden irritativen Potentials eine Anwendung von Polihexanid auch unter semiokklusiver oder okklusiver Abdeckung m&#246;glich <TextLink reference="4"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Polihexanid und Chlorhexidin unterscheiden sich deutlich in ihrer Zytotoxizit&#228;t, obwohl die wirksame Struktur identisch ist.  Der Unterschied besteht in den im Chlorhexidin enthaltenen Chlorphenylresten, die vermutlich f&#252;r die toxische Potenz verantwortlich sind. Im Unterschied dazu ist Polihexanid das erste bekannte Wundantiseptikum mit einem selektiven Wirkungsmechanismus. Dieser beruht auf einer starken Wirkung auf saure Phospholipide bakterieller Zellmembranen aber nur sehr geringer Wirkung auf neutrale Phospholipide humaner Zellmembranen <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass Polihexanid aufgrund der Molek&#252;lgr&#246;&#223;e nicht resorbiert wird und daher ausschlie&#223;lich am Applikationsort wirksam wird. </Pgraph>
      <Pgraph>Aufgrund tierexperimenteller Befunde ist die Anwendung von Polihexanid zur Peritonealsp&#252;lung wegen Unvertr&#228;glichkeit als kontraindiziert anzusehen <TextLink reference="2"></TextLink>. In gleicher Weise kommt Polihexanid wegen seiner Knorpeltoxizit&#228;t nicht im f&#252;r die Wundantiseptik &#252;blichen  Konzentrationsbereich von 0,04&#37; und 0,02&#37; zur antiseptischen Gelenksp&#252;lung in Betracht <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="24"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline>5.3 Obsolete oder entbehrliche Wirkstoffe</SubHeadline>
      <Pgraph>Dazu z&#228;hlen alle Wirkstoffe, die wegen unsicherer Wirksamkeit, kritischer Zytotoxizit&#228;t, Irritations- und Allergiepotential, Schmerzinduktion, Resistenzentwicklung, resorptiver Risiken und&#47;oder wegen &#214;kotoxizit&#228;t nicht mehr empfehlenswert f&#252;r die Anwendung als Wundantiseptikum sind bzw. f&#252;r die der klinische Wirkungsnachweis fehlt (Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/>).</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="6. Antiseptische Wundauflagen">
      <MainHeadline>6. Antiseptische Wundauflagen</MainHeadline>
      <Pgraph>Bei chronisch kolonisierten Wunden bietet es sich an, nach initialer Antiseptik in der weiteren Behandlung von noch vorhandenen Bakterien in der Wunde freigesetzte Toxine zu eliminieren, ohne die sowieso schon gest&#246;rte Wundheilung durch das Antiseptikum zu beeintr&#228;chtigen. Hierf&#252;r kommen nach ggf. kurzfristiger antiseptischer Vorbehandlung mit Polihexanid- oder Octenidin-dihydrochlorid-haltigen Zubereitungen (insbesondere bei klinisch manifester Infektion) silberhaltige Wundauflagen in Betracht. Unter Ber&#252;cksichtigung der Biokompatibilit&#228;t sind Wundauflagen ohne Freisetzung von Silberionen mit nachgewiesener Endotoxinelimination <TextLink reference="25"></TextLink> zu bevorzugen.</Pgraph>
    </TextBlock>
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          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
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              <Mark1>Tabelle 1: Indikationsbereich lokaler Wundantiinfektiva bei sekund&#228;r heilenden Wunden</Mark1>
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          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Tabelle 2: Zytotoxizit&#228;t ausgew&#228;hlter Antiseptika im Vergleich zu Polymyxin und Azidamphenicol</Mark1>
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              <Mark1>Tabelle 3: Biokompatibilit&#228;tsindex nach 30 min Kontakt in MEM-Zellkulturmedium bei Anwesenheit von 10&#37; fetalem bovinen Serum</Mark1>
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              <Mark1>Tabelle 4: Einfluss von Antiseptika auf tierexperimentelle Wunden (in der Tabelle zitierte Literatur ist in &#91;16&#93; aufgef&#252;hrt)</Mark1>
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            <Pgraph><Mark1>Tabelle 5: Merkmale obsoleter oder entbehrlicher Wirkstoffe zur Wundantiseptik (nach Kramer et al. &#91;18&#93;).</Mark1> </Pgraph>
            <Pgraph><Superscript>1</Superscript>Sofern der Wirkstoff mit zytoprotektiven Zus&#228;tzen kombiniert wird - z. B. mit Heilbuttleber&#246;l &#91;10&#93; - kann die Vertr&#228;glichkeit allerdings verbessert werden.</Pgraph>
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